Jesidische Geflüchtete in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/3188)
Text
Jesidische Geflüchtete in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/3188)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/3583
21. Wahlperiode 12.01.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm, Violetta
Bock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/3188 –
Jesidische Geflüchtete in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Am 19. Januar 2023 erkannte der Deutsche Bundestag den Völkermord an den
Jesidinnen und Jesiden im Irak und in Syrien einstimmig an (Plenarprotokoll
20/79, Seite 9428 ff). Vor dem Hintergrund einer „hoch volatilen
Sicherheitslage“ für jesidische Geflüchtete und der Unmöglichkeit einer sicheren
Rückkehr wurde die Bundesregierung aufgefordert, ihnen „weiterhin unter
Berücksichtigung ihrer nach wie vor andauernden Verfolgung und Diskriminierung
im Rahmen des Asylverfahrens Schutz zu gewähren“ (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/5228).
Die bereinigte Schutzquote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) bei jesidischen Geflüchteten aus dem Irak sank jedoch von fast
100 Prozent im Jahr 2015 auf nur noch 48,6 Prozent im Jahr 2022 (Antwort
auf die Schriftliche Frage 44 auf Bundestagsdrucksache 20/5426). Zudem
wurde von 2015 bis 2022 fast 1 500-mal der Schutzstatus von jesidischen
Geflüchteten aus dem Irak widerrufen (www.nd-aktuell.de/artikel/1171744.asylp
olitik-bamf-widerruft-schutzstatus-von-jesiden-aus-dem-irak.html). In der
Folge werden auch jesidische Geflüchtete in den Irak abgeschoben. Die Zahl
der Abschiebungen in den Irak stieg von 27 im Jahr 2020 auf 699 im Jahr
2024 an, darunter waren auch 37 Kinder und fünf über 70-jährige Personen
(Antworten zu den Fragen 2 und 4 auf Bundestagsdrucksache 21/1416; die
Religionszugehörigkeit wird bei Abschiebungen nicht erfasst).
Im Landtag von Nordrhein-Westfalen haben sich die Fraktionen von CDU,
SPD, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und FDP Ende September 2025 mit einem
gemeinsamen Antrag (Landtagsdrucksache 18/15906) für eine
menschenrechtsbasierte Bleiberechtsregelung für jesidische Geflüchtete ausgesprochen
und die Landesregierung dazu aufgefordert, sich beim Bundesministerium des
Innern (BMI) dafür einzusetzen, dass dieses sein Einvernehmen nach § 23
Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) für eine entsprechende Regelung
erteilt. Das BMI hatte im Januar 2024 erklärt, dass es seitens der
Bundesländer noch nicht um sein Einvernehmen für eine Bleiberechtsregelung nach § 23
Absatz 1 AufenthG gebeten worden sei (Antwort auf die Schriftliche Frage 25
auf Bundestagsdrucksache 20/10127).
Zum elften Jahrestag des Genozids an den Jesidinnen und Jesiden am 3.
August 2025 forderten Pro Asyl und Wadi e. V. angesichts der verschlechterten
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern
vom 12. Januar 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Lage im Irak einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp und eine
dauerhafte Bleiberechtsregelung für jesidische Geflüchtete in historischer und
moralischer Verantwortung: „Es ist höchste Zeit, den Opfern des Genozids in
Deutschland wirklichen Schutz und eine Zukunftsperspektive zu garantieren“
(www.proasyl.de/pressemitteilung/zum-jahrestag-des-voelkermords-an-den-ez
idinnen-erklaerung-von-pro-asyl-und-wadi-e-v/).
Die Fragestellenden weisen darauf hin, dass die ehemalige Leiterin der
BAMF-Außenstelle in Bremen, Ulrike B., deren Handeln politisch und medial
skandalisiert worden war (vgl. z. B. die Vorbemerkung der Fragesteller in der
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/32466), sich insbesondere für die Rechte jesidischer Geflüchteter aus
dem Irak eingesetzt hatte, die trotz menschenrechtlicher Bedenken z. B. nach
Bulgarien abgeschoben werden sollten (vgl. Antwort zu Frage 12 auf
Bundestagsdrucksache 19/32466). In einem TV-Bericht hieß es: „Das Schicksal der
Jesiden erschütterte damals die Welt. Tausende flohen vor dem Völkermord
des IS aus dem Sindschar-Gebirge. Beim Bremer BAMF-Skandal geht es nach
Angaben der Behörde fast ausschließlich um Anträge von Jesiden. Trotzdem
steht der Verdacht im Raum, es seien zu viele Anträge positiv beschieden
worden. Zwischen 2013 und 2017 bekamen in Bremen rund 98 Prozent aller
Jesiden einen positiven Bescheid. Aber, bundesweit waren es kaum weniger,
94 Prozent. Ein Skandal?“ (www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/bamf-s
kandal-112.html).
1. Wie viele Asylanträge von Personen jesidischer Religionszugehörigkeit
aus dem Irak bzw. aus Syrien (bitte auch im Folgenden, differenziert
darstellen) wurden von 2014 bis heute (Angaben für das Jahr 2025 bitte,
soweit vorliegend, machen) registriert (bitte Gesamtzahlen nennen und
zudem nach Jahren differenziert darstellen), und wie viele entsprechende
Asylverfahren sind derzeit noch anhängig?
Alle Angaben zu Asylanträgen nach Volkszugehörigkeiten in dieser und in den
nachfolgenden Fragen beruhen auf freiwilligen Eigenangaben der
Antragstellenden im Rahmen des Asylverfahrens.
Die Angaben zu Frage 1 können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Asylanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum Anträge
insgesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
2014 6 642 3 258 3 384
2015 15 256 14 261 995
2016 37 655 37 275 380
2017 11 200 10 955 245
2018 8 004 7 769 235
2019 5 812 5 546 266
2020 3 445 3 238 207
2021 4 309 4 148 161
2022 3 761 3 614 147
2023 3 692 3 507 185
2024 4 434 4 194 240
01.01.–30.11.2025 1 878 1 670 208
Zum Stichtag 30. November 2025 waren 1 124 Asylverfahren irakischer
Jesidinnen und Jesiden noch anhängig.
Asylanträge syrischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum Anträge
insgesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
2014 2 643 2 052 591
2015 4 838 3 495 1 343
2016 4 390 4 107 283
2017 1 413 1 290 123
2018 749 669 80
2019 634 573 61
2020 661 601 60
2021 640 520 120
2022 420 366 54
2023 403 366 37
2024 339 320 19
01.01.–30.11.2025 229 214 15
Zum Stichtag 30. November 2025 waren 374 Asylverfahren syrischer
Jesidinnen und Jesiden noch anhängig.
2. Bei wie vielen der jesidischen Asylsuchenden handelte es sich um
Minderjährige, um minderjährige Mädchen, um volljährige Frauen bzw. um
Personen, die zum Zeitpunkt der Asylregistrierung über 59 Jahre alt
waren (bitte nach Irak bzw. Syrien sowie nach Jahren, von 2014 bis heute,
soweit vorliegend, differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen
angeben; bitte auch die jeweiligen Gesamtzahlen für die Jahre 2014 bis
heute nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, dabei
ist zu beachten, dass die Bezugsgröße für den relativen Anteil die jeweilige
Gruppe ist: Minderjährige Irak/Syrien Gesamt, Minderjährige Mädchen Irak/
Syrien Gesamt, Volljährige Frauen Irak/Syrien Gesamt, Personen über 59 Jahre
Irak/Syrien Gesamt.
Asylanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum Minderjährige Minderjährige
Mädchen
volljährige
Frauen
Personen über
59 Jahre
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
2014 2 414 74,6
Prozent
1 085 74,0
Prozent
1 700 74,5
Prozent
92 47,4
Prozent
2015 5 000 52,5
Prozent
1 906 50,1
Prozent
3 024 55,4
Prozent
131 39,2
Prozent
2016 17 254 45,0
Prozent
7 935 46,5
Prozent
9 416 46,5
Prozent
668 52,6
Prozent
2017 6 509 54,8
Prozent
3 170 56,1
Prozent
2 718 53,3
Prozent
214 47,3
Prozent
2018 4 779 50,3
Prozent
2 354 51,5
Prozent
1 867 51,4
Prozent
151 53,5
Prozent
2019 3 729 45,4
Prozent
1 751 45,9
Prozent
1 130 41,3
Prozent
78 45,3
Prozent
2020 2 436 39,4
Prozent
1 230 41,1
Prozent
509 29,5
Prozent
38 38,8
Prozent
2021 2 612 35,2
Prozent
1 254 35,9
Prozent
801 28,1
Prozent
53 41,7
Prozent
2022 2 164 29,1
Prozent
1 094 31,2
Prozent
760 27,4
Prozent
59 38,1
Prozent
Asylanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum Minderjährige Minderjährige
Mädchen
volljährige
Frauen
Personen über
59 Jahre
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
2023 1 920 36,8
Prozent
927 38,0
Prozent
707 34,1
Prozent
57 39,9
Prozent
2024 2 057 51,1
Prozent
964 52,4
Prozent
1 009 55,8
Prozent
62 54,4
Prozent
01.01.–30.11.2025 1 197 46,7
Prozent
584 48,4
Prozent
324 40,0
Prozent
43 50,0
Prozent
Asylanträge syrischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum Minderjährige Minderjährige
Mädchen
volljährige Frauen Personen über
59 Jahre
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
2014 1 074 9,4 Prozent 481 9,5
Prozent
726 10,3
Prozent
142 15,5
Prozent
2015 1 907 4,4 Prozent 863 4,9
Prozent
1 282 5,0
Prozent
190 8,8
Prozent
2016 1 907 1,9 Prozent 906 2,1
Prozent
1 153 2,1
Prozent
131 3,9
Prozent
2017 764 2,4 Prozent 365 2,5
Prozent
315 3,2
Prozent
42 6,3
Prozent
2018 458 1,5 Prozent 222 1,5
Prozent
151 1,7
Prozent
16 3,4
Prozent
2019 409 1,5 Prozent 214 1,6
Prozent
109 1,5
Prozent
12 2,5
Prozent
2020 395 1,6 Prozent 183 1,6
Prozent
126 2,1
Prozent
14 3,5
Prozent
2021 336 1,0 Prozent 169 1,1
Prozent
107 1,1
Prozent
2 0,4
Prozent
2022 238 0,9 Prozent 104 0,9
Prozent
79 1,0
Prozent
14 2,6
Prozent
2023 205 0,7 Prozent 94 0,8
Prozent
67 0,6
Prozent
13 1,3
Prozent
2024 153 0,5 Prozent 69 0,6
Prozent
69 0,6
Prozent
11 1,0
Prozent
01.01.–
30.11.2025
124 1,0 Prozent 60 1,2
Prozent
39 0,9
Prozent
8 2,2
Prozent
3. Welchen Anteil machten Asylsuchende jesidischer
Religionszugehörigkeit an den Asylsuchenden aus den Ländern Irak und Syrien jeweils aus
(bitte nach Jahren, von 2014 bis heute, soweit vorliegend, differenzieren
und zudem Gesamtzahlen für den Zeitraum seit 2014 nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Asylanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum absolut Anteil
2014 6 642 69,9 Prozent
2015 15 256 48,6 Prozent
2016 37 655 38,8 Prozent
2017 11 200 47,4 Prozent
2018 8 004 44,3 Prozent
2019 5 812 37,9 Prozent
Asylanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum absolut Anteil
2020 3 445 31,1 Prozent
2021 4 309 25,5 Prozent
2022 3 761 23,0 Prozent
2023 3 692 29,9 Prozent
2024 4 434 49,0 Prozent
01.01.–30.11.2025 1 878 40,6 Prozent
Asylanträge syrischer Jesidinnen und Jesiden
Zeitraum absolut Anteil
2014 2 643 6,4 Prozent
2015 4 838 3,0 Prozent
2016 4 390 1,6 Prozent
2017 1 413 2,8 Prozent
2018 749 1,6 Prozent
2019 634 1,5 Prozent
2020 661 1,6 Prozent
2021 640 0,9 Prozent
2022 420 0,6 Prozent
2023 403 0,4 Prozent
2024 339 0,4 Prozent
01.01.–30.11.2025 229 1,0 Prozent
4. Wie viele jesidische Personen aus dem Irak bzw. aus Syrien wurden seit
2014 infolge besonderer Aufnahmeregelungen (etwa nach §§ 22 und 23
des Aufenthaltsgesetzes) aufgenommen (bitte nach Jahren und
Bundesländern auflisten)?
