Einfluss privater Stiftungen auf die globale Gesundheitspolitik und die Rolle der Bundesregierung (Antwort zu Drs. 21/7341)
Text
Einfluss privater Stiftungen auf die globale Gesundheitspolitik und die Rolle der Bundesregierung (Antwort zu Drs. 21/7341)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7654
21. Wahlperiode 18.08.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stella Merendino, Nicole Gohlke,
Dr. Michael Arndt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/7341 –
Einfluss privater Stiftungen auf die globale Gesundheitspolitik und die Rolle der
Bundesregierung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In den letzten Jahrzehnten ist der sogenannte philanthropische Sektor sowohl
hinsichtlich der Anzahl der Stiftungen als auch ihres jährlichen
Fördervolumens und der geografischen Reichweite ihrer Aktivitäten deutlich gewachsen.
Im Sinne dieser Kleinen Anfrage umfasst der Begriff „private Stiftungen“ alle
privatrechtlich organisierten Stiftungen, internationalen rechtlich definierten
Foundations, philanthropischen Fonds, gemeinnützigen Gesellschaften und
vergleichbaren Einrichtungen, die überwiegend aus privaten Mitteln finanziert
werden. Verlässliche und vergleichbare öffentliche Daten über deren jährliches
Fördervolumen liegen bislang nur eingeschränkt vor. Nach Angaben der
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belief
sich das Fördervolumen privater Stiftungen für globale Entwicklung im
Zeitraum 2020 bis 2023 auf 68,2 Mrd. US‑Dollar (vgl. OECD, Private
Philanthropy for Development, Third Edition). Bereits im Jahr 2023 stellte die Fraktion
Die Linke die Kleine Anfrage „Stand der Zusammenarbeit zwischen der
Bundesregierung und privaten Stiftungen“ (Bundestagsdrucksache 20/6836).
Gegenüber dem damals betrachteten Zeitraum von 2016 bis 2019 ist das
Fördervolumen nach OECD-Angaben um 25,2 Mrd. US‑Dollar gestiegen (vgl. www.
oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2021/12/private-philanthro
py-for-development-second-edition_31d9e8ed/cdf37f1e-en.pdf).
Rund 40 Prozent der Stiftungsgelder für globale Entwicklung fließen nach
OECD-Angaben in den Bereich der globalen Gesundheit (vgl. OECD, Private
Philanthropy for Development, Third Edition). Private Stiftungen werden
zunehmend als Akteure der Entwicklungszusammenarbeit und der globalen
Gesundheitspolitik wahrgenommen und sind an der Finanzierung sowie teilweise
an der Entwicklung und Umsetzung internationaler Programme beteiligt. Die
Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF, seit Anfang 2025 Gates Fondation)
zählt zu den größten privaten Akteuren in diesem Bereich. Mit nach eigener
Aussage einem Stiftungsvermögen von 89 Mrd. US‑Dollar und einer für 2026
prognostizierten Rekordausschüttung von 9 Mrd. US‑Dollar ist sie die
weltweit größte private Stiftung (vgl. www.gatesfoundation.org/about/
foundationfact-sheet). Sie war an der Gründung mehrerer multilateraler Einrichtungen
beteiligt, darunter des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulo-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung vom 17. August 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
se und Malaria (GFATM), der maßgeblich auch von der Bundesregierung
finanziert wird. Zudem initiierte sie Organisationen wie die Impfallianz Gavi,
die Impfstoffentwicklungsagentur CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness
Innovations)
und das Internationale Impfinstitut. Darüber hinaus gehört die BMGF zu den
größten Geldgebern der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Eine Studie in „BMJ Global Health“ aus dem Jahr 2025 untersuchte erstmals
systematisch die Mittelvergabe der BMGF an die Weltgesundheitsorganisation
(WHO). Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die umfangreiche
zweckgebundene Finanzierung mit einer Schwerpunktsetzung auf
Infektionskrankheiten und Impfprogramme verbunden ist, während
Gesundheitssystemstärkung und nichtübertragbare Erkrankungen vergleichsweise geringere
Aufmerksamkeit erhalten (Kennedy J, Thakrar R.: Who's leading WHO? A
quantitative analysis of the Bill and Melinda Gates Foundation's grants to WHO,
2000 bis 2024, BMJ Global Health, 2025; 10). Zivilgesellschaftliche
Organisationen wie Brot für die Welt, Global Policy Forum Europe und Misereor
haben den Einfluss privater Stiftungen auf die internationale Gesundheits-
Governance kritisch bewertet und unter anderem auf Personalentsendungen sowie
die Finanzierung externer Beratungsleistungen hingewiesen (vgl. www.global
policy.org/sites/default/files/download/Globale%20Gesundheit%20in%20der
%20Krise_Rolle%20privater%20Akteure.pdf). Vor diesem Hintergrund stellt
sich die Frage, wie die Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit privaten
Stiftungen ausgestaltet und welche Mechanismen zur Transparenz,
Rechenschaft und Steuerung bestehen.
