Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2023 über harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/2394 und der Richtlinie (EU) 2020/1828 (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2998, 21/3508)
Text
Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2023 über harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/2394 und der Richtlinie (EU) 2020/1828 (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2998, 21/3508)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4998
21. Wahlperiode 25.03.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung (23. Ausschuss)
zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung
– Drucksachen 21/2998, 21/3508 –
Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2023 über
harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang und eine faire
Datennutzung sowie zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/2394 und
der Richtlinie (EU) 2020/1828
A. Problem
Der Entwurf für das Data-Act-Durchführungsgesetz dient der Umsetzung der
Verordnung (EU) 2023/2854 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13.
Dezember 2023 über harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang
und eine faire Datennutzung (im Folgenden Data Act).
Der Data Act gilt in großen Teilen seit dem 12. September 2025 und ist von den
EU-Mitgliedstaaten im nationalen Recht durchzuführen.
B. Lösung
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf wird der nationale Rechtsrahmen an den
Vorgaben des Data Act ausgerichtet und entsprechend angepasst.
Annahme des Gesetzentwurfs in geänderter Fassung mit den Stimmen der
Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD
bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die
Linke.
Zudem wird die Bundesregierung im Rahmen einer Entschließung insbesondere
aufgefordert, die vorgesehene nächste umfassende Evaluierung der mit diesem
Gesetz festgelegten nationalen Aufsichts- und Behördenstruktur noch in dieser
Wahlperiode, spätestens 2028, durchzuführen.
Annahme einer Entschließung mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU,
SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der
Fraktion der AfD.
C. Alternativen
Keine.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
a) den Gesetzentwurf auf Drucksachen 21/2998, 21/3508 mit folgenden
Maßgaben, im Übrigen unverändert anzunehmen:
Artikel 1 wird wie folgt geändert:
1. § 2 Absatz 2 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 6 wird die Angabe „Dateninhabern und“ durch die
Angabe „Dateninhabern,“ ersetzt.
b) In Nummer 7 wird die Angabe „Datenverordnung.“ durch die
Angabe „Datenverordnung und“ ersetzt.
c) Nach Nummer 7 wird die folgende Nummer 8 eingefügt:
„8. prüft Datenverlangen öffentlicher Stellen des Bundes nach
Kapitel V der Datenverordnung; die Zuständigkeit für die
Prüfung der Datenverlangen öffentlicher Stellen der Länder
verbleibt bei den jeweils nach Landesrecht zuständigen
Stellen.“
2. In § 3 Absatz 6 wird die Angabe „Betriebs- und
Geschäftsgeheimnissen“ durch die Angabe „Geschäftsgeheimnissen“ ersetzt.
3. In § 5 Absatz 7 Satz 2 wird die Angabe „Betriebs- und
Geschäftsgeheimnissen“ durch die Angabe „Geschäftsgeheimnissen“ ersetzt.
4. § 7 wird zu § 9 und in Absatz 1 wird nach der Angabe „überprüft“ die
Angabe „im Rahmen ihrer Zuständigkeit“ eingefügt.
5. § 8 wird zu § 7.
6. Der bisherige § 9 wird zu § 8.
7. § 10 wird wie folgt geändert:
a) Die Überschrift wird durch die folgende Überschrift ersetzt:
„§ 10
Geschäftsgeheimnisse“.
b) In Satz 1 wird die Angabe „Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse“
durch die Angabe „Geschäftsgeheimnisse“ ersetzt.
c) In Satz 2 wird die Angabe „Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen“
durch die Angabe „Geschäftsgeheimnissen“ ersetzt.
d) In Satz 4 wird die Angabe „Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse“
durch die Angabe „Geschäftsgeheimnisse“ ersetzt.
8. In § 14 Absatz 1 Satz 3 wird die Angabe „Betriebs- und
Geschäftsgeheimnissen“ durch die Angabe „Geschäftsgeheimnissen“ ersetzt.
