Ursachenforschung hinsichtlich gestiegener Zahl der Autismus-Diagnosen und Hilfsangebote für Betroffene (Antwort zu Drs. 21/4589)
Text
Ursachenforschung hinsichtlich gestiegener Zahl der Autismus-Diagnosen und Hilfsangebote für Betroffene (Antwort zu Drs. 21/4589)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4918
21. Wahlperiode 20.03.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Birgit Bessin, Martin Sichert,
Dr. Christina Baum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/4589 –
Ursachenforschung hinsichtlich gestiegener Zahl der Autismus-Diagnosen und
Hilfsangebote für Betroffene
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Nach Angaben des Leiters des Zentrums für Neuroentwicklungsstörungen und
der Abteilung für Neuropsychiatrie am Karolinska-Institut in Stockholm,
Prof. Dr. Sven Bölte, ist ungefähr seit dem Jahr 2000 eine weltweit steigende
Prävalenz von Autismus-Spektrum-Störungen zu verzeichnen (www.tagessch
au.de/wissen/gesundheit/autismus-neurologie-trend-101.html). Laut einem
Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ vermutete das US-amerikanischen
Gesundheitsministerium im vergangenen Jahr Umweltgifte als mögliche Ursache
dieser Entwicklung und gab deshalb Studien in Auftrag, um mögliche
entsprechende Zusammenhänge zu prüfen; andererseits wird für die Erklärung des
statistischen Anstiegs häufig auf ein deutlich gestiegenes gesellschaftliches
Bewusstsein für die Thematik hingewiesen (www.nzz.ch/wissenschaft/die-zah
l-der-autismusfaelle-hat-sich-in-den-vergangenen-jahren-vervielfacht-woran-li
egt-das-ld.1882098).
In den USA wurde bei rund 3 Prozent der Kinder eine Autismus-Diagnose
gestellt (Stand 2025), während es in den 1980er-Jahren nur 0,04 Prozent waren
(ebd.). Auch in Deutschland sind steigende Zahlen festzustellen: Auf Basis
von ambulanten Abrechnungsdaten der hkk Krankenkasse wurde bei jungen
Menschen bis zum Alter von 24 Jahren im Jahr 2022 eine Betroffenenquote
von 0,78 Prozent ermittelt, während es im Jahr 2013 noch 0,41 Prozent waren
(www.vdek.com/magazin/ausgaben/2023-05/hkk-autismusfaelle-kinder-jugen
dliche.html). Der Anteil der männlichen Betroffenen war dabei stets höher als
der von weiblichen Betroffenen: Bei Männern und Jungen waren es 1,08
Prozent, bei Mädchen und Frauen 0,46 Prozent (ebd., Zahlen des Jahres 2022).
Obwohl die Fallzahlen immer mehr zunehmen, sind die Beratungs- und
Unterstützungsangebote nach Medienberichten weiterhin lückenhaft. Für das
Finden eines Diagnostikplatzes können nicht selten bis zu fünf Jahre vergehen
(www.deutschlandfunkkultur.de/autismus-erwachsene-diagnose-psychologie-
100.html), was für die Betroffenen auch deshalb eine starke Belastung
bedeuten kann, weil Autismus häufig mit Depressionen oder Angsterkrankungen
einhergeht (ebd.).
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 20. März 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Autistische Störungen können für die Betroffenen je nach Schweregrad zu
erheblichen Beeinträchtigungen des Arbeits- und Soziallebens führen. Aus
diesen Gründen soll die vorliegende Kleine Anfrage eine bestmögliche
Transparenz über den aktuellen Sachstand hinsichtlich der Ursachenforschung und der
politischen Maßnahmen für die Hilfe von Betroffenen herstellen.
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Prävalenz von
Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in Deutschland zwischen den
Jahren 2020 und 2025 entwickelt (bitte nach Jahren, Altersgruppen,
Geschlecht und Art der autistischen Störung aufschlüsseln)?
2. Welche amtlichen oder kassenbasierten Datensätze liegen der
Bundesregierung hinsichtlich der Zahl der festgestellten ASS-Diagnosen ggf. vor?
