Mögliche Verbindungen der Bundesregierung zum Journalisten-Netzwerk Organized Crime and Corruption Reporting Project
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Mögliche Verbindungen der Bundesregierung zum Journalisten-Netzwerk Organized Crime and Corruption Reporting Project
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2821
21. Wahlperiode 14.11.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Ronald Gläser, Sebastian Maack, Dr. Götz Frömming, Martin
Erwin Renner, Matthias Helferich, Nicole Hess, Sven Wendorf, Dr. Alexander
Gauland, Tobias Teich und der Fraktion der AfD
Mögliche Verbindungen der Bundesregierung zum Journalisten-Netzwerk
Organized Crime and Corruption Reporting Project
Pressefreiheit ist für die Demokratie „wie die Luft zum Atmen“, stellte eine
Vertreterin der SPD vor einigen Jahren auf einer Veranstaltung der Friedrich-
Ebert-Stiftung (FES) zum Thema fest (www.fes.de/themenportal-die-welt-gere
cht-gestalten/geschlechtergerechtigkeit/artikelseite/wie-die-luft-zum-atmen).
Unabhängige Medien seien dafür eine maßgebliche Voraussetzung. Allerdings
sei die Meinungs- und Pressefreiheit in Europa unter Beschuss, so die FES.
Noch vor wenigen Jahren verorteten Fachleute das Problem insbesondere in
Ländern wie Ungarn und Rumänien (www.boell.de/sites/default/files/endf_boel
l_demokratie-braucht-unabhaengige-medien_v01_kommentierbar.pdf).
Neuerdings steht jedoch die EU-Kommission selbst unter Verdacht, Medien und
Journalisten Geld zukommen zu lassen, um die öffentliche Meinung und damit
letztlich auch den Ausgang von Wahlen in der EU zu beeinflussen (www.berlin
er-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/exklusiv-eu-zahlte-600000-euro-a
n-journalisten-netzwerk-occrp-li.2354771).
Wie die EU-Kommission jüngst auf Nachfrage einräumte, finanziert sie aktuell
mit rund 600 000 Euro das internationale journalistische Investigativnetzwerk
„Organized Crime and Corruption Reporting Project“ (OCCRP; www.europar
l.europa.eu/doceo/document/E-10-2025-002383-ASW_EN.html). OCCRP
verfügt über ein Netzwerk von 70 Medien, darunter große westliche Medien
wie „The New York Times“ und „The Washington Post“ in den USA, „The
Guardian“ in Großbritannien, „Le Monde“ in Frankreich sowie „Der Spiegel“,
„Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“, der „NDR“ und weitere „ARD“-Anstalten
in Deutschland.
Offiziell dienen die EU-Gelder für das OCCRP der „Förderung von
investigativem Journalismus“. Bereits 2024 sind allerdings Zweifel an der vorgeblichen
Unabhängigkeit der Nichtregierungsorganisation bekannt geworden.
Maßgeblich an ihrer Finanzierung beteiligt ist die US-Regierung (www.ndr.de/fernsehe
n/sendungen/zapp/Journalisten-im-Auftrag-der-US-Regierung-Vorwuerfe-gege
n-OCCRP,occrp102.html). Seit seiner Gründung im Jahr 2008 soll das
Netzwerk „mindestens 47 Mio. US-Dollar von verschiedenen US-Behörden erhalten
haben“ (s. o.). Die staatlichen Gelder sind offenbar auch an Bedingungen
geknüpft. Laut NDR beschränken die Förderrichtlinien des OCCRP die
Möglichkeiten des Netzwerks zur Recherche und Berichterstattung über Themen und
Personen, die die USA betreffen. Bei der Besetzung von redaktionellen
Leitungsposten sollen Vertreter von US-Behörden ein Vetorecht besitzen.
OCCRP hat die bekanntesten internationalen Projekte des investigativen
Journalismus der letzten zehn Jahre initiiert oder war zumindest an zentraler Stelle
daran beteiligt. Darunter unter anderem die „Panama Papers“, die „Pandora
Papers“, „Suisse Secrets“, „Narco Files“, „Pegasus Project“, „Cyprus
Confidential“ und die sogenannte Laundromat-Serie.
Kritikern zufolge steckt OCCRP auch hinter der sogenannten Voice-of-Europe-
Affäre (www.nachdenkseiten.de/?p=138730). Mit Verweis auf angebliche
Erkenntnisse und Videoaufnahmen des tschechischen Geheimdienstes BIS waren
Anfang 2024 Politiker und Kandidaten für die EU-Wahl aus sechs EU-Ländern
(Deutschland, Belgien, Frankreich, Ungarn, den Niederlanden und Polen) ins
Visier der Medien geraten (s. o.).