9. § 15 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Nummer 2 wird die Angabe „§ 7 Absatz 3“ durch die
Angabe „§ 9 Absatz 3“ ersetzt.
b) Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt:
„(2) Ordnungswidrig handelt, wer gegen die
Datenverordnung in der Fassung vom 13. Dezember 2023 verstößt, indem er
1. entgegen Artikel 3 Absatz 1 vernetzte Produkte nicht richtig
konzipiert oder nicht richtig herstellt oder verbundene
Dienste nicht richtig konzipiert oder nicht richtig erbringt,
2. entgegen Artikel 4 Absatz 1 Satz 1 oder Artikel 5 Absatz 1
Satz 1 Daten nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in
der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig
bereitstellt,
3. entgegen Artikel 4 Absatz 5 Satz 1 oder Artikel 5 Absatz 4
Satz 1 eine Information verlangt,
4. entgegen Artikel 4 Absatz 7 Satz 2, Artikel 5 Absatz 10
Satz 2, Artikel 25 Absatz 4 Satz 1 oder Artikel 32 Absatz 5
eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in
vorgeschriebener Weise oder nicht rechtzeitig macht,
5. entgegen Artikel 4 Absatz 8 Satz 2 oder Artikel 5 Absatz 11
Satz 2 einen Nachweis nicht, nicht richtig, nicht vollständig,
nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig
vorlegt,
6. entgegen Artikel 4 Absatz 10 Daten nutzt oder weitergibt,
7. entgegen Artikel 4 Absatz 13 Satz 2 oder Artikel 5 Absatz 6
Daten verwendet,
8. entgegen Artikel 4 Absatz 14 Satz 1 Produktdaten
bereitstellt,
9. entgegen Artikel 5 Absatz 3 Buchstabe a oder b einen Nutzer
dazu auffordert oder durch geschäftliche Anreize dazu
veranlasst, Daten bereitzustellen oder vom Dateninhaber zu
verlangen, Daten bereitzustellen,
10. entgegen Artikel 6 Absatz 1 Satz 2 Daten nicht, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig löscht,
11. entgegen Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe b Daten nutzt,
12. entgegen Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe c oder d Daten
bereitstellt,
13. entgegen Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe e Daten nutzt oder
weitergibt,
14. entgegen Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe h einen Nutzer daran
hindert, Daten bereitzustellen,
15. entgegen Artikel 9 Absatz 7 bei einer Verhandlung über die
Gegenleistung eine Information nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig bereitstellt,
16. entgegen Artikel 11 Absatz 1 Satz 2 Datenempfänger
unterschiedlich behandelt,
17. entgegen Artikel 11 Absatz 2 einer Aufforderung nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig nachkommt,
18. einer vollziehbaren Anordnung nach Artikel 14
zuwiderhandelt,
19. entgegen Artikel 23 Satz 2 ein dort genanntes Hindernis
aufzwingt,
20. entgegen Artikel 25 Absatz 1 Satz 2 einen Vertrag nach
Artikel 25 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 2 oder 3
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
bereitstellt,
21. entgegen Artikel 26 bei Vertragsschluss eine Information
oder einen Verweis nicht, nicht richtig oder nicht vollständig
bereitstellt,
22. entgegen Artikel 30 Absatz 2 Satz 1 eine Schnittstelle nicht
oder nicht richtig bereitstellt,
23. entgegen Artikel 30 Absatz 3 Kompatibilität nicht
mindestens zwölf Monate nach der Veröffentlichung gemeinsamer
Spezifikationen gewährleistet,
24. entgegen Artikel 30 Absatz 5 Daten nicht, nicht richtig, nicht
vollständig, nicht in der vorgegebenen Weise oder nicht
rechtzeitig exportiert,
25. entgegen Artikel 31 Absatz 3 den Kunden nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig unterrichtet,
26. entgegen Artikel 37 Absatz 11 einen Vertreter nicht oder
nicht bei der Bereitstellung vernetzter Produkte oder dem