Die Bundesregierung arbeitet in verschiedenen Bereichen mit privaten
Stiftungen zusammen. Insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kooperiert regelmäßig mit Stiftungen
wie der BMGF: Im Jahr 2023 bestanden nach Aussage der Bundesregierung
allein neun gemeinsame Projekte (vgl. Antwort auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/7512). Mit der Servicestelle für Stiftungen und
Philanthropie bei der Engagement Global gGmbH wurde zudem eine Anlaufstelle
für private Stiftungen und Philanthropinnen und Philanthropen geschaffen
(vgl. www.engagement-global.de/de/servicestelle-fuer-stiftungen-und-philantr
opie?utm_). Mit einzelnen Stiftungen, darunter der BMGF, schloss das BMZ
Memoranda of Understanding (MoUs) zur Konkretisierung der
Zusammenarbeit (vgl. Schriftliche Frage 84 auf Bundesdrucksache 17/6041). Seit 2008
bestehen zwischen dem BMZ, insbesondere der Deutschen Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, und der BMGF
Kooperationsprojekte (vgl. www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/
Fachinformationen/Sonstiges/studie-gestiftete-entwicklung.pdf?utm_source=c
hatgpt.com). Im Sinne dieser Kleinen Anfrage umfassen Kooperationen
sämtliche finanziellen, organisatorischen, strategischen oder institutionellen
Formen der Zusammenarbeit, einschließlich gemeinsamer Projekte, Memoranda
of Understanding, Gremien- und Beiratstätigkeiten, Personalentsendungen,
Forschungskooperationen, Beratungsleistungen, gemeinsamer Veranstaltungen
oder informeller Absprachen. Darüber hinaus beteiligt sich die
Bundesregierung mit erheblichen Haushaltsmitteln aus den Entwicklungs- und
Gesundheitsetats an privat-öffentlichen Organisationen wie dem GFATM der Gavi
und der CEPI. Deutschland hat dem Globalen Fonds für den Zeitraum 2026
bis 2028 insgesamt 1 Mrd. Euro zugesagt (vgl. www.theglobalfund.org/media/
suqhqkp4/donor_germany_report_de.pdf). Zudem hat sich die
Bundesregierung, insbesondere das BMZ, in der Vergangenheit mehrfach mit öffentlichen
Mitteln an der Gründung und dem Betrieb privater Stiftungen beteiligt, was
wiederholt vom Bundesrechnungshof kritisiert wurde (vgl. www.bundesrechn
ungshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/Berichte/2021/stiftungen-besser-mach
en-volltext.pdf?__blob=publicationFile&v=1). Auch über den vom
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gegründeten Global Health Hub Germany
steht das BMG im engen Austausch mit privaten Stiftungen wie dem
Wellcome Trust und fördert diesen gemeinsam mit der BMGF. Als für die WHO
zuständiges Ressort trägt das BMG zudem eine besondere Verantwortung im
Umgang mit dem Einfluss privater Stiftungen auf die globale Gesundheits-
Governance.
Obwohl die Agenda 2030 die Einbindung privater Akteure ausdrücklich
hervorhebt, wird die Rolle philanthropischer Stiftungen in Wissenschaft und
Zivilgesellschaft hinsichtlich Transparenz, demokratischer Legitimation,
Rechenschaftspflicht und möglicher Einflussnahme auf politische
Prioritätensetzungen kontrovers diskutiert (vgl. OECD, Private Philanthropy for
Development, Third Edition, vgl. www.globalpolicy.org/sites/default/files/Gestiftete_
Entwicklung_final.pdf). Vor diesem Hintergrund erscheint eine aktuelle
Bestandsaufnahme der Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und
privaten Stiftungen angezeigt. Angesichts des gestiegenen Fördervolumens
philanthropischer Stiftungen sowie der veränderten Rolle Deutschlands in der
globalen Gesundheits- und Entwicklungsfinanzierung möchten die
Fragestellenden den aktuellen Stand dieser Zusammenarbeit erfragen.
1. Welche Kooperationsprojekte sowie Organisationen, Programme,
Netzwerke, Plattformen oder Dialogformate, die von privaten Stiftungen
gegründet, betrieben oder maßgeblich mitgetragen werden, unterstützt die
Bundesregierung aktuell mit Haushaltsmitteln oder führt sie gemeinsam
mit privaten Stiftungen durch (bitte nach Ressorts, Vorhaben, Zielen,
Mitteln der Bundesregierung, Mitteln der jeweiligen Stiftung und
gegebenenfalls weiterer Dritter sowie Laufzeit aufschlüsseln; falls keine
zentrale Erfassung erfolgt, wird um Mitteilung gebeten, ob eine
Ressortabfrage durchgeführt wurde und welche Informationen dabei erhoben
wurden)?
2. Welche Finanzbeiträge hat die Bundesregierung in den vergangenen vier
Jahren für die in der Antwort zu Frage 1 genannten Vorhaben
bereitgestellt oder für die Zukunft zugesagt, welche davon werden auf die
Official-Development-Assistance (ODA)-Quote angerechnet und in welcher
Höhe (bitte nach Ressorts, Vorhaben, Finanzvolumina, Laufzeiten sowie
jeweiliger ODA-Anrechenbarkeit aufschlüsseln)?
Die Fragen 1 und 2 werden zusammen beantwortet.
Es wird auf die Anlagen 1 und 2 verwiesen.*
3. Zwischen welchen Bundesministerien und ihren
Durchführungsorganisationen auf der einen Seite und privaten Stiftungen und unter Beteiligung
privater Stiftungen geführten Organisationen oder Programmen auf der
anderen Seite werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell
ausgeliehen, und wie sollen gegebenenfalls mögliche Interessenkonflikte
vermieden werden?
Ein Personalaustausch im Sinne der Fragestellung findet nicht statt.
4. Inwiefern hat die Bundesregierung strategische Kooperationen mit
privaten Stiftungen oder Organisationen, an denen private Stiftungen beteiligt
sind, ohne finanzielle Zuwendungen vereinbart?
Es finden keine Kooperationen im Sinne der Fragestellung statt.
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 21/7654 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
5. Mit welchen privaten Stiftungen oder Organisationen oder Programmen,
an denen private Stiftungen beteiligt sind, steht die Bundesregierung
hinsichtlich zukünftiger Kooperationsprojekte in Kontakt?
Zukünftige Projekte sind Gegenstand der jeweiligen
Haushaltsaufstellungsverfahren und stehen daher noch nicht fest.
6. Welchen Mehrwert sieht die Bundesregierung in der Kooperation mit
den privaten Stiftungen gegenüber einer alleinigen Durchführung der
Projekte durch die Bundesregierung oder ausschließlich oder zum weit
überwiegenden Anteil über Beitragszahlungen der Mitgliedstaaten
finanzierte multilaterale Organisationen?
7. Inwiefern sieht die Bundesregierung den wachsenden Einfluss privater
Stiftungen auf die nationale wie globale öffentliche Willensbildung und
Entscheidungsfindung kritisch, auch und insbesondere unter
Berücksichtigung und Wahrung von Werten wie etwa der Demokratie?
8. Inwieweit setzt sich die Bundesregierung dafür ein, den Einfluss privater
Stiftungen zurückzudrängen, insbesondere in multilateralen
Organisationen, die weitreichende Entscheidungen für die globale Daseinsvorsorge
fällen, wie etwa der WHO, dem GFATM, der Impfstoffallianz Gavi, der
Impfstoffentwicklungsagentur CEPI etc.?