Die Fragen 1 und 2 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Informationen zur Prävalenz von Autismus-
Spektrum-Störungen (ASS) zwischen den Jahren 2020 und 2025 in
Deutschland vor, da in diesem Zeitraum keine repräsentativen epidemiologischen
Studien zur Untersuchung der Bevölkerung auf ASS durchgeführt wurden.
Informationen zu Diagnosen von ASS in der stationären Versorgung (also nicht
in der Bevölkerung insgesamt) in Krankenhäusern (www.gbe-bund.de/gbe/isgb
e.archiv?p_indnr=702&p_archiv_id=7344915&p_sprache=D&p_action=A)
und Vorsorge- oder Rehabilitations-Einrichtungen (www.gbe-bund.de/gbe/isgb
e.archiv?p_indnr=902&p_archiv_id=7346485&p_sprache=D&p_action=A)
liefert das Informationssystem Gesundheitsberichterstattung des Bundes,
aktuell für die Jahre 2020 bis 2023 des erfragten Zeitraums. Informationen des
Statistischen Bundesamts beinhalten auch Informationen zu Diagnosen von ASS
in der stationären Versorgung in Krankenhäusern vom Jahr 2024, siehe
beigefügte Tabelle in der Anlage.* Diese Anzahl entspricht nicht der Anzahl von
Personen mit ASS-Diagnose in der stationären Versorgung, da eine Person pro
Jahr bei mehrmaligen stationären Aufenthalten mehrere Fälle erzeugen kann.
Aus der ambulanten kassenärztlichen Versorgung liegen Daten zur Häufigkeit
von ASS-Diagnosen in den Jahren 2012 bis 2024 und zu ihrem Anteil an der
Gesamtzahl aller dokumentierten Diagnosen psychischer Störungen (ICD-10
F00-F99) für die Altersgruppen unter 18 Jahren und ab 18 Jahren vor. Der
Anteil kann nicht als Prävalenz und die Anzahl nicht als Zahl betroffener Personen
interpretiert werden.
Unter Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) nahm die Anzahl ambulanter
ASS-Diagnosen und ihr Anteil an allen dokumentierten Diagnosen psychischer
Störungen zwischen 2012 und 2024 zu. Für Diagnosen von frühkindlichem
Autismus (F84.0) stiegen die Anzahl und der Anteil an allen Diagnosen
psychischer Störungen von 0,56 Prozent (n=61.723) auf 1,41 Prozent (n=252.414), für
Diagnosen von atypischem Autismus (F84.1) von 0,11 Prozent (n=12.342) auf
0,25 Prozent (n=44.183) und für Diagnosen des Asperger-Syndroms (F84.5)
von 0,28 Prozent (n=30.906) auf 0,48 Prozent (n= 85.919).
Eine ähnliche zeitliche Entwicklung war bei Erwachsenen zu beobachten. Für
Diagnosen von frühkindlichem Autismus (F84.0) stiegen die Anzahl und der
Anteil an allen Diagnosen psychischer Störungen von 0,06 Prozent (n= 61.559)
auf 0,13 Prozent (n=207.697), für Diagnosen von atypischem Autismus (F84.1)
von 0,01 Prozent (n= 14.833) auf 0,04 Prozent (n=59.947) und für Diagnosen
des Asperger-Syndroms (F84.5) von 0,02 Prozent (n=23.315) auf 0,10 Prozent
(n= 162.066).
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4918 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung ggf. zur möglichen
Beeinflussung der Fallzahlen durch
a) umweltbedingte Einflussfaktoren,
b) Schwermetalle,
c) Impfnebenwirkungen,
d) mangelnde diagnostische und medizinische Infrastruktur,
e) gestiegenes gesellschaftliches Problembewusstsein und/oder
f) sonstige Faktoren vor?
Die steigenden Fallzahlen ambulanter und stationärer ASS-Diagnosen
reflektieren nicht zwingend auch eine Zunahme von ASS-Ersterkrankungen. Als
wesentlich für die zunehmenden ASS-Diagnosen wird ein Zusammenhang mit
einem gesteigerten gesellschaftlichen Problembewusstsein eingeschätzt.