Angebot verbundener Dienste benennt oder
27. entgegen Artikel 37 Absatz 12 Satz 1 einen Vertreter nicht
oder nicht bei der Bereitstellung vernetzter Produkte oder
dem Angebot verbundener Dienste beauftragt.“
c) Absatz 4 wird durch den folgenden Absatz 4 ersetzt:
„(4) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des
Absatzes 2 Nummer 9 mit einer Geldbuße bis zu fünf Millionen Euro,
in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 2 und des Absatzes 2
Nummer 1, 2, 6, 7, 12 und 13 mit einer Geldbuße bis zu
fünfhunderttausend Euro, in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1, des
Absatzes 2 Nummer 8, 10, 11, 14, 16 bis 19, 22, 23 und 25 und des
Absatzes 3 mit einer Geldbuße bis zu hunderttausend Euro und in den
übrigen Fällen des Absatzes 2 mit einer Geldbuße bis zu
fünfzigtausend Euro geahndet werden.“
d) In Absatz 5 wird die Angabe „Absatz 2 Nummer 13“ durch die
Angabe „Absatz 2 Nummer 9“ ersetzt.;
b) folgende Entschließung anzunehmen:
„I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) übernimmt eine stetig wachsende Zahl
komplexer Aufgaben, die sich nicht zuletzt aus neuen europäischen
Verordnungen und Richtlinien ergeben. Auch im Rahmen des vorliegenden
Durchsetzungsgesetzes wurde sie als zentrale Behörde für die Anwendung und
Durchsetzung des Data Act benannt.
Eine ausreichende technische und personelle Ausstattung ist Voraussetzung
dafür, dass die Bundesnetzagentur ihre gesetzlichen Aufgaben erfüllen und
als Beratungs- und Durchsetzungsinstanz fungieren kann. Es ist demnach
notwendig, die Funktionsfähigkeit dieser zentralen Regulierungsbehörde
dauerhaft sicherzustellen.
II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung im Rahmen der
verfügbaren Haushaltsmittel auf,
1. dass die in der Begründung unter „VII. Befristung; Evaluierung“
vorgesehene nächste umfassende Evaluierung der mit diesem Gesetz
festgelegten nationalen Aufsichts- und Behördenstruktur noch in dieser
Wahlperiode, spätestens 2028, erfolgen soll;
2. im Rahmen dieser und zukünftiger umfassender Evaluierung zu prüfen,
ob im Rahmen der Berechnungen des personellen Mehrbedarfs ggfs.
eine bedarfsorientierte Nachsteuerung erforderlich ist, insbesondere vor
dem Hintergrund des tatsächlichen Beratungsbedarfs von Unternehmen
und Verbrauchern durch die Bundesnetzagentur;
3. sicherzustellen, dass die Bundesnetzagentur für die Erfüllung ihrer
Aufgaben über die notwendigen IT-Sachmittel und Personalressourcen
verfügt.“
Berlin, den 25. März 2026
Der Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung
Hansjörg Durz
Vorsitzender
Dr. Konrad Körner
Berichterstatter
Dr. Michael Kaufmann
Berichterstatter
Dr. Carolin Wagner
Berichterstatterin
Jeanne Dillschneider
Berichterstatterin
Sonja Lemke
Berichterstatterin
Bericht der Abgeordneten Dr. Konrad Körner, Dr. Michael Kaufmann, Dr. Carolin
Wagner, Jeanne Dillschneider und Sonja Lemke
A. Allgemeiner Teil
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag hat die Vorlage auf Drucksache 21/2998 in seiner 54. Sitzung am 16. Januar 2026
beraten und an den Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung zur federführenden Beratung sowie an den
Innenausschuss, an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und an den Ausschuss für die
Angelegenheiten der Europäischen Union zur Mitberatung überwiesen. Dem Haushaltsausschuss wurde der Gesetzentwurf
zudem gemäß § 96 Absatz 2 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages überwiesen. Der Parlamentarische
Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen hat sich gutachtlich beteiligt.
