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Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur - Telekommunikation 2024/2025 mit 14.Sektorgutachten der Monopolkommission -Telekommunikation 2025: Mit Wettbewerb zum Binnenmarkt!

dip / drucksache 09.12.2025 · WP 21 · 21/3370 · Unterrichtung · Original ↗

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Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur - Telekommunikation 2024/2025 mit 14.Sektorgutachten der Monopolkommission -Telekommunikation 2025: Mit Wettbewerb zum Binnenmarkt! [Deutscher Bundestag Drucksache 21/3370 21. Wahlperiode 09.12.2025 Unterrichtung durch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur – Telekommunikation 2024/2025 mit 14. Sektorgutachten der Monopolkommission – Telekommunikation 2025: Mit Wettbewerb zum Binnenmarkt! Zugeleitet mit Schreiben der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen vom 8. Dezember 2023 (Tätigkeitsbericht) gemäß § 195 Absatz 1 des Telekommunikationsgesetzes und mit Schreiben der Monopolkommission vom Dezember 2025 gemäß § 195 Absatz 1 und 2 des Telekommunikationsgesetzes. Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen Referat Ökonomische Grundsatzfragen der Regulierung Telekommunikation Tulpenfeld 4 53113 Bonn Tel.: +49 228 14-0 Fax: +49 228 14-8872 E-Mail: info@bnetza.de Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 2 – Vorwort Beim Ausbau von Telekommunikationsnetzen steckt Deutschland mitten in einem gewaltigen Infrastrukturprojekt. Quer durch die Bundesrepublik ziehen Bautrupps durch die Straßen und verlegen Glasfaserkabel. Glasfaser bietet ein Upgrade für das Internet − hohe Bandbreiten und sehr kurze Übertragungszeiten. Das ist wichtig, wenn wir künftig noch mehr vernetzte Geräte auch in Haushalten haben für die Nutzung digitaler Dienste von Gaming über Telemedizin bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Mit dem technologischen Fortschritt werden sich immer mehr innovative Anwendungen entwickeln, die auf die schnelle und stabile Glasfaserverbindung angewiesen sind. Wichtig ist, den Ausbau jetzt anzustoßen und zu beschleunigen, damit die Netze vorhanden sind, wenn sie gebraucht werden. Es liegt in der Natur von Infrastrukturprojekten, dass sie sich nicht kurzfristig umsetzen lassen, sondern einige Jahre in Anspruch nehmen. Der flächendeckende Glasfaserausbau bis in jeden Haushalt und in jede Gewerbeeinheit erfordert Arbeiten in jedem Straßenzug, auf sämtlichen Grundstücken und in allen Mehrfamilienhäusern. Keine Frage, wir reden von einem enormen Kraftakt. Die ausbauenden Unternehmen wenden hierfür jährlich Investitionsmittel in zweistelliger Milliardenhöhe auf. Jedes Jahr wird mehr Geld in neue Breitband-Infrastrukturen investiert. 2024 haben die Unternehmen im Festnetz- und Mobilfunkbereich über 15 Milliarden Euro – und damit 500 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor – in Sachanlagen investiert. Unterstützt wird der Ausbau durch öffentliche Fördergelder. Zwar geht der Glasfaserausbau in Deutschland spürbar voran. Andere europäische Staaten sind aber deutlich weiter. Ein wesentlicher Grund für die Unterschiede sind die in Deutschland vorhandenen Bestandsinfrastrukturen. Hierzulande stehen einem Großteil der Bevölkerung leistungsfähige DSL- oder TV-Kabelnetze zur Verfügung. Fast 95 % der Haushalte hatten Ende 2024 die Möglichkeit, einen Internetanschluss mit mindestens 100 Mbit/s im Download zu buchen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind noch mit den Bandbreiten zufrieden, die DSL- und TV-Kabelnetze bereitstellen können. Länder mit weniger leistungsfähigen Altinfrastrukturen waren hingegen schon früher auf die Glasfaser angewiesen. Bis heute erschweren die hierzulande verfügbaren Bestandsnetze, dass die Glasfaser ausbauenden Unternehmen ihre Investitionen refinanzieren können. Auch die Bereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher, mehr Geld für ein Upgrade auf Glasfaser auszugeben, steigt bisher nur langsam. Dies spiegelt sich in den vergleichsweise niedrigen Anschlusszahlen wider. Mitte 2025 waren ca. 5,8 Mio. Glasfaseranschlüsse vertraglich gebucht. Damit verfügten ca. 13 % aller Endkunden über eine aktive Glasfaserleitung. Weitere 3,7 Mio. Anschlüsse sind mit einer gänzlich fertiggestellten Glasfaseranbindung ausgestattet, die sie bislang aber nicht nutzen. Für insgesamt 9,5 Mio. bzw. 21 % der Endkundinnen und Endkunden steht also ein Glasfaseranschluss zur Verfügung, der keiner weiteren Bauarbeiten und Investitionen mehr bedarf. Hinzu kommen ca. 15,1 Mio. Haushalte, bei denen das Glasfasernetz in unmittelbarer Nähe des Grundstücks endet. Für den weiteren Ausbau ist es entscheidend, dass künftig mehr Gebäude und Wohnungen angebunden werden. Nur ein Glasfasernetz, über das tatsächlich Daten transportiert werden, generiert volkswirtschaftlichen Nutzen − und betriebswirtschaftlich erforderliche Umsätze, welche die ausbauenden Unternehmen für ihre weitere Netzexpansion benötigen. Die nüchterne Bestandsaufnahme zeigt, dass sich Deutschland beim Ausbau der digitalen Netze in einer herausfordernden Übergangszeit befindet: Einerseits richten sich alle Anstrengungen auf den Ausbau von Glasfasernetzen, die für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik von entscheidender Bedeutung sind. Andererseits können die vorhandenen Bestandsinfrastrukturen aktuell und mittelfristig die Endkundennachfrage weit überwiegend bedienen. In diesem Spannungsfeld rückt die Frage in den Fokus, wie der Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 3 – Übergang von Kupfer auf Glasfaser begleitet und gefördert werden kann. Zentrales Ziel der Bundesnetzagentur hierbei ist es, Wettbewerb sicherzustellen und die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen. Es gilt, das seit der Liberalisierung im Festnetz erreichte Wettbewerbsniveau auch in diesem Transformationsprozess − und darüber hinaus − mindestens zu erhalten. Zu betonen ist: Beim Wechsel von Kupfer auf Glas handelt es sich grundsätzlich um einen langfristigen Technologiewechsel, der nach und nach in den einzelnen Regionen erfolgen wird. Ohne eine leistungsfähige und mindestens gleichwertige Alternative wird das Kupfernetz nicht abgeschaltet. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen sich keine Sorgen zu machen. Gleichzeitig ist es klug, sich zu informieren und die Gelegenheit zu nutzen, die eigene Wohnung anschließen zu lassen, wenn der Bagger einmal in der Straße steht. Die Migration von Kupfer auf Glasfaser ist eine der großen infrastrukturellen Herausforderungen für Deutschland. Die Bundesnetzagentur hat Bewegung in diesen komplexen Prozess gebracht und im April 2025 mit dem Papier „Impulse zur regulierten Kupfer-Glas-Migration“ einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Die Rückmeldungen hierzu dienen der Bundesnetzagentur als Grundlage für ein Regulierungskonzept zur Kupfer- Glas-Migration, das Anfang 2026 veröffentlicht werden soll. Darin sollen auch Verbindungslinien zu den Eckpunkten für ein Gesamtkonzept zur Kupfer-Glas-Migration des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung aufgegriffen werden. Die Bundesnetzagentur gestaltet die Rahmenbedingungen der Kupfer-Glas-Migration aktiv mit. Allerdings steht der Regulierungsrahmen für die Kupfer-Glas-Migration in Abhängigkeit von geplanten Änderungen am Telekommunikationsgesetz und im Digital Networks Act. Das angekündigte Regulierungskonzept ist daher als Zwischenschritt zu verstehen, dem noch weitere folgen werden. Essentiell ist, dass es auch in der Glasfaserwelt ausreichenden Wettbewerb gibt. Die Bundesnetzagentur wirkt darauf hin, dass Verbraucherinnen und Verbraucher im Zuge des Technologiewechsels von Kupfer- auf Glasfasernetze auch zukünftig eine Auswahl zwischen verschiedenen Providern und Produkten haben. Um Kundinnen und Kunden eine solche Wahlfreiheit zu ermöglichen, bedarf es Kooperationen zwischen ausbauenden Netzbetreibern und Drittprovidern. Dies wird gemeinhin mit dem Schlagwort Open Access bezeichnet. Zwar sehen wir beim Thema Open Access immer mehr Vereinbarungen und damit eine positive Dynamik. Allerdings sind weitere Fortschritte erforderlich. Eine der größten Herausforderungen für Open Access liegt in der vielfältigen Marktstruktur mit mehr als 200 aktiven Netzbetreibern. Sie hat zur Folge, dass Drittprovider mit einer Vielzahl an Netzbetreibern über den Netzzugang verhandeln müssen. Wichtig sind daher einheitliche Standards für den Ein- bzw. Verkauf von Open Access. Das Gigabitforum der Bundesnetzagentur − eine Dialogplattform der Telekommunikationsbranche − arbeitet u. a. an solchen Standards. Der Markt muss hier weitere, deutliche Schritte nach vorne machen. Ein funktionierender und tatsächlich gelebter Open Access ist ein wichtiger − vielleicht sogar der wichtigste − Schlüssel für die zukünftige Markt- und Wettbewerbsentwicklung und zwingende Voraussetzung für einen erfolgreichen Übergang von der Kupfer- in die Glasfaserwelt. Neben dem Ausbau glasfaserbasierter Festnetze stellt eine flächendeckende Versorgung von Verbrauchern und Industrie mit Mobilfunk ein wichtiges Ziel dar. Dies zeigt sich auch am stetig wachsenden Datenvolumen, das über die Mobilfunkinfrastruktur transportiert wird. Insofern ist auch die Bereitstellung geeigneter Frequenzen eine Grundlage für die erfolgreiche Digitalisierung Deutschlands. In den letzten Jahren konnten beträchtliche Fortschritte bei der Mobilfunkversorgung erzielt werden. Die Mobilfunknetzabdeckung in Deutschland ist deutlich gestiegen. 5G deckt mittlerweile nahezu 95 % der Bundesfläche ab. Hiermit können perspektivisch auch Anwendungen wie z. B. Virtual Reality, Augmented Reality oder auch IoT-Anwendungen in der Industrie realisiert werden. – 4 – Es bestehen aber nach wie vor Unterschiede in der Versorgung von Stadt und Land. Mit der im März 2025 beschlossenen Verlängerung von Frequenznutzungsrechten sorgt die Bundesnetzagentur für eine bessere Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum. Die mit der Verlängerung verbundenen Versorgungsauflagen fokussieren auf die Mobilfunkversorgung in dünn besiedelten Regionen. Daneben soll die unterbrechungsfreie Versorgung von Verkehrswegen weiter vorangetrieben werden. Entscheidend für eine erfolgreiche Digitalisierung ist nicht zuletzt ein funktionierender Infrastruktur- und Dienstewettbewerb im Mobilfunkmarkt. Mit der Etablierung des vierten Netzbetreibers, der 1&1 Mobilfunk GmbH, befindet sich der Markt im Wandel. Auch Diensteanbieter leisten einen wichtigen Beitrag für den funktionierenden Wettbewerb. Um effektive Verhandlungen zwischen Netzbetreibern und Diensteanbietern zu fördern, hat die Bundesnetzagentur das Verhandlungsgebot konkretisiert. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Entwicklung des Wettbewerbs auf dem Mobilfunkmarkt, insbesondere auf der Diensteebene fortlaufend. Sie wird vor einer erneuten Bereitstellung von Frequenzen Maßnahmen zur Förderung des Wettbewerbs prüfen und sich dabei gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag auf eine objektive, vorausschauende Beurteilung der Wettbewerbsverhältnisse stützen. Klaus Müller Präsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 5 – Inhaltsverzeichnis Vorwort ................................................................................................................................................................................................................. 3 Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................................................................................................ 7 I WETTBEWERBSENTWICKLUNG ......................................................................................................... 15 A Grundzüge der Marktentwicklung ........................................................................................................................................... 16 1. Telekommunikationsmarkt insgesamt ............................................................................................................................... 16 1.1 Außenumsatzerlöse ....................................................................................................................................................................... 16 1.1.1 xDSL-/Fttx-Netze ...................................................................................................................................................................... 18 1.1.2 HFC-Netze ..................................................................................................................................................................................... 18 1.1.3 Mobilfunknetze .......................................................................................................................................................................... 18 1.2 Sachinvestitionen ........................................................................................................................................................................... 19 1.3 Mitarbeitende ................................................................................................................................................................................... 21 2. Festnetz ................................................................................................................................................................................................ 22 2.1 Breitbandanschlüsse ..................................................................................................................................................................... 