Die Fragen 6, 7 und 8 werden zusammen beantwortet.
Private Stiftungen sind wie andere Akteure der Zivilgesellschaft wichtige
Partner für die Erreichung der Ziele der Resolution der Generalversammlung der
Vereinten Nationen vom 25. September 2015 „Transformation unserer Welt: die
UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Sie engagieren sich in
Ergänzung staatlicher Zusammenarbeit als Entwickler und Umsetzer innovativer
Lösungsansätze, als Förderer und Mitwirkende sowie als Fürsprecher für
nachhaltige Entwicklung. Sie verfügen oft über gute Netzwerke und zum Teil
substanzielle Eigenmittel zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele.
Die Bundesregierung und ihre Kooperationspartner können in gemeinsam
finanzierten Projekten Synergien durch einen wirksamen Einsatz
komplementärer Ressourcen und komparativer Vorteile erzeugen. Die deutsche
entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit privaten Akteuren, darunter Stiftungen,
orientiert sich an den Leitlinien und Prioritäten der deutschen
Entwicklungspolitik sowie an international vereinbarten Prinzipien und Standards. Dies umfasst
insbesondere auch die Prinzipien der Erklärungen von Paris, Accra und Busan
sowie der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einschließlich der
17 Nachhaltigkeitsziele. Diese betonen die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft
bei der Erreichung der internationalen Entwicklungsziele ausdrücklich.
Insofern ist die Bundesregierung bestrebt, im Sinne breiter Partizipation und
Teilhabe auch gesellschaftliche Akteure wie private Stiftungen in die Erreichung der
Nachhaltigkeitsziele einzubinden, ohne dass diese die politische Agenda
bestimmen oder staatliche Strukturen ersetzen könnten.
9. In welchen nationalen oder internationalen Gremien, Arbeitsgruppen,
Fonds, Partnerschaften oder Initiativen, an denen die Bundesregierung
beteiligt ist, verfügen private Stiftungen über Sitze, Stimmrechte oder
sonstige formalisierte Mitwirkungsrechte, und wie bewertet die
Bundesregierung diesen Einfluss auf gesundheitspolitische
Entscheidungsprozesse?
Im Rahmen der dreimal jährlich stattfindenden Lenkungskreissitzungen des
Global Health Hub Germany (GHHG) nehmen neben dem Bundesministerium
für Gesundheit (BMG) als eines der beisitzenden Ressorts sowie weiteren
Mitgliedern auch die beiden in den Lenkungskreis des GHHG gewählten
Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter von privaten Stiftungen teil. Darüber hinaus
ist in den halbjährlich stattfindenden Kuratoriumssitzungen des World Health
Summit (WHS) neben dem BMG und den übrigen Mitgliedern eine Vertretung
einer privaten Stiftung vertreten.
Bei der Impfstoff-Initiative CEPI nehmen Gates Foundation und Wellcome
Trust abwechselnd einen Sitz im CEPI Board wahr.
Beim GFATM haben private Stiftungen einen gemeinsamen eigenen Sitz mit
Stimmrecht im Verwaltungsrat (Board Member: Gates Foundation; Alternate:
Kaiser Family Foundation). Sie sind außerdem Mitglied im Audit and Finance
Committee (Gates Foundation) sowie im Strategy Committee (Gates
Foundation).
Bei der Impfallianz Gavi hat die Gates Foundation in der Doppelrolle als
größter nichtstaatlicher Geber und Kernpartner der Allianz einen eigenen Sitz im
Verwaltungsrat.
Auch bei GPEI ist die Gates Foundation – neben Rotary International – in
dieser Doppelrolle (technischer und finanzieller Unterstützer) im Programme
Oversight Board vertreten.
Beim Pandemic Fund verfügen die privaten Geber (Non-Sovereign
Contributors) über einen eigenen Sitz mit Stimmrecht im Governing Board. Die
Stimmrechtsgruppe besteht derzeit aus der Gates Foundation, der Rockefeller
Foundation und dem Wellcome Trust.
Bei der Global Financing Facility (GFF) haben die Gates Foundation, die
Susan Thompson Buffett Foundation (STBF) sowie die Children’s Investment
Fund Foundation (CIFF) alle einen eigenen Sitz im GFF Trust Fund
Committee.
Bei UNFPA Supplies teilen sich die Gates Foundation, Children’s Investment
Fund Foundation (CIFF), Cartier Foundation und Winslow Foundation einen
Sitz im Steering Committee.
Im Übrigen wird auf die Antwort auf Frage 8 verwiesen.
10. In welchen Gremien privatrechtlicher Stiftungen sind welche Mitglieder
oder Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung mit Sitz und
Stimme vertreten?
Es wird auf Anlage 3 verwiesen.*
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 21/7654 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
11. Mit welchen privaten Stiftungen, Organisationen oder Programmen, an
denen private Stiftungen beteiligt sind, hat die Bundesregierung MoUs
als Grundlage für eine längerfristige Kooperation vereinbart?
Mit keinen.
12. In welchen Sitzungen, Arbeitsgruppen oder Verhandlungsprozessen der
WHO wurde die Rolle privater Stiftungen 2025 thematisiert, und welche
Position haben die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung
dabei jeweils vertreten?
Deutschland ist aktuell kein Mitglied im WHO-Exekutivrat, in welchem die
Rolle privater Stiftungen im Bericht des Ausschusses für Programm, Haushalt
und Verwaltung im Februar 2025 behandelt wurde.
13. Inwiefern sieht die Bundesregierung als eine der größten staatlichen
Geldgeberinnen der WHO eine besondere Verantwortung, die finanzielle
und strategische Unabhängigkeit der WHO sowie die Transparenz
zweckgebundener Beiträge und die ausgewogene Beteiligung staatlicher
und nichtstaatlicher Akteure an Entscheidungsprozessen zu stärken, und
welche konkreten Initiativen hat sie hierzu seit 2021 innerhalb der WHO
unterstützt oder vorgeschlagen?