Dem deutschen AfD-Kandidaten Petr Bystron, der auf Listenplatz 2 für die
Wahl zum EU-Parlament stand, wurde zuerst vom „Spiegel“, dann von der
„Zeit“ unterstellt, Geld aus Russland erhalten zu haben (www.spiegel.de/politi
k/deutschland/afd-politiker-petr-bystron-soll-sich-ueber-stueckelung-der-geldsc
heine-beschwert-haben-a-286416d6-bb5f-4f8e-b62d-153de52503fc; www.zei
t.de/politik/deutschland/2024-04/afd-russland-petr-bystron-schmiergeld-vorwur
f - w a h l k a mpf). Sowohl „Spiegel“ als auch „Zeit“ sind OCCRP-
Kooperationspartner (www.nzz.ch/feuilleton/mit-diskreter-hilfe-aus-washingto
n-die-us-regierung-finanziert-journalisten-die-banken-wie-die-credit-suisse-anp
rangern-ld.1862845). Die Medienberichterstattung zu den Vorwürfen gegen
Petr Bystron wurde in großen Teilen von diesen und weiteren OCCRP-Partnern
wie „Süddeutsche Zeitung“, Tagesschau, „Die Welt“ und „Focus“
vorgenommen (www.sueddeutsche.de/politik/afd-bystron-zahlungen-russland-russland-d
ementi-fragen-1.6519677; www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/russland-a
fd-krah-bystron-voice-of-europe-100.html; www.welt.de/politik/deutschland/ar
ticle251123872/Geheimdienste-Kleine-Pakete-und-Geldrascheln-Videoaufnah
men-belasten-AfD-Mann-Bystron.html; www.focus.de/politik/deutschland/
afdmann-bystron-soll-annahme-von-paketen-bestaetigt-haben-er-dementiert_id_25
9891366.html; https://archive.is/20240918093232/; www.spiegel.de/politik/deu
tschland/verdaechtiges-internetportal-voice-of-europe-westliche-geheimdienst
e-enttarnen-russische-desinformationskampagne-a-338f85ac-1714-4a05-b472-6
e0ac3678675#selection-821.0-821.21).
Nach Angaben des Journalisten Florian Warweg von „Nachdenkseiten“ (s. o)
hat die Staatsanwaltschaft München unter Bezugnahme auf diese
Medienberichte bisher 23 Hausdurchsuchungen bei Petr Bystron durchgeführt, die
bislang alle, soweit bekannt, ohne Resultat verlaufen sind. Die angeblichen Video-
und Audiobeweise des tschechischen Geheimdienstes für die Geldannahme von
Petr Bystron wurden Florian Warweg zufolge bis heute nicht veröffentlicht
oder an die Presse durchgestochen. Nach der EU-Wahl am 9. Juni 2024 sei, so
Florian Warweg, die Berichterstattung zu dem Thema in den interessierten
deutschen Medien „auffallend abrupt“ abgebrochen und die Förderzusage der
EU an das OCCRP erfolgt (alles s. o.).
Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring hatte im Dezember 2024 berichtet,
dass das OCCRP „unter Beteiligung von Personen aus dem [US-
amerikanischen] Militär- und Geheimdienstumfeld“ gegründet wurde (https://n
orberthaering.de/propaganda-zensur/occrp/). Zu dem Budget von der US-
Regierung kämen „umfangreiche Mittel von EU und europäischen Regierungen
und den großen, staatsnahen Stiftungen in den USA, wie die von George Soros
und den Rockefellers“ (s. o.).
Diese Berichte werfen Fragen nach einer möglichen Finanzierung des OCCRP
auch durch die deutsche Bundesregierung auf sowie nach einer möglichen
Einflussnahme auf den deutschen Meinungsbildungsprozess durch ausländische
Organisationen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat es seit 2020 Kontakte, Verbindungen oder Kooperationen zwischen
der Bundesregierung oder einer nachgeordneten Bundesbehörde und dem
OCCRP gegeben, und wenn ja, welche (bitte nach Bundesministerium
oder Behörde, Art des Kontakts oder der Kooperation, Beginn der
Kontaktaufnahme, Initiator und beteiligten Personen aufseiten der
Bundesregierung sowie des OCCRP aufschlüsseln)?