22 2.1.1 Übertragungsraten .................................................................................................................................................................... 23 2.1.2 DSL-Anschlüsse .......................................................................................................................................................................... 24 2.1.3 Breitbandanschlüsse über HFC ........................................................................................................................................... 25 2.1.4 Breitbandanschlüsse über FttH/FttB ............................................................................................................................... 26 2.1.5 Breitbandanschlüsse über Satellit ..................................................................................................................................... 29 2.2 Datenvolumen ................................................................................................................................................................................. 29 2.3 Bündeltarife ....................................................................................................................................................................................... 30 2.4 Sprachkommunikationszugänge ............................................................................................................................................ 32 2.5 Gesprächsminuten in Festnetzen ........................................................................................................................................... 33 3. Mobilfunk ........................................................................................................................................................................................... 35 3.1 SIM-Profile ......................................................................................................................................................................................... 35 3.1.1 Aktiv genutzte SIM-Profile ................................................................................................................................................... 35 3.1.2 Aktiv genutzte SIM-Profile der MVNO ........................................................................................................................... 36 3.1.3 Registrierte SIM-Profile .......................................................................................................................................................... 36 3.2 Gesamtvolumen und Nutzung ................................................................................................................................................ 37 3.2.1 Mobiles Breitband ..................................................................................................................................................................... 37 3.2.2 Kurznachrichten ........................................................................................................................................................................ 38 3.2.3 Verbindungsminuten .............................................................................................................................................................. 39 3.2.4 International Roaming ........................................................................................................................................................... 40 3.3 Infrastruktur ..................................................................................................................................................................................... 41 4. Kennzahlen und Wettbewerberanteile ................................................................................................................................ 43 5. Messenger- und E-Mail-Dienste (NI-ICS) ........................................................................................................................... 44 5.1 Nutzerzahlen und Multihoming ............................................................................................................................................. 44 5.2 Nutzungszahlen ............................................................................................................................................................................... 45 5.3 Vergleich mit klassischen Telekommunikationsdiensten ......................................................................................... 46 B Analyse und Perspektiven des Wettbewerbs ........................................................................................................................ 47 1. Festnetz ................................................................................................................................................................................................ 47 1.1 Versorgungsstand ........................................................................................................................................................................... 47 1.2 Ausbauziele ........................................................................................................................................................................................ 50 1.3 Privatwirtschaftlicher Breitbandausbau ............................................................................................................................. 51 1.4 Unterstützung des Ausbaus durch Beihilfe ....................................................................................................................... 53 1.5 Kooperationen und Konsolidierungen ................................................................................................................................ 55 1.6 Wettbewerbssituation im Festnetz ........................................................................................................................................ 59 Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 7 – 1.6.1 Entwicklung der Nutzung ..................................................................................................................................................... 60 1.6.2 Entwicklung des Wettbewerbs ........................................................................................................................................... 62 2. Mobilfunk ........................................................................................................................................................................................... 68 2.1 Versorgungsstand ........................................................................................................................................................................... 68 2.2 Mobilfunk-Kooperationen ........................................................................................................................................................ 69 2.3 Wettbewerbssituation im Mobilfunk ................................................................................................................................... 70 C Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten / Universaldienst ....................................................... 73 1. Evaluation der Verordnung über die Mindestanforderungen für das Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten .............................................................................................................. 73 1.1 Prüfberichte ....................................................................................................................................................................................... 73 1.2 Anpassung der Mindestanforderungen ............................................................................................................................... 74 2. Entschließungsantrag sowie Tätigkeiten mit der EU-Kommission ...................................................................... 75 3. Entwicklung und Höhe der Endnutzerpreise der TK-Dienste nach § 157 Abs. 2 TKG ................................. 76 4. Vorgangsbearbeitung und Verwaltungsverfahren ........................................................................................................ 78 5. Überwachung der Verfügbarkeit des Mindestangebots .............................................................................................. 83 6. Ausblick ............................................................................................................................................................................................... 83 II TÄTIGKEITEN ............................................................................................................................................... 85 A Grundsätzliche Aspekte der Marktregulierung, Internet und Gigabitforum ........................................................ 86 1. Gigabitforum .................................................................................................................................................................................... 86 1.1 Themenkomplex Kupfer-Glas-Migration .......................................................................................................................... 86 1.2 Themenkomplex Open Access ................................................................................................................................................. 87 2. Doppelausbau ................................................................................................................................................................................... 88 3. Impulse zur regulierten Kupfer-Glas-Migration ............................................................................................................ 90 4. International Roaming ................................................................................................................................................................ 91 5. Netzneutralität ................................................................................................................................................................................. 92 5.1 Jahresbericht Netzneutralität ................................................................................................................................................... 92 5.2 DNS-Sperren ..................................................................................................................................................................................... 93 6. Nummernunabhängige interpersonelle Kommunikationsdienste (NI-ICS) .................................................... 93 6.1 Rechtliche Hintergründe / Einstufungsprüfung ............................................................................................................ 93 6.2 Verfahren ............................................................................................................................................................................................ 94 6.3 Marktdatenerhebung NI-ICS .................................................................................................................................................... 94 6.4 Interoperabilität .............................................................................................................................................................................. 95 B Internationales im Bereich der Marktregulierung ............................................................................................................ 96 1. BEREC................................................................................................................................................................................................... 96 1.1 BEREC und BEREC Office .......................................................................................................................................................... 96 1.2 BEREC Miniboard und DMA High Level Group ............................................................................................................. 96 1.3 Überarbeitung des europäischen Rechtsrahmens .......................................................................................................... 97 1.4 International Roaming und Intra-EU Calls ..................................................................................................................... 100 1.5 Endnutzerrechte / Verbraucherschutz .............................................................................................................................. 101 1.6 Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten / Universaldienst ................................................ 103 1.7 Marktregulierung ......................................................................................................................................................................... 103 1.7.1 Monitoring der Netzabdeckung ....................................................................................................................................... 105 1.7.2 Remedies ...................................................................................................................................................................................... 