Technisierung statt Zuwanderung - Für einen leistungsfähigen Arbeitsmarkt
Text
Technisierung statt Zuwanderung - Für einen leistungsfähigen Arbeitsmarkt
Antrag
der Abgeordneten René Springer, Peter Bohnhof, Gerrit Huy, Carsten Becker,
Jan Feser, Hans-Jürgen Goßner, Lukas Rehm, Ulrike Schielke-Ziesing,
Thomas Stephan, Robert Teske, Leif-Erik Holm, Steffen Kotré, Dr. Malte
Kaufmann, Marc Bernhard, Dirk Brandes, Enrico Komning, Raimond
Scheirich, Bernd Schattner, Uwe Schulz, Mathias Weiser, Adam Balten,
Dr. Rainer Kraft, Andreas Mayer, Christian Reck, Manfred Schiller, Alexander
Arpaschi, Adam Balten, Carsten Becker, Dr. Christoph Birghan, Joachim
Bloch, René Bochmann, Erhard Brucker, Thomas Dietz, Tobias Ebenberger,
Micha Fehre, Hauke Finger, Alexis L. Giersch, Dr. Ingo Hahn, Karsten Hilse,
Nicole Höchst, Dr. Michael Kaufmann, Rocco Kever, Kurt Kleinschmidt,
Maximilian Kneller, Heinrich Koch, Edgar Naujok, Denis Pauli, Arne Raue,
Bernd Schuhmann, Martina Uhr, Dr. Daniel Zerbin, Jörg Zirwes, Ulrich von
Zons und der Fraktion der AfD
Technisierung statt Zuwanderung – Für einen leistungsfähigen Arbeitsmarkt
Der Bundestag wolle beschließen:
I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Deutschland steht vor einer tiefgreifenden demographischen Krise. Millionen
Erwerbstätige aus den geburtenstarken Jahrgängen erreichen in den kommenden Jahren
das Rentenalter, während weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken.
Damit schrumpft die Erwerbsbevölkerung – eine Entwicklung, die bereits heute in
vielen Branchen spürbar ist und für den Arbeitsmarkt sowie den Sozialstaat erhebliche
Folgen haben wird.
Die Bundesregierung setzt zur Sicherung von Fach- und Arbeitskräften weiterhin vor
allem auf Zuwanderung. Die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage
„Sozialstaat und Nachhaltigkeit der Zuwanderung“ der Fraktion der AfD auf
Bundestagsdrucksache 20/137511 und die monatlichen Berichte des Zuwanderungsmonitor
des IAB2 zeigen derweil ein anderes Bild: Zuwanderung entlastet den Sozialstaat nicht,
sondern belastet ihn zusätzlich. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil von
Zuwanderern bezieht Grundsicherungsleistungen; auch nach jahrelangem Aufenthalt gelingt der
Übergang in eine existenzsichernde und nachhaltige Beschäftigung vielfach nicht.
Externe Analysen, insbesondere die Studie des Ökonomen Prof. Bernd Raffelhüschen mit
dem Titel „Ehrbarer Staat? Fokus Migration – Zur fiskalischen Bilanz der Zuwande-
1 Vgl. Bundestagsdrucksache 20/13751
2 Vgl. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Zuwanderungsmonitor https://iab.de/daten/zuwande-
rungsmonitor/.
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4278
21. Wahlperiode 24.02.2026
rung“3, bestätigen, dass Migration die strukturellen Probleme des deutschen Steuer-
und Sozialsystems aktuell nicht löst und auch zukünftig nicht lösen wird.