Die Unterrichtung durch die Bundesregierung mit der Stellungnahme des Bundesrates und der Gegenäußerung
der Bundesregierung auf Drucksache 21/3508 wurde ebenfalls in der 54. Sitzung des Deutschen Bundestages am
16. Januar 2026 an die beteiligten Ausschüsse überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Der Data Act enthält Bestimmungen mit dem Ziel, in unterschiedlichen Lebensbereichen Daten mehr und besser
nutzen zu können. Der Gesetzesentwurf legt vor allem fest, wer unter welchen Bedingungen berechtigt ist,
Produktdaten oder verbundene Dienstdaten zu nutzen, um einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung zu
gewährleisten. Zu diesem Zweck werden insbesondere Regelungen zu Behördenzuständigkeiten und zur
Zusammenarbeit von Behörden, zum Verwaltungsverfahren und zu den Sanktionen bei Verstößen gegen den Data Act
getroffen. So wird die Bundesnetzagentur (BNetzA) als zuständige Behörde benannt. Der Gesetzentwurf regelt
zudem die Zusammenarbeit der BNetzA mit der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit sowie mit sektoralen Behörden. Weiterhin enthält der Gesetzentwurf Regelungen zur Zulassung von
privaten Streitbeilegungsstellen und ändert das Urheberrechtsgesetz, um es an die Datenverordnung anzupassen.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Innenausschuss hat den Gesetzentwurf auf Drucksachen 21/2998, 21/3508 in seiner 30. Sitzung am
25. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die
Stimmen der Fraktion der AfD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die
Annahme des Gesetzentwurfs in der Fassung des Änderungsantrags auf Ausschussdrucksache 21(23)77 des
federführenden Ausschusses. Der Innenausschuss hat mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
gegen die Stimmen der Fraktion der AfD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und
Die Linke den Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD auf Ausschussdrucksache 21(23)77
angenommen. Der Innenausschuss hat mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD den Entschließungsantrag der Fraktionen der
CDU/CSU und SPD auf Ausschussdrucksache 21(23)78 angenommen.
Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat den Gesetzentwurf auf Drucksachen 21/2998, 21/3508
in seiner 30. Sitzung am 25. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU
und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN und Die Linke die Annahme des Gesetzentwurfs mit Änderungen. Der Ausschuss für Recht und
Verbraucherschutz hat mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD
bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke den Änderungsantrag der
Fraktionen der CDU/CSU und SPD auf Ausschussdrucksache 21(23)77 angenommen. Der Ausschuss für Recht und
Verbraucherschutz hat mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die
Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD den Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
auf Ausschussdrucksache 21(23)78 angenommen.
Der Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union hat den Gesetzentwurf auf Drucksachen
21/2998, 21/3508 in seiner 21. Sitzung am 25. März 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen
CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD die
Annahme des Gesetzentwurfs mit Änderungen. Der Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union
hat mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD bei
Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke den Änderungsantrag der Fraktionen der
CDU/CSU und SPD auf Ausschussdrucksache 21(23)77 angenommen. Der Ausschuss für die Angelegenheiten
der Europäischen Union hat mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und
Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD den Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und
SPD auf Ausschussdrucksache 21(23)78 angenommen.
Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen hat sich mit der Vorlage auf
Drucksache 21/2998 in seiner 14. Sitzung am 18. März 2026 befasst. Er stellt fest, dass die Bundesregierung die
Nachhaltigkeitsprüfungsbewertung im Rahmen der Gesetzesfolgenabschätzung durchgeführt habe. Der
Gesetzentwurf solle einen Beitrag zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 16 „Friedliche und inklusive Gesellschaften
für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige,
rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen“ leisten. Dieses Nachhaltigkeitsziel
entspreche den Unterzielen 16.3 „Rechtsstaatlichkeit und gleichberechtigter Zugang zur Justiz“ sowie 16.6
„Effektive und transparente Institutionen“ der UN-Agenda 2030. Außerdem solle zu dem Nachhaltigkeitsziel 11
„Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“, dem Nachhaltigkeitsziel 9
„Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und
Innovationen unterstützen“ und dem Nachhaltigkeitsziel 7 „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und
moderner Energie für alle sichern“ beigetragen werden. Außerdem berücksichtige der Gesetzentwurf folgende
Leitprinzipien der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: a) „Nachhaltige Entwicklung als Leitprinzip konsequent in
allen Bereichen und bei allen Entscheidungen anwenden“, b) „Global Verantwortung wahrnehmen“, c)
„Natürliche Lebensgrundlagen erhalten“, d) „Nachhaltiges Wirtschaften stärken“, e) „Sozialen Zusammenhalt in einer
offenen Gesellschaft wahren und verbessern“ und f) „Bildung, Wissenschaft und Innovation als Treiber einer
nachhaltigen Entwicklung nutzen“. Daher seien die Ausführungen der Bundesregierung im Rahmen der
Nachhaltigkeitsprüfung nicht zu beanstanden. Eine Prüfbitte sei daher nicht erforderlich.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung hat in seiner 11. Sitzung am 12. November 2025
beschlossen, eine öffentliche Anhörung zu dem Gesetzentwurf auf Drucksachen 21/2998, 21/3508 durchzuführen. Die
öffentliche Anhörung fand in seiner 15. Sitzung am 28. Januar 2026 statt. Hieran haben folgende Sachverständige
teilgenommen:
Prof. Dr. David Bomhard Aitava Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Dr. Michael Dose Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
Florian Glatzner Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.