105 1.8 Digitales ............................................................................................................................................................................................. 106 1.9 Netzneutralität und IP-Interconnection .......................................................................................................................... 107 1.10 Cybersecurity und Resilienz .................................................................................................................................................... 108 1.11 Kommunikation über Satelliten und Unterseekabel .................................................................................................. 109 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 8 – 1.12 Umwelt und Nachhaltigkeit .................................................................................................................................................... 110 1.13 Gigabit Infrastructure Act ........................................................................................................................................................ 111 1.14 Gigabit Connectivity Recommendation ........................................................................................................................... 111 2. Independent Regulators Group ............................................................................................................................................. 112 3. Twinning und TAIEX .................................................................................................................................................................. 113 C Entscheidungen im Rahmen der Marktregulierung ....................................................................................................... 114 1. Entlassung von Märkten aus der sektorspezifischen Regulierung ...................................................................... 114 2. Markt für "Anrufzustellung auf der Vorleistungsebene in einzelnen öffentlichen Telefonnetzen an festen Standorten" (Markt Nr. 1 der Empfehlung 2014)...................................................... 115 3. Markt für "Anrufzustellung auf der Vorleistungsebene in einzelnen Mobilfunknetzen" (Markt Nr. 2 der Empfehlung 2014) ..................................................................................................................................... 115 4. Markt für den "auf der Vorleistungsebene an festen Standorten lokal bereitgestellten Zugang zu Teilnehmeranschlüssen" (Markt Nr. 3a der Empfehlung 2014 bzw. nunmehr Markt Nr. 1 der Empfehlung 2020: "Vorleistungsmarkt für den an festen Standorten lokal bereitgestellten Zugang") .......................................................................................................................................................... 116 4.1 Marktdefinition und Marktanalyse ..................................................................................................................................... 116 4.2 Regulierungsverfügungen ........................................................................................................................................................ 116 4.3 Entgeltmaßnahmen .................................................................................................................................................................... 117 4.3.1 Entgeltgenehmigung gegenüber der Telekom Deutschland GmbH für den Zugang zu baulichen Anlagen .................................................................................................................................................................. 117 4.3.2 Entgeltgenehmigung gegenüber der Telekom Deutschland GmbH für Kollokationsstrom, Raumlufttechnik, Flächenmieten und weiteren Kollokationsleistungen ................................................... 118 4.3.3 Entgeltgenehmigungen gegenüber der Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG und der GlasfaserPlus GmbH für den Zugang zu baulichen Anlagen ............................................................................. 119 4.3.4 Entgeltantrag der Telekom Deutschland GmbH für die Einmalentgelte in Zusammenhang mit dem Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung sowie für die Entgelte einzelner weiterer Leistungen ................................................................................................................................................................................... 119 4.3.5 Entgeltgenehmigungen gegenüber der Telekom Deutschland GmbH für die Zugänge im Multifunktionsgehäuse, zu Kabelkanalanlagen sowie zu unbeschalteten Glasfasern ................... 120 4.4 Standardangebote ........................................................................................................................................................................ 121 4.4.1 Standardangebot der Telekom Deutschland GmbH für Fiber-Broadband ................................................ 121 4.4.2 Standardangebot der Telekom Deutschland GmbH für den Zugang zu baulichen Anlagen ............ 122 4.4.3 Standardangebote der Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG und der GlasfaserPlus GmbH für Fiber-Broadband ...................................................................................................................................................................... 122 4.4.4 Standardangebote der Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG und der GlasfaserPlus GmbH für den Zugang zu baulichen Anlagen .................................................................................................................................. 123 4.5 Doppelausbau – Missbrauchskontrolle nach § 50 TKG ............................................................................................. 123 5. Markt für den "für Massenmarktprodukte auf der Vorleistungsebene an festen Standorten zentral bereitgestellten Zugang" (Markt Nr. 3b der Empfehlung 2014) ............................................................. 124 5.1 Marktdefinition und Marktanalyse ..................................................................................................................................... 124 5.2 Regulierungsverfügungen ........................................................................................................................................................ 124 5.3 Standardangebote ........................................................................................................................................................................ 125 6. Markt für den "auf der Vorleistungsebene an festen Standorten bereitgestellte Zugang zu Teilnehmeranschlüssen von hoher Qualität" (Markt Nr. 4 der Empfehlung 2014 bzw. nunmehr Markt Nr. 2 der Empfehlung 2020: "Vorleistungsmarkt für dedizierte Kapazitäten") ................................ 125 6.1 Marktdefinition und Marktanalyse ..................................................................................................................................... 125 6.2 Entgeltmaßnahmen .................................................................................................................................................................... 126 6.2.1 Entgeltgenehmigungen für die Überlassung der Carrier-Festverbindungen SDH ................................ 126 6.2.2 Entgeltgenehmigungen für die Überlassung der Carrier-Festverbindungen Ethernet over SDH .. 126 6.2.3 Entgeltgenehmigungen für die Überlassung der Carrier-Festverbindungen Ethernet 2.0 (natives Ethernet) ..................................................................................................................................................................... 126 6.2.4 Ablehnung des Antrags auf Genehmigung von Entgelten für das Leitungsangebot Wholesale Premium 2.0 mit einer Ethernet-Schnittstelle und einer Übertragungsrate von 150 Mbit/s und weiteren Leistungen ..................................................................................................................................................... 127 Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 9 – 6.2.5 Entgeltgenehmigungen für die Bereitstellung der Carrier-Festverbindungen Ethernet 2.0 (natives Ethernet) ..................................................................................................................................................................... 127 6.3 Anzeigeverfahren ......................................................................................................................................................................... 127 6.4 Standardangebote ........................................................................................................................................................................ 128 7. Streitbeilegungsverfahren (§ 212 TKG) .............................................................................................................................. 128 D Streitbeilegungsentscheidungen (§ 149 TKG) und Offener Netzzugang in der Förderung ............................ 130 1. Grundsätze zu Art, Umfang und Bedingungen des offenen Netzzugangs gemäß § 155 Abs. 4 TKG .. 130 2. Benchmark-Abfrage zum Pricing von Vorleistungsprodukten für den offenen Netzzugang ............... 131 3. Entscheidungen der nationalen Streitbeilegungsstelle ............................................................................................. 131 3.1 Gütliche Einigung im Streitbeilegungsverfahren ......................................................................................................... 132 3.2 Entscheidung im Streitfall ....................................................................................................................................................... 133 3.3 Laufende Verfahren ..................................................................................................................................................................... 135 3.4 Antragsrücknahme und ruhende Verfahren .................................................................................................................. 135 3.5 Klageverfahren ............................................................................................................................................................................... 135 E Gigabit-Grundbuch ....................................................................................................................................................................... 137 1. Grundlagen ...................................................................................................................................................................................... 137 1.1 Konzept .............................................................................................................................................................................................. 137 1.1.1 Bestandteile ................................................................................................................................................................................ 137 1.1.2 IT-Projekt Gigabit-Grundbuch ......................................................................................................................................... 138 2. Breitbandatlas ................................................................................................................................................................................. 138 2.1 Konzept .............................................................................................................................................................................................. 138 2.2 Historie .............................................................................................................................................................................................. 139 2.3 Datenbestand .................................................................................................................................................................................. 139 2.3.1 Festnetz ......................................................................................................................................................................................... 139 2.3.2 Mobilfunk .................................................................................................................................................................................... 139 3. Mobilfunk-Monitoring .............................................................................................................................................................. 140 3.1 Gesetzliche Grundlage und Ziel des Mobilfunk-Monitorings ................................................................................ 140 3.2 Daten und Methodik des Mobilfunk-Monitorings ...................................................................................................... 140 3.3 Aktuelle Mobilfunknetzabdeckung ..................................................................................................................................... 140 3.4 Neues Messkonzept für das Mobilfunk-Monitoring................................................................................................... 144 3.5 Neuerungen bei der interaktiven Mobilfunk-Monitoring-Karte ......................................................................... 145 3.6 Einheitlicher Download-Bereich im Gigabit-Grundbuch ....................................................................................... 