Bei Aufnahmen nach § 22 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) wird die
Religionszugehörigkeit im Rahmen des Aufnahmeverfahrens statistisch nicht
erfasst. Entsprechend liegen hierzu keine Daten vor.
Im Folgenden werden daher ausschließlich die Aufnahmen des Bundes nach
§ 23 Absatz 2 und 4 AufenthG berücksichtigt. Die Angaben zur
Religionszugehörigkeit erfolgen in diesen Verfahren – wie im Asylverfahren – auf freiwilliger
Basis und stellen kein Aufnahmekriterium im Sinne der
Aufnahmeanordnungen des Bundesministeriums des Innern gemäß § 23 Absatz 2 und 4 AufenthG
dar. Die nachfolgenden Daten beruhen auf diesen freiwilligen Angaben und
können somit kein vollständiges Gesamtbild gewährleisten.
Seit 2014 wurden, mit Stand vom 11. Dezember 2025, im Rahmen der
genannten Aufnahmeverfahren 577 Personen syrischer bzw. irakischer
Staatsangehörigkeit aufgenommen, die eine jesidische Religionszugehörigkeit angegeben
haben.
Die Aufstellung nach Jahren und Ländern kann der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden:
Jahr Land Anzahl
2014 Bayern 27
Bremen 7
Mecklenburg-Vorpommern 2
Niedersachsen 78
Nordrhein-Westfalen 18
Rheinland-Pfalz 10
Saarland 14
Sachsen 2
Sachsen-Anhalt 8
Schleswig-Holstein 1
2014 167
2015 Baden-Württemberg 3
Bayern 6
Brandenburg 3
Hessen 8
Mecklenburg-Vorpommern 8
Niedersachsen 117
Nordrhein-Westfalen 51
Rheinland-Pfalz 9
Sachsen-Anhalt 9
Schleswig-Holstein 15
2015 229
2016 Rheinland-Pfalz 4
Sachsen 4
2016 8
2017 Baden-Württemberg 8
2017 8
2018 Baden-Württemberg 4
Rheinland-Pfalz 7
Sachsen 5
2018 16
2019 Baden-Württemberg 1
Bayern 7
Niedersachsen 4
Nordrhein-Westfalen 6
Saarland 4
2019 22
2020 Sachsen-Anhalt 6
2020 6
2021 Bayern 4
Niedersachsen 6
Nordrhein-Westfalen 15
Rheinland-Pfalz 5
2021 30
2022 Baden-Württemberg 5
Bayern 8
Niedersachsen 5
Nordrhein-Westfalen 25
Rheinland-Pfalz 9
2022 52
Jahr Land Anzahl
2023 Baden-Württemberg 5
Niedersachsen 10
Nordrhein-Westfalen 9
Rheinland-Pfalz 4
2023 28
2024 Niedersachsen 5
Nordrhein-Westfalen 6
2024 11
Gesamt 577
Stand: 11. Dezember 2025
5. Wie waren die Entscheidungen des BAMF zu Asylanträgen jesidischer
Asylsuchender aus dem Irak bzw. aus Syrien (bitte differenzieren) seit
2014 (bitte jeweils nach Jahren und den unterschiedlichen Schutzstatus,
Ablehnungen, Ablehnungen als offensichtlich unbegründet, Dublin-
Bescheide und sonstige formelle Erledigungen auflisten und in absoluten
und relativen Zahlen angeben sowie die jeweilige bereinigte
Gesamtschutzquote nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der genannten Staaten bzw.
Religionszugehörigkeiten nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen
Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht
berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell
entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich
für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende
Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
üb
er
A
sy
la
nt
rä
ge
ir
ak
is
ch
er
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
(a
bs
ol
ut
)
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
ge
sa
m
t
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
-
bu
ng
sv
er
bo
t
§
60
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nbe
gr
. a
bg
el
)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
-
lin
-V
er
fa
hr
en
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
edi
gu
ng
en
20
14
3
05
3
41
2
40
3
59
32
25
4
25
18
9
50
20
15
13
5
33
10
7
12
5
43
5
9
–
3
81
1
55
20
16
32
1
03
16
8
29
0
02
18
9
38
1
72
7
23
58
4
37
2
20
17
23
8
77
21
1
17
6
01
2
62
5
24
5
1
83
1
24
83
7
50
3
20
18
8
55
5
19
3
43
2
35
2
88
6
2
76
9
29
50
4
56
4
20
19
7
31
0
29
3
37
2
13
1
59
4
2
10
9
66
32
6
68
3
20
20
4
87
6
7
2
36
2
94
48
3
1
49
7
55
11
2
26
6
20
21
3
65
7
2
1
66
5
76
35
9
1
12
2
75
14
9
20
9
20
22
5
39
6
7
1
63
6
96
54
7
2
22
8
19
2
42
3
26
7
20
23
3
39
7
5
1
27
4
46
25
5
1
24
8
13
6
10
4
32
9
20
24
3
10
0
3
98
5
53
18
2
1
08
0
16
0
67
57
0
01
.0
1.
–
30
.1
1.
20
25
4
86
5
6
81
7
48
25
6
1
66
5
28
0
34
1
75
9
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
üb
er
A
sy
la
nt
rä
ge
ir
ak
is
ch
er
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
(r
el
at
iv
)
Z
ei
tr
au
m
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
bu
ng
sve
rb
ot
§
6
0
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nb
eg
r .
ab
ge
l)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
lin
-
V e
rf
ah
re
n
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
ed
igu
ng
en
20
14
1,
3
Pr
oz
en
t
78
,7
P
ro
ze
nt
1,
9
Pr
oz
en
t
1,
0
Pr
oz
en
t
8,
3
Pr
oz
en
t
0,
8
Pr
oz
en
t
6,
2
Pr
oz
en
t
1,
6
Pr
oz
en
t
20
15
0,
8
Pr
oz
en
t
92
,7
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
6,
0
Pr
oz
en
t
0,
4
Pr
oz
en
t
20
16
0,
5
Pr
oz
en
t
90
,3
P
ro
ze
nt
0,
6
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
5,
4
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
1,
8
Pr
oz
en
t
1,
2
Pr
oz
en
t
20
17
0,
9
Pr
oz
en
t
73
,7
P
ro
ze
nt
11
,0
P
ro
ze
nt
1,
0
Pr
oz
en
t
7,
7
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
3,
5
Pr
oz
en
t
2,
1
Pr
oz
en
t
20
18
0,
2
Pr
oz
en
t
40
,1
P
ro
ze
nt
4,
1
Pr
oz
en
t
10
,4
P
ro
ze
nt
32
,4
P
ro
ze
nt
0,
3
Pr
oz
en
t
5,
9
Pr
oz
en
t
6,
6
Pr
oz
en
t
20
19
0,
4
Pr
oz
en
t
46
,1
P
ro
ze
nt
1,
8
Pr
oz
en
t
8,
1
Pr
oz
en
t
28
,9
P
ro
ze
nt
0,
9
Pr
oz
en
t
4,
5
Pr
oz
en
t
9,
3
Pr
oz
en
t
20
20
0,
1
Pr
oz
en
t
48
,4
P
ro
ze
nt
1,
9
Pr
oz
en
t
9,
9
Pr
oz
en
t
30
,7
P
ro
ze
nt
1,
1
Pr
oz
en
t
2,
3
Pr
oz
en
t
5,
5
Pr
oz
en
t
20
21
0,
1
Pr
oz
en
t
45
,5
P
ro
ze
nt
2,
1
Pr
oz
en
t
9,
8
Pr
oz
en
t
30
,7
P
ro
ze
nt
2,
1
Pr
oz
en
t
4,
1
Pr
oz
en
t
5,
7
Pr
oz
en
t
20
22
0,
1
Pr
oz
en
t
30
,3
P
ro
ze
nt
1,
8
Pr
oz
en
t
10
,1
P
ro
ze
nt
41
,3
P
ro
ze
nt
3,
6
Pr
oz
en
t
7,
8
Pr
oz
en
t
4,
9
Pr
oz
en
t
20
23
0,
1
Pr
oz
en
t
37
,5
P
ro
ze
nt
1,
4
Pr
oz
en
t
7,
5
Pr
oz
en
t
36
,7
P
ro
ze
nt
4,
0
Pr
oz
en
t
3,
1
Pr
oz
en
t
9,
7
Pr
oz
en
t
20
24
0,
1
Pr
oz
en
t
31
,8
P
ro
ze
nt
1,
7
Pr
oz
en
t
5,
9
Pr
oz
en
t
34
,8
P
ro
ze
nt
5,
2
Pr
oz
en
t
2,
2
Pr
oz
en
t
18
,4
P
ro
ze
nt
01
.0
1.