Prof. Dr. Boris Hollas Hochschule für Technik und Wissenschaft Dresden
Prof. Dr. Dieter Kugelmann Landesbeauftragter für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel Universität Bayreuth
Oliver Süme Vorstandsvorsitzender des Verbands der Internetwirtschaft e. V.
Prof. Dr. Herbert Zech Direktor beim Weizenbaum-Institut
Klaus Müller Präsident der BNetzA
Andreas Hartl Leitender Beamter bei der Bundesbeauftragten für den Datenschutz
und die Informationsfreiheit
Hinsichtlich der Ergebnisse der öffentlichen Anhörung wird, auf die in der Mediathek des Deutschen Bundestages
abrufbare Aufzeichnung dieser Sitzung verwiesen.
Der Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung hat den Gesetzentwurf auf Drucksachen 21/2998, 21/3508
in seiner 23. Sitzung am 25. März 2026 abschließend beraten.
Der Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der
CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN und Die Linke die Annahme des Gesetzentwurfs in der aus der Beschlussempfehlung
ersichtlichen Fassung.
Die Änderungen beruhen auf einem Änderungsantrag, den die Fraktionen der CDU/CSU und SPD auf
Ausschussdrucksache 21(23)77 in den Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung eingebracht haben und der mit den
Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktion der AfD bei Stimmenthaltung
der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke angenommen wurde.
Der Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung empfiehlt die Annahme der Entschließung auf
Ausschussdrucksache 21(23)78 mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die
Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD.
In der Beratung erklärte die Fraktion der CDU/CSU, mit dem Gesetz werde die Grundlage dafür geschaffen,
dass der europäische Data Act in Deutschland verlässlich und praxistauglich angewendet werden könne. Dies sei
ein wichtiger Schritt für einen fairen Datenzugang, für Innovation, für Wettbewerbsfähigkeit und zugleich für
mehr Rechtssicherheit bei allen Beteiligten. Ein zentraler Mehrwert des Gesetzentwurfs liege darin, dass eine
handlungsfähige Durchsetzung organisiert und die Zusammenarbeit der zuständigen Stellen so angelegt werde,
dass sie in der Praxis funktioniere. Gleichzeitig sei im parlamentarischen Verfahren sehr bewusst darauf geachtet
worden, unnötige Belastungen zu vermeiden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und für
Startups sei entscheidend, dass neue europäische Vorgaben nicht automatisch zu immer mehr Compliance-Aufwand
führten. Wo es möglich und verantwortbar sei, müsse die Ausgestaltung entschlackt und verhältnismäßig erfolgen.