146 4. Breitbandmessungskarte .......................................................................................................................................................... 146 5. Funklochkarte ................................................................................................................................................................................ 148 6. Infrastrukturatlas.......................................................................................................................................................................... 149 6.1 Hintergrund .................................................................................................................................................................................... 149 6.2 Entwicklung der Datenbeschaffung .................................................................................................................................... 149 6.3 Technische Weiterentwicklungen des ISA ...................................................................................................................... 150 6.4 Nutzung des ISA ............................................................................................................................................................................ 151 7. Analyseplattform .......................................................................................................................................................................... 153 7.1 Konzept .............................................................................................................................................................................................. 153 7.2 Nutzung ............................................................................................................................................................................................. 153 F Gerichtliche Verfahren................................................................................................................................................................. 154 1. Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln ............................................................................................................ 154 1.1 Widerruf einer Frequenzzuteilung ...................................................................................................................................... 154 1.2 Presseberichterstattung unter Namensnennung im Telekommunikationsrecht unrechtmäßig ........ 154 1.3 Rechtmäßigkeit einer Missbrauchsverfügung ............................................................................................................... 154 1.4 Widerruf einer Regulierungsverfügung erforderlich, um nicht mehr Zugangsverpflichtungen zu unterliegen ....................................................................................................................................................................................... 155 1.5 Offener Netzzugang: Entgelte auf Grundlage eines Benchmarks ........................................................................ 155 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 10 – 1.6 Verwaltungsgericht Köln befragt Europäischen Gerichtshof zum Prüfungsmaßstabs bei der Abwägung im Rahmen der Zugangsverpflichtung zu baulichen Anlagen ...................................................... 155 1.7 Rechtswidrigkeit der "5G-Entscheidung" ......................................................................................................................... 156 1.8 Kein einklagbares Recht auf Versorgung mit schnellem Internetzugang ........................................................ 156 1.9 Offener Netzzugang: Bestandsinfrastruktur gilt als mitgefördert ....................................................................... 156 1.10 Entgelte für Produkte missbräuchlich überhöht .......................................................................................................... 157 1.11 Zugang zu Kabelkanälen im Glasfaserausbau ................................................................................................................ 157 1.12 Ausnahmetatbestände von der Datenveröffentlichung im Infrastrukturatlas ............................................. 157 1.13 Offener Netzzugang: Umfang eines Antrags ................................................................................................................... 158 1.14 Unterversorgungsfeststellungen haben belastende Vorwirkung ......................................................................... 158 1.15 NI-ICS und Anwendbarkeit der §§ 170 ff. TKG auf nicht in Deutschland niedergelassene Unternehmen ................................................................................................................................................................................. 158 1.16 NI-ICS und Anwendbarkeit der Auskunftsverpflichtung nach § 203 TKG auf nicht in Deutschland niedergelassene Unternehmen .................................................................................................................. 159 1.17 Zweistufigkeit des Verfahrens nach § 126 TKG a.F. / § 202 TKG n.F. .................................................................. 159 2. Entscheidungen anderer Gerichte ....................................................................................................................................... 160 G Nummerierung ................................................................................................................................................................................ 161 1. Überblick über die Tätigkeiten .............................................................................................................................................. 161 2. Entwicklung in den einzelnen Nummernbereichen .................................................................................................. 162 2.1 Ortsnetzrufnummern und Nationale Teilnehmerrufnummern .......................................................................... 162 2.2 Maßnahmen nach der Einstellung des Offline-Billing-Verfahrens .................................................................... 165 2.3 R-Gespräche .................................................................................................................................................................................... 166 2.4 Rufnummern der Bereiche 0700, 0800, 0180 und 0900 ............................................................................................. 167 2.5 Betreiberkennzahlen, Rufnummern für Auskunfts- und Vermittlungsdienste, Onlinedienste und Massenverkehrsdienste .................................................................................................................................................... 168 2.6 Rufnummern für Mobile Dienste ......................................................................................................................................... 169 2.7 Technische Nummern ............................................................................................................................................................... 170 3. Nummern für Campusnetze ................................................................................................................................................... 171 H Frequenzregulierung .................................................................................................................................................................... 173 1. Entscheidung über die Nichtanordnung eines Vergabeverfahrens und übergangsweise Verlängerung von Frequenzen (BK1-22/001) ................................................................................................................. 173 2. Umsetzung der Präsidentenkammerentscheidung BK1-22/001 .......................................................................... 175 3. Neustart im 5G-Verfahren – BK1-25/001 ......................................................................................................................... 175 4. Überprüfung der Versorgungsauflage aus der Frequenzversteigerung 2019 ................................................. 176 5. Frequenzzuteilungen .................................................................................................................................................................. 178 5.1 Rundfunk .......................................................................................................................................................................................... 178 5.2 Satellitenfunk ................................................................................................................................................................................. 179 5.2.1 Nationale und internationale Koordinierung von Erdfunkstellen ................................................................. 179 5.2.2 Notifizierung von Erdfunkstellen bei der ITU .......................................................................................................... 179 5.2.3 Einzel-Frequenzzuteilungen für Erdfunkstellen und Satellitenfunknetze ................................................ 179 5.2.4 Internationale Anmeldung, Koordinierung und Notifizierung von Satellitensystemen bei der ITU .................................................................................................................................................................................................. 180 5.2.5 Übertragung der Orbit- und Frequenznutzungsrechte ........................................................................................ 180 5.2.6 GNSS-Repeater ......................................................................................................................................................................... 181 5.3 Kurzzeitfrequenzzuteilungen/Veranstaltungsbetreuung ........................................................................................ 181 5.4 Frequenzzuteilungen des Festen Funkdienstes unterhalb 30 MHz ..................................................................... 182 5.5 Mobilfunk ......................................................................................................................................................................................... 182 5.5.1 Zuteilungen (Verlängerung) für Mobilfunknetze .................................................................................................... 182 5.5.2 Frequenzzuteilungen in der Ausschließlichen Wirtschaftszone ..................................................................... 182 5.5.3 Parameterfestsetzung ............................................................................................................................................................ 183 5.5.4 Abschaltung der 2G-Mobilfunknetze ............................................................................................................................ 184 5.6 Campusnetze .................................................................................................................................................................................. 184 Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 11 – 5.7 Nichtöffentlicher mobiler Landfunk .................................................................................................................................. 185 5.8 Bündelfunk ...................................................................................................................................................................................... 185 5.9 Analoger Bahnfunk ..................................................................................................................................................................... 185 5.10 Amateurfunk .................................................................................................................................................................................. 185 5.11 Richtfunk .......................................................................................................................................................................................... 185 5.11.1 Zuteilungen ................................................................................................................................................................................ 185 5.11.2 Funkbetreiberauskunft ......................................................................................................................................................... 186 5.12 Bodenfunk, Flugnavigationsfunk, Luftfunk, Flugfunkzeugniswesen ................................................................ 187 5.13 See- und Binnenschifffahrtsfunk ......................................................................................................................................... 187 5.14 Ortungsfunk hoher Leistung (EIRP ≥ 50 Watt) .............................................................................................................. 187 6. Befristung unbefristeter Frequenzzuteilungen im nichtöffentlichen mobilen Landfunk ...................... 188 7. Befristung unbefristeter Frequenzzuteilungen der Funkanwendungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ......................................................................................................................... 