Nach dem Soziologen und Historiker Rolf Peter Sieferle löst die deutsche Politik der
offenen Grenzen bzw. einer liberalen und freizügigen Migrationspolitik den impliziten
„Generationenvertrag“ des Sozialstaats auf, indem sie die intergenerationelle
Kontinuität von Leistungsempfängern und Leistungserbringern durchbricht4. Da in
Deutschland Einigkeit besteht, den Sozialstaat grundsätzlich beibehalten zu wollen, muss
konsequenterweise der Masseneinwanderung Einhalt geboten werden, um den Sozialstaat
zu erhalten und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Kritiker dieser Auffassung wenden
ein, dass damit ein wirtschaftlicher Zusammenbruch einhergehe, weil aufgrund der
demographischen Krise Zuwanderung unabdingbar sei, um eine prosperierende
Wirtschaft und den Sozialstaat aufrechtzuerhalten5. Dabei ist Einwanderung nur eine
mögliche Lösung zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels und zur Aufrechterhaltung
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Arbeitskräftelücken können auch durch den
Einsatz digitaler Schlüsseltechnologien geschlossen werden, wie dies beispielsweise
in Asien geschieht. So sind etwa japanische Unternehmen weltweit führend bei
Roboterproduktion und Automatisierung, die weit in den Dienstleistungssektor
hineinreichen.
Eine Studie der US-Ökonomin Shana M. McDermott und des australischen Ökologen
Corey Bradshaw mit dem Titel „Keine Anzeichen für die Beeinträchtigung der
sozioökonomischen Leistungsfähigkeit von Ländern mit alternder oder schrumpfender
Bevölkerung“6 zeigt außerdem, dass langfristiger Wohlstand eher davon abhängt, wie
Gesellschaften in Bildung, Qualifikationen und Technologie investieren, als davon,
wie viele Menschen in ihnen leben. Die Autoren kritisieren außerdem, dass die
Befürchtungen, eine geringere Bevölkerungszahl führe zu einer schwächeren Wirtschaft
und einem niedrigeren Lebensstandard, häufig auf zu stark vereinfachten oder falsch
angewandten Interpretationen von Wirtschaftsmodellen basieren und eher von
politischen Agenden als von Fakten getrieben zu sein scheinen.
Eine tragfähige Fachkräftestrategie muss deshalb auf anderen Grundlagen als
forcierter Zuwanderung beruhen. Im Vordergrund stehen die Mobilisierung der eigenen
Potentiale – von Familien, Jugendlichen, älteren Beschäftigten und Auslandsrückkehrern
– und die Verhinderung von Auswanderung, verbunden mit einer konsequenten
Ausrichtung auf technologische Innovationen. Technisierung, Digitalisierung und
künstliche Intelligenz (KI) eröffnen in nahezu allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen
die Chance, Fachkräfte zu entlasten, die Produktivität zu steigern und den Wohlstand
zu sichern.
Deutschland braucht daher eine Neuausrichtung der Wirtschafts- und
Arbeitsmarktpolitik, die die eigenen Ressourcen stärkt, technologische Innovationen – insbesondere
im Bereich der KI – fördert und die Grundlagen für eine nachhaltige und
leistungsfähige Gesellschaft schafft.
3 Vgl. Stiftung Marktwirtschaft, Gutachten Prof. Bernd Raffelhüschen, Florian Wimmesberger, Stefan
Seuffert, Berlin 2024, www.stiftung-marktwirtschaft.de/inhalte/publikationen/detailansicht/ehrbarer-staat-
fokus-migration-zur-fiskalischen-bilanz-der-zuwanderung/.
4 Vgl. Rolf Peter Sieferle (2017): Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und
Masseneinwanderung, Waltrop (Manuscriptum).