Zusammenhänge zwischen umweltbedingten Einflüssen und Schwermetallen
mit ASS sind bislang nicht gesichert bei insgesamt begrenzter Evidenz. Bei den
durch Überwachungsprogramme erfassten diskutierten Risikofaktoren in Bezug
auf die Humanexposition ist über die letzten Jahrzehnte keine generelle
Zunahme zu beobachten. Vielmehr weisen die Daten überwiegend auf stagnierende
oder rückläufige Trends hin.
Zusammenhänge zwischen Impfnebenwirkungen und ASS sind eindeutig
widerlegt. Zusammenhänge mit mangelnder diagnostischer und medizinischer
Infrastruktur sind nicht belegt. Weitere diskutierte Faktoren umfassen vor allem
genetische Einflüsse sowie verschiedene pränatale und perinatale
Risikofaktoren (z. B. Assoziationen zwischen höherem Elternalter, Frühgeburtlichkeit,
mütterlichen Erkrankungen und Einnahme von Antidepressiva/SSRI) mit zum
Teil nur moderater Studienqualität, während für viele andere diskutierte
Faktoren (wie z. B. erhöhter frühkindlicher Medienkonsum) die Evidenz
uneinheitlich bleibt.
4. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung ggf., um Diagnostik-
Wartezeiten zu verkürzen und diagnostische sowie therapeutische Hilfe
engmaschiger zur Verfügung stellen zu können?
Die Sicherstellung der vertragsärztlichen und vertragspsychotherapeutischen
Versorgung obliegt gemäß § 75 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch den unter
Landesaufsicht stehenden Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die KVen haben im Rahmen ihres
Sicherstellungsauftrages Instrumente, um auf besondere regionale
Versorgungsbedarfe zu reagieren. Auch die Länder besitzen umfassende Optionen, sich in
die Aufstellung des Bedarfsplans einzubringen und so unmittelbar Einfluss auf
das Angebot der ärztlichen bzw. psychotherapeutischen Versorgung zu nehmen.
Deutschland verfügt insgesamt über ein breit angelegtes, niedrigschwellig
zugängliches und ausdifferenziertes medizinisches Versorgungsangebot für
Menschen mit psychischen Erkrankungen im ambulanten, teilstationären und
stationären Bereich sowie über ein breites Angebot an weitergehenden Hilfen.
Gleichzeitig bestehen Herausforderungen, unter anderem durch eine hohe
Nachfrage an Behandlungsleistungen, damit einhergehende Kapazitätsengpässe
und Bedarf an komplexen Behandlungsansätzen. Um diesen
Herausforderungen zu begegnen, setzt sich die Bundesregierung kontinuierlich für eine
Weiterentwicklung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung und der
weiteren Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen ein.
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD sieht hierzu unter
anderem vor, die Voraussetzungen für die gesonderte Bedarfsplanung
psychotherapeutisch tätiger Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und
Psychotherapeuten, die überwiegend oder ausschließlich Kinder und Jugendliche
behandeln, zu schaffen, um den besonderen Versorgungsbedürfnissen von
Kindern und Jugendlichen beim Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung
Rechnung zu tragen. Mit diesem Vorhaben können weitere
Niederlassungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -
Jugendpsychotherapeuten entstehen und Wartezeiten auf ein wohnortnahes Therapieangebot
verringert werden. Mit der im Februar 2025 in Kraft getretenen Änderung der
Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (BGBl. 2025 I Nr. 40) werden zudem
Patientinnen und Patienten, die einen besonders erschwerten Zugang zur
psychotherapeutischen Versorgung haben, dabei unterstützt, einen Behandlungsplatz
zu erhalten. Aufgenommen wurde ein zusätzlicher Tatbestand zur
Ermächtigung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Ärztinnen und
Ärzten zur psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgung von
besonders vulnerablen Patientengruppen (§ 31 Absatz 1 Satz 3 f. der
Zulassungsverordnung für Vertragsärzte). Damit können zusätzliche Behandlungskapazitäten
für die psychotherapeutische und psychiatrische Behandlung von besonders
vulnerablen Menschen geschaffen werden. Auch Kinder und Jugendliche
können zu dieser Patientengruppe gehören.