188 8. Gesamtkonzept 410 - 470 MHz .............................................................................................................................................. 189 9. Internationale Grundlagen der Frequenzregulierung – Vorbereitung der Weltfunkkonferenz (WRC) und europäische Harmonisierung ........................................................................................................................ 189 10. Frequenzverordnung .................................................................................................................................................................. 190 11. Frequenzplan .................................................................................................................................................................................. 191 I Technische Regulierung .............................................................................................................................................................. 192 1. Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ..................................................................................................................... 192 1.1 Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV) ......................................................................................................... 192 1.2 Normung im Bereich EMV ...................................................................................................................................................... 192 1.2.1 Störaussendungen oberhalb 6 GHz ................................................................................................................................ 193 1.2.2 Überarbeitung der Fachgrundnormen für Störaussendungen ......................................................................... 193 1.2.3 Kabellose Energieübertragung (WPT) ........................................................................................................................... 194 1.2.4 EMV von Fahrzeugen ............................................................................................................................................................ 195 1.2.5 Normierungstätigkeit im Bereich der Multimediageräte und -einrichtungen ........................................ 195 1.2.6 Erstellen von harmonisierten EMV-Normen für Funkanlagen auf Grundlage der EMV-Richtlinie (2014/30/EU) bzw. der Funkanlagenrichtlinie (2014/53/EU) .......................................... 196 2. Wettbewerb und Verbraucherschutz durch Interoperabilität im Bereich von Telekommunikationsendeinrichtungen und Rundfunkübertragung ............................................................... 197 3. Anerkennung von Konformitätsbewertungsstellen ................................................................................................... 197 3.1 Notifizierte Stellen FuAG und EMVG ................................................................................................................................. 197 3.2 Drittstaatenabkommen ............................................................................................................................................................. 198 3.3 NANDO .............................................................................................................................................................................................. 198 3.4 KBeB .................................................................................................................................................................................................... 199 4. Europäische Normungs- und Standardisierungsaktivitäten im Funkbereich ............................................... 199 4.1 Erstellung von harmonisierten Normen auf Grundlage der Funkanlagenrichtlinie (2014/53/EU) und Initiierung von Regularien für innovative Funkprodukte ............................................................................. 200 4.2 Standardisierung von Breitbandfunkanwendungen im 2,4 GHz Band – WLANs ....................................... 200 4.3 Standardisierung von Breitbandigen Zugangssystemen in den Bereichen 5 GHz und 6 GHz – WLANs, LTE .................................................................................................................................................................. 200 4.4 Standardisierung von DECT / DECT-2020 NR ............................................................................................................... 200 4.5 Standardisierung neuer Technologien und rekonfigurierbarer Funksysteme .............................................. 201 4.6 Standardisierung von 5G und 6G ......................................................................................................................................... 201 4.7 Standardisierung von Network Function Virtualization .......................................................................................... 202 4.8 Standardisierung von ITS (Verkehrstelematik) ............................................................................................................. 203 4.9 Standardisierung von Richtfunk ........................................................................................................................................... 203 4.10 Standardisierung von Flug-, See- und Binnenschifffahrtsfunk ............................................................................ 204 4.11 Standardisierung im ITU-T-Sektor ..................................................................................................................................... 204 5. Bereitstellung von Funk-Schnittstellenbeschreibungen .......................................................................................... 204 6. Informationsverfahren nach Richtlinie 2015/1535/EU ............................................................................................ 205 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 12 – 7. Notruf ................................................................................................................................................................................................. 205 J Kundenschutz, Verbraucherschutz ........................................................................................................................................ 206 1. Zentrale Aufgabe Verbraucherschutz ................................................................................................................................. 206 2. Tätigkeit und Aufgaben im Bereich des Kundenschutzes ........................................................................................ 206 2.1 Aufgaben und Reichweite des behördlichen Kundenschutzes .............................................................................. 206 2.2 Entwicklung der Beschwerdezahlen ................................................................................................................................... 207 2.3 Entwicklungen im Bereich von Versorgungsstörungen ........................................................................................... 208 2.4 Entwicklungen im Bereich sonstiger Kundenschutzfragen .................................................................................... 210 3. Schlichtungsstelle Telekommunikation ........................................................................................................................... 211 3.1 Verfahrensweise der Schlichtungsstelle Telekommunikation .............................................................................. 211 3.2 Gegenstand der Schlichtungsanträge ................................................................................................................................. 211 3.3 Ergebnisse der Schlichtungsverfahren............................................................................................................................... 213 4. Geoblocking .................................................................................................................................................................................... 214 5. Breitbandmessung ....................................................................................................................................................................... 216 5.1 Neunter Jahresbericht ................................................................................................................................................................ 216 5.2 Nachweisverfahren bei Minderungsansprüchen ......................................................................................................... 217 5.3 Funkloch-App ................................................................................................................................................................................ 218 6. Bekämpfung von Rufnummernmissbrauch ................................................................................................................... 219 6.1 Behördlicher Verbraucherschutz durch die Verfolgung von Rufnummernmissbrauch .......................... 219 6.2 Unerwünschte SMS- und Messenger-Nachrichten ..................................................................................................... 220 6.3 Rufnummernmanipulation .................................................................................................................................................... 221 6.4 Ping-Anrufe ..................................................................................................................................................................................... 221 6.5 Telefonie-Dialer ............................................................................................................................................................................ 222 6.6 Hacking von Telefonanlagen bzw. Routern / Schadsoftware ................................................................................ 222 6.7 Belästigende Bandansagen ....................................................................................................................................................... 222 6.8 Fax-Spam .......................................................................................................................................................................................... 223 6.9 Falsche Hotlines von Fluggesellschaften .......................................................................................................................... 223 6.10 Irreführende Pop-up-Fehlermeldungen .......................................................................................................................... 224 6.11 Verfahrensabschlüsse ohne Maßnahmen ........................................................................................................................ 224 7. Verfolgung unerlaubter Telefonwerbung ........................................................................................................................ 224 7.1 Entwicklung der Beschwerdezahlen ................................................................................................................................... 224 7.2 Beschwerdethemen ..................................................................................................................................................................... 225 7.3 Sonstige Themen .......................................................................................................................................................................... 226 8. Marktüberwachung nach EMVG und FuAG ................................................................................................................... 227 8.1 Online- und Offline-Marktüberwachung im deutschen Einzelhandel ............................................................. 227 8.2 Zusammenarbeit mit dem Zoll .............................................................................................................................................. 228 8.3 Marktüberwachung auf Internet-Plattformen .............................................................................................................. 228 9. Zentrale Verbindungsstelle zur Europäischen Kommission................................................................................... 228 10. Deutsche Marktüberwachungskonferenz ........................................................................................................................ 229 11. Freie Endgerätewahl weiterhin auch für GPON-Glasfasernetze .......................................................................... 229 12. Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur ..................................................................................................... 230 12.1 Aktivitäten des Prüf- und Messdienstes ............................................................................................................................ 230 12.2 Funkstörungsbearbeitung ........................................................................................................................................................ 231 12.3 Messtechnische Prüfungen im Rahmen der Marktüberwachung ....................................................................... 232 12.4 Elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU) ................................................................................................. 