–
30
.1
1.
20
25
0,
1
Pr
oz
en
t
16
,8
P
ro
ze
nt
1,
0
Pr
oz
en
t
5,
3
Pr
oz
en
t
34
,2
P
ro
ze
nt
5,
8
Pr
oz
en
t
0,
7
Pr
oz
en
t
36
,2
P
ro
ze
nt
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen
irakischer Jesidinnen und Jesiden
2014 90,1 Prozent
2015 100,0 Prozent
2016 94,4 Prozent
2017 91,8 Prozent
2018 62,6 Prozent
2019 65,5 Prozent
2020 65,5 Prozent
2021 63,7 Prozent
2022 48,6 Prozent
2023 53,3 Prozent
2024 49,7 Prozent
01.01.–30.11.2025 36,7 Prozent
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
üb
er
A
sy
la
nt
rä
ge
sy
ri
sc
he
r
Je
si
di
nn
en
u
nd
J
es
id
en
(a
bs
ol
ut
)
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
ge
sa
m
t
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
-
bu
ng
sv
er
bo
t
§
60
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nbe
gr
. a
bg
el
)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
-
lin
-V
er
fa
hr
en
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
edi
gu
ng
en
20
14
2
54
8
93
1
60
7
52
7
2
5
–
45
26
9
20
15
4
18
6
68
3
68
8
9
34
–
6
15
36
6
20
16
5
18
0
44
3
07
2
1
65
2
60
5
7
32
30
8
20
17
2
46
9
8
73
0
1
23
4
32
17
3
35
41
0
20
18
88
4
6
21
9
32
8
11
1
5
11
30
3
20
19
70
3
4
24
2
16
7
23
1
–
11
25
5
20
20
61
3
–
24
6
22
7
8
1
2
9
12
0
20
21
59
6
–
16
8
25
2
2
1
–
6
16
7
20
22
84
5
3
13
2
61
8
3
1
–
19
69
20
23
44
4
1
11
7
28
6
7
1
–
2
30
20
24
34
1
–
64
22
0
1
1
–
14
41
01
.0
1.
–
30
.1
1.
20
25
79
–
1
1
–
1
–
10
66
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
üb
er
A
sy
la
nt
rä
ge
sy
ri
sc
he
r
Je
si
di
nn
en
u
nd
J
es
id
en
(r
el
at
iv
)
Z
ei
tr
au
m
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
bu
ng
sve
rb
ot
§
6
0
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nb
eg
r .
ab
ge
l)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
lin
-
V e
rf
ah
re
n
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
ed
igu
ng
en
20
14
3,
6
Pr
oz
en
t
63
,1
P
ro
ze
nt
20
,7
P
ro
ze
nt
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
8
Pr
oz
en
t
10
,6
P
ro
ze
nt
20
15
1,
6
Pr
oz
en
t
88
,1
P
ro
ze
nt
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
8
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
4
Pr
oz
en
t
8,
7
Pr
oz
en
t
20
16
0,
8
Pr
oz
en
t
59
,3
P
ro
ze
nt
31
,9
P
ro
ze
nt
1,
2
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
6
Pr
oz
en
t
5,
9
Pr
oz
en
t
20
17
0,
3
Pr
oz
en
t
29
,6
P
ro
ze
nt
50
,0
P
ro
ze
nt
1,
3
Pr
oz
en
t
0,
7
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
1,
4
Pr
oz
en
t
16
,6
P
ro
ze
nt
20
18
0,
7
Pr
oz
en
t
24
,8
P
ro
ze
nt
37
,1
P
ro
ze
nt
1,
2
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
6
Pr
oz
en
t
1,
2
Pr
oz
en
t
34
,3
P
ro
ze
nt
20
19
0,
6
Pr
oz
en
t
34
,4
P
ro
ze
nt
23
,8
P
ro
ze
nt
3,
3
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
6
Pr
oz
en
t
36
,3
P
ro
ze
nt
20
20
0,
0
Pr
oz
en
t
40
,1
P
ro
ze
nt
37
,0
P
ro
ze
nt
1,
3
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
3
Pr
oz
en
t
1,
5
Pr
oz
en
t
19
,6
P
ro
ze
nt
20
21
0,
0
Pr
oz
en
t
28
,2
P
ro
ze
nt
42
,3
P
ro
ze
nt
0,
3
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
0
Pr
oz
en
t
28
,0
P
ro
ze
nt
20
22
0,
4
Pr
oz
en
t
15
,6
P
ro
ze
nt
73
,1
P
ro
ze
nt
0,
4
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
2,
2
Pr
oz
en
t
8,
2
Pr
oz
en
t
20
23
0,
2
Pr
oz
en
t
26
,4
P
ro
ze
nt
64
,4
P
ro
ze
nt
1,
6
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
5
Pr
oz
en
t
6,
8
Pr
oz
en
t
20
24
0,
0
Pr
oz
en
t
18
,8
P
ro
ze
nt
64
,5
P
ro
ze
nt
0,
3
Pr
oz
en
t
0,
3
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
4,
1
Pr
oz
en
t
12
,0
P
ro
ze
nt
01
.0
1.
–
30
.1
1.
20
25
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
12
,7
P
ro
ze
nt
83
,5
P
ro
ze
nt
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen
syrischer Jesidinnen und Jesiden
2014 99,8 Prozent
2015 99,8 Prozent
2016 99,8 Prozent
2017 99,0 Prozent
2018 98,9 Prozent
2019 99,8 Prozent
2020 99,4 Prozent
2021 99,8 Prozent
2022 99,9 Prozent
2023 99,8 Prozent
2024 99,7 Prozent
01.01.–30.11.2025 66,7 Prozent
6. Gegen wie viele ablehnende Bescheide des BAMF haben jesidische
Geflüchtete aus dem Irak bzw. aus Syrien (bitte differenzieren) seit 2014
Rechtsmittel eingelegt (bitte jeweils nach Jahren differenziert auflisten
und in absoluten und relativen Zahlen angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Klagen irakischer Jesidinnen und Jesiden gegen ablehnende Bescheide
des BAMF
Zeitraum Ablehnende
Entscheidungen
davon beklagt Quote
2014 518 350 67,6 Prozent
2015 869 676 77,8 Prozent
2016 2 706 2 314 85,5 Prozent
2017 3 195 2 754 86,2 Prozent
2018 3 866 3 388 87,6 Prozent
2019 3 184 2 842 89,3 Prozent
2020 1 930 1 683 87,2 Prozent
2021 1 555 1 348 86,7 Prozent
2022 3 110 2 815 90,5 Prozent
2023 1 817 1 602 88,2 Prozent
2024 1 877 1 608 85,6 Prozent
01.01.2025–30.09.2025 2 568 2 186 85,1 Prozent
Klagen syrischer Jesidinnen und Jesiden gegen ablehnende Bescheide des
BAMF
Zeitraum Ablehnende
Entscheidungen
davon beklagt Quote
2014 319 200 62,7 Prozent
2015 387 319 82,4 Prozent
2016 352 245 69,6 Prozent
2017 465 386 83,0 Prozent
2018 320 287 89,7 Prozent
2019 267 248 92,9 Prozent
2020 132 116 87,9 Prozent
2021 174 95 54,6 Prozent
2022 89 73 82,0 Prozent
2023 33 23 69,7 Prozent
Klagen syrischer Jesidinnen und Jesiden gegen ablehnende Bescheide des
BAMF
Zeitraum Ablehnende
Entscheidungen
davon beklagt Quote
2024 56 38 67,9 Prozent
01.01.2025–30.09.2025 62 45 72,6 Prozent
7. Wie haben die Verwaltungsgerichte über Eilanträge gegen Dublin-
Bescheide des BAMF, wie haben sie über Asylklagen von jesidischen
Geflüchteten aus dem Irak bzw. Syrien (bitte jeweils differenzieren) seit
2014 entschieden (bitte jeweils nach Jahren differenziert auflisten und in
absoluten und relativen Zahlen angeben)?
Für die Jahre 2014 bis 2017 liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse im
Sinne der Fragestellung vor. Die Religionszugehörigkeit bei Überstellungen im
Rahmen des sog. Dublin-Verfahrens wird erst ab dem Jahr 2018 statistisch
auswertbar erfasst. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Entscheidungen der Verwaltungsgerichte über Eilanträge irakischer Jesidinnen und Jesiden gegen sog.
„Dublin-Bescheide“ des BAMF
Zeitraum abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut
2018 307 61,8 Prozent 190 38,2 Prozent 497
2019 218 65,7 Prozent 114 34,3 Prozent 332
2020 129 72,1 Prozent 50 27,9 Prozent 179
2021 62 57,4 Prozent 46 42,6 Prozent 108
2022 108 50,5 Prozent 106 49,5 Prozent 214
2023 44 37,6 Prozent 73 62,4 Prozent 117
2024 26 68,4 Prozent 12 31,6 Prozent 38
01.01.–30.09.2025 20 66,7 Prozent 10 33,3 Prozent 30
Entscheidungen der Verwaltungsgerichte über Eilanträge syrischer Jesidinnen und Jesiden gegen sog.