5 Vgl. Fratzscher, Marcel: „Das Märchen von der teuren Migration“, DIW Wochenbericht 92 (2025) 25,
S. 404, www.diw.de/de/diw_01.c.958933.de/publikationen/wochenberichte/2025_25_3/das_maer-
chen_von_der_teuren_migration__kommentar.html
6 Vgl. „No evidence ageing or declining populations compromise socio-economic performance of countries“
von Corey J. A. Bradshaw & Shana M. McDermott, https://arxiv.org/pdf/2508.16872
II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
kurzfristig Gesetzentwürfe vorzulegen, mit denen
1. im Zuge einer großen Steuerreform die Steuerlast für alle Erwerbstätigen spürbar
gesenkt wird, damit mehr Netto vom Brutto verbleibt (vgl. Bundestagsdrucksache
21/589);
2. der unkontrollierten Massenmigration wirksam entgegengetreten und das daraus
resultierende Lohndumping beendet wird;
3. Sozialleistungen nach dem SGB II für Zuwanderer an einen langjährigen
Aufenthalt mit sozialversicherungspflichtiger und existenzsichernder Beschäftigung
geknüpft werden, sodass eine direkte Zuwanderung in das Sozialsystem
ausgeschlossen ist;
4. ein am tatsächlichen Bedarf ausgerichtetes Einwanderungsrecht geschaffen und
der Vermischung von Einwanderung und Asyl ein Ende bereitet wird; Asyl bleibt
politisch Verfolgten vorbehalten, Armuts- und Arbeitsmigration unter dem
Deckmantel des Asyls wird ausgeschlossen;
5. die Versorgung von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen, unabhängig von der
Art ihrer Unterbringung, künftig überwiegend durch Sachleistungen und unbare
Geldleistungen (z. B. Bezahlkarten) gewährleistet wird, sodass der in der Regel
vorübergehende Aufenthalt dieser Personen bedarfsgerecht und
missbrauchssicher gestaltet werden und zugleich falsche Anreize zur Zuwanderung vermieden,
die Finanzierung von Schlepperkriminalität eingedämmt und die Weiterleitung
von erhaltenen Sozialleistungen ins Herkunftsland erschwert werden;
6. eine Rückführungsoffensive eingeleitet und die Abschiebung vollziehbar
Ausreisepflichtiger konsequent vollzogen werden, damit die Zuwanderung in die
Sozialsysteme beendet wird und Spielräume für steuerliche Entlastungen geschaffen
werden;
7. Aus- und Weiterbildungsangebote ausgebaut werden, insbesondere für
Wiedereinsteiger in Mangelberufe sowie für Umschulungen im Bereich Technik, MINT
und Pflege; die Angebote sollen berufsbegleitend, modular und leicht zugänglich
sein und Arbeitnehmer gezielt für den Umgang mit Digitalisierung und
künstlicher Intelligenz qualifizieren;
8. die Bildungspolitik auf Praxisnähe und berufspraktische Qualifikationen
ausgerichtet und die duale Ausbildung in Industrie und Handwerk gestärkt wird; dazu
gehören eine gebührenfreie Meisterausbildung, die Einrichtung von MINT-
Schulen, Stipendienprogramme für begabte Schüler und Studenten sowie eine gezielte
Steuerung der akademischen Bildung, um eine Überakademisierung in
volkswirtschaftlich weniger produktiven Berufsfeldern zu verhindern und stattdessen
Qualifikationen in Mangelberufen zu priorisieren;
9. die Bürger zu einer früheren Berufsausbildung und einem frühen Berufseintritt
motivieren, was positive Effekte auf den Arbeitsmarkt und die Finanzierung der
Sozialversicherungen zur Folge hat;
10. ältere Beschäftigte mit steuerlichen Anreizen länger auf dem Arbeitsmarkt
gehalten werden, unter Wahrung der Freiwilligkeit (Bundestagsdrucksache 21/1620);
11. die Beschäftigungsmöglichkeiten für Rentner verbessert werden, indem
bürokratische Hürden abgebaut und flexible Beschäftigungsformen rechtlich abgesichert
werden; wer länger arbeiten will, soll dies auch tun können
(Bundestagsdrucksache 21/957);
12. positive Anreize gesetzt werden, damit hochqualifizierte Deutsche in
Deutschland bleiben und die Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland gefördert
werden, unter anderem durch steuerliche Anreize, erleichterte
Unternehmensgründungen, Übernahme von Umzugskosten und gezielte Rückkehrprogramme;
13. konsequent der Pfad weg von Billigarbeitsplätzen insbesondere im
Dienstleistungsbereich hin zu technischen Neuerungen in Automatisierung, künstlicher
Intelligenz und Robotik beschritten wird und dabei Digitalisierung und
technologische Lösungen als zentrale Elemente einer Fachkräftestrategie vorangetrieben
werden, indem
a) bürokratische Hürden abgebaut und innovationsfreundliche Regelungen für
KI geschaffen werden, insbesondere durch ein nationales, praxisnahes KI-
Gesetz, das klare Vorgaben für eine sichere und zugleich
innovationsfreundliche Entwicklung von KI-Anwendungen liefert;
b) eine nachhaltige Energieversorgung für KI-Anwendungen sichergestellt und
die Infrastruktur gefördert wird, indem ein Sofortprogramm zur Sicherung
und zum Ausbau regelbarer Kraftwerkskapazitäten (Gas, Kohle, Kernkraft)
sowie der Ausbau von Hochleistungsrechenzentren priorisiert werden, um
die Basis für datenintensive KI-Workloads in Deutschland zu schaffen;
c) die Technologieforschung und KI-Entwicklung an Hochschulen und
Unternehmen durch Bundesmittel und steuerliche Anreize (z. B.