Die WHO ist eine mitgliedstaatlich geführte Organisation. Entscheidungen
über Arbeitsprogramme und Zielsetzungen werden von den Mitgliedstaaten
getroffen. Deutschland setzt sich für die schrittweise Anhebung der
zweckungebundenen Pflichtbeiträge der Mitgliedstaaten an die WHO (sog. assessed
contributions) ein. Die Arbeitsgruppe der WHO, welche die erfolgreiche
Entscheidung der Mitgliedstaaten zu einer schrittweisen Anhebung der Pflichtbeiträge
auf 50 Prozent des Grundbudgets im Jahr 2022 errang, wurde von Deutschland
geleitet. Diese Entscheidung legte das Fundament für die langfristige und
nachhaltige Finanzierung der WHO und verringerte die Abhängigkeit von
zweckgebundenen Spenden.
Die Mitgliedstaaten der WHO begrüßen die zur Verfügungstellung von Mitteln
durch externe Geber, darunter private Stiftungen. Angesichts jeher bestehender
und aktuell verstärkter Finanzierungsengpässe tragen diese Mittel zur
Erbringung der Funktionen der WHO in der globalen Gesundheit bei. Die
Bundesregierung setzt sich für eine transparente Darlegung von Beiträgen ein und sieht
diese durch das öffentliche WHO Programme Budget Portal (https://open.who.i
nt/2026-27/home) sichergestellt.
14. Welche Finanzbeiträge des BMG sind seit 2021 an die WHO oder an
WHO-nahe Programme, Fonds oder Initiativen geflossen, an denen
private Stiftungen finanziell, organisatorisch oder durch Sitze in Leitungs-,
Aufsichts-, Beratungs- oder Expertengremien beteiligt sind (bitte jeweils
nach Jahr, Haushaltstitel, Empfänger, Programm, Ziel, Höhe der Mittel
und Art der Beteiligung privater Stiftungen aufschlüsseln), und welche
Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über Art und Umfang etwaiger
Zweckbindungen dieser Programme sowie über die Beteiligung privater
Stiftungen an der Festlegung dieser Zweckbindungen vor?
Der Bundesregierung liegen keinerlei Erkenntnisse vor, wonach private
Stiftungen an der Festlegung der Zweckbindungen der vom BMG finanzierten
Vorhaben beteiligt sind.
Eine transparente Übersicht über die von Deutschland an die WHO geleisteten
Beiträge sowie deren Verwendung ist im WHO Programme Budget Portal
öffentlich über folgenden Link zugänglich: https://open.who.int/2026-27/home.
15. Welche Kooperationsprojekte haben das BMZ und die
Durchführungsorganisationen (insbesondere die GIZ und die Kreditanstalt für
Wiederaufbau [KfW]) bisher mit der BMGF oder mit Organisationen oder
Programmen, an denen die BMGF beteiligt ist, durchgeführt oder bereits
zugesagt (bitte nach Projekten, Programmen, Organisationen, Zielen,
Mitteln der Bundesregierung, Mitteln der BMGF und gegebenenfalls Dritter
sowie Laufzeiten aufschlüsseln)?
Es wird auf die Anlagen 1 und 2 verwiesen. Zusätzlich zu den bereits
aufgelisteten Kooperationen besteht ein Auftrag der Gates Foundation an GIZ
International Services (InS) zur Unterstützung der Aufgleisung des Projekts AYA –
Integrated Health Care Initiative in Ghana. Bei Beauftragung von Stiftungen an
GIZ International Services (InS) handelt es sich um Dienstleistungsverträge,
die außerhalb des gemeinnützigen Bereichs abgewickelt werden. Öffentliche
Haushaltsmittel fließen in diesem Modell nicht. Anlage 4 führt die in Anlage 1
und 2 enthaltenen Kooperationen nur für die Gates Foundation separat auf.*
16. Wann haben sich Vertreter der Bundesregierung mit Vertretern privater
Stiftungen 2025 zu welchen Themen getroffen (bitte besonderen Fokus
auf die BMGF oder Organisationen oder Programme, an denen die
BMGF beteiligt ist, legen), einschließlich Kalendergesprächen,
Fachgesprächen, Veranstaltungen, Konferenzen, Arbeitsgruppen und digitalen
Austauschformaten inklusive Mailverkehr?
Es wird auf Anlage 5 verwiesen.*
Die Mitglieder der Bundesregierung, Parlamentarische Staatssekretärinnen und
Parlamentarische Staatssekretäre bzw. Staatsministerinnen und Staatsminister
sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre pflegen in jeder Wahlperiode im
Rahmen der Aufgabenwahrnehmung Kontakte mit einer Vielzahl von Akteuren
aller gesellschaftlichen Gruppen. Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher
geführter Gespräche bzw. deren Ergebnisse besteht nicht, und eine solche
umfassende Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt. Zudem werden
Gesprächsinhalte nicht protokolliert. Die nachfolgenden Ausführungen bzw.
aufgeführten Angaben erfolgen auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse
sowie vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen. Diesbezügliche Daten
sind somit möglicherweise nicht vollständig.
17. Nach welchen Kriterien und Standards werden Kooperationsprojekte mit
privaten Stiftungen, Organisationen oder Programmen, an denen private
Stiftungen beteiligt sind, ausgewählt?
18. Welche Maßnahmen und Regelungen bestehen innerhalb der
Bundesregierung sowie bei den von ihr geförderten multilateralen
Organisationen, um tatsächliche oder potenzielle Interessenkonflikte im
Zusammenhang mit privaten Stiftungen zu erkennen, offenzulegen und zu
vermeiden?
Die Fragen 17 und 18 werden gemeinsam beantwortet.
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 21/7654 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
Die Bundesregierung arbeitet grundsätzlich mit Stiftungen zusammen, die die
Ziele der internationalen Zusammenarbeit der Bundesregierung durch ihre
finanziellen und nicht-monetären Beiträge unterstützen können. Vor einer
Zusammenarbeit erfolgt eine Trägerprüfung, in der auch die steuerrechtlich
anerkannte Gemeinnützigkeit oder Mildtätigkeit bestätigt werden muss. Die
Prüfung einer möglichen und gegebenenfalls längerfristigen Kooperation erfolgt
individuell hinsichtlich regionaler und sektoraler Schwerpunkte sowie der
konkreten Stiftungsstrategie.
Die Auswahlkriterien für Projektförderungen mit den Förderinstrumenten des
Bundes werden in den entsprechenden Förderrichtlinien festgehalten. Sie gelten
für alle Antragstellenden gleichermaßen und sind unabhängig von der
Beteiligung privater Stiftungen.