„Dublin-Bescheide“ des BAMF
Zeitraum abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut
2018 16 72,7 Prozent 6 27,3 Prozent 22
2019 4 80,0 Prozent 1 20,0 Prozent 5
2020 5 83,3 Prozent 1 16,7 Prozent 6
2021 5 71,4 Prozent 2 28,6 Prozent 7
2022 7 100 Prozent 0 – 7
2023 1 50,0 Prozent 1 50,0 Prozent 2
2024 6 100 Prozent 0 – 6
01.01.–30.09.2025 1 33,3 Prozent 2 66,7 Prozent 3
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
üb
er
K
la
ge
n
ir
ak
is
ch
er
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
ge
ge
n
B
A
M
F-
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
(a
bs
ol
ut
)
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
ge
sa
m
t
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
-
bu
ng
sv
er
bo
t
§
60
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nbe
gr
. a
bg
el
)
E
nt
sc
h.
im
D
ub
lin
-V
er
-
fa
hr
en
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
edi
gu
ng
en
20
14
1
08
2
1
94
15
46
30
2
2
27
59
5
20
15
45
2
–
7
–
1
3
–
72
36
9
20
16
65
0
–
8
–
–
34
1
77
53
0
20
17
1
53
9
–
24
8
11
96
50
6
3
41
63
4
20
18
2
73
9
–
24
8
94
17
0
1
14
2
10
70
1
00
5
20
19
2
82
5
–
20
7
12
0
26
9
1
11
5
1
77
1
03
6
20
20
3
09
9
2
13
9
23
51
8
1
19
5
8
31
1
18
3
20
21
2
98
6
5
13
0
43
55
8
1
23
8
13
36
96
3
20
22
2
22
9
–
84
4
38
6
90
9
19
30
79
7
20
23
2
17
4
1
86
4
21
9
77
4
19
32
1
03
9
20
24
1
93
7
–
80
9
23
4
75
5
38
43
77
8
01
.0
1.
–
30
.0
9.
20
25
1
91
4
–
71
–
24
8
78
5
44
25
74
1
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
üb
er
K
la
ge
n
ir
ak
is
ch
er
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
ge
ge
n
B
A
M
F-
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
(r
el
at
iv
)
Z
ei
tr
au
m
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
bu
ng
sve
rb
ot
§
6
0
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nb
eg
r.
ab
ge
l)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
lin
-
Ve
rf
ah
re
n
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
ed
igu
ng
en
20
14
0,
1
Pr
oz
en
t
8,
7
Pr
oz
en
t
1,
4
Pr
oz
en
t
4,
3
Pr
oz
en
t
27
,9
P
ro
ze
nt
0,
2
Pr
oz
en
t
2,
5
Pr
oz
en
t
55
,0
P
ro
ze
nt
20
15
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
5
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
0,
7
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
15
,9
P
ro
ze
nt
81
,6
P
ro
ze
nt
20
16
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
2
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
5,
2
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
11
,8
P
ro
ze
nt
81
,5
P
ro
ze
nt
20
17
0,
0
Pr
oz
en
t
16
,1
P
ro
ze
nt
0,
7
Pr
oz
en
t
6,
2
Pr
oz
en
t
32
,9
P
ro
ze
nt
0,
2
Pr
oz
en
t
2,
7
Pr
oz
en
t
41
,2
P
ro
ze
nt
20
18
0,
0
Pr
oz
en
t
9,
1
Pr
oz
en
t
3,
4
Pr
oz
en
t
6,
2
Pr
oz
en
t
41
,7
P
ro
ze
nt
0,
4
Pr
oz
en
t
2,
6
Pr
oz
en
t
36
,7
P
ro
ze
nt
20
19
0,
0
Pr
oz
en
t
7,
3
Pr
oz
en
t
4,
2
Pr
oz
en
t
9,
5
Pr
oz
en
t
39
,5
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
2,
7
Pr
oz
en
t
36
,7
P
ro
ze
nt
20
20
0,
1
Pr
oz
en
t
4,
5
Pr
oz
en
t
0,
7
Pr
oz
en
t
16
,7
P
ro
ze
nt
38
,6
P
ro
ze
nt
0,
3
Pr
oz
en
t
1,
0
Pr
oz
en
t
38
,2
P
ro
ze
nt
20
21
0,
2
Pr
oz
en
t
4,
4
Pr
oz
en
t
1,
4
Pr
oz
en
t
18
,7
P
ro
ze
nt
41
,5
P
ro
ze
nt
0,
4
Pr
oz
en
t
1,
2
Pr
oz
en
t
32
,3
P
ro
ze
nt
20
22
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
8
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
17
,3
P
ro
ze
nt
40
,8
P
ro
ze
nt
0,
9
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
35
,8
P
ro
ze
nt
20
23
0,
0
Pr
oz
en
t
4,
0
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
10
,1
P
ro
ze
nt
35
,6
P
ro
ze
nt
0,
9
Pr
oz
en
t
1,
5
Pr
oz
en
t
47
,8
P
ro
ze
nt
20
24
0,
0
Pr
oz
en
t
4,
1
Pr
oz
en
t
0,
5
Pr
oz
en
t
12
,1
P
ro
ze
nt
39
,0
P
ro
ze
nt
2,
0
Pr
oz
en
t
2,
2
Pr
oz
en
t
40
,2
P
ro
ze
nt
01
.0
1.
–
30
.0
9.
20
25
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
7
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
13
,0
P
ro
ze
nt
41
,0
P
ro
ze
nt
2,
3
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
38
,7
P
ro
ze
nt
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
üb
er
K
la
ge
n
sy
ri
sc
he
r
Je
si
di
nn
en
u
nd
J
es
id
en
g
eg
en
B
A
M
F-
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
(a
bs
ol
ut
)
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
ge
sa
m
t
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
-
bu
ng
sv
er
bo
t
§
60
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nbe
gr
. a
bg
el
)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
-
lin
-V
er
fa
hr
en
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
edi
gu
ng
en
20
14
62
7
4
19
5
–
–
37
–
16
37
5
20
15
31
9
–
17
–
6
8
–
7
28
1
20
16
19
0
–
44
–
27
4
–
1
11
4
20
17
77
3
–
21
8
–
82
18
5
–
5
28
3
20
18
69
4
–
79
6
13
3
25
1
5
1
21
9
20
19
44
9
–
29
–
90
13
6
–
2
19
2
20
20
47
1
–
5
–
46
11
9
–
1
30
0
20
21
24
0
–
4
4
11
52
–
–
16
9
20
22
23
6
–
8
–
7
52
–
4
16
5
20
23
20
3
–
6
1
12
28
2
–
15
4
20
24
63
–
2
–
3
6
–
2
50
01
.0
1.
–
30
.0
9.
20
25
78
–
–
1
2
10
–
–
65
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
üb
er
K
la
ge
n
sy
ri
sc
he
r
Je
si
di
nn
en
u
nd
J
es
id
en
g
eg
en
B
A
M
F-
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
(r
el
at
iv
)
Z
ei
tr
au
m
A
sy
lb
er
ec
ht
igu
ng
A
rt
1
6a
G
G
Fl
üc
ht
lin
gs
-
sc
hu
tz
§
3
I
A
sy
lG
Su
bs
id
iä
re
r
Sc
hu
tz
§
4
I
A
sy
lG
A
bs
ch
ie
bu
ng
sve
rb
ot
§
6
0
V
/V
II
A
uf
en
th
G
A
bl
eh
nu
ng
en
(u
nb
eg
r .
ab
-
ge
l.)
A
bl
eh
nu
ng
en
(o
ffe
ns
. u
nb
eg
r.
ab
ge
l)
E
nt
sc
he
id
un
-
ge
n
im
D
ub
lin
-
Ve
rf
ah
re
n
So
ns
tig
e
Ve
rfa
hr
en
se
rl
ed
igu
ng
en
20
14
0,
6
Pr
oz
en
t
31
,1
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
5,
9
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
2,
6
Pr
oz
en
t
59
,8
P
ro
ze
nt
20
15
0,
0
Pr
oz
en
t
5,
3
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
9
Pr
oz
en
t
2,
5
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
2,
2
Pr
oz
en
t
88
,1
P
ro
ze
nt
20
16
0,
0
Pr
oz
en
t
23
,2
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
14
,2
P
ro
ze
nt
2,
1
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
5
Pr
oz
en
t
60
,0
P
ro
ze
nt
20
17
0,
0
Pr
oz
en
t
28
,2
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
10
,6
P
ro
ze
nt
23
,9
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
6
Pr
oz
en
t
36
,6
P
ro
ze
nt
20
18
0,
0
Pr
oz
en
t
11
,4
P
ro
ze
nt
0,
9
Pr
oz
en
t
19
,2
P
ro
ze
nt
36
,2
P
ro
ze
nt
0,
7
Pr
oz
en
t
0,
1
Pr
oz
en
t
31
,6
P
ro
ze
nt
20
19
0,
0
Pr
oz
en
t
6,
5
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
20
,0
P
ro
ze
nt
30
,3
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
4
Pr
oz
en
t
42
,8
P
ro
ze
nt
20
20
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
1
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
9,
8
Pr
oz
en
t
25
,3
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
2
Pr
oz
en
t
63
,7
P
ro
ze
nt
20
21
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
7
Pr
oz
en
t
1,
7
Pr
oz
en
t
4,
6
Pr
oz
en
t
21
,7
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
70
,4
P
ro
ze
nt
20
22
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
4
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
0
Pr
oz
en
t
22
,0
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
7
Pr
oz
en
t
69
,9
P
ro
ze
nt
20
23
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
0
Pr
oz
en
t
0,
5
Pr
oz
en
t
5,
9
Pr
oz
en
t
13
,8
P
ro
ze
nt
1,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
75
,9
P
ro
ze
nt
20
24
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
2
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
4,
8
Pr
oz
en
t
9,
5
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
3,
2
Pr
oz
en
t
79
,4
P
ro
ze
nt
01
.0
1.
–
30
.0
9.
20
25
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
1,
3
Pr
oz
en
t
2,
6
Pr
oz
en
t
12
,8
P
ro
ze
nt
0,
0
Pr
oz
en
t
0,
0
Pr
oz
en
t
83
,3
P
ro
ze
nt
8. Wie viele jesidische Asylsuchende aus dem Irak bzw. aus Syrien (bitte
differenzieren) wurden seit 2014 im Rahmen des Dublin-Systems in
andere Mitgliedstaaten überstellt (bitte jeweils nach Jahren und den fünf
wichtigsten Mitgliedstaaten differenzieren)?