Dazu gehöre ausdrücklich auch, dass man bei den Sanktionsregelungen nachjustiert habe. Die Anpassung der
Bußgeldtatbestände diene der Wahrung der Verhältnismäßigkeit und der Reduzierung der Compliance-Last,
insbesondere mit Blick auf KMU und Start-ups. Die Streichung von Bußgeldtatbeständen sei dort erfolgt, wo diese
nicht erforderlich seien. Man habe zudem die Expertise aus der öffentlichen Anhörung ernst genommen. Gerade
bei den Ermittlungsbefugnissen habe man im parlamentarischen Verfahren Klarstellungen vorgenommen, um
Fehlinterpretationen zu vermeiden und die Reichweite der Befugnisse eindeutig einzugrenzen. Zur Zuständigkeit
für die Überwachung des Schutzes personenbezogener Daten im Anwendungsbereich der Datenverordnung aus
§ 3 des Durchführungsgesetzes sei zu betonen, dass das Ziel der Regelung sei, bei Sachverhalten im
Anwendungsbereich des Data Acts eine einheitliche und effektive Aufsicht sicherzustellen und Doppelzuständigkeiten zu
vermeiden. Vor diesem Hintergrund sei klarzustellen, dass § 3 Absatz 1 des Durchführungsgesetzes teleologisch
dahin auszulegen sei, dass die Zuständigkeit der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit (BfDI) nicht nur punktuell die Anwendung der Datenverordnung bezüglich des Schutzes
personenbezogener Daten erfasse. Sie erstrecke sich vielmehr auch auf die datenschutzrechtlichen Fragen innerhalb desselben
Rechts- und Vertragsverhältnisses, soweit dieses Rechtsverhältnis durch Rechte und Pflichten der
Datenverordnung geprägt werde. Hierdurch solle bis zu einer Modernisierung des Datenschutzaufsichtsrechts eine
Aufspaltung eines einheitlichen Lebenssachverhalts in parallele Aufsichtsverfahren vermieden werden.
Die Fraktion der AfD wies darauf hin, dass sich aus ihrer Sicht in dem regulierten Bereich bereits
Marktstrukturen gebildet hätten, sodass man Vieles auch weiterhin dem Markt hätte überlassen können. Beim Datenzugriff
durch Verbraucherinnen und Verbraucher sowie KMU, die strukturell benachteiligt erschienen, hätten einfachere
Regelungen ausgereicht. Stattdessen werde die Bundesnetzagentur (BNetzA) weiter aufgebläht und für die
Unternehmen werde zusätzliche Bürokratie sowie Organisationsaufwand geschaffen. Es sei absehbar, dass vor
diesem Hintergrund eine Flut von Rechtsstreitigkeiten auf die ohnehin überlasteten Gerichte zukomme. Dass die
vorgesehenen außergerichtlichen Streitbeilegungsstellen hier Entlastung bringen könnten, sei kaum zu erwarten.
Sorgen bereite zudem, dass die Bundesregierung den Zugang zu Daten in einer Notlage oder im öffentlichen
Interesse auch erzwingen könne. Damit bestehe die Gefahr, dass eine zukünftige Regierung diese Möglichkeit
missbrauchen könnte. Verantwortungsvolle Gesetzgebung berücksichtige nicht nur die eigenen Intentionen,
sondern auch die Möglichkeiten, die sich aus einem Gesetz in den falschen Händen ergeben könnten. Durch die
Ausweitung der Zuständigkeiten der BNetzA habe die Behörde mittlerweile Zugriff auf fast alle Lebensbereiche.
Mit den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder stünden bereits Einrichtungen zur Verfügung, bei
denen die datenbezogene Expertise gebündelt sei. Doppelzuständigkeiten und Kompetenzstreitigkeiten seien zu
erwarten. Die umfangreichen und unübersichtlichen Bußgeldvorschriften schafften erhebliche Risiken für die
Unternehmen, die dazu führen könnten, dass Unternehmen im Zweifelsfall beispielsweise Produkteinführungen
unterließen. Im Ergebnis sei davon auszugehen, dass die neuen bürokratischen und organisatorischen Anforderungen
sowie zusätzlichen Risiken die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen weiter belasteten.
In der Gesamtschau sei schon die EU-Verordnung überflüssig und unnötig kompliziert. Diese Schwächen würden
durch das Durchführungsgesetz noch verstärkt. Man lehne den Gesetzentwurf daher ab.