19. Auf welche Weise werden zivilgesellschaftliche Akteure und die von den
Kooperationsprojekten unmittelbar oder mittelbar betroffenen
Bevölkerungsgruppen sowie die Partnerländer in die Ausgestaltung und
Umsetzung von Kooperationsprojekten, die einen internationalen Fokus haben,
mit privaten Stiftungen oder Organisationen oder Programmen, an denen
private Stiftungen beteiligt sind, einbezogen?
Der Einbezug lokaler Bevölkerungsgruppen spielt eine herausragende Rolle in
der Konzeption und Umsetzung von Entwicklungsvorhaben – unabhängig von
der Rechtsform der implementierenden Organisation. Insofern ist die
Bundesregierung bestrebt, im Sinne breiter Partizipation und Teilhabe lokale
Bevölkerungsgruppen, deren Vertretungen sowie gesellschaftliche Akteure wie private
Stiftungen in die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele einzubinden. Die genauen
Vorgaben hierzu richten sich nach den jeweiligen Kooperationsvereinbarungen
bzw. bei Förderinstrumenten des Bundes nach den entsprechenden
Förderrichtlinien.
20. Welche Berichts- und Rechenschaftspflichten bestehen in den einzelnen
Kooperationsprojekten gegenüber den privaten Stiftungen?
Etwaige Berichtspflichten der Zuwendungsnehmer ergeben sich aus den
jeweiligen Zuwendungsbescheiden bzw. -verträgen.
21. Welche Berichts-, Rechenschafts- und Evaluationsmechanismen
bestehen für Kooperationsprojekte sowie Organisationen oder Programme,
an denen private Stiftungen beteiligt sind, gegenüber der
Bundesregierung (bitte nach den Vorhaben Berichts- und Rechenschaftspflichten,
durchgeführte Evaluationen, evaluierende Stelle sowie Ergebnisse
hinsichtlich Zielerreichung und Wirkung, angeben; falls keine zentrale
Erfassung erfolgt, wird um Mitteilung gebeten, welche Ressorts, Behörden
oder Durchführungsorganisationen zur Beantwortung der Frage
abgefragt wurden und welche Informationen dort jeweils vorlagen)?
Etwaige Berichtspflichten der Empfänger von Zuwendungen oder
Weiterleitungen ergeben sich aus den jeweiligen Bescheiden bzw. Verträgen. Diese
umfassen in der Regel Zwischen- sowie Schlussverwendungsnachweise
einschließlich entsprechender Finanz- und Sachberichte. Es wird auf die Antwort zu
Frage 20 verwiesen.
22. Sind vonseiten des BMZ oder anderer Bundesministerien weitere
Kooperationsprojekte mit privaten Stiftungen, mit Organisationen oder
Programmen, an denen private Stiftungen beteiligt sind, geplant oder bereits
vereinbart, und wenn ja, zu welchen Themen, in welchem finanziellen
Umfang und mit welcher Laufzeit (bitte nach Ressorts, Vorhaben und
Finanzvolumina aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort auf Frage 5 verwiesen.
23. Ist eine Neufassung des Memorandum of Understanding (MoU)
zwischen dem BMZ und der BMGF geplant?
Nein.
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
Seite 1 von 6
Ressort Projekt/Programm
/Organisation
Beteiligte
Stiftung(en)
Ziele Mittel der
Bundesregierung
(Ressort/Betrag)
Stiftungsmittel Dritt-Mittel Laufzeit
BMZ Globaler Fund zur
Bekämpfung von
AIDS, Tuberkulose
und Malaria
Gates
Foundation,
Children`s
Investment Fund
Foundation
(CIFF),
Rockefeller
Foundation, etc.
Bekämpfung
von AIDS,
Tuberkulose
und Malaria
BMZ:
2023-2025: 1,2 Mrd.
EUR
2026-2028: 1 Mrd. EUR
(zugesagt)
Gates Foundation: 927
Mio. USD für 2023-
2025, 912 Mio. USD für
2026-2028.
CIFF: 33 Mio. USD für
2023-2025, 135 Mio.
USD für 2026-2028.
Weitere Beträge
zahlreicher
staatlicher und
privater Geber.
Seit 2002
BMZ Impfallianz Gavi Gates
Foundation,
CIFF,
Rockefeller
Foundation, etc.
Nachhaltiger
und gerechter
Zugang zu
Schutzimpfun
gen
BMZ:
2021-2025: 600 Mio.
EUR
Gates Foundation: 1,6
Mrd. USD
72% der
Gesamtzusagen
von 8,277 Mio.
USD (Stand: Juni
2025) kommen von
über 30 anderen
staatlichen Gebern
und einer Vielzahl
kleinerer, privater
Geber.
2026-30
BMZ Global Polio
Eradication Initiative
(GPEI)
Gates
Foundation,
Rotary
International
Ausrottung
des Poliovirus
BMZ:
Gesamt 1985-2024: 894
Mio. USD
2023: 37 Mio. EUR
2024: 37 Mio. EUR
2025: 30 Mio.
EUR
Gesamt 1985-2024:
Gates Foundation: 6,179
Mio. USD
Rotary International:
2,764 Mio. USD
2026:
Gates Foundation: 1,2
Mrd. USD (2026-29)
Gesamt 1985-
2024: Insgesamt
21,797 Mrd. USD
durch eine Vielzahl
staatlicher,
multilateraler und
privater Geber (ca.
46% von anderen
Gebern)
1985-2024
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
Seite 2 von 6
Rotary International:
150 Mio. USD (2027-
29)
BMZ Global Financing
Facility for Women,
Children and
Adolescents (GFF)
Gates
Foundation,
CIFF, Susan
Thompson Buffet
Foundation
(STBF)
Beendigung
vermeidbarer
Todesfälle bei
Frauen,
Kindern und
Jugendlichen
BMZ:
2020 – 2027 insgesamt
195 Mio. EUR
Gesamt 2015 – 2025:
Gates Foundation: 417,4
Mio. USD
CIFF: 50 Mio. USD
STBF: 150 Mio. USD
Insgesamt 3,2 Mrd.