Für die Jahre 2014 bis 2017 liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse im
Sinne der Fragestellung vor. Die Religionszugehörigkeit bei Überstellungen im
Rahmen des sog. Dublin-Verfahrens wird erst ab dem Jahr 2018 statistisch
auswertbar erfasst. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2018
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
92 1
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Rumänien 22 Rumänien 1
Italien 12
Österreich 12
Bulgarien 11
Portugal 10
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2019
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
59 3
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Rumänien 28 Norwegen 1
Österreich 16 Portugal 1
Bulgarien 4 Schweden 1
Spanien 4
Niederlande 2
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2020
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
10 0
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Polen 3
Frankreich 2
Schweden 2
Belgien 1
Bulgarien 1
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2021
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
8 0
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Österreich 2
Rumänien 2
Bulgarien 1
Niederlande 1
Schweden 1
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2022
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
18 1
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Lettland 5 Polen 1
Polen 5
Litauen 3
Schweden 2
Bulgarien 1
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2023
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
15 0
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Litauen 6
Schweden 3
Bulgarien 2
Lettland 1
Österreich 1
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Jahr 2024
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
9 0
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Schweden 6
Litauen 3
Überstellungen an Mitgliedstaaten
Januar – November 2025
nach Staatsangehörigkeit
Irak Syrien
darunter Religionszugehörigkeit „Jesiden“
16 1
nach Mitgliedstaaten (fünf häufigste)
Niederlande 7 Kroatien 1
Litauen 3
Polen 2
Schweden 2
Frankreich 1
9. Wie viele Rücknahmen bzw. Widerrufe von Schutzstatus jesidischer
Geflüchteter aus dem Irak bzw. aus Syrien gab es seit 2014, wie viele dieser
Rücknahmen bzw. Widerrufe wurden gerichtlich angefochten, und
welche gerichtlichen Entscheidungen ergingen hierzu (bitte jeweils nach
Jahren und Herkunftsland differenzieren und in absoluten und relativen
Zahlen angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
s B
A
M
F
üb
er
W
id
er
ru
fe
u
nd
R
üc
kn
ah
m
en
sy
ri
sc
he
r
Je
si
di
nn
en
u
nd
J
es
id
en
in
sg
es
am
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
m
e
A
rt
. 1
6a
G
G
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
Fl
üc
ht
lin
gs
ei
ge
nsc
ha
ft
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
su
bs
id
iä
r e
r
Sc
hu
tz
W
id
er
ru
f/R
üc
kna
hm
e
A
bs
ch
ie
-
bu
ng
sv
er
bo
t
ke
in
W
id
er
ru
f/k
ei
ne
R
üc
kn
ah
m
e
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
20
14
30
2
4
1,
3
Pr
oz
en
t
17
5,
6
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
28
1
93
,0
P
ro
ze
nt
20
15
58
6
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
58
6
10
0,
0
Pr
oz
en
t
20
16
10
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
10
10
0,
0
Pr
oz
en
t
20
17
82
1
1,
2
Pr
oz
en
t
2
2,
4
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
6
7,
3
Pr
oze
nt
73
89
,0
P
ro
ze
nt
20
18
2
58
7
–
0,
0
Pr
oz
en
t
10
0,
4
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
2
0,
1
Pr
oze
nt
2
57
5
99
,5
P
ro
ze
nt
20
19
3
66
3
1
0,
0
Pr
oz
en
t
44
1,
2
Pr
oz
en
t
7
0,
2
Pr
oz
en
t
27
0,
7
Pr
oze
nt
3
58
4
97
,8
P
ro
ze
nt
20
20
2
56
8
1
0,
0
Pr
oz
en
t
33
1,
3
Pr
oz
en
t
12
0,
5
Pr
oz
en
t
7
0,
3
Pr
oze
nt
2
51
5
97
,9
P
ro
ze
nt
20
21
1
08
6
1
0,
1
Pr
oz
en
t
36
3,
3
Pr
oz
en
t
3
0,
3
Pr
oz
en
t
7
0,
6
Pr
oze
nt
1
03
9
95
,7
P
ro
ze
nt
20
22
24
0
–
0,
0
Pr
oz
en
t
8
3,
3
Pr
oz
en
t
4
1,
7
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
22
8
95
,0
P
ro
ze
nt
20
23
11
2
–
0,
0
Pr
oz
en
t
4
3,
6
Pr
oz
en
t
2
1,
8
Pr
oz
en
t
3
2,
7
Pr
oze
nt
10
3
92
,0
P
ro
ze
nt
20
24
33
3
–
0,
0
Pr
oz
en
t
5
1,
5
Pr
oz
en
t
1
0,
3
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
32
7
98
,2
P
ro
ze
nt
01
.0
1–
30
.1
1.
20
25
24
9
–
0,
0
Pr
oz
en
t
2
0,
8
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
24
7
99
,2
P
ro
ze
nt
Z
ei
tr
au
m
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
s B
A
M
F
üb
er
W
id
er
ru
fe
u
nd
R
üc
kn
ah
m
en
ir
ak
is
ch
er
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
in
sg
es
am
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
m
e
A
rt
. 1
6a
G
G
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
Fl
üc
ht
lin
gs
ei
ge
nsc
ha
ft
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
su
bs
id
iä
r e
r
Sc
hu
tz
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
A
bs
ch
ie
bu
ng
sve
rb
ot
ke
in
W
id
er
ru
f/k
ei
ne
R
üc
kn
ah
m
e
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
20
14
1
79
8
–
0,
0
Pr
oz
en
t
17
0,
9
Pr
oz
en
t
1
0,
1
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
78
0
99
,0
P
ro
-
ze
nt
20
15
1
09
3
1
0,
1
Pr
oz
en
t
1
0,
1
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
09
1
99
,8
P
ro
-
ze
nt
20
16
25
9
–
0,
0
Pr
oz
en
t
9
3,
5
Pr
oz
en
t
1
0,
4
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
24
9
96
,1
P
ro
-
ze
nt
20
17
34
0
–
0,
0
Pr
oz
en
t
13
3,
8
Pr
oz
en
t
–
0,
0
Pr
oze
nt
2
0,
6
Pr
oze
nt
32
5
95
,6
P
ro
-
ze
nt
20
18
8
95
1
–
0,
0
Pr
oz
en
t
10
7
1,
2
Pr
oz
en
t
1
0,
0
Pr
oze
nt
1
0,
0
Pr
oze
nt
8
84
2
98
,8
P
ro
-
ze
nt
20
19
12
9
64
2
0,
0
Pr
oz
en
t
39
2
3,
0
Pr
oz
en
t
19
0,
1
Pr
oze
nt
12
0,
1
Pr
oze
nt
12
5
39
96
,7
P
ro
-
ze
nt
20
20
26
8
73
4
0,
0
Pr
oz
en
t
49
0
1,
8
Pr
oz
en
t
12
0,
0
Pr
oze
nt
9
0,
0
Pr
oze
nt
26
3
58
98
,1
P
ro
-
ze
nt
20
21
14
1
49
2
0,
0
Pr
oz
en
t
24
2
1,
7
Pr
oz
en
t
18
0,
1
Pr
oze
nt
11
0,
1
Pr
oze
nt
13
8
76
98
,1
P
ro
-
ze
nt
20
22
1
84
3
–
0,
0
Pr
oz
en
t
10
5
5,
7
Pr
oz
en
t
10
0,
5
Pr
oze
nt
11
0,
6
Pr
oze
nt
1
71
7
93
,2
P
ro
-
ze
nt
20
23
1
06
9
–
0,
0
Pr
oz
en
t
66
6,
2
Pr
oz
en
t
9
0,
8
Pr
oze
nt
5
0,
5
Pr
oze
nt
98
9
92
,5
P
ro
-
ze
nt
20
24
3
79
7
–
0,
0
Pr
oz
en
t
92
2,
4
Pr
oz
en
t
6
0,
2
Pr
oze
nt
3
0,
1
Pr
oze
nt
3
69
6
97
,3
P
ro
-
ze
nt
01
.0
1–
30
.1
1.
20
25
3
28
0
–
0,
0
Pr
oz
en
t
14
8
4,
5
Pr
oz
en
t
8
0,
2
Pr
oze
nt
9
0,
3
Pr
oze
nt
3
11
5
95
,0
P
ro
-
ze
nt
Z
ei
tr
au
m
E
in
ge
le
gt
e
R
ec
ht
sm
itt
el
v
on
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
au
s S
yr
ie
n
ge
ge
n
W
id
er
ru
fe
/R
üc
kn
ah
m
en
u
nd
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
-
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
ei
ng
el
eg
t
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
in
sg
es
am
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kna
hm
e
A
rt
. 1
6a
G
G
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
Fl
üc
ht
lin
gs
ei
-
ge
ns
ch
af
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
su
bs
id
iä
r e
r
Sc
hu
tz
ke
in
W
id
er
-
ru
f/k
ei
ne
R
üc
kna
hm
e
fo
rm
el
le
V
er
fa
hr e
ns
er
le
di
gu
ng
en
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
20
14
10
17
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
4
23
,5
P
ro
-
ze
nt
13
76
,5
P
ro
-
ze
nt
20
15
–
1
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
10
0,
0
Pr
oze
nt
20
16
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
20
17
8
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
20
18
9
6
–
0,
0
Pr
oze
nt
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
16
,7
P
ro
-
ze
nt
5
83
,3
P
ro
-
ze
nt
20
19
47
20
–
0,
0
Pr
oze
nt
2
10
,0
P
ro
-
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
6
30
,0
P
ro
-
ze
nt
12
60
,0
P
ro
-
ze
nt
20
20
26
12
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
8,
3
Pr
oze
nt
2
16
,7
P
ro
-
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
9
75
,0
P
ro
-
ze
nt
20
21
18
20
–
0,
0
Pr
oze
nt
3
15
,0
P
ro
-
ze
nt
1
5,
0
Pr
oze
nt
11
55
,0
P
ro
-
ze
nt
5
25
,0
P
ro
-
ze
nt
20
22
8
19
1
5,
3
Pr
oze
nt
6
31
,6
P
ro
-
ze
nt
5
26
,3
P
ro
-
ze
nt
1
5,
3
Pr
oze
nt
6
31
,6
P
ro
-
ze
nt
20
23
2
27
1
3,
7
Pr
oze
nt
19
70
,4
P
ro
-
ze
nt
2
7,
4
Pr
oze
nt
1
3,
7
Pr
oze
nt
4
14
,8
P
ro
-
ze
nt
20
24
5
13
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
7,
7
Pr
oze
nt
4
30
,8
P
ro
-
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
8
61
,5
P
ro
-
ze
nt
01
.0
1–
30
.0
9.