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ISSN 0722-8333
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2020-2024
Hauptdiagnose F84 Tief greifende Entwicklungsstörungen (Pos.-Nr. der ICD-10)
nach Altersgruppen und Geschlecht
Anzahl
Haupt- Geschlecht insge- Davon im Alter von …. bis unter… Jahre
diagnose samt unter 1 1-5 5-10 10-15 15-20 20-25 25-30 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85 und älter
2020
F84 Insgesamt 2737 3 530 514 479 528 269 148 78 65 43 35 31 9 2 2 - 1 - -
Männlich 2083 3 381 410 367 393 212 117 54 46 35 28 25 9 2 - - 1 - -
Weiblich 654 - 149 104 112 135 57 31 24 19 8 7 6 - - 2 - - - -
davon: -
F84.0 Insgesamt 1203 - 342 243 148 177 113 69 33 23 26 17 10 1 1 - - - - -
Männlich 969 - 259 204 124 142 94 58 23 20 20 15 8 1 1 - - - - -
Weiblich 234 - 83 39 24 35 19 11 10 3 6 2 2 - - - - - - -
F84.1 Insgesamt 482 - 32 66 99 129 64 33 12 16 10 6 11 3 1 - - - - -
Männlich 398 - 28 58 80 106 51 28 9 12 9 5 8 3 1 - - - - -
Weiblich 84 - 4 8 19 23 13 5 3 4 1 1 3 - - - - - - -
F84.2 Insgesamt 66 - 22 18 10 5 3 3 1 3 1 - - - - - - - - -
Männlich 3 - 1 1 1 - - - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 63 - 21 17 9 5 3 3 1 3 1 - - - - - - - - -
F84.3 Insgesamt 12 - 3 1 2 4 - - 2 - - - - - - - - - - -
Männlich 11 - 3 1 2 3 - - 2 - - - - - - - - - - -
Weiblich 1 - - - - 1 - - - - - - - - - - - - - -
F84.4 Insgesamt 45 - 5 14 12 3 1 4 2 2 - 1 1 - - - - - - -
Männlich 33 - 3 8 9 3 - 4 2 2 - 1 1 - - - - - - -
Weiblich 12 - 2 6 3 - 1 - - - - - - - - - - - - -
F84.5 Insgesamt 626 - 12 87 166 173 82 32 26 20 5 11 5 5 - 1 - 1 - -
Männlich 455 - 6 77 122 111 63 25 17 12 5 7 4 5 - - - 1 - -
Weiblich 171 - 6 10 44 62 19 7 9 8 - 4 1 - - 1 - - - -
F84.8 Insgesamt 137 2 48 40 21 18 2 3 - 1 1 - - - - 1 - - - -
Männlich 100 2 35 30 14 15 1 2 - - 1 - - - - - - - - -
Weiblich 37 - 13 10 7 3 1 1 - 1 - - - - - 1 - - - -
F84.9 Insgesamt 166 1 66 45 21 19 4 4 2 - - - 4 - - - - - - -
Männlich 114 1 46 31 15 13 3 - 1 - - - 4 - - - - - - -
Weiblich 52 - 20 14 6 6 1 4 1 - - - - - - - - - - -
2021
F84 Insgesamt 3196 3 620 688 530 532 287 188 89 88 53 38 33 27 4 7 5 - 4 -
Männlich 2390 2 445 532 391 381 220 151 65 70 42 30 27 17 4 6 3 - 4 -
Weiblich 806 1 175 156 139 151 67 37 24 18 11 8 6 10 - 1 2 - - -
davon:
F84.0 Insgesamt 1454 - 428 347 163 182 114 75 35 30 32 17 10 13 1 5 - - 2 -
Männlich 1167 - 326 274 138 146 98 64 28 24 29 14 9 9 1 5 - - 2 -
Weiblich 287 - 102 73 25 36 16 11 7 6 3 3 1 4 - - - - - -
F84.1 Insgesamt 596 - 27 89 116 137 70 56 19 31 12 12 11 11 1 1 2 - 1 -