232 13. Umweltverträglichkeit von Funkanlagen (EMF) .......................................................................................................... 234 13.1 Standortbescheinigungsverfahren ....................................................................................................................................... 234 13.2 Erweitertes Informationsangebot in der EMF-Datenbank ...................................................................................... 235 13.3 Verbesserung der bestehenden Digitalisierung ............................................................................................................. 235 K Fernmeldegeheimnis, Datenschutz und Sicherheit in der Telekommunikation .............................................. 236 Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 13 – 1. Öffentliche Sicherheit ................................................................................................................................................................ 236 1.1 Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen nach § 170 TKG sowie der TKÜV .......................................... 236 1.2 Mitwirkung bei technischen Ermittlungsmaßnahmen bei Mobilfunkendgeräten nach § 171 TKG .. 236 1.3 Auskunftsverfahren für Nutzer-, Bestands- und Verkehrsdaten sowie Speicherpflicht für bestimmte Verkehrsdaten nach §§ 170 und 174 TKG sowie der TKÜV ..................................................... 237 1.4 TR TKÜV Ausgabe 8.3 ................................................................................................................................................................. 237 1.5 Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen (§§ 165 bis 168 TKG) .................................................. 237 1.5.1 Katalog von Sicherheitsanforderungen nach § 167 TKG ..................................................................................... 237 1.5.2 Sicherheitskonzepte nach § 166 TKG ............................................................................................................................ 238 1.5.3 Mitteilung von Sicherheitsvorfällen nach § 168 TKG ........................................................................................... 238 1.5.4 Untersagung des Einsatzes kritischer Komponenten (§ 9b BSIG) ................................................................... 238 1.6 Automatisiertes Auskunftsverfahren, Daten für Auskunftsersuchen der Sicherheitsbehörden und Identifizierungsverfahren gemäß §§ 172, 173 TKG ............................................................................................ 238 2. Notfallvorsorge .............................................................................................................................................................................. 239 3. Vorgehen gegen verbotene Telekommunikationsanlagen...................................................................................... 239 III POLITISCHE UND WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG ..................................................... 241 A Beirat .................................................................................................................................................................................................... 242 B Wissenschaftlicher Arbeitskreis für Regulierungsfragen ............................................................................................. 244 C Forschungsprojekte ....................................................................................................................................................................... 245 ANHANG ................................................................................................................................................................... 263 Anhang 1: Mitglieder des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen ................................................ 264 Anhang 2: Zusammenfassende Darstellung des Nummernraums für öffentliche Telekommunikation............. 266 VERZEICHNISSE ................................................................................................................................................... 269 Abbildungsverzeichnis .............................................................................................................................................................................. 270 Tabellenverzeichnis ................................................................................................................................................................................... 272 Abkürzungsverzeichnis ............................................................................................................................................................................ 274 Impressum ...................................................................................................................................................................................................... 285 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 14 – I Wettbewerbsentwicklung Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 15 – A Grundzüge der Marktentwicklung Die Lage und die Entwicklung auf dem Gebiet der Telekommunikation werden im Folgenden anhand ausgewählter Marktstrukturdaten beschrieben. Dazu wird zunächst auf die Außenumsatzerlöse, die Sachinvestitionen und die Mitarbeitenden der Unternehmen eingegangen. Anschließend werden die Segmente Festnetz und Mobilfunk dargestellt. 1. Telekommunikationsmarkt insgesamt 1.1 Außenumsatzerlöse Die Außenumsatzerlöse auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt erhöhten sich im Jahr 2024 auf 61,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr (2023: 59,8 Mrd. Euro). Damit konnte die positive Entwicklung der letzten Jahre auch im Jahr 2024 fortgesetzt werden. Abbildung 1: Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt Die Deutsche Telekom AG konnte ihre Außenumsatzerlöse um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 27,4 Mrd. Euro im Jahr 2024 steigern. Die Außenumsatzerlöse der Wettbewerber sind geringfügig um etwa 0,6 % auf 33,9 Mrd. Euro gesunken. Der Marktanteil der Wettbewerber betrug 55 % im Jahr 2024 gegenüber 57 % im Jahr zuvor und der der Deutschen Telekom AG 45 % beziehungsweise 43 %. 25,0 25,1 24,7 24,6 24,4 24,6 24,7 25,1 25,3 25,7 27,4 31,8 32,3 32,2 32,1 32,6 32,9 32,5 33,3 33,9 34,1 33,9 56,8 57,4 56,9 56,7 57,0 57,5 57,2 58,4 59,2 59,8 61,3 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt in Mrd. € Wettbewerber Deutsche Telekom AG gesamt Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 16 – Tabelle 1: Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt 29,9 Mrd. Euro. Sie sind gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 (30,4 Mrd. Euro) um 1,6 % gesunken. Sowohl bei der Deutschen Telekom AG als auch bei den Wettbewerbern war die Umsatzentwicklung im Halbjahresvergleich rückläufig. Die Außenumsatzerlöse der Deutschen Telekom AG sanken um 1,5 % auf 13,4 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2025 und die der Wettbewerber um 1,8 % auf 16,5 Mrd. Euro. Eine Betrachtung nach Marktsegmenten zeigt, dass der größte Anteil auf das Festnetz entfällt. Mit 51 % bzw. 31,33 Mrd. Euro im Jahr 2024 lag der Anteil dieses Segments über dem des Mobilfunks mit 45 % bzw. 27,48 Mrd. Euro. Beide Segmente wiesen im Vergleich des ersten Halbjahres 2025 mit dem des Vorjahres geringfügig rückläufige Außenumsatzerlöse auf. Im Festnetz betrug der Rückgang 1,6 % und im Mobilfunk 1,9 %. Tabelle 2: Außenumsatzerlöse nach Segmenten Auf das Segment sonstige Außenumsatzerlöse entfielen 4 % (2,48 Mrd. Euro). Dieses umfasst u. a. Außenumsatzerlöse über Satellitenfunknetze (breitbandiges Internet, Telefonie und Fernsehen) und Außenumsatzerlöse mit virtuellen Sprachkommunikationsdiensten, die über das Internet erbracht werden und öffentlich zugeteilte Nummerierungsressourcen verwenden (z. B. Cloud-Telefonie). Außerdem enthält dieser Bereich weitere Umsatzerlöse der Deutschen Telekom AG, die das Unternehmen als Außenumsatzerlöse in Deutschland berichtet und hier in die Größe der Außenumsatzerlöse auf dem TK-Markt eingehen, aber nicht im engeren Sinn zu den Umsatzerlösen über Fest- und Mobilfunknetze zählen, sowie Umsatzerlöse mit Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund der regulatorischen Einordnung dieser Unternehmen und der Deutschen Telekom AG als einheitliches Unternehmen nicht als konzernexterne Umsatzerlöse anzusehen sind. Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. € in Mrd. € in % in Mrd. € Gesamt 29,9 30,4 -1,6 61,3 Deutsche Telekom AG 13,4 13,6 -1,5 27,4 Wettbewerber 16,5 16,8 -1,8 33,9 Quelle: Bundesnetzagentur Außenumsatzerlöse nach Segmenten H1 2025 H1 2024 Veränderung 2024 Anteil in Mrd. € in Mrd. € in % in Mrd. € in % Außenumsatzerlöse auf dem TK-Markt 29,9 30,4 -1,6 61,3 100 Außenumsatzerlöse über Festnetze 15,39 15,64 -1,6 31,33 51 Außenumsatzerlöse über Mobilfunknetze 13,26 13,52 -1,9 27,48 45 sonstige Außenumsatzerlöse 1,28 1,25 2,4 2,48 4 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 17 – Das Festnetz lässt sich weiter in die Bereiche xDSL-/Fttx-Netze und HFC-Netze unterteilen. Der weitaus überwiegende Anteil der Außenumsatzerlöse im Festnetz entfiel im Jahr 2024 mit 82 % (25,73 Mrd. Euro) auf Außenumsatzerlöse über xDSL-/Fttx-Netze. Der Anteil der HFC-Netze betrug 18 % (5,60 Mrd. Euro). 1.1.1 xDSL-/Fttx-Netze Die Außenumsatzerlöse im Segment der xDSL-/Fttx-Netze betrugen 25,73 Mrd. Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Plus von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr (25,07 Mrd. Euro). Die Verteilung der Außenumsatzerlöse auf Endkundenleistungen, Vorleistungen und sonstige Leistungen hat sich im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Auf Endkundenleistungen, die mit Leistungen für private, gewerbliche und öffentliche Endverbraucherinnen und Endverbraucher erzielt werden, entfielen wie im Vorjahr 84 %. Der Anteil der Außenumsatzerlöse, der auf Vorleistungen für konzernexterne Festnetz- und Mobilfunkanbieter sowie reine Diensteanbieter entfällt, lag bei 15 % (2023: 16 %). Hierunter fallen Vorleistungsprodukte für Sprachverkehr und Telefonie, Breitband und Internet sowie Infrastrukturleistungen. Der Anteil der Außenumsatzerlöse mit sonstigen Leistungen betrug unverändert gegenüber dem Vorjahr 1 %.1 1.1.2 HFC-Netze Die Außenumsatzerlöse der Betreiber von HFC-Netzen beliefen sich im Jahr 2024 auf 5,60 Mrd. Euro gegenüber 5,95 Mrd. Euro im Jahr 2023. Mit etwa 95 % entfiel der weitaus überwiegende Anteil im Jahr 2024 wie auch im Vorjahr auf Endkundenleistungen. Der Anteil der Außenumsatzerlöse mit Vorleistungen lag – wie auch im Jahr 2023 – bei 2 %. Das HFC-Vorleistungsgeschäft hat im Vergleich zum Segment der xDSL-/Fttx-Netze eine geringe Bedeutung. Auf sonstige Außenumsatzerlöse entfielen 3 % im Jahr 2024 bzw. 4 % im Jahr zuvor.2 1.1.3 Mobilfunknetze Die Außenumsatzerlöse über Mobilfunknetze lagen im Jahr 2024 mit 27,48 Mrd. Euro geringfügig unter dem Wert des Vorjahres (2023: 27,60 Mrd. Euro). Auf Endkundenleistungen (ohne Endgeräte) entfielen 70 %, auf Vorleistungen 7 %, auf Endgeräte 19 % der Außenumsatzerlöse und auf sonstige Außenumsatzerlöse 4 %. Die Anteile im Jahr 2023 beliefen sich auf 68 % (Endkundenleistungen), 8 % (Vorleistungen), 20 % (Endgeräte) und 3 % (Sonstige).3 Die Verteilung der Außenumsatzerlöse im Mobilfunk zum einen auf Netzbetreiber und zum anderen auf Diensteanbieter und MVNO (Mobile Virtual Network Operators) weist Unterschiede auf. Im Jahr 2024 entfielen 82 % der gesamten Außenumsatzerlöse im Mobilfunk auf die Netzbetreiber. Der Marktanteil der Diensteanbieter und MVNO lag bei 18 %. 1 Abweichung in der Summe ist rundungsbedingt. 2 Abweichung in der Summe ist rundungsbedingt. 3 Abweichung in der Summe ist rundungsbedingt. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 18 – Tabelle 3: Außenumsatzerlöse im Mobilfunk 1.2 Sachinvestitionen Die Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt sind im Jahr 2024 um 4,0 % auf 15,5 Mrd. Euro gegenüber 14,9 Mrd. Euro im Vorjahr gestiegen. Die Investitionsschwerpunkte der Unternehmen lagen im Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunkinfrastruktur. Abbildung 2: Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt Die Wettbewerber investierten ca. 10,2 Mrd. Euro im Jahr 2024 verglichen mit 9,5 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Die Investitionen der Deutschen Telekom AG lagen bei 5,3 Mrd. Euro4 im Jahr 2024 gegenüber 5,4 Mrd. Euro im Jahr 2023. 