20
25
–
2
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
50
,0
P
ro
-
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
50
,0
P
ro
-
ze
nt
Z
ei
tr
au
m
E
in
ge
le
gt
e
R
ec
ht
sm
itt
el
v
on
J
es
id
in
ne
n
un
d
Je
si
de
n
au
s d
em
Ir
ak
g
eg
en
W
id
er
ru
fe
/R
üc
kn
ah
m
en
u
nd
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
de
r
Ve
rw
al
tu
ng
sg
er
ic
ht
e
ei
ng
el
eg
t
E
nt
sc
he
id
un
ge
n
in
sg
es
am
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kna
hm
e
A
rt
. 1
6a
G
G
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
Fl
üc
ht
lin
gs
ei
-
ge
ns
ch
af
t
W
id
er
ru
f/R
üc
kn
ah
-
m
e
su
bs
id
iä
r e
r
Sc
hu
tz
ke
in
W
id
er
-
ru
f/k
ei
ne
R
üc
kna
hm
e
fo
rm
el
le
V
er
fa
hr e
ns
er
le
di
gu
ng
en
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
ab
so
lu
t
A
nt
ei
l
20
14
16
24
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
4,
2
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
9
37
,5
P
ro
-
ze
nt
14
58
,3
P
ro
-
ze
nt
20
15
–
4
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
4
10
0,
0
Pr
oze
nt
20
16
2
2
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
50
,0
P
ro
-
ze
nt
1
50
,0
P
ro
-
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
20
17
10
1
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
1
10
0,
0
Pr
o
ze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
20
18
66
8
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
–
0,
0
Pr
oze
nt
2
25
,0
P
ro
-
ze
nt
6
75
,0
P
ro
-
ze
nt
20
19
24
2
32
–
0,
0
Pr
oze
nt
15
46
,9
P
ro
-
ze
nt
1
3,
1
Pr
oze
nt
1
3,
1
Pr
oze
nt
15
46
,9
P
ro
-
ze
nt
20
20
28
8
69
–
0,
0
Pr
oze
nt
26
37
,7
P
ro
-
ze
nt
5
7,
2
Pr
oze
nt
3
4,
3
Pr
oze
nt
35
50
,7
P
ro
-
ze
nt
20
21
14
2
17
7
–
0,
0
Pr
oze
nt
93
52
,5
P
ro
-
ze
nt
4
2,
3
Pr
oze
nt
9
5,
1
Pr
oze
nt
71
40
,1
P
ro
-
ze
nt
20
22
59
13
9
–
0,
0
Pr
oze
nt
70
50
,4
P
ro
-
ze
nt
3
2,
2
Pr
oze
nt
13
9,
4
Pr
oze
nt
53
38
,1
P
ro
-
ze
nt
20
23
57
16
3
–
0,
0
Pr
oze
nt
76
46
,6
P
ro
-
ze
nt
6
3,
7
Pr
oze
nt
13
8,
0
Pr
oze
nt
68
41
,7
P
ro
-
ze
nt
20
24
58
13
5
–
0,
0
Pr
oze
nt
64
47
,4
P
ro
-
ze
nt
4
3,
0
Pr
oze
nt
11
8,
1
Pr
oze
nt
56
41
,5
P
ro
-
ze
nt
01
.0
1–
30
.0
9.
20
25
86
98
–
0,
0
Pr
oze
nt
52
53
,1
P
ro
-
ze
nt
5
5,
1
Pr
oze
nt
3
3,
1
Pr
oze
nt
38
38
,8
P
ro
-
ze
nt
10. Welche besonderen Vorgaben innerhalb des BAMF gibt es zu Widerrufen
bzw. Rücknahmen von Schutzstatus bei jesidischen Geflüchteten aus
dem Irak bzw. aus Syrien (bitte differenzieren), insbesondere vor dem
Hintergrund des Genozids von 2014 bzw. bei möglichen psychischen
Erkrankungen infolge von Bedrohungen bzw. Verfolgungen (bitte so genau
wie möglich ausführen und auch kenntlich machen, welche
Personengruppen womöglich von solchen Vorgaben ausgenommen sind)?
Bei jesidischen Geflüchteten aus Irak wird bei Vorliegen von Widerrufs- bzw.
Rücknahmegründen die in § 73 Absatz 3 des Asylgesetzes (AsylG) normierte
Unzumutbarkeit der Rückkehr grundsätzlich angenommen. Im Übrigen wird
auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 7b der Kleinen Anfrage der
Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/8592 verwiesen.
Ob die Voraussetzungen des Widerrufs nach § 73 AsylG für syrische
Staatsangehörige vorliegen, wird anhand des individuellen Einzelfalls entschieden.
Das BAMF hat für Personen, für die auf der Basis der vorliegenden
Informationen zur Lage in Syrien eine hinreichende Klarheit vorhanden ist, die
Widerrufstätigkeit wieder aufgenommen.
11. Wie viele Abschiebungen in den Irak gab es seit 2014 (bitte nach Jahren
auflisten), und welche Angaben oder Schätzungen liegen der
Bundesregierung vor, wie viele Geflüchtete jesidischen Glaubens hiervon
betroffen waren (bitte ausführen)?
Die Anzahl in den Irak abgeschobener Personen kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden.
Jahr Personen
2014 8
2015 6
2016 10
2017 14
2018 35
2019 30
2020 27
2021 52
2022 77
2023 300
2024 699
Jan.–Okt. 2025 636
Angaben zur religiösen Zugehörigkeit der abgeschobenen Personen werden
nicht erhoben. Belastbare Schätzungen im Sinne der Fragestellung sind daher
nicht möglich.
12. Welche Abschiebestoppregelungen welcher Bundesländer in Bezug auf
die Gruppe jesidischer Geflüchteter aus dem Irak bzw. aus Syrien gibt es
nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit (bitte gegebenenfalls nähere
Angaben zu Umfang und betroffenem Personenkreis entsprechender
Regelungen machen)?
Die Bundesregierung hat keine Kenntnis über derzeitige entsprechende
Regelungen der Länder.
13. Wie viele Personen mit syrischer bzw. irakischer Staatsangehörigkeit
bzw. wie viele staatenlose Personen aus dem Irak bzw. Syrien (bitte
differenzieren) leben derzeit mit welchem Aufenthaltstitel bzw.
Schutzstatus in Deutschland (bitte auch nach Bundesländern differenzieren), und
welche Angaben oder Schätzungen liegen der Bundesregierung dazu vor,
wie viele von ihnen jesidischen Glaubens sind (bitte ausführen)?
Daten zu staatenlosen Personen aus dem Irak bzw. Syrien liegen nicht vor, da
die Herkunft von staatenlosen Personen im Sinne der Frage im
Ausländerzentralregister (AZR) nicht erfasst wird. Belastbare Erkenntnisse bzw.
Schätzungen zu der Teilfrage, wie viele aufhältige Iraker oder Syrer jesidischen
Glaubens sind, liegen ebenfalls nicht vor. Die übrigen Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Tabelle: Aufhältige Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit gemäß AZR
(nach Aufenthaltstitel), Stand: 30. November 2025
Anzahl der
aufhältigen Ausländer
Aufenthaltserlaubnis
Blaue Karte EU Daueraufenthalt-
EU
Niederlassungserlaubnis
Baden-Württemberg 14 841 110 43 4 386
Bayern 14 357 76 82 6 376
Berlin 5 548 53 7 860
Brandenburg 541 24 1 78
Bremen 1 260 3 1 423
Hamburg 2 047 9 2 186
Hessen 5 902 53 5 1 251
Mecklenburg-
Vorpommern
496 19 2 73
Niedersachsen 28 338 83 15 5 775
Nordrhein-Westfalen 50 581 179 60 12 462
Rheinland-Pfalz 1 741 58 17 729
Saarland 608 19 1 257
Sachsen 2 841 24 4 769
Sachsen-Anhalt 1 065 7 1 225
Schleswig-Holstein 6 049 21 5 854
Thüringen 2 157 19 2 260
Gesamt 138 372 757 248 34 964
Tabelle: Aufhältige Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit gemäß AZR
(nach Aufenthaltstitel), Stand: 30. November 2025
Anzahl der
aufhältigen
Ausländer
Aufenthaltserlaubnis
Blaue Karte EU
Daueraufenthalt-EU
Niederlassungserlaubnis
sonstige
Aufenthaltsrechte
Baden-
Württemberg
59 455 325 25 9 111 25 324
Bayern 57 477 695 38 5 983 25 249
Berlin 34 386 345 18 2 050 4 992
Brandenburg 14 419 138 2 1 233 3 902
Bremen 14 051 117 4 2 270 1 724
Hamburg 9 447 71 1 491 6 877
Hessen 40 040 255 14 5 381 13 992
Mecklenburg-
Vorpommern
8 257 160 2 596 3 781
Niedersachsen 71 930 856 13 7 638 17 532
Anzahl der
aufhältigen
Ausländer
Aufenthaltserlaubnis
Blaue Karte EU
Daueraufenthalt-EU
Niederlassungserlaubnis
sonstige
Aufenthaltsrechte
Nordrhein-
Westfalen
202 997 1 194 55 18 691 58 451
Rheinland-Pfalz 33 747 500 13 3 183 11 645
Saarland 23 737 228 6 4 176 6 663
Sachsen 24 891 668 3 2 645 8 173
Sachsen-Anhalt 20 497 77 3 1 528 7 075
Schleswig-
Holstein
26 191 108 4 1 862 8 276
Thüringen 14 627 236 7 1 327 6 250
Gesamt 656 149 5 973 208 68 165 209 906
Tabelle: Aufhältige Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit gemäß AZR
(nach Schutzstatus), Stand: 30. November 2025
Anzahl der
aufhältigen
Ausländer
nach § 25 Abs. 1
AufenthG
(Asyl)
anerkannt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(GfK) gewährt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(subsidiärer Schutz)
gewährt
nach § 25 Abs. 3
AufenthG
(Abschiebungsverbot)
Summe
Baden-
Württemberg
40 5 537 2 222 1 503 9 302
Bayern 35 5 258 1 796 1 031 8 120
Berlin 9 1 142 953 640 2 744
Brandenburg 3 108 40 93 244
Bremen 506 126 118 750
Hamburg 6 790 285 183 1 264
Hessen 6 1 783 1 371 690 3 850
Mecklenburg-
Vorpommern
94 52 120 266
Niedersachsen 77 16 795 2 733 1 952 21 557
Nordrhein-
Westfalen
183 25 114 6 173 3 832 35 302
Rheinland-Pfalz 5 375 220 230 830
Saarland 217 78 65 360
Sachsen 3 697 648 343 1 691
Sachsen-Anhalt 4 292 136 251 683
Schleswig-
Holstein
20 1 516 1 229 703 3 468
Thüringen 4 658 412 241 1 315
Gesamt 395 60 882 18 474 11 995 91 746
Tabelle: Aufhältige Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit gemäß AZR
(nach Schutzstatus), Stand: 30. November 2025
Anzahl der
aufhältigen
Ausländer
nach § 25 Abs. 1
AufenthG
(Asyl)
anerkannt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(GfK) gewährt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(subsidiärer Schutz)
gewährt
nach § 25 Abs. 3
AufenthG
(Abschiebungsverbot)
Summe
Baden-
Württemberg
118 22 222 22 642 345 45 327
Bayern 182 16 072 25 948 433 42 635
Berlin 238 8 518 15 014 252 24 022
Brandenburg 14 3 714 6 680 114 10 522
Anzahl der
aufhältigen
Ausländer
nach § 25 Abs. 1
AufenthG
(Asyl)
anerkannt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(GfK) gewährt
nach § 25 Abs. 2
AufenthG
(subsidiärer Schutz)
gewährt
nach § 25 Abs. 3
AufenthG
(Abschiebungsverbot)
Summe
Bremen 35 4 550 4 952 123 9 660
Hamburg 39 2 692 4 178 44 6 953
Hessen 100 13 560 17 193 191 31 044
Mecklenburg-
Vorpommern
6 2 338 4 055 47 6 446
Niedersachsen 304 22 489 34 508 1 138 58 439
Nordrhein-
Westfalen
749 72 254 92 082 1 838 166 923
Rheinland-Pfalz 33 8 485 17 400 326 26 244
Saarland 92 9 256 9 872 523 19 743
Sachsen 107 6 024 11 974 112 18 217
Sachsen-Anhalt 22 6 596 9 618 418 16 654
Schleswig-
Holstein
65 7 721 11 773 317 19 876
Thüringen 35 3 796 5 725 87 9 643
Gesamt 2 139 210 287 293 614 6 308 512 348
14. Wie viele ausreisepflichtige Personen syrischer bzw. irakischer
Staatsangehörigkeit bzw. wie viele staatenlose Personen aus dem Irak bzw.