Männlich 444 - 21 73 79 100 56 44 11 22 8 10 10 6 1 1 1 - 1 -
Weiblich 152 - 6 16 37 37 14 12 8 9 4 2 1 5 - - 1 - - -
F84.2 Insgesamt 49 - 13 12 9 4 4 2 2 - 2 - 1 - - - - - - -
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2020-2024
Hauptdiagnose F84 Tief greifende Entwicklungsstörungen (Pos.-Nr. der ICD-10)
nach Altersgruppen und Geschlecht
Anzahl
Haupt- Geschlecht insge- Davon im Alter von …. bis unter… Jahre
diagnose samt unter 1 1-5 5-10 10-15 15-20 20-25 25-30 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85 und älter
Männlich 3 - - - 2 1 - - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 46 - 13 12 7 3 4 2 2 - 2 - 1 - - - - - - -
F84.3 Insgesamt 9 - - 3 2 2 - 1 1 - - - - - - - - - - -
Männlich 6 - - 2 2 - - 1 1 - - - - - - - - - - -
Weiblich 3 - - 1 - 2 - - - - - - - - - - - - - -
F84.4 Insgesamt 40 - 4 17 11 - 2 3 1 2 - - - - - - - - - -
Männlich 28 - 3 9 8 - 2 3 1 2 - - - - - - - - - -
Weiblich 12 - 1 8 3 - - - - - - - - - - - - - - -
F84.5 Insgesamt 681 - 7 120 175 175 80 48 26 24 6 7 6 1 1 1 3 - 1 -
Männlich 512 - 6 107 133 114 53 39 20 22 5 4 4 1 1 - 2 - 1 -
Weiblich 169 - 1 13 42 61 27 9 6 2 1 3 2 - - 1 1 - - -
F84.8 Insgesamt 132 2 51 40 16 11 3 2 2 1 - - 2 1 1 - - - - -
Männlich 88 2 32 27 13 9 2 - 1 - - - 1 - 1 - - - - -
Weiblich 44 - 19 13 3 2 1 2 1 1 - - 1 1 - - - - - -
F84.9 Insgesamt 235 1 90 60 38 21 14 1 3 - 1 2 3 1 - - - - - -
Männlich 142 - 57 40 16 11 9 - 3 - - 2 3 1 - - - - - -
Weiblich 93 1 33 20 22 10 5 1 - - 1 - - - - - - - - -
2022
F84 Insgesamt 3357 5 556 710 612 604 348 189 85 78 73 26 35 24 7 2 3 - -
Männlich 2533 - 404 573 436 435 274 145 61 61 62 22 29 22 6 1 2 - -
Weiblich 824 5 152 137 176 169 74 44 24 17 11 4 6 2 1 1 1 - -
davon:
F84.0 Insgesamt 1558 - 389 360 241 197 160 86 36 23 32 7 17 8 2 - - - - -
Männlich 1243 - 303 292 187 155 131 72 27 20 28 6 12 8 2 - - - - -
Weiblich 315 - 86 68 54 42 29 14 9 3 4 1 5 - - - - - - -
F84.1 Insgesamt 517 - 24 77 98 135 65 38 17 20 16 8 5 6 5 2 1 - - -
Männlich 405 - 18 66 75 105 51 27 12 16 13 7 5 5 4 1 - - - -
Weiblich 112 - 6 11 23 30 14 11 5 4 3 1 - 1 1 1 1 - - -
F84.2 Insgesamt 45 1 12 14 5 7 4 - - 2 - - - - - - - - - -
Männlich 2 - 2 - - - - - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 43 1 10 14 5 7 4 - - 2 - - - - - - - - - -
F84.3 Insgesamt 10 - 2 1 2 2 1 - 2 - - - - - - - - - - -
Männlich 7 - 1 1 2 1 - - 2 - - - - - - - - - - -
Weiblich 3 - 1 - - 1 1 - - - - - - - - - - - - -
F84.4 Insgesamt 29 1 9 7 3 4 2 3 - - - - - - - - - - - -
Männlich 19 - 6 5 3 2 2 1 - - - - - - - - - - - -