Die Fraktion der SPD hob hervor, dass mit dem vorgelegten Änderungsantrag Klarheit im Zuständigkeitsbereich
zwischen der BNetzA und den Landesdatenschutzbehörden geschaffen werde. Gleichzeitig werde die
Compliance-Last durch die Streichung von neun Bußgeldtatbeständen insbesondere für KMU sowie Start-ups reduziert.
Mit dem Entschließungsantrag werde sichergestellt, dass das Gesetz noch in dieser Wahlperiode, spätestens bis
2028, evaluiert werde. Insbesondere solle geprüft werden, ob die BNetzA über ausreichende Ressourcen verfüge
oder eine bedarfsgerechte Nachsteuerung erforderlich sei.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonte, der Data Act sei ein wichtiger Schritt für die europäische
Datennutzung und gebe den Nutzenden zugleich ein Stück Souveränität über ihre Daten zurück. Umso wichtiger
sei es, dass die europäische Gesetzgebung nun endlich national umgesetzt werde. Dem Entschließungsantrag
stimme man zu, da insbesondere der Stellenbedarf der BNetzA – auch aus Sicht der angehörten Sachverständigen
– offenkundig sei. Grundsätzlich zu befürworten sei es, KMU sowie Scale-ups stärker zu entlasten. Dies dürfe
allerdings nicht über umfangreiche Ausnahmen bei der Einhaltung von Datenschutzvorschriften gelöst werden,
insoweit gebe es sinnvollere Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund werde man sich bei der Abstimmung über
den vorgelegten Änderungsantrag enthalten. Auch zum Gesetzentwurf werde man sich enthalten. Denn die
Übertragung der Zuständigkeit für die Überwachung der Anwendung der Datenschutz-Grundverordnung im Rahmen
des Data Act zentral auf die BfDI führe in der Praxis zu einer Rechtsunsicherheit für Unternehmen und
Einzelpersonen.
Die Fraktion Die Linke legte dar, man sehe schon in dem zugrunde liegenden Data Act große Schwächen, da er
das Datenteilen im Unternehmensinteresse forciere, während die Nutzerinnen und Nutzer von Geräten im Internet
der Dinge weiterhin nicht vollständig selbst über die Nutzung der sie betreffenden Daten entscheiden könnten.
Dennoch sei die Umsetzung wichtig, um zumindest bestehende Schutzstandards durchzusetzen. Es sei aber zu
kritisieren, dass verfassungsrechtliche Bedenken bezüglich der Zuständigkeit der BfDI nicht aufgegriffen worden
seien. Vor diesem Hintergrund werde man sich enthalten.
B. Besonderer Teil
Im Folgenden werden lediglich die vom Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung empfohlenen
Änderungen der ursprünglichen Fassung des Gesetzentwurfs erläutert. Soweit der Ausschuss die unveränderte
Annahme des Gesetzentwurfs empfiehlt, wird auf die jeweilige Begründung auf Drucksache 21/2998 verwiesen.
Zu Nummer 1
Die Regelung dient der Klarstellung, dass die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur zur Prüfung von
Datenverlangen in Durchführung des Artikel 37 Absatz 5 Buchstabe j der Datenverordnung sich nicht auf solche
Datenverlangen erstreckt, die von Landesbehörden in Anwendung des Kapitel V der Datenverordnung gestellt werden.
Diesbezüglich verbleibt es bei den bereits landesrechtlich geregelten Zuständigkeiten. Weder die
Datenverordnung noch das Durchführungsgesetz haben zum Ziel, an dieser grundgesetzlich vorgegebenen
Zuständigkeitsverteilung etwas zu ändern.
Durch die Änderung der Aufgabenzuweisung in § 2 des vorliegenden Gesetzes wird den Anforderungen der
Datenverordnung weiterhin vollumfänglich im deutschen Recht Rechnung getragen. Es entsteht keine Lücke in der
Zuweisung von Behördenzuständigkeiten für die Anwendung und Durchführung der Datenverordnung nach
deutschem Recht. Es wird lediglich klarstellend auf die bestehende landesrechtliche Aufsicht über Datenverlangen
nach Kapitel V der Datenverordnung durch Landesbehörden hingewiesen.