Syrien (bitte differenzieren) leben derzeit mit bzw. ohne Duldung in
Deutschland (bitte auch nach den Bundesländern differenzieren), und
welche genaueren Angaben können über die Gründe der erteilten
Duldungen gemacht werden (bitte so differenziert wie möglich auflisten)?
Bezogen auf staatenlose Personen wird auf die Antwort zu Frage 13 verwiesen.
Zum Stichtag 30. November 2025 waren im Ausländerzentralregister 30 964
ausreisepflichtige Personen mit syrischer und irakischer Staatsangehörigkeit
erfasst. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
ausreisepflichtige Personen mit
Staatsangehörigkeiten im Sinne der
Fragestellung insgesamt zum Stichtag
30.11.2025
Mit Duldung Ohne Duldung
Summe 28 361 2 603
davon:
Irak 18 992 1 719
Syrien 9 369 884
ausreisepflichtige Personen insgesamt
zum Stichtag 30.11.2025
Irak Syrien
Insgesamt 20 711 10 253
davon:
Baden-Württemberg 2 307 1 104
Bayern 2 937 836
Berlin 844 439
Brandenburg 376 339
Bremen 84 136
Hamburg 573 234
Hessen 829 433
Mecklenburg-Vorpommern 374 314
ausreisepflichtige Personen insgesamt
zum Stichtag 30.11.2025
Irak Syrien
Niedersachsen 2 583 1 140
Nordrhein-Westfalen 5 532 2 347
Rheinland-Pfalz 557 610
Saarland 97 699
Sachsen 762 336
Sachsen-Anhalt 291 251
Schleswig-Holstein 2 025 746
Thüringen 540 289
ausreisepflichtige Personen ohne
Duldung zum Stichtag 30.11.2025
Irak Syrien
Insgesamt 1 719 884
Davon:
Baden-Württemberg 133 58
Bayern 287 109
Berlin 81 43
Brandenburg 22 23
Bremen 3 3
Hamburg 146 70
Hessen 64 63
Mecklenburg-Vorpommern 24 22
Niedersachsen 206 87
Nordrhein-Westfalen 374 201
Rheinland-Pfalz 55 49
Saarland 12 20
Sachsen 88 34
Sachsen-Anhalt 28 30
Schleswig-Holstein 143 53
Thüringen 53 19
ausreisepflichtige Personen mit
Duldung zum Stichtag 30.11.2025
Irak Syrien
Insgesamt 18 992 9 369
Davon:
Baden-Württemberg 2 174 1 046
Bayern 2 650 727
Berlin 763 396
Brandenburg 354 316
Bremen 81 133
Hamburg 427 164
Hessen 765 370
Mecklenburg-Vorpommern 350 292
Niedersachsen 2 377 1 053
Nordrhein-Westfalen 5 158 2 146
Rheinland-Pfalz 502 561
Saarland 85 679
Sachsen 674 302
Sachsen-Anhalt 263 221
Schleswig-Holstein 1 882 693
Thüringen 487 270
Duldungen insgesamt zum
Stichtag 30.11.2025
28 361
davon:
1. Nach § 60a AufenthG (alt) Duldung (ohne nähere Angabe) 10
2. Nach § 60a Absatz 1
AufenthG
Duldung aufgrund eines Abschiebungsstopps (für bestimmte
Ausländergruppen aus bestimmten Staaten oder in
bestimmte Staaten)
538
3. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich; hier: Duldung wg. fehlender Reisedokumente
6 494
4. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich; hier: Duldung wegen familiärer Bindungen zu
Duldungsinhabern nach Nummer 1
3 846
5. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich; hier: Duldung aus medizinischen Gründen
130
6. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich; hier: Duldung aus sonstigen Gründen
10 775
7. Nach § 60a Absatz 2 Satz 2
AufenthG
Vorübergehende Anwesenheit des Ausländers für ein
Strafverfahren
5
8. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG
sogenannte „Ermessensduldung“: Es liegen dringende
humanitäre oder persönliche Gründe vor (z. B. Beendigung
der Schule/Ausbildung; Betreuung kranker
Familienangehöriger).
1 270
9. Nach § 60a Absatz 2a
AufenthG
Zurückschiebung oder Abschiebung ist gescheitert und
Deutschland ist rechtlich zur Rückübernahme verpflichtet
0
10. Nach § 60a Absatz 2b
AufenthG
Eltern von minderjährigen Kindern mit AE nach § 25a
AufenthG (gut integrierte Jugendliche)
71
11. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Abschiebungshindernisse nach § 60 Absatz 1 bis 5,7
AufenthG
907
12. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
als unbegleiteter Minderjähriger gemäß § 58 Absatz 1a
AufenthG
297
13. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Anordnung der aufschiebenden Wirkung nach § 80 Absatz 5
VwGO
46
14. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
bei fehlendem Absehen von einer Vollstreckung nach § 456a
StPO
5
15. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
bei stattgegebenem Eilantrag gemäß § 123 VwGO 19
16. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
fehlendes, aber erforderliches Einvernehmen einer Stelle
nach § 72 Absatz 4 AufenthG
2
17. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Asylfolgeantrag 711
18. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1
AufenthG
Weil konkrete Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung
bevorstehen erteilt
1 210
19. Nach § 60a Absatz 2 Satz 13
AufenthG (Altfall)
Vaterschaftsanerkennung 0
20. Nach § 60a Absatz 2 Satz 4
AufenthG (Altfall)
Ausbildungsduldung 0
21. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60b
Absatz 1 AufenthG
Ungeklärte Identität 1.085
22. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
i. V. m. § 60c Absatz 1
AufenthG
Ausbildungsduldung 405
23. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
i. V. m. § 60c Absatz 7
AufenthG
Erforderliche Maßnahmen für Identitätsklärung ergriffen 32
24. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
i. V. m. § 60d Absatz 1
AufenthG
Beschäftigungsduldung/Regelanspruch/Beschäftigter 363
25. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60d
Absatz 1 AufenthG
Beschäftigungsduldung/Regelanspruch/Ehegatte/
Lebenspartner
98
26. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60d
Absatz 2 AufenthG
Beschäftigungsduldung/Regelanspruch/minderjährige ledige
Kinder
15
27. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
i. V. m. § 60d Absatz 4
AufenthG
Beschäftigungsduldung/Ermessen/Beschäftigter
(erforderliche Maßnahmen für Identitätsklärung ergriffen)
3
28. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60d
Absatz 4 i. V. m. Absatz 1
AufenthG
Beschäftigungsduldung/Ermessen/Ehegatte/Lebenspartner 8
29. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60d
Absatz 4 i. V. m. Absatz 2
AufenthG
Beschäftigungsduldung/Ermessen/minderjährige ledige
Kinder
1
30. Nach § 60a Absatz 2 Satz 4
AufenthG
Verfahren nach § 85a AufenthG 2
31. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60c
Absatz 6 Satz 1 AufenthG
Suche nach weiterem Ausbildungsplatz erteilt 6
32. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3
AufenthG i. V. m. § 60c
Absatz 6 Satz 2 AufenthG
Arbeitsplatzsuche nach Ausbildungsabschluss 4
33. Duldung nach § 60a
Absatz 2 Satz 1 AufenthG
(Altfall)
Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen
unmöglich (Altfall)
3
Duldungen zum Stichtag 30.11.2025 Irak Syrien
Insgesamt 18 992 9 369
davon:
1. Nach § 60a AufenthG (alt) 7 3
2. Nach § 60a Absatz 1 AufenthG 312 226
3. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 4 942 1 552
4. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 2 744 1 102
5. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 61 69
6. Nach § 60a Abs. 2 Satz 1 AufenthG 7 027 3 748
7. Nach § 60a Absatz 2 Satz 2 AufenthG 2 3
8. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG 1 088 182
9. Nach § 60a Absatz 2a AufenthG 0 0
10. Nach § 60a Absatz 2b AufenthG 57 14
11. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 282 625
12. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 31 266
13. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 27 19
14. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 3 2
15. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 12 7
16. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 2 0
17. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 332 379
18. Nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG 320 890
19. Nach § 60a Absatz 2 Satz 13 AufenthG (Altfall) 0 0
20. Nach § 60a Absatz 2 Satz 4 AufenthG (Altfall) 0 0
Duldungen zum Stichtag 30.11.2025 Irak Syrien
21. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60b Absatz 1 AufenthG 874 211
22. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 i. V. m. § 60c Absatz 1 AufenthG 358 47
23. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 i. V. m. § 60c Absatz 7 AufenthG 27 5
24. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 i. V. m. § 60d Absatz 1 AufenthG 350 13
25. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60d Absatz 1 AufenthG 94 4
26. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60d Absatz 2 AufenthG 15 0
27. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 i. V. m. § 60d Absatz 4 AufenthG 2 1
28. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60d Absatz 4 i. V. m.