Sonderabschreibungen für KI-Investitionen) gefördert wird; ergänzt durch
branchenspezifische Innovationswettbewerbe, Start-up-Programme und
Investitionszulagen, um den Transfer von KI-Forschung in marktfähige Lösungen und
öffentliche Anwendungen wie Smart Government zu beschleunigen und
d) Unternehmen beim Einsatz von KI und Automation durch eine bundesweite
Strategiekampagne unterstützt werden, die Best-Practice-Beispiele und
Mehrwerte (z. B. Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung) aufzeigt;
ergänzt durch kostenfreie Beratung für KMUs zur KI-Implementierung, zur
maßgeschneiderten Förderprogrammen und zu zinsgünstigen Krediten für
den Erwerb von KI-Technologien und Automationslösungen;
14. über die KfW spezielle Finanzierungsprogramme aufgelegt werden, um
Unternehmensnachfolgen im Mittelstand, Handwerk und in Familienbetrieben zu
sichern; die Programme sollen zinsgünstige Darlehen, Bürgschaften und
Beteiligungskapital umfassen sowie Antragsverfahren vereinfachen;
15. familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, insbesondere
durch die Einführung einer umfassenden Familienförderung, eines KfW-
Kreditmodell bei Geburt eines Kindes, eine Ausweitung des Elterngeldes sowie eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um Familien als Fundament der
Gesellschaft zu stärken (vgl. Bundestagsdrucksache 21/2034);
16. das „Bürgergeld“ durch eine aktivierende Grundsicherung ersetzt wird, die
Arbeitsanreize, Mitwirkungspflichten und gemeinnützige Tätigkeiten vorsieht, um
erwerbsfähige Leistungsbezieher wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/3943).
Berlin, den 24. Februar 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Begründung
Demographische Herausforderung und Sozialstaat
Deutschland steht vor einer demographischen Krise. Nach einer Prognose aus dem Jahr 2022 wird erwartet, dass
bis zum Jahr 2036 rund 12,9 Millionen Arbeitnehmer das Rentenalter erreichen, was nahezu 30 Prozent der
verfügbaren Arbeitskräfte entspricht7. Viele Beschäftigte in den sogenannten Engpassberufen gehören den
geburtenstarken Jahrgängen an und erreichen in den nächsten Jahren das Rentenalter. So waren im Jahr 2023 rund
39 Prozent der Berufskraftfahrer im Güterverkehr 55 Jahre oder älter8.
Die Bundesregierung setzt vor allem auf Migration, um die demographische Krise abzufedern. Die Antwort der
Budnesregierung auf die Große Anfrage „Sozialstaat und Nachhaltigkeit der Zuwanderung“
(Bundestagsdrucksache 20/13751)9 zeigt jedoch, dass Massenzuwanderung die Finanzierungsprobleme des Sozialstaates nicht löst,
sondern langfristig verschärft. Der monatlich erscheinende Zuwanderungsmonitor des Instituts für Arbeitsmarkt-
und Berufsforschung10 belegt, dass Zuwanderer nur teilweise in den Arbeitsmarkt integriert werden und große
Teile dauerhaft hilfebedürftig bleiben. Studien weisen volkswirtschaftliche Folgekosten in Billionenhöhe nach11.