Auch die Aufgaben eines Datenkoordinators gemäß Artikel 37 Absatz 6 der Datenverordnung sind weiterhin nach
deutschem Recht eindeutig zugewiesen. Nach Erwägungsgrund 107 der Datenverordnung soll die zuständige
Behörde die dem Datenkoordinator gemäß der Datenverordnung übertragenen Aufgaben übernehmen, wenn kein
Datenkoordinator nach nationalem Recht benannt wird. Gemäß § 2 Absatz 1 dieses Gesetzes werden die dem
Datenkoordinator übertragenen Aufgaben von der Bundesnetzagentur als einzig zuständiger Behörde gemäß
Artikel 37 Absatz 1 der Datenverordnung übertragen. Insofern verbleibt es bei der in diesem Gesetz angelegten
bürokratiearmen Durchführung der Datenverordnung.
Zu den Nummern 2, 3, 7, 8
Die Änderungen stellen eine Anpassung des jeweiligen Wortlauts an den Rechtsbegriff des
Geschäftsgeheimnisses aus der Datenverordnung, aus der Richtlinie über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher
Geschäftsinformationen (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und
Offenlegung (Richtlinie (EU) 2016/943) und aus dem Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (BGBl. I
S. 466) dar.
Zu den Nummern 4 bis 6
Die Änderung der Reihenfolge der §§ 7 bis 9 dient der Klarstellung im Hinblick auf die Befugnisse der
Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer Ermittlungen und bei der anschließenden Durchsetzung von Verpflichtungen. Für
die Aufklärung des Sachverhalts (Untersuchungsgrundsatz) kann die Bundesnetzagentur allein auf die nunmehr
in § 7 (Ermittlungen) und § 8 (Auskunftserteilung) geregelten Befugnisse zurückgreifen. Die Eingriffsbefugnisse
der Bundesnetzagentur, um Verletzung gegen die Datenverordnung durch eine natürliche oder juristische Person
abzustellen und rechtmäßige Zustände herzustellen, regelt nunmehr § 9 (Durchsetzung von Verpflichtungen).
Die Änderung in § 7 Absatz 1 dient der Klarstellung. Nach deutschem Verwaltungsrecht darf eine Behörde nur
im Rahmen ihrer Zuständigkeiten tätig werden. Durch die Bezugnahme auf die Zuständigkeiten werden Aufgaben
und Befugnisse der Bundesnetzagentur in § 2 und § 7 einander angeglichen.
Die Anpassung in Nummer 5 stellt eine Folgeänderung zur Änderung in Nummer 4 dar.
Zu Nummer 6
Die Anpassung in Nummer 6 stellt eine Folgeänderung zu den Änderungen in den Nummern 4 und 5 dar.
Zu Nummer 9
Zu Buchstabe a
Die Anpassung in § 15 Absatz 1 Nummer 2 stellt eine Folgeänderung zur Änderung in Nummer 4 dar.
Zu Buchstabe b
Die Anpassung der Bußgeldtatbestände in Absatz 2 dient der Wahrung der Verhältnismäßigkeit und der
Reduzierung der Compliance-Last der Unternehmen, insbesondere mit Blick auf KMU und Start-ups. Eine zusätzliche
Bebußung von insbesondere Verstößen gegen Informations- und Mitteilungspflichten nach der Datenverordnung
ist nicht erforderlich. Zudem wird in § 15 Absatz 2 Nummer 27 eine redaktionelle Änderung vorgenommen.
Zu den Buchstaben c und d
Die Anpassungen in den Absätzen 4 und 5 stellen Folgeänderungen zur Änderung in Buchstabe b dar. Zudem
werden in § 15 Absatz 4 redaktionelle Änderungen vorgenommen.
Berlin, den 25. März 2026
Dr. Konrad Körner
Berichterstatter
Dr. Michael Kaufmann
Berichterstatter
Dr. Carolin Wagner
Berichterstatterin
Jeanne Dillschneider
Berichterstatterin
Sonja Lemke
Berichterstatterin
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ISSN 0722-8333
Relationen
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- part_of_vorgang → Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2023 über harmonisierte Vor (Beschlussempfehlung und Bericht)