USD durch eine
Vielzahl
staatlicher,
multilateraler und
privater Geber
Seit 2015
BMZ TDR – Special
Programme for
Research and
Training in Tropical
Diseases (WHO; Co-
Sponsoren: WHO,
UNICEF, UNDP,
Weltbank)
Gates Foundation Forschung
und
Kapazitätsauf
bau zur
Eindämmung
armutsassozii
erter und
vernachlässig
ter
Tropenkrankh
eiten (NTDs).
BMZ: 4,2 Mio. EUR
(2020–2025; Förderung
der TDR seit 1978).
Gates Foundation:
2020-25: 7,5 Mio. USD
Kernbeiträge u. a.
von WHO, UNDP,
UNICEF,
Weltbank und
staatlichen Gebern.
2020-2025
BMZ Food Systems 2030
Umbrella Trust Fund
(Weltbank)
Gates Foundation Förderung
nachhaltiger
Ernährungssy
steme sowie
Stärkung des
One-Health-
Ansatzes,
insbesondere
im Bereich
AMR und der
Pandemieprä
vention und -
vorsorge.
BMZ: 148,2 Mio. EUR Gates Foundation: 14,4
Mio. USD (bis Sept
2025)
Elf weitere Geber,
insgesamt 316,6
Mio. USD (bis Juni
2025)
2020 – 2025
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
Seite 3 von 6
BMZ Pandemic Fund Gates
Foundation,
Wellcome Trust,
Rockefeller
Foundation
Stärkung der
Pandemieprä
vention, -
vorsorge und
-reaktion
(PPR) in
Ländern mit
niedrigem
und mittlerem
Einkommen
DEU: 175,73 Mio. USD
(Ressortanteile BMZ
und BMG nicht
aufgeschlüsselt)
Gates: 15 Mio. USD
Wellcome Trust: 12,15
Mio. USD
Rockefeller Foundation
10 Mio. USD
Weitere Beiträge
zahlreicher
staatlicher Geber
Seit 2022
BMZ UNFPA Supplies Gates
Foundation,
CIFF
Zugang zu
modernen
Verhütungsm
itteln und
Medikamente
n für
Müttergesund
heit
verbessern
2023: 1,5 Mio EUR
2024: 1,6 Mio EUR
2025: 2,6 Mio EUR
Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
BMZ Lancet Commission
on Investing in
Health
Gates Foundation Unterstützung
der
Disseminieru
ng des
Berichts der
Lancet
Commission
on Financing
for health
BMZ: 66.745 EUR 524.300 EUR NORAD: 264.909
EUR
01.06.2024 –
28.02.2026
BMZ WHO – Catalyzing
WHO's Global
Response to the
Changing Health
Financing
Landscape
Wellcome Trust Erstellung
und
Verbreitung
von Leitlinien
zu
Gesundheitsfi
nanzierung
BMZ: 53.788 EUR Nicht bekannt Nicht bekannt 15.11.2025 –
30.04.2026
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
Seite 4 von 6
BMZ Entwicklung der
AMMINA -
Platform
Gates Foundation
Etablierung
von
“AMMINA”
als eine
Informationsp
lattform über
den Stand der
afrikanischen
Pharmaprodu
ktion
(Übersicht zu
Herstellern),
aufgesetzt als
global public
good
BMZ
100.000 EUR
Gates Foundation:
9.959.351 EUR
AUDA-NEPAD:
100.000 USD
Gates: 5.9.2024-
30.6.2026, BMZ-
Mittel vorgesehen
für 9/2026-6/2028
BMZ African Medicines
Agency
Gates Foundation BMZ: 1,5 Mio. EUR via
GIZ, 3 Mio. EUR via
PTB
3 Mio. EUR Nicht bekannt 06.2026- 06.2028
BMZ South African
Health Products
Regulatory
Authority
(SAHPRA)
Gates Foundation Entwickeln
einer
strategischen
Roadmap für
den Markt des
oralen
Choleraimpfs
toffs (OCV)
in Afrika
BMZ: 1.157.181 EUR 2.454.421 USD Nicht bekannt 1.12.2022-
30.06.2026
BMZ Biovac Gates Foundation Entwicklung
einer
strategischen
Roadmap für
den Markt des
oralen
Choleraimpfs
BMZ: 228.504 EUR 3.052.000 USD Biovac own funds:
1.770.972 EUR
1.12.2024-
31.07.2026
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
Seite 5 von 6
toffs (OCV)
in Afrika
BMZ Rwanda Biomedical
Centre (RBC)
Gates Foundation BMZ via GIZ: 11.000
EUR
1.196.369 USD Nicht bekannt 10.2025-12.2028
BMZ
Familienplanung
und Sensibilisierung
(ANIMAS)
Gates Foundation 26 Mio. EUR BMZ-
Mittel
Nicht bekannt Nicht bekannt 2017-2026
BMZ Regionalvorhaben
für Reproduktive
Gesundheit inkl.
Familienplanung
und HIV-Prävention
(ECOWAS)
Gates Foundation 60,6 Mio. EUR BMZ-
Mittel
Nicht bekannt Nicht bekannt 2015-2026
BMZ Programme zur
Bekämpfung von
Kinderlähmung
Gates Foundation 73,3 Mio. EUR BMZ-
Mittel
Nicht bekannt Nicht bekannt. 2018-2024
BMZ Global Health
Investment
Corporation (GHIP-
Adjuvant
Gates Foundation Globale
Gesundheitsf
orschung mit
Bezug zu
vulnerablen
Bevölkerungs
gruppen in
Entwicklungs
- und
Schwellenlän
dern
20 Mio. EUR aus BuReg Nicht bekannt Nicht bekannt 2019-2029
BMZ Förderung von
Produktentwicklung
spartnerschaften
(PDP)
Gates Foundation Förderung der
Entwicklung
von
Gesundheitsprodukten
20 Mio. EUR aus BuReg Nicht bekannt Nicht bekannt 2026-2028
Anlage 1 – Antwort auf Frage 1 der Kleinen Anfrage 21/7341: Gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung und privater Stiftungen an multilateralen
Finanzierungsmechanismen, Organisationen und Programmen
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BMZ Global Health
Investment Fund
(GHIF)
Gates Foundation Förderung der
Entwicklung
von
Gesundheitsprodukten
50,5 Mio. EUR aus
BuReg
Nicht bekannt Nicht bekannt 2012-2043
BMZ GAVI (bilaterale
Beistellung)
Gates Foundation 145 Mio. EUR aus
BuReg
Nicht bekannt Nicht bekannt 2018-2024
BMFTR Produktentwicklung
spartnerschaften
(PDP)
Gates Foundation Entwicklung
neuer,
wirksamer
und
erschwinglich
er Impfstoffe,
Medikamente
und
Diagnostika
gegen
vernachlässig
te und
armutsbeding
te
Krankheiten,
für die nur ein
sehr
eingeschränkt
er
kommerzielle
r Markt
besteht.