Eine Strategie, die auf Massenzuwanderung setzt, überlastet den Sozialstaat und verschärft Verteilungskonflikte.
Aktivierung inländischer Potentiale
Die nachhaltige Antwort auf den Fachkräftemangel liegt nicht in weiterer Zuwanderung, sondern in der
Mobilisierung eigener Kräfte. Familien, Jugendliche, ältere Beschäftigte und Auslandsrückkehrer können entscheidend
beitragen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und Leistung wieder stärker gefördert wird. Diese
Maßnahmen stärken die Eigenkräfte der Gesellschaft und erhöhen die Beschäftigungsquote.
Technisierung und Künstliche Intelligenz als Schlüssel
Neben der Aktivierung eigener Potentiale braucht es vor allem mehr Produktivität. Digitalisierung und
Technisierung erleichtern Abläufe und ersetzen fehlende Arbeitskräfte durch standardisierte Prozesse: automatisierte
Fertigung, elektronische Gerichtsakten, vernetzte Verkehrssteuerung oder digitale Workflows in Behörden sind
Beispiele. Sie beschleunigen Verfahren, verringern Fehler und entlasten das Personal.
Künstliche Intelligenz geht darüber hinaus und ist der eigentliche Wendepunkt in der Arbeitswelt.12 Die KI kann
Daten auswerten und zusammenfassen, Entscheidungen vorbereiten und teilweise auch Aufgaben übernehmen,
die bislang menschliches Urteilsvermögen erforderten. Beispiele sind vorausschauende Wartung in der Industrie,
KI-gestützte Diagnostik im Gesundheitswesen, automatisierte Dokumentenanalyse in Verwaltung und Justiz,
intelligente Planung in Logistik und Energie, personalisierte Lernsysteme in Bildung und Forschung sowie die
Entwicklung des autonomen und teilautonomen Fahrens im Straßen- und Schienenverkehr. Die KI ersetzt vor
allem Routinen, schafft neue Kapazitäten und steigert die Leistungsfähigkeit. Um das volle Potenzial von KI
auszuschöpfen, ist neben einer innovationsfreundlichen Regulierung eine kostengünstige, nachfragegerechte und
stabilitätsorientierten Bereitstellung großer Energiemengen notwendig.
Der technische Fortschritt ist damit die echte Alternative zur Massenzuwanderung. Er erhöht Produktivität, stärkt
die Wettbewerbsfähigkeit, senkt Kosten und verbessert die Versorgung in vielen Bereichen. Voraussetzung ist
eine technologieoffene Förderung, der Ausbau leistungsfähiger Rechenzentren im Inland und die Sicherung der
Datensouveränität, damit sensible Informationen in Deutschland bleiben.
7 Vgl Destatis, Pressemitteilung Nr. 330 vom 4.8.2022, www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/- 08/PD22_330_13.html.
8 Vgl. Destatis Pressemitteilung Nr. 1 vom 13.1.2025, www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/- 01/PD25_N001_13.html.
9 Vgl. Bundestagsdrucksache 20/13751
10 IAB-Zuwanderungsmonitor https://iab.de/daten/zuwanderungsmonitor/
11 Vgl. Stiftung Marktwirtschaft, Gutachten Prof. Bernd Raffelhüschen (implizite Staatsverschuldung durch Zuwanderung).
12 Vgl. PWC, Pressemitteilung vom 17.06.2025, www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2025/KI-sorgt-fuer-vierfaches-Produktivitaetswachstum-
und-56prozent-hoehere-Gehaelter.html und Demary, Vera/Grömling, Michael/Kestermann, Christian/Scheufen, Marc/Seele, Stefanie/Stettes,
Oliver/Trenz, Marco, 2025, Wie wird KI die Produktivität in Deutschland verändern?, Gutachten im Auftrag des Gemeinschaftsausschusses
der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, Köln/Berlin www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2025/Gutachten_2025-
Produktivit%C3%A4t-KI-barrierefrei.pdf.