2. Hat die Bundesregierung unmittelbar oder mittelbar das OCCRP oder mit
dem OCCRP verbundene Strukturen oder Projekte in der Zeit von Anfang
2020 bis heute finanziell gefördert oder unterstützt, und wenn ja, welche
(bitte nach Titel des Projekts, Höhe der Fördersumme, Haushaltstitel,
Förderzweck, Dauer der Förderung und zuständigem Bundesministerium
aufschlüsseln; bitte sowohl institutionelle wie projektbezogene Förderungen
berücksichtigen)?
3. Hat die Bundesregierung oder eine nachgeordnete Bundesbehörde seit
2020 Medienpartnerschaften, Projekte oder Kooperationen mit dem
„NDR“, der „ARD“, der „Süddeutschen Zeitung“, dem Süddeutschen
Verlag, der Wochenzeitung „Die Zeit“, dem Zeit-Verlag, der Dieter von
Holtzbrinck Medien, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck oder
einem Tochterunternehmen der Genannten unterhalten, und wenn ja,
welche (bitte nach Zeitraum, Medium, Bundesministerium oder Behörde
und kurzer Beschreibung der Inhalte aufschlüsseln)?
4. Haben die Länder nach Kenntnis der Bundesregierung unmittelbar oder
mittelbar das OCCRP oder mit dem OCCRP verbundene Strukturen oder
Projekte in der Zeit von Anfang 2020 bis heute finanziell gefördert oder
unterstützt, und wenn ja, um welche Förderungen handelt es sich (bitte
nach Name des Projekts, Fördersumme und Haushaltstitel aufschlüsseln)?
5. Wurden Ergebnisse von Recherchen oder Teile von Veröffentlichungen
des OCCRP in Informationskampagnen oder der Kommunikation der
Bundesregierung aufgegriffen oder aktiv verbreitet, und wenn ja, welche?
6. Spielten das OCCRP oder beteiligte Medienpartner in von der
Bundesregierung geförderten Projekten zum „Fact-Checking“ oder zur
„Bekämpfung von Desinformation“ nach Kenntnis der Bundesregierung eine Rolle,
und wenn ja, welche?
7. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über den Einfluss des OCCRP
auf politische Prozesse in Deutschland und der EU, insbesondere im
Zusammenhang mit der EU-Wahl 2024 und der sogenannten Voice-of-
Europe-Kampagne (siehe Vorbemerkung der Fragesteller), und wenn ja,
welche?
8. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über den Austausch von
Informationen zwischen dem OCCRP und europäischen Institutionen (EU-
Kommission, EU-Parlament, European External Action Service [EEAS])
und über deren Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse auf deutscher oder
europäischer Ebene, und wenn ja, welche?
9. Liegen der Bundesregierung Einschätzungen deutscher
Nachrichtendienste (Bundesnachrichtendienst [BND], Bundesamt für Verfassungsschutz
[BfV], Militärischer Abschirmdienst [MAD]) zum Einfluss oder zur
Gefährdungslage durch Aktivitäten des OCCRP seit 2020 vor, und wenn ja,
welche?
10. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung der Fragesteller, dass das
OCCRP die freie Meinungsbildung in Europa durch politische
Einflussnahme von außen gefährden könnte, und wenn nein, wie begründet sie
ihre Auffassung?
11. Wie bewertet die Bundesregierung grundsätzlich die Vereinbarkeit
staatlicher Förderung von OCCRP-Projekten mit dem Prinzip der Staatsferne
der Medien?
12. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über personelle
Überschneidungen zwischen OCCRP bzw. vom OCCRP geförderten Projekten auf der
einen und Vertretern von Bundesministerien oder anderen, staatsnahen
Organisationen auf der anderen Seite, und wenn ja, welche?
13. Planen die Bundesregierung oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Länder Maßnahmen, um größere Transparenz über etwaige
Kooperationen und Geldflüsse zwischen deutschen Medien und dem OCCRP
herzustellen, und wenn ja, welche?
14. Welche Treffen in Form von Workshops, zu Gesprächen bzw. zum
Gedankenaustausch haben seit 2020 bis heute zwischen Journalisten von „Der
Spiegel“, NDR, des Zeit-Verlags sowie der „Süddeutschen Zeitung“ und
Vertretern von Bundesministerien oder Bundesbehörden stattgefunden
(bitte nach Datum, Bundesministerium, Medium, Anlass und Thema
aufschlüsseln)?