Weiblich 10 1 3 2 - 2 - 2 - - - - - - - - - - - -
F84.5 Insgesamt 824 - 10 138 204 215 96 57 25 31 21 8 9 9 - - 1 - - -
Männlich 605 - 6 115 139 145 73 42 18 24 19 7 8 8 - - 1 - - -
Weiblich 219 - 4 23 65 70 23 15 7 7 2 1 1 1 - - - - - -
F84.8 Insgesamt 146 2 43 57 19 14 2 2 3 1 - 1 2 - - - - - - -
Männlich 107 - 25 50 14 10 2 2 1 1 - - 2 - - - - - - -
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2020-2024
Hauptdiagnose F84 Tief greifende Entwicklungsstörungen (Pos.-Nr. der ICD-10)
nach Altersgruppen und Geschlecht
Anzahl
Haupt- Geschlecht insge- Davon im Alter von …. bis unter… Jahre
diagnose samt unter 1 1-5 5-10 10-15 15-20 20-25 25-30 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85 und älter
Weiblich 39 2 18 7 5 4 - - 2 - - 1 - - - - - - - -
F84.9 Insgesamt 228 1 67 56 40 30 18 3 2 1 4 2 2 1 - - 1 - - -
Männlich 145 - 43 44 16 17 15 1 1 - 2 2 2 1 - - 1 - - -
Weiblich 83 1 24 12 24 13 3 2 1 1 2 - - - - - - - - -
2023
F84 Insgesamt 3842 4 563 921 682 681 387 216 136 80 70 36 22 18 18 5 1 1 1
Männlich 2859 1 404 746 497 444 305 175 91 59 59 26 12 17 17 4 - 1 1
Weiblich 983 3 159 175 185 237 82 41 45 21 11 10 10 1 1 1 1 - -
davon:
F84.0 Insgesamt 1876 - 381 536 257 254 177 99 65 33 34 15 8 7 4 4 1 1 - -
Männlich 1508 - 288 450 217 187 153 85 44 23 28 12 5 7 4 4 - 1 - -
Weiblich 368 - 93 86 40 67 24 14 21 10 6 3 3 - - - 1 - - -
F84.1 Insgesamt 596 - 23 112 101 130 87 51 30 24 10 7 7 6 7 - - - 1 -
Männlich 435 - 18 95 73 81 63 38 17 21 9 5 1 6 7 - - - 1 -
Weiblich 161 - 5 17 28 49 24 13 13 3 1 2 6 - - - - - - -
F84.2 Insgesamt 89 2 20 26 19 14 1 3 1 - 1 1 - 1 - - - - - -
Männlich 3 - 2 - - 1 - - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 86 2 18 26 19 13 1 3 1 - 1 1 - 1 - - - - - -
F84.3 Insgesamt 13 - 1 - 2 10 - - - - - - - - - - - - - -
Männlich 4 - 1 - 2 1 - - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 9 - - - - 9 - - - - - - - - - - - - - -
F84.4 Insgesamt 20 - - 11 5 1 - 2 - 1 - - - - - - - - - -
Männlich 12 - - 6 4 - - 2 - - - - - - - - - - - -
Weiblich 8 - - 5 1 1 - - - 1 - - - - - - - - - -
F84.5 Insgesamt 915 - 10 152 253 233 108 55 37 21 19 13 7 3 3 1 - - - -
Männlich 653 - 7 128 168 147 78 47 28 14 16 9 6 3 2 - - - - -
Weiblich 262 - 3 24 85 86 30 8 9 7 3 4 1 - 1 1 - - - -
F84.8 Insgesamt 151 - 52 42 23 18 5 2 - 1 4 - - - 4 - - - - -
Männlich 111 - 35 35 17 10 5 - - 1 4 - - - 4 - - - - -
Weiblich 40 - 17 7 6 8 - 2 - - - - - - - - - - - -
F84.9 Insgesamt 182 2 76 42 22 21 9 4 3 - 2 - - 1 - - - - - -
Männlich 133 1 53 32 16 17 6 3 2 - 2 - - 1 - - - - - -