Absatz 1 AufenthG
8 0
29. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60d Absatz 4 i. V. m.
Absatz 2 AufenthG
1 0
30. Nach § 60a Absatz 2 Satz 4 AufenthG 2 0
31. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60c Absatz 6 Satz 1
AufenthG
5 1
32. Nach § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG i. V. m. § 60c Absatz 6 S. 2 AufenthG 4 0
33. Duldung nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG (Altfall) 3 0
15. Wie stellt sich die aktuelle (Gefährdungs-)Lage für aus Deutschland
zurückkehrende bzw. abgeschobene Personen jesidischen Glaubens nach
Einschätzung des Auswärtigen Amts im Irak bzw. in Syrien dar (bitte
differenzieren und so genau wie möglich ausführen), wie ist zudem die
politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Situation der
jesidischen Gemeinschaft im Irak bzw. in Syrien (bitte differenzieren) nach
Einschätzung des Auswärtigen Amts (bitte ausführen)?
Zum Irak: Die jesidische Gemeinschaft ist von denselben wesentlichen
sicherheitsbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen Iraks
betroffen wie die restliche Bevölkerung. Die irakische Verfassung von 2005
garantiert die Religionsfreiheit, auch die kurdische Regionalregierung der Region
Kurdistan-Irak (RKI) schützt ausdrücklich Minderheiten wie Jesidinnen und
Jesiden. Eine institutionelle Diskriminierung oder Verfolgung von religiösen
Gemeinschaften durch den Staat findet nicht statt. Dennoch existieren politische
Rahmenbedingungen, die beispielsweise den Erwerb von Land und die
Durchsetzung von Landbesitz deutlich erschweren.
Die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, insbesondere die Gewaltherrschaft
des sogenannten Islamischen Staates (2014–2017), seine Zerstörungen und
Gewaltverbrechen an den Jesidinnen und Jesiden, haben bis heute Auswirkungen
auf das Leben der jesidischen Gemeinschaft. Insgesamt existieren nach wie vor
Unsicherheit und Misstrauen zwischen den verschiedenen religiösen Gruppen.
Dies kann sich im Alltag durch gesellschaftliche Diskriminierung von
religiösen Minderheiten, auch von Jesidinnen und Jesiden, widerspiegeln (unter
anderem Hassrede, populistische Rhetorik sowie subtile Formen der
Einschüchterung).
Der Wiederaufbau des Sindjar gestaltet sich problematisch. Gegenwärtig sind
dort Infrastruktur und Sicherheit unzureichend, die wirtschaftliche Lage ist
schwierig.
Zu Syrien: Vor Beginn des Bürgerkrieges lebten Schätzungen zufolge bis zu
50 000 Jesidinnen und Jesiden in Syrien, die sich vor allem in Nord-Ost-Syrien
niedergelassen hatten. Im August 2014 überfielen Kämpfer des sogenannten
Islamischen Staates (IS) Jesidinnen und Jesiden in Nordirak, viele flohen nach
Syrien bzw. gelten heute als vermisst. Teilweise befinden sich Jesidinnen und
Jesiden auch in den Lagern in Nordost-Syrien. Auch nach dem Fall des Assad
Regimes ist die Lage in Syrien immer noch volatil, dies gilt für alle Syrer und
Syrerinnen.
Die neue Regierung steht weiter vor der Aufgabe, das Land zu einen und
Sicherheit und Schutz für alle Einwohnerinnen und Einwohner Syriens zu
gewährleisten. Die humanitäre Situation ist weiterhin schlecht. Fast 70 Prozent
der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
16. Unter welchen Umständen ist nach Auffassung der Bundesregierung
Menschen jesidischen Glaubens, die nach Deutschland geflohen sind,
eine Rückkehr bzw. Abschiebung in den Irak bzw. nach Syrien (bitte
differenzieren) zumutbar, und welche Bedeutung kommt dabei nach
Auffassung der Bundesregierung dem einstimmigen Beschluss des Deutschen
Bundestages vom 19. Januar 2023 zu, wonach vor dem Hintergrund einer
„hoch volatilen Sicherheitslage“ für jesidische Geflüchtete und der
Unmöglichkeit einer sicheren Rückkehr die Bundesregierung aufgefordert
wurde, ihnen „weiterhin unter Berücksichtigung ihrer nach wie vor
andauernden Verfolgung und Diskriminierung im Rahmen des
Asylverfahrens Schutz zu gewähren“ (vgl. Bundestagsdrucksache 20/5228, bitte
ausführen)?
Der Beschluss des Bundestages vom 19. Januar 2023 zur Anerkennung des
Völkermordes der Terrororganisation des sogenannten Islamischen Staates (IS)
an den Jesidinnen und Jesiden hat ein für die Betroffenen und deren
Angehörige wichtiges Signal gesendet, dass ihre Leiden gesehen, anerkannt und sie
unterstützt werden. Wie es der Beschluss unter Punkt 19 fordert, wird Jesidinnen
und Jesiden in Deutschland im Rahmen des Asylverfahrens Schutz gewährt.
Die in der Anerkennung des Völkermordes zum Ausdruck kommende Wertung
wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Rahmen der
Asylverfahren einbezogen.
Die ganz überwiegende Zahl der in Deutschland aufhältigen Jesidinnen und
Jesiden verfügt über einen Schutzstatus und ist von vornherein nicht zur
Rückkehr verpflichtet bzw. von Abschiebungen bedroht. Von einer Rückführung
betroffen sind nur Personen, die vollziehbar ausreisepflichtig sind. Vollziehbar
Ausreisepflichtigen ist eine Rückkehr in ihren Heimatstaat zumutbar.
17. Ist das Bundesministerium des Innern bislang seitens eines Bundeslandes
oder mehrerer Bundesländer darum ersucht worden, seine Zustimmung
für eine Bleiberechtsregelung für jesidische Geflüchtete nach § 23
Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) zu erteilen, und wenn ja,
welcher, und wie hat sie hierauf gegebenenfalls reagiert, oder wie
beabsichtigt sie, gegebenenfalls hierauf zu reagieren (bitte ausführen)?
Das Land Schleswig-Holstein hat im Januar 2025 um Erteilung des
Einvernehmens für eine entsprechende Bleiberechtsregelung gebeten. Das
Bundesministerium des Innern (BMI) hat das Einvernehmen seinerzeit nicht erteilt. Das
Aufenthaltsgesetz sieht diverse Möglichkeiten zur Erlangung einer
Aufenthaltserlaubnis für Personen vor, die über bereits seit längerer Zeit in Deutschland
aufhältig sind und Integrationsleistungen vorweisen können, z. B. die §§ 25a
und 25b, 60c und 60d und 104c des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG). Aus Sicht
des BMI fügte sich die Landesaufnahmeanordnung nicht in dieses System ein.
18. Ist die Bundesregierung bereit, ihr Einverständnis für eine
Bleiberechtsregelung für jesidische Geflüchtete aus dem Irak bzw. aus Syrien nach
§ 23 Absatz 1 AufenthG zu erklären, wenn ein entsprechendes Ersuchen
seitens eines Bundeslandes oder mehrerer Bundesländer an sie gestellt
wird (vgl. z. B. die fraktionsübergreifende Initiative in Nordrhein-
Westfalen, siehe Vorbemerkung der Fragesteller), und welche Rolle spielt
hierbei gegebenenfalls der einstimmige Beschluss des Deutschen
Bundestages vom 19. Januar 2023 zur Anerkennung des Genozids an den
Jesidinnen und Jesiden im Irak bzw. in Syrien und zum Schutz jesidischer
Geflüchteter (bitte aufführen)?
Es steht den Ländern frei, um das Einvernehmen des BMI zu
Landesaufnahmeanordnungen zu ersuchen. Die in der Antwort zu Frage 17 genannten Maßstäbe
gelten weiterhin.
19. Wie ist der aktuelle Stand der disziplinarrechtlichen Ermittlungen in
Bezug auf die ehemalige BAMF-Leiterin in Bremen (vgl. zuletzt die
Antwort zu Frage 11 auf Bundestagsdrucksache 20/15142), und inwiefern
wird oder wurden bei einer etwaigen Entscheidung hierzu der Umstand
berücksichtigt, dass sich die Leiterin nach Auffassung der
Fragestellenden insbesondere auch für den Schutz jesidischer Überlebender des
Genozids eingesetzt hatte (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Das Disziplinarverfahren dauert weiterhin an. Über konkrete Einzelheiten
können aufgrund des Persönlichkeitsrechts Dritter keine Auskünfte erteilt werden.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
- answered_by → Bundesministerium des Innern
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Jesidische Geflüchtete in Deutschland (Antwort)