Bildungs- und Ausbildung
Neue Technologien können nur dann genutzt werden, wenn Menschen dafür auch ausgebildet sind. Die
Bildungspolitik muss deshalb stärker auf die Anforderungen der Arbeitswelt eingehen und praxisnahe Qualifikationen
vermitteln.
Besonders in den MINT-Fächern, in technischen Berufen und im Handwerk fehlen qualifizierte Fachkräfte. Die
duale Ausbildung muss gestärkt und die Meisterausbildung gebührenfrei gestellt werden.
Arbeitnehmer benötigen darüber hinaus berufsbegleitende Angebote, um den Umgang mit Digitalisierung und
Künstlicher Intelligenz zu erlernen und vorhandene Kenntnisse fortlaufend zu aktualisieren. Weiterbildung und
Umschulung müssen dafür flexibel organisiert und leicht zugänglich sein.
Familienpolitik
Am Anfang und Ende jeder Fachkräftestrategie stehen jedoch die Familien. Sie tragen die Verantwortung für
neues Leben und geben Kindern Halt und Orientierung. Ohne Kinder fehlen langfristig Arbeitskräfte,
wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit.
Eine Gesellschaft, die Familien unterstützt, schafft die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen sich für Kinder
entscheiden können. Darum müssen Familien finanziell entlastet werden, angemessenen Wohnraum finden, im
Alltag unterstützt und in ihrer Bedeutung klar anerkannt werden.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
Relationen
- authored ← Adam Balten (Antrag)
- authored ← Alexander Arpaschi (Antrag)
- authored ← Alexis L. Giersch (Antrag)
- authored ← Andreas Mayer (Antrag)
- authored ← Arne Raue (Antrag)
- authored ← Bernd Schattner (Antrag)
- authored ← Bernd Schuhmann (Antrag)
- authored ← Carsten Becker (Antrag)
- authored ← Christian Reck (Antrag)
- authored ← Christoph Birghan (Antrag)
- authored ← Daniel Zerbin (Antrag)
- authored ← Denis Pauli (Antrag)
- authored ← Dirk Brandes (Antrag)
- authored ← Edgar Naujok (Antrag)
- authored ← Enrico Komning (Antrag)
- authored ← Erhard Brucker (Antrag)
- authored ← Fraktion der AfD
- authored ← Gerrit Huy (Antrag)
- authored ← Hans-Jürgen Goßner (Antrag)
- authored ← Hauke Finger (Antrag)
- authored ← Heinrich Koch (Antrag)
- authored ← Ingo Hahn (Antrag)
- authored ← Jan Feser (Antrag)
- authored ← Joachim Bloch (Antrag)
- authored ← Jörg Zirwes (Antrag)
- authored ← Karsten Hilse (Antrag)
- authored ← Kurt Kleinschmidt (Antrag)
- authored ← Leif-Erik Holm (Antrag)
- authored ← Lukas Rehm (Antrag)
- authored ← Malte Kaufmann (Antrag)
- authored ← Manfred Schiller (Antrag)
- authored ← Marc Bernhard (Antrag)
- authored ← Martina Uhr (Antrag)
- authored ← Mathias Weiser (Antrag)
- authored ← Maximilian Kneller (Antrag)
- authored ← Michael Kaufmann (Antrag)
- authored ← Micha Fehre (Antrag)
- authored ← Nicole Höchst (Antrag)
- authored ← Peter Bohnhof (Antrag)
- authored ← Raimond Scheirich (Antrag)
- authored ← Rainer Kraft (Antrag)
- authored ← René Bochmann (Antrag)
- authored ← René Springer (Antrag)
- authored ← Robert Teske (Antrag)
- authored ← Rocco Kever (Antrag)
- authored ← Steffen Kotré (Antrag)
- authored ← Thomas Dietz (Antrag)
- authored ← Thomas Stephan (Antrag)
- authored ← Tobias Ebenberger (Antrag)
- authored ← Ulrich von Zons (Antrag)
- authored ← Ulrike Schielke-Ziesing (Antrag)
- authored ← Uwe Schulz (Antrag)
- part_of_vorgang → Technisierung statt Zuwanderung - Für einen leistungsfähigen Arbeitsmarkt (Antrag)