Weiblich 49 1 23 10 6 4 3 1 1 - - - - - - - - - - -
2024
F84 Insgesamt 3978 2 598 854 719 653 466 239 143 99 59 53 32 32 18 8 2 1 -
Männlich 2933 1 441 672 524 427 346 178 109 74 47 44 20 25 17 6 1 1 -
Weiblich 1045 1 157 182 195 226 120 61 34 25 12 9 12 7 1 2 1 - -
davon:
F84.0 Insgesamt 1989 - 437 546 268 231 193 110 57 48 25 32 16 15 9 1 1 - - -
Männlich 1612 - 341 445 222 184 164 91 46 37 20 24 12 15 9 1 1 - - -
Weiblich 377 - 96 101 46 47 29 19 11 11 5 8 4 - - - - - - -
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2020-2024
Hauptdiagnose F84 Tief greifende Entwicklungsstörungen (Pos.-Nr. der ICD-10)
nach Altersgruppen und Geschlecht
Anzahl
Haupt- Geschlecht insge- Davon im Alter von …. bis unter… Jahre
diagnose samt unter 1 1-5 5-10 10-15 15-20 20-25 25-30 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85 und älter
F84.1 Insgesamt 624 - 23 66 147 136 107 40 38 19 12 12 9 5 5 4 - 1 - -
Männlich 427 - 14 55 99 78 82 31 23 14 7 11 3 2 4 3 - 1 - -
Weiblich 197 - 9 11 48 58 25 9 15 5 5 1 6 3 1 1 - - - -
F84.2 Insgesamt 58 - 17 15 11 7 2 3 - 1 - - 1 1 - - - - - -
Weiblich 58 - 17 15 11 7 2 3 - 1 - - 1 1 - - - - - -
F84.3 Insgesamt 9 - 3 2 2 1 1 - - - - - - - - - - - - -
Männlich 6 - 2 2 1 - 1 - - - - - - - - - - - - -
Weiblich 3 - 1 - 1 1 - - - - - - - - - - - - - -
F84.4 Insgesamt 21 - 3 6 7 1 2 - 1 - - - - 1 - - - - - -
Männlich 17 - 2 4 7 - 2 - 1 - - - - 1 - - - - - -
Weiblich 4 - 1 2 - 1 - - - - - - - - - - - - - -
F84.5 Insgesamt 954 - 13 127 249 232 143 77 43 26 19 8 4 9 1 2 1 - - -
Männlich 656 - 12 106 172 138 85 50 35 20 18 8 3 6 1 2 - - - -
Weiblich 298 - 1 21 77 94 58 27 8 6 1 - 1 3 - - 1 - - -
F84.8 Insgesamt 138 2 41 36 15 27 5 4 2 1 1 - - - 3 1 - - - -
Männlich 92 1 29 26 9 16 4 1 2 1 - - - - 3 - - - - -
Weiblich 46 1 12 10 6 11 1 3 - - 1 - - - - 1 - - - -
F84.9 Insgesamt 185 - 61 56 20 18 13 5 2 4 2 1 2 1 - - - - - -
Männlich 123 - 41 34 14 11 8 5 2 2 2 1 2 1 - - - - - -
Weiblich 62 - 20 22 6 7 5 - - 2 - - - - - - - - - -
Legende:
F84 Tief greifende Entwicklungsstörungen
F84.0 Frühkindlicher Autismus
F84.1 Atypischer Autismus
F84.2 Rett-Syndrom
F84.3 Andere desintegrative Störung des Kindesalters
F84.4 Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegungsstereotypien
F84.5 Asperger-Syndrom
F84.8 Sonstige tief greifende Entwicklungsstörungen
F84.9 Tief greifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnet
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
Relationen
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