273 Mio. EUR aus
BuReg
Nicht bekannt Weitere Beträge
zahlreicher
staatlicher und
privater Geber.
2018-2028
Anlage 2 – Antwort auf die Fragen 1 und 2 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kombifinanzierungen und Finanzierungsverträge mit Stiftungen
Seite 1 von 4
Ressort Stiftung(en) Projekt/
Program
m/Organi
sation
Art der Kooperation Ziele Mittel der
Bundesregieru
ng
(Ressort/Betra
g)
Stiftungsmittel Dritt-Mittel Laufzeit
Internationale Stiftungen
BMZ Clinton Health
Access
Initiative
(CHAI)
Africa
Centers
for
Disease
Control
and
Prevention
&
Platform
for
Harmonis
ed African
Health
Manufactu
ring
PHAHM
Finanzierungsvertrag
zwischen GIZ und
CHAI;
Gates Foundation ist
weiterer Geber
Unterstützung Africa
CDC bei der
Nachfragegenerierung
für in Afrika
hergestellte Impfstoffe
und Analyse zum
Thema Zugang zu
Finanzierungen für
Unternehmen
BMZ: 383.633
EUR
Gates
Foundation:
876.000 EUR
Nicht bekannt 2025-2026
BMZ Gates
Foundation
Deutsch-
Indisches
Programm
zu
Universal
Health
Coverage
(IGUHC)
Grant Agreement /
Kombifinanzierung
mit BMZ
Die Voraussetzungen
für die Erreichung von
Universal Health
Coverage (UHC) in
Indien sind im
Hinblick auf Qualität,
Umfang und
Verfügbarkeit von
Gesundheitsdienstleist
ungen verbessert.
Gesamtauftrag
an GIZ, kein
Mittelfluss an
Stiftung: 9,1
Mio. EUR
3 Mio. USD /
(2.554.700
EUR)
Keine weiteren 19.11.2020-
29.02.2024
Anlage 2 – Antwort auf die Fragen 1 und 2 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kombifinanzierungen und Finanzierungsverträge mit Stiftungen
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BMZ Gates
Foundation
Investmen
t in Health
Data
Systems
and
Quality of
Care for
Maternal,
Newborn
and Child
Health in
Malawi
Grant Agreement /
Kombifinanzierung
mit BMZ
Stärkung der
Strukturen zur
Qualitätsverbesserung
von Dienstleistungen
zur Müttergesundheit;
Verbesserung der
Qualität und Nutzung
von
Gesundheitsinformati
onen
Gesamtauftrag
an GIZ, kein
Mittelfluss an
Stiftung: 16
Mio. EUR
Ca. 5,5 Mio.
USD
21.11.2017-
31.12.2023
BMZ CHAI Digitalisie
rung von
Trainings
materialie
n für
Gesundhei
tsfachkräft
e und
Entscheid
ungsträger
*innen in
Ostafrika
Grant Agreement
zwischen GIZ und
CHAI
Stärkung inklusiver
Gesundheitsversorgun
g
BMZ: 49.861
EUR
keine London School of
Hyiene and Tropical
Medicine / Missing
Billion Initiative
(6,300.00 EUR)
01.07.2025-
31.12.2025
BMZ Gates
Foundation und
andere
Stiftungen
GIZ
Vorhaben
LifeSys -
Animal
Health for
Methane
Mitigation
Action
(AHMA)
Kombifinanzierung
durch den Global
Methane Hub
Verbesserung der
Tiergesundheit zur
Minderung von
Methanemissionen
Ko-
Finanzierung
einer
Komponente
des GIZ
Vorhabens
LiveSys mit
einem
Gesamtbudget
von 6,53 Mio.
Euro
1,1 Millionen
USD (940.000
EUR)
n/a Juni 2026-
Februar 2028
Anlage 2 – Antwort auf die Fragen 1 und 2 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kombifinanzierungen und Finanzierungsverträge mit Stiftungen
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BMG Gates
Foundation,
Welcome Trust
Global
Health
Hub
Germany
(GHHG)
Kofinazierung im
Zeitraum von 2025-
2027
Stärkung des
deutschen Beitrags zur
globalen
Gesundheitspolitik
sowie des sektor- und
akteursübergreifenden
Austauschs
BMG: (2023) 1
Mio. EUR
(2024-2026) je
900.000 EUR
Gates
Foundation:
67.856 Euro;
Wellcome
Trust: 549.677
Euro
keine Seit 2019
BMFTR Coalition for
Epidemic
Preparedness
Innovations
(CEPI)
Gates
Foundatio
n,
Wellcome
Trust,
weitere
BMFTR:
2023-2026:
110 Mio. EUR
Gesamt seit 2017: 690
Mio. EUR
Pandemievorsorge,
Impfstoffentwicklung
Insg. 690 Mio.
Euro von
BuReg
zugesagt.
Gates
Foundation: rd
275 Mio. USD
seit 2017,
Wellcome
Trust rd. 281
Mio. USD seit
2017 (s.
öffentliche
Angaben auf
2026_05_22
CEPI -
Investors
Overview.pdf).
Weitere Beträge
zahlreicher
staatlicher und
privater Geber.
Seit 2017
Deutsche Stiftungen
BMG / BMZ World Health
Summit (WHS)
Jährliche
Finanzieru
ng des
WHS
Kooperationsvereinba
rung
Durchführung von
Panels und
Veranstaltungen bei
der Konferenz.
Strategie
Positionierung und
Sichtbarkeit.