15. Hat es Treffen in Form von Workshops, zu Gesprächen bzw. zum
Gedankenaustausch zwischen Vertretern der OCCRP und Vertretern von
Bundesministerien oder Bundesbehörden seit 2020 bis heute gegeben, und
wenn ja, welche (bitte nach Datum, Bundesministerium, Teilnehmern,
Anlass und Thema aufschlüsseln)?
16. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über die Authentizität der
tschechischen Geheimdienst-Aufnahmen, die angeblich Oppositionspolitiker
mit Geldzahlungen in Verbindung bringen?
a) Wenn ja, hat sie diese Aufnahmen von tschechischen Behörden
erhalten oder analysiert (siehe Vorbemerkung der Fragesteller)?
b) Wenn nein, warum hat sie keine Überprüfung veranlasst, um mögliche
Meinungsmanipulationen der deutschen Öffentlichkeit im Vorfeld der
EU-Wahl 2024 auszuschließen?
17. Hat die Bundesregierung Schritte unternommen, um die Vorwürfe gegen
EU-kritische Politiker zu verifizieren, und wenn ja, zu welchen
Erkenntnissen ist sie gelangt bezüglich der Authentizität der angeblichen Ton- und
Bildaufnahmen des BIS, die Petr Bystron belasten sollen (vgl. www.wel
t.de/politik/deutschland/article251123872/Geheimdienste-Kleine-Pakete-u
nd-Geldrascheln-Videoaufnahmen-belasten-AfD-Mann-Bystron.html),
angesichts der Aussage des Sprechers des tschechischen Geheimdienstes
BIS, Ladislav Šticha, dass „der Name des AfD-Abgeordneten Bystron
[…] von unserer Seite nie genannt“ wurde, und dass „weder der
Premierminister noch einer der Minister oder der BIS jemals irgendwelche Namen
genannt haben, außer denen, die auf der Sanktionsliste standen“ (www.idn
es.cz/zpravy/domaci/mluvci-bis-ladislav-sticha-elen-cerna-tajne-sluzby.A
240410_113524_domaci_mase, Interview mit dem tschechischen
Nachrichtenportal „iDNES“ vom 11. April 2024)?
18. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über Kooperationen zwischen
dem OCCRP und dem tschechischen Geheimdienst bei der Erstellung von
Berichten über Voice of Europe und Oppositionspolitiker, wenn ja, welche
Rolle spielte die EU-Förderung dabei, und wenn nein, warum wurde das
nicht untersucht?
19. Verfügt die Bundesregierung über Informationen über die Rolle des
OCCRP bei der Verbreitung von Vorwürfen gegen EU-kritische Politiker
in Medien wie „Spiegel“, „Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ (siehe
Vorbemerkung der Fragesteller), und wenn ja, wie stellt sie sicher, dass solche
Berichte nicht effektiv Teil einer ausländischen
Desinformationskampagne gegen die deutsche Opposition werden?
20. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung der Fragesteller, dass die
Vorwürfe gegen EU-kritische Politiker Teil einer gezielten Kampagne vor der
EU-Wahl 2024 waren, um diese zu diskreditieren, und wenn nein, wie
begründet sie dies angesichts der bislang auffällig ergebnislosen
Ermittlungen?
21. Hat es Kontakte zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission
bezüglich der EU-Förderung des OCCRP, insbesondere im Kontext der
Voice-of-Europe-Affäre und der Vorwürfe gegen EU-Oppositionspolitiker,
gegeben (siehe Vorbemerkung der Fragesteller), und wenn ja, welche?
22. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über mögliche Manipulationen
der Medienberichte zu EU-kritischen Politikern, die auf OCCRP-Quellen
basieren, und wenn ja, warum hat sie bislang keine öffentliche
Untersuchung eingeleitet?
23. Besitzt die Bundesregierung Kenntnisse über mögliche
Wahlbeeinflussung durch OCCRP-Kooperationspartner im Vorfeld der EU-Wahlen
2024, wenn ja, welche, und wenn nein, wie erklärt sie sich das plötzliche
Abflauen der Medienberichterstattung zu den Vorwürfen gegen EU-
kritische Politiker nach der Wahl (siehe Vorbemerkung der Fragesteller)?
24. Hat die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass
aus-ländische Geheimdienste oder Netzwerke Desinformationskampagnen
gegen deutsche Oppositionspolitiker unternehmen, wenn ja, welche, und
wenn nein, warum wurden keine Maßnahmen ergriffen?
Berlin, den 11. November 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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