BMZ: 2023,
2024, 2025,
2026 mit
jeweils 175.000
EUR
BMG: Die
Zuwendung des
BMG an den
WHS betrug in
den letzten vier
Jahren (2023,
2024, 2025,
keine Zahlreiche
Finanzierungspartne
r der WHS Stiftung
jährlich
Anlage 2 – Antwort auf die Fragen 1 und 2 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kombifinanzierungen und Finanzierungsverträge mit Stiftungen
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2026) 1 Mio.
Euro.
BMZ Else Kröner-
Fresenius-
Stiftung
GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
Kombifinanzierung Gemeinsame
Förderungen der
Klinikpartnerschaften
128,8 Mio.
EUR
9,6 Mio. EUR Nicht bekannt 1.1.2018 –
31.12.2027
BMZ Schön Helfen
Stiftung
GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
Zuschussvertrag Verbesserung der
Rehabilitationsmöglic
hkeiten im
Westjordanland
49.630 EUR Nicht bekannt Nicht bekannt 1.9.19 – 31.7.21
BMZ Lehnhardt
Stiftung
GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
5 Zuschussverträge Unterstützung für von
Hörverlust betroffene
Kinder
530.117 EUR
Nicht bekannt Nicht bekannt 1.8.20 – 30.8.27
(Gesamt)
BMZ DGD Stiftung GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
Zuschussvertrag Trainingsprogramm
für junge ruandische
Chirurgen und
Anästhesisten im
Hospital Kirinda
49.995 EUR Nicht bekannt Nicht bekannt 1.10.20 – 30.6.23
BMZ Stiftung
Operndorf
Afrika
GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
Zuschussvertrag Stärkung der
Kompetenzen des
regionalen
Gesundheitspersonals
in Mutter-& Kind-
Gesundheit und
übertragbaren
Krankheiten
48.888 EUR Nicht bekannt Nicht bekannt 1.4.24 – 31.3.26
BMZ Albertinen
Stiftung
GIZ
Klinikpart
nerschafte
n
Zuschussvertrag Verbesserung von
urologischen
Operationsprozessen
und perioperativer
Pflege in Madagaskar
49.350 EUR Nicht bekannt Nicht bekannt 1.8.25 – 31.7.27
Anlage 3 – Antwort auf Frage 10 der Kleinen Anfrage 21/7341: Vertreter der Bundesregierung in privatrechtlichen Stiftungen
Ressort Mitglied der Bundesregierung Privatrechtliche Stiftung Gremium
BMG Bislang Ministerin Warken. Deutsche Aids Stiftung (DAS) Stiftungsrat
BMG Frau Staatssekretärin Kohfeld
Stiftung für Qualität und Transparenz im
Gesundheitswesen (IQTIG)
Vorstand
Anlage 4 – Antwort auf Frage 15 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kooperation mit der Gates Foundation
Seite 1 von 2
Ressort/Durc
hführungsorg
anisation
Projekt/
Program
m/Organ
isation
Art der Kooperation Ziele Mittel der
Bundesregier
ung
(Ressort/Betr
ag)
Stiftungsmitt
el
Dritt-Mittel Laufzeit
BMZ Deutsch-
Indisches
Program
m zu
Universal
Health
Coverage
(IGUHC)
Grant Agreement /
Kofinanzierung mit
BMZ
Die Voraussetzungen
für die Erreichung
von Universal Health
Coverage (UHC) in
Indien sind im
Hinblick auf
Qualität, Umfang
und Verfügbarkeit
von
Gesundheitsdienstlei
stungen verbessert.
Gesamtauftrag
des BMZ an
GIZ: 9,1 Mio.
EUR, kein
Mittelfluss an
Stiftung
3 Mio. USD /
(2.554.700
Euro)
Nicht bekannt 19.11.2020-
29.02.2024
BMZ Investme
nt in
Health
Data
Systems
and
Quality of
Care for
Maternal,
Newborn
and Child
Health in
Malawi
Grant Agreement /
Kofinanzierung mit
BMZ
Stärkung der
Strukturen zur
Qualitätsverbesserun
g von
Dienstleistungen zur
Müttergesundheit;
Verbesserung der
Qualität und Nutzung
von
Gesundheitsinformat
ionen
Gesamtauftrag
des BMZ an
GIZ: 16 Mio.
EUR, kein
Mittelfluss an
Stiftung
Ca. 5,5 Mio.
USD
Nicht bekannt 21.11.2017-
31.12.2023
BMZ Deutsch-
Indisches
Program
m Soziale
Grant Agreement /
Kofinanzierung mit
BMZ
Unterstützung der
indischen Regierung
beim Aufbau eines
Systems der sozialen
Sicherung für
Gesamtauftrag
des BMZ an
GIZ: 12,56
Mio. EUR,
kein
5,36 Mio. USD Nicht bekannt 28.4.2017-
31.10.2020
Anlage 4 – Antwort auf Frage 15 der Kleinen Anfrage 21/7341: Kooperation mit der Gates Foundation
Seite 2 von 2
Sicherung
(IGSSP)
informell
beschäftigte Arbeiter
und ihre Familien
Mittelfluss an
Stiftung
BMZ Training
and
service
delivery
for
Sayana
Press
introducti
on in
Burkina
Faso
Grant Agreement /
Kofinanzierung mit
BMZ
Schulung und
Dienstleistungserbrin
gung zur Einführung
von Sayana Press in
Burkina Faso
Gesamtauftrag
des BMZ an
GIZ, kein
Mittelfluss an
Stiftung
3 Mio. USD Nicht bekannt 07.11.2013-
31.12.2016
GIZ AYA –
Integrated
Healthcar
e
Initiative
Service Agreement
zwischen GIZ und
Gates zur
Unterstützung der
Aufgleisung des
Projekts
Entwicklung
skalierbarer Modelle
für eine umfassende,
integrierte und
koordinierte primäre
Gesundheitsversorgu
ng von nicht
übertragbaren
Krankheiten in
Ghana.
Keine BMZ-
Mittel
263.000 EUR Weitere
Finanzierungspartner
der AYA Initiative:
Bayer AG, Sanofi,
Panorama Global
16.09.2024-
31.12.2024
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
Relationen
- answered_by → Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Einfluss privater Stiftungen auf die globale Gesundheitspolitik und die Rolle der Bundesregierung (Antwort)