4 Die Investitionen der Gemeinschaftsunternehmen Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG und GlasfaserPlus GmbH wurden zu 50 % bzw. zu 100 % der Deutschen Telekom AG angerechnet. Bei der Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG handelt es sich um ein im Jahr 2020 von der Telekom Deutschland GmbH und der EWE AG gegründetes paritätisches Gemeinschaftsunternehmen. Die GlasfaserPlus GmbH ist Außenumsatzerlöse im Mobilfunk H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 Anteil in Mrd. € in Mrd. € in % in Mrd. € in % Gesamt 13,26 13,52 -1,9 27,48 100 Netzbetreiber 10,88 11,15 -2,4 22,65 82 Diensteanbieter und MVNO 2,38 2,37 0,4 4,83 18 Quelle: Bundesnetzagentur 3,4 3,9 4,4 4,3 4,4 4,4 4,6 4,5 4,9 5,4 5,3 4,2 4,1 3,9 4,2 4,7 5,4 6,2 7,0 8,5 9,5 10,2 7,6 8,0 8,3 8,5 9,1 9,8 10,8 11,5 13,4 14,9 15,5 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt in Mrd. € Wettbewerber (inkl. Kabel-TV-Anbieter) Deutsche Telekom AG¹⁾ gesamt 1) Investitionen in Gemeinschaftsunternehmen (TK) anteilig angerechnet Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 19 – Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt 6,4 Mrd. Euro. Sie lagen um 8,6 % unter dem Wert des Vorjahreshalbjahres (7,0 Mrd. Euro). Die Wettbewerber investierten 4,1 Mrd. Euro und die Deutsche Telekom AG 2,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr betrug der Rückgang bei den Wettbewerbern 8,9 % und bei der Deutschen Telekom AG 8,0 %. Tabelle 4: Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt Die Unternehmen investierten überwiegend in neue Breitband-Netzinfrastrukturen. Hierunter fallen Investitionen, welche die Versorgung mit bzw. die Leistungsfähigkeit von Anschlüssen erhöhen. Im Jahr 2024 betrug ihr Anteil an den Gesamtinvestitionen ungefähr 81 %. In den Erhalt bereits bestehender Breitband- Netzinfrastrukturen flossen ca. 9 % und auf sonstige Investitionen entfielen etwa 10 %. Hierzu zählen u. a. Investitionen in Teilnehmerendgeräte, in den Ausbau von Rechenzentren und Investitionen zur Sicherstellung der Kundenbetreuung.5 Seit der Marktöffnung im Jahr 1998 bis zum Ende des Jahres 2024 investierten die Unternehmen insgesamt 230,0 Mrd. Euro in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt. Von dieser Summe entfielen 55 % auf die Wettbewerber (127,0 Mrd. Euro) und 45 % (103,0 Mrd. Euro) auf die Deutsche Telekom AG. Die zuvor beschriebenen Investitionen umfassen erworbene und selbsterstellte Sachanlagen. Daneben können Sachanlagen gemietet oder gepachtet werden (Leasing). Der Leasingnehmer erhält vom Leasinggeber das Recht auf Nutzung des Vermögenswertes. Nach IFRS 16 bilanzierende Unternehmen sind verpflichtet, solche Nutzungsrechte in der Bilanz zu aktivieren. Im Telekommunikationsbereich entfallen Nutzungsrechte z. B. auf angemietete Netzinfrastruktur, Mobilfunkstandorte oder Rechenzentren. eine von der Telekom Deutschland GmbH 2020 gegründete Gesellschaft. Als Partner akquirierte die Telekom Deutschland GmbH im Jahr 2021 den australischen Infrastrukturinvestor IFM Investors und den von ihr beratenen IFM Global Infrastructure Fund. Als sogenanntes „Wholesale-only“-Unternehmen haben die Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG und GlasfaserPlus GmbH kein eigenes Endkundengeschäft, sondern sind ausschließlich auf dem Vorleistungsmarkt tätig. 5 Bei der Interpretation der Daten ist zu berücksichtigen, dass der Zuordnung der Investitionen in bestehende Breitband- Netzinfrastrukturen und in neue Breitband-Netzinfrastrukturen sowie zum Bereich sonstige Investitionen ein unterschiedliches Verständnis der im Rahmen der Erhebung zu diesem Bericht befragten Unternehmen zugrunde liegen kann. Zudem konnten nicht alle Unternehmen eine Aufteilung ihrer Daten vornehmen. Die Berechnung der Anteile erfolgte ohne diese Unternehmen. Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. € in Mrd. € in % in Mrd. € Gesamt 6,4 7,0 -8,6 15,5 Deutsche Telekom AG1) 2,3 2,5 -8,0 5,3 Wettbewerber 4,1 4,5 -8,9 10,2 1) Investitionen in Gemeinschaftsunternehmen (TK) anteilig angerechnet Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 20 – Das Sale-and-Lease-Back-Verfahren stellt eine besondere Form des Leasings dar. Ein Wirtschaftsgut wird verkauft, um es anschließend wieder zurück zu mieten. Im Bereich des Mobilfunks wurde dieses Verfahren insbesondere im Rahmen der Veräußerung der passiven Netzinfrastruktur durch die Mobilfunknetzbetreiber angewendet. Bei den Unternehmen Deutsche Telekom und Vodafone erfolgte der Verkauf und die Rückmietung der passiven Mobilfunknetzinfrastruktur verbunden mit der Aktivierung des entsprechenden Nutzungsrechts im Jahr 2023, bei der Telefónica Deutschland in den beiden Jahren zuvor. Der Vermögenswert der Nutzungsrechte für neu über Leasing beschaffte Sachanlagen im Telekommunikationsbereich betrug im Jahr 2024 etwa 1,6 Mrd. Euro und im Vorjahr ca. 4,4 Mrd. Euro. Diese Zahlen sind in der Grafik bzw. Tabelle "Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt" nicht enthalten. 1.3 Mitarbeitende Die Unternehmen auf dem Telekommunikationsmarkt in Deutschland beschäftigten 125.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ende des ersten Halbjahres 2025. Damit lag die Zahl um 1,6 % unter der zum Ende des Jahres 2024 (128.000 Beschäftigte). Die Deutsche Telekom AG reduzierte ihren Personalbestand gegenüber dem Vorjahr um 1.100 auf 73.600 zum Ende des ersten Halbjahres 2025 und die Wettbewerber um 1.000 auf 52.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Abbildung 3: Mitarbeitende 110,4 104,7 101,9 98,1 94,1 89,0 85,2 81,5 78,7 74,7 73,6 55,5 54,9 51,8 49,8 49,7 50,8 50,6 51,5 53,7 53,3 52,3 165,9 159,6 153,7 147,9 143,8 139,8 135,8 133,0 132,4 128,0 125,9 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Mitarbeitende auf dem Telekommunikationsmarkt in Tsd. Deutsche Telekom AG¹ Wettbewerber gesamt1) Mitarbeitende von Gemeinschaftsunternehmen (TK) anteilig angerechnet Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 21 – 2. Festnetz 2.1 Breitbandanschlüsse Die Anzahl der vertraglich gebuchten Breitbandanschlüsse6 stieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 auf insgesamt rund 38,7 Mio. Anschlüsse. Abbildung 4: Aktive Breitbandanschlüsse in Festnetzen Mit einem Anteil von rund 60 % (23,2 Mio.) basierte der Großteil der Breitbandanschlüsse weiterhin auf unterschiedlichen DSL-Technologien.7 Auf alle anderen Anschlussarten entfielen insgesamt etwa 15,5 Mio. Anschlüsse. Hier wurden die meisten Zugänge auf Basis von HFC-Netzen (ca. 8,5 Mio.) realisiert. Auf Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnung oder in das Haus der Kundinnen und Kunden reichen (FttH/FttB), beruhten rund 5,8 Mio. Anschlüsse. Rund 0,9 Mio. Anschlüsse entfielen auf stationäre drahtlose Breitbanddienste. Hierbei handelt es sich um drahtlose LTE-/5G-Anschlüsse zur stationären Nutzung.8 Etwa 0,3 Mio. Anschlüsse verteilten sich auf funkbasierte Technologien (Richtfunk), Festverbindungen sowie Satellit. Das gegenüber dem Vorjahr moderate Wachstum der Breitbandanschlüsse wurde vor allem von einer Zunahme der Anschlüsse auf Basis von Glasfaserleitungen (FttB/FttH) getragen. Hierdurch konnten insbesondere die 6 Unter Breitbandanschlüsse fallen alle Anschlüsse mit einer Bandbreite von mindestens 144 kbit/s. Hierbei orientiert sich die Bundesnetzagentur an den derzeit gültigen Vorgaben der Europäischen Kommission im Rahmen der EU-Breitbandstatistik (COCOM). 7 Inklusive Hybride Anschlüsse (Kombination eines DSL-Festnetzanschlusses mit einem Mobilfunknetz (LTE oder 5G) über einen speziellen Hybrid-Router). 8 Seit dem Jahr 2022 sind stationäre drahtlose Breitbanddienste in den Anschlusszahlen enthalten. Zuvor erfolgte eine Berücksichtigung dieser Anschlüsse im Mobilfunkbereich. 23,5 24,0 24,7 25,0 25,3 25,4 25,4 24,7 24,5 23,6 23,2 6,6 7,2 7,7 8,0 8,3 8,7 8,8 8,7 8,6 8,5 8,5 0,4 0,6 0,8 1,1 1,5 2,0 2,6 3,4 4,3 5,3 5,8 0,7 0,9 0,9 0,9 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,3 0,3 30,7 32,0 33,2 34,2 35,2 36,2 36,9 37,5 38,4 38,6 38,7 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Aktive Breitbandanschlüsse in Festnetzen in Mio. Festverbindungen, Richtfunk, Satellit u. Sonstige Stationäre drahtlose Breitbanddienste via LTE/5G FttH/FttB HFC DSL Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 22 – Verluste bei DSL mehr als ausgeglichen werden. Zudem war im ersten Halbjahr 2025 ein Zuwachs bei Breitbandanschlüssen über Satellit zu beobachten. Allgemein ist festzustellen, dass derzeit vor allem DSL-Anschlüsse durch Glasfaserprodukte ersetzt werden. Abbildung 5: Anteile an den Breitbandanschlüssen in Festnetzen Im Hinblick auf die Vermarktung gegenüber Endkundinnen und Endkunden konnten die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 einen Anteil an der Gesamtzahl aller Breitbandanschlüsse von rund 61 % erreichen und somit ihre Anteile behaupten. 2.1.1 Übertragungsraten Auf dem Breitbandmarkt werden weiterhin zunehmend Anschlüsse mit hohen nominellen Übertragungsraten nachgefragt. Zur Jahresmitte 2025 verfügten etwa 21,8 Mio. Breitbandanschlüsse über eine vermarktete maximale Downloadrate von mindestens 100 Mbit/s. Bezogen auf die Gesamtzahl der insgesamt in Festnetzen geschalteten Breitbandanschlüsse (38,7 Mio.) wiesen somit deutlich mehr als die Hälfte aller Breitbandanschlüsse zu diesem Zeitpunkt eine vermarktete Bandbreite von 100 Mbit/s oder mehr auf. Darüber hinaus waren im ersten Halbjahr 2025 deutliche Zuwächse bei vermarkteten Bandbreiten zwischen 300 und 500 Mbit/s sowie Bandbreiten von mindestens einem Gbit/s festzustellen. Insgesamt wiesen etwa 5,8 Mio. Breitbandanschlüsse zu diesem Zeitpunkt eine nominelle Mindestbandbreite von 300 Mbit/s auf. Über Bandbreiten von einem Gbit/s und mehr verfügten 2,7 Mio. Anschlüsse. 41,2 40,6 39,7 39,5 39,0 38,8 39,1 39,1 39,0 39,1 39,0 58,8 59,4 60,3 60,5 61,0 61,2 60,9 60,9 61,0 60,9 61,0 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Anteile an den Breitbandanschlüssen in Festnetzen in Prozent Deutsche Telekom AG (direkte Endkunden) Wettbewerber Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 23 – Abbildung 6: Verteilung der vermarkteten Maximalbandbreiten im Download bei aktiven Festnetz- Breitbandanschlüssen9 Noch etwa 0,8 Mio. Anschlüsse waren zum Ende des ersten Halbjahres 2025 mit einer vermarkteten Datenrate von weniger als 10 Mbit/s ausgestattet. 2.1.2 DSL-Anschlüsse Die Entwicklung der DSL-Anschlusszahlen ist weiterhin rückläufig. Bis zur Jahresmitte 2025 ging die Zahl der DSL-Anschlüsse auf insgesamt ca. 23,2 Mio. zurück. Davon entfielen rund 13,5 Mio. Anschlüsse auf direkte Endkundinnen und Endkunden der Deutschen Telekom AG sowie etwa 9,7 Mio. Anschlüsse auf Wettbewerbsunternehmen, welche die DSL-Zugänge zumeist auf Basis von spezifischen Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom AG oder alternativer Carrier gegenüber Endkundinnen und Endkunden vermarkteten. Auf Grundlage dieser Zahlen erreichten die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG im DSL-Segment bis Mitte 2025 einen Vermarktungsanteil von rund 42 %. 9 Der Rückgang im Segment 100 bis unter 300 Mbit/s ist möglicherweise insbesondere auf Inkonsistenzen in den Datenbeständen bei einzelnen Unternehmen zurückzuführen. 1,2 5,6 12,2 15,0 1,1 1,1 2,2 0,8 5,1 11,2 16,3 1,3 1,4 2,5 0,8 4,8 11,3 16,0 1,7 1,4 2,7 unter 10 Mbit/s 10 bis unter 30 Mbit/s 30 bis unter 100 Mbit/s 100 bis unter 300 Mbit/s 300 bis unter 500 Mbit/s 500 Mbit/s bis unter 1Gbit/s 1 Gbit/s und mehr Verteilung der vermarkteten Maximalbandbreiten im Download bei aktiven Festnetz-Breitbandanschlüssen in Mio. 2023 2024 Q2/2025 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 24 – Abbildung 7: Aktive DSL-Anschlüsse An der Gesamtzahl aller DSL-Anschlüsse konnte die VDSL-Technik mit einem Bestand von ca. 20,2 Mio. Anschlüssen einen Anteil von rund 87 % bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 erreichen. Etwa 8,5 Mio. VDSL- Anschlüsse wurden von Wettbewerbsunternehmen vermarktet. Rund 11,7 Mio. direkte VDSL-Kunden konnte die Deutsche Telekom AG zu diesem Zeitpunkt verbuchen. Ein Großteil der VDSL-Anschlüsse ist mit der Vectoring-Technologie ausgestattet. Auf Grundlage dieser Technologie können Übertragungsraten von maximal 250 Mbit/s erreicht werden. Bei den von der Deutschen Telekom AG für Wettbewerber bereitgestellten Bitstrom- und Resale-Vorleistungen war im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Jahresende 2024 erstmals eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Gegenüber dem Jahr 2024 gingen diese Vorleistungen in der ersten Jahreshälfte 2025 um rund 0,2 Mio. zurück. Die Anzahl der von Wettbewerbern betriebenen Anschlüsse, die auf einer hochbitratigen entbündelten Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Deutschen Telekom AG sowie auf Vorleistungen anderer Carrier und Eigenrealisierung basierten, lag zur Jahresmitte weiter bei etwa 1,5 Mio. 2.1.3 Breitbandanschlüsse über HFC Die hybriden, aus Glasfaser- und Koaxialkabeln bestehenden HFC-Netze ermöglichen Angebote von derzeit bis zu 1 Gbit/s im Download. Zur Jahresmitte 2025 lag die Nutzung der HFC-Infrastruktur bei rund 8,5 Mio. Anschlüssen, wobei auf die nachgefragte Bandbreite 1 Gbit/s rund 2,2 Mio. Anschlüsse (26 %) entfielen. 12,6 12,9 13,1 13,3 13,5 13,7 13,9 13,9 14,0 13,7 13,5 3,2 4,3 5,8 6,7 7,3 7,7 8,0 8,1 8,3 8,4 8,2 7,7 6,8 5,8 5,0 4,5 4,0 3,5 2,7 2,2 1,5 1,5 23,5 24,0 24,7 25,0 25,3 25,4 25,4 24,7 24,5 23,6 23,2 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Aktive DSL-Anschlüsse in Mio. Wettbewerber über TAL-Vorleistung der Deutschen Telekom AG, Vorleistungen alternativer Carrier sowie Eigenrealisierung Wettbewerber über Bitstrom- und Resalevorleistung der Deutschen Telekom AG¹⁾ Deutsche Telekom AG (direkte Endkunden) 1) Die Angaben zu Bistrom und Resale enthalten bis zum Jahr 2023 einen geringen Anteil an Vorleistungen für Glasfaseranschlüsse Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 25 – Abbildung 8: Aktive Breitbandanschlüsse über HFC 2.1.4 Breitbandanschlüsse über FttH/FttB Lichtwellenleiter gelten wegen ihrer hervorragenden technischen Eigenschaften und den dadurch nahezu unbegrenzt realisierbaren Übertragungsraten als ideales Medium für den Datentransport. Die Verbreitung aktiver Glasfaseranschlüsse (Homes Activated) für private, gewerbliche und öffentliche Endkundinnen und Endkunden stieg zur Jahresmitte 2025 auf 5,8 Mio. und übertraf den Bestand Ende 2024 um ca. 0,5 Mio. Rund 4,6 Mio. aktive Anschlüsse entfielen auf FttH10 (79 %) und rund 1,2 Mio. auf FttB11 (21 %). Infolge der positiven Nachfrageentwicklung ist der Anteil der Homes Activated an den gesamten aktiven Breitbandanschlüssen in Festnetzen von 13,7 % im Jahr 2024 auf 14,9 % zur Jahresmitte 2025 gestiegen. Die dennoch geringe Verbreitung solcher Anschlüsse ist im Wesentlichen auf den hohen Versorgungsgrad mit bestehenden leistungsfähigen Infrastrukturen (VDSL-Vectoring und HFC-Netze) zurückzuführen. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach höheren Datenraten wird für die kommenden Jahre erwartet, dass sich der FttH/FttB- Anteil deutlich erhöhen wird. 10 Im Falle von FttH (Fiber to the Home) wird die Glasfaserinfrastruktur bis zur Netzabschlusseinrichtung beim Endkunden (z. B. Wohnung des Teilnehmers) geführt, d.h. auch die hausinterne Verkabelung zu den einzelnen Teilnehmern erfolgt durch Glasfaser. 11 Im Falle von FttB (Fiber to the Building) führt die Glasfaserinfrastruktur bis in das Gebäude. Die Verteilung der Signale zu den einzelnen Teilnehmern erfolgt entweder über hausinterne Kupferdoppeladern mittels einer G.Fast/VDSL-Technologie oder über eine hausinterne Koaxialkabelinfrastruktur mittels DOCSIS-Technologie. 6,6 7,2 7,7 8,0 8,3 8,7 8,8 8,7 8,6 8,5 8,5 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Aktive Breitbandanschlüsse über HFC in Mio. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 26 – Abbildung 9: Aktive Breitbandanschlüsse über FttH/FttB Trotz des bundesweit kontinuierlichen Anstiegs der aktiven Glasfaseranschlüsse (Homes Activated) bestehen weiterhin deutliche regionale Unterschiede. Auf Grundlage der gemeldeten regionalen Daten, die sich ausschließlich auf private Endkundinnen und Endkunden beziehen, wurde zur Jahresmitte 2025 der prozentuale Anteil der aktivierten Glasfaseranschlüsse an der Gesamtzahl der aktiven Anschlüsse nach Bundesländern ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Bundesländer – insbesondere Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen – überdurchschnittlich hohe Aktivierungsanteile aufweisen, während andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Thüringen, das Saarland und Bremen deutlich geringere Aktivierungsquoten verzeichnen. Auch wenn sich die Zahl der aktiven Anschlüsse zwischen den Bundesländern erheblich unterscheidet, ermöglicht der Ausweis der Glasfaser-Aktivierungsquoten dennoch eine proportionale Darstellung der regionalen Unterschiede. 0,3 0,3 0,4 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 1,1 1,2 1,2 0,1 0,3 0,4 0,5 0,8 1,2 1,7 2,4 3,2 4,1 4,6 0,4 0,6 0,8 1,1 1,5 2,0 2,6 3,4 4,3 5,3 5,8 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Aktive Breitbandanschlüsse über FttH/FttB in Mio. FttH FttB gesamt Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 27 – Abbildung 10: Anteil Glasanschlüsse an allen aktiven Anschlüssen auf Bundesländerebene Die Anzahl der Homes Connected mit den beiden Zugangsvarianten FttH und FttB, die sowohl aktive (Homes Activated) als auch nicht aktive Glasfaseranschlüsse umfassen, belief sich auf 9,5 Mio. Anschlüsse zur Mitte des Jahres 2025. Damit konnte innerhalb eines halben Jahres ein Anstieg von 0,9 Mio. erzielt werden. Homes Connected sind bereits vollständig ausgebaut, sodass der Anschluss ohne weitere infrastrukturelle Maßnahmen jederzeit in Betrieb genommen werden kann. Daneben hat sich die Anzahl der Homes Passed zur Jahresmitte 2025 um 2,8 Mio. auf 24,6 Mio. erhöht.12 Die sich daraus ergebende Take-up-Rate, als Anteil der Homes Activated an den Homes Passed, lag zur Mitte des Jahres 2025 bei etwa 24 %. Die Homes Passed umfassen neben den Homes Connected auch Endkundinnen und Endkunden, bei denen in unmittelbarer Nähe der Grundstücksgrenze ein Glasfaserkabel oder Rohrverband 12 Abweichungen zu an anderer Stelle veröffentlichten Daten der Bundesnetzagentur, wie die im Breitbandatlas, ergeben sich u. a. aufgrund folgender methodischer Unterschiede in der Datenerhebung und -aufbereitung: a) Maßgebliches Unterscheidungskriterium ist, dass die in diesem Kapitel beschriebenen Ergebnisse auf den gemeldeten absoluten Werten der Unternehmen zu Homes Activated, Homes Connected sowie Homes Passed für das gesamte Bundesgebiet beruhen. Im Gegensatz dazu übermitteln die Unternehmen für den Breitbandatlas die FttH/FttB-Endkundenanschlüsse auf Basis einzelner Adresspunkte bzw. adressgenauer Versorgungsgebiete. Diese adressbezogene Versorgungsmeldung ermöglicht durch Verschneidung mit Haushaltsdaten die Versorgung konkreten Haushalten und Unternehmensstandorten zuordnen zu können (vgl. Methodenbericht des Breitbandatlas). b) Während die hier beschriebenen Ergebnisse auf Basis einer den Unternehmen vorgegebenen Aufteilung in Homes Activated, Homes Connected und Homes Passed ermittelt werden, unterscheidet der Breitbandatlas derzeit noch nicht zwischen den Kategorien Homes Connected und Homes Passed. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 28 – vorbeiführt, das/der speziell für deren Versorgung mit FttH/FttB vorgesehen ist. Der Anschluss bedarf in solchen Fällen weiterer Investitionen. Bei mehreren lokal ausbauenden Telekommunikationsunternehmen können aufgrund der Datenerhebungsmethode noch nicht angeschlossene Endkundinnen und Endkunden mit der genannten Netzinfrastruktur nahe dem Grundstück mehrfach erfasst sein; die Anzahl an Doppelzählungen dürfte jedoch vergleichsweise gering ausfallen. Mit der Größe der Homes Passed lässt sich eine Aussage darüber treffen, in welchem Umfang die Glasfasernetze infrastrukturell in Nähe von Grundstücken ausgebaut sind. Die Schlussfolgerung, in welchem Zeitraum der Anschluss für die Endkundinnen und Endkunden anschließend tatsächlich buchbar und dann aktivierbar ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich aus dieser Größe nicht ableiten. Tabelle 5: Anzahl der Homes Passed, Homes Connected und Homes Activated 2.1.5 Breitbandanschlüsse über Satellit Zur Jahresmitte 2025 nutzten knapp 122.000 Kundinnen und Kunden einen nahezu ortsunabhängigen Zugang zum Internet über Satellit (2024: 83.000). Die Nachfrage verharrt ungeachtet der Steigerung weiterhin auf niedrigem Niveau, da bei entsprechender Verfügbarkeit alternative Zugangsmöglichkeiten oftmals eine höhere maximal mögliche Übertragungsrate aufweisen. In Regionen, die nicht oder nur unzureichend durch andere Technologien erschlossen sind, kann Satelliteninternet aber einen Beitrag zu einer vollständigen Breitbandversorgung leisten. 2.2 Datenvolumen Das auf Basis von Breitbandanschlüssen in Festnetzen abgewickelte Datenvolumen nimmt weiterhin zu. Bis Ende des Jahres 2024 wurden insgesamt rund 149 Mrd. GB von den Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt. Dies entsprach zu diesem Zeitpunkt für alle dem Festnetz zugeordneten Breitbandanschlüsse im Durchschnitt einem monatlichen Datenvolumen von ca. 322 GB und somit einer deutlichen Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Anzahl der Homes Passed, Homes Connected und Homes Activated 2023 2024 Q2/2025 Homes Passed 17,9 Mio. 21,8 Mio. 24,6 Mio. davon Homes Connected 7,3 Mio. 8,6 Mio. 9,5 Mio. davon Homes Activated 4,3 Mio. 5,3 Mio. 5,8 Mio. Take-up-Rate (Homes Activated/Homes Passed) 24% 24% 24% Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 29 – Abbildung 11: Datenvolumen in Festnetzen Bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 wurden etwa 85,1 Mrd. GB auf Grundlage von festnetzbasierten Breitbandanschlüssen generiert. Gegenüber dem Halbjahreswert 2024 (ca. 73,1 Mrd. GB) entspricht dies einer relativen Veränderung von rund 16 %. Tabelle 6: Datenvolumen in Festnetzen Bei einer Interpretation der dargestellten Daten ist zu berücksichtigen, dass die IPTV-Nutzung über geschlossene Datennetze erstmals beim Halbjahreswert 2025 Berücksichtigung finden konnte. Darüber hinaus sind die Anschlusszahlen zu stationären drahtlosen Breitbanddiensten sowie die entsprechenden Verkehrsmengen erst ab dem Jahresende 2024 mit in die Darstellung eingeflossen. Zuvor wurde dieser Dienst vollständig dem Mobilfunkbereich zugeordnet. Verkehrsmengen infolge von hybrider Nutzung von DSL-Anschlüssen werden ebenfalls seit dem Jahr 2024 ausschließlich im Festnetz berücksichtigt. 2.3 Bündeltarife Bündeltarife, die neben einem Breitbandanschluss als Grundlage noch mindestens einen weiteren Telekommunikationsdienst (Festnetztelefonie, Fernsehen oder Mobilfunk) in einem einzigen Vertragsverhältnis enthalten, stellen das Standardangebot der Unternehmen in der Vermarktung gegenüber Endkundinnen und 17 28 39 46 60 81 100 121 132 149 46 73 98 112 142 186 226 274 293 322 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024¹⁾ Datenvolumen in Festnetzen Gesamtvolumen Breitband in Mrd. GB (ohne IPTV-Nutzung über geschlossene Datennetze) Datenvolumen im Durchschnitt pro Breitbandanschluss und Monat in GB 1) Inklusive Datenverkehre über stationäre drahtlose Breitbanddienste Datenvolumen in Festnetzen H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. GB in Mrd. GB in % in Mrd. GB Datenvolumen in Festnetzen 85,1 73,1 16,4 149 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 30 – Endkunden dar. Ein Bezug der genannten Dienste in separaten Vertragsverhältnissen ist oftmals wirtschaftlich nicht sinnvoll. Bündeltarife, die keinen Breitbandanschluss umfassen, sind hingegen weniger stark verbreitet. Verbraucherinnen und Verbraucher, die bei einem Anbieter bereits einen Festnetz- und Mobilfunkvertrag abgeschlossen haben, können oftmals durch eine Bündelung der beiden Verträge Rabatte und exklusive Angebote im Rahmen von speziellen Vorteilsprogrammen in Anspruch nehmen. Mit diesen Maßnahmen verfolgen die Anbieter vor allem das Ziel, die Kundinnen und Kunden möglichst lange an die eigenen Produkte zu binden. Abbildung 12: Bündeltarife in Festnetzen im ersten Halbjahr 2025 Mitte des Jahres 2025 bestanden bei der Deutschen Telekom AG und ihren Wettbewerbern insgesamt rund 36,0 Mio. Verträge mit Bündeltarifen sowie Vorteilsprogrammen. Dabei waren mit einem Bestand von ca. 21,4 Mio. Kundinnen und Kunden weiterhin insbesondere Bündel mit zwei Diensten weit verbreitet. Der Großteil dieser Bündel enthielt neben einem Breitbandanschluss einen IP-basierten Telefondienst. Daneben entfiel ein geringer Anteil auf Bündeltarife, die sich aus Festnetztelefonie, Mobilfunk oder Fernsehdiensten zusammensetzten. Bündelangebote, die drei Dienste umfassten, wurden bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 von rund 13,0 Mio. Kundinnen und Kunden nachgefragt. Etwa 76 % dieser Bündel waren neben einem Breitbandanschluss inklusive Telefondienst zusätzlich mit einem Fernsehangebot ausgestattet, ca. 24 % verfügten hingegen statt der Fernsehüber eine Mobilfunkkomponente. Darüber hinaus wurden Angebote mit vier Diensten aus dem Festnetz- und Mobilfunkbereich im Rahmen von Bündelprodukten sowie Vorteilsprogrammen zu diesem Zeitpunkt von rund 1,6 Mio. Kundinnen und Kunden in Anspruch genommen. 8,6 5,0 1,5 12,8 8,0 0,1 2 Dienste 3 Dienste 4 Dienste Bündeltarife in Festnetzen im ersten Halbjahr 2025 in Mio. Deutsche Telekom AG Wettbewerber Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 31 – 2.4 Sprachkommunikationszugänge Die Anzahl der Zugänge zur Sprachkommunikation in den Festnetzen blieb weitgehend konstant bei einem Mittelwert von 38,5 Mio. Zugängen im Zeitraum 2018 bis 2024. Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 ist der Gesamtbestand geringfügig auf 38,2 Mio. gegenüber 38,4 Mio. Zugängen zum Ende des Jahres 2024 gesunken. Abbildung 13: Sprachkommunikationszugänge Auf die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG entfielen zum Ende des ersten Halbjahres 2025 ca. 21,3 Mio. Sprachkommunikationszugänge und auf die Deutsche Telekom AG 16,9 Mio. Der Anteil der Wettbewerber lag damit bei 56 % (2024: 55 %) und der der Deutschen Telekom AG bei 44 % (2024: 45 %). Die Umstellung der klassischen Festnetztelefonie über Analog- und ISDN13-Anschlüsse auf das Voice over Internet Protocol (VoIP) ist nahezu abgeschlossen. Der überwiegende Anteil in Höhe von 38,15 Mio. entfiel zum Ende des ersten Halbjahres 2025 auf IP-basierte Sprachkommunikationszugänge und nur noch ein geringer Anteil auf Analog-/ISDN-Telefonanschlüsse. Neben IP-basierten Sprachkommunikationszugängen werden von den Unternehmen weitere Zugänge vermarktet, die über das Internet bereitgestellt werden und öffentlich zugeteilte Nummerierungsressourcen verwenden. Hierunter fallen z. B. SIP-Trunks14 oder Cloud-Telefonie. Voraussetzung für solche virtuellen Zugänge ist ein bestehender Breitbandanschluss. Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 betrug die Anzahl dieser 13 Integrated Services Digital Network bzw. Integriertes Sprach- und Datennetz 14 SIP-Trunks sind Sprachkommunikationszugänge mit in der Regel mehreren Sprachkanälen (Trunks) auf Basis des Netzprotokolls SIP (Session Initiation Protocol). 18,5 17,8 17,5 17,5 17,3 17,3 17,1 16,9 19,9 20,5 20,9 21,0 21,3 21,4 21,3 21,3 38,4 38,3 38,4 38,5 38,6 38,7 38,4 38,2 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Q2/2025 Sprachkommunikationszugänge in Mio. Wettbewerber Deutsche Telekom AG gesamt Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 32 – Zugänge – wie auch zum Jahresende 2024 – ca. 0,2 Mio. (Diese Zugänge sind in den Angaben zu den IP-basierten Sprachkommunikationszugängen nicht enthalten.) 2.5 Gesprächsminuten in Festnetzen Das über Festnetze abgewickelte Gesprächsvolumen an Inlandsverbindungen, Verbindungen in nationale Mobilfunknetze sowie Verbindungen in ausländische Fest- und Mobilfunknetze war in den letzten Jahren rückläufig. Mit 57 Mrd. Gesprächsminuten im Jahr 2024 gegenüber 64 Mrd. Minuten im Vorjahr hält der Trend weiterhin an.15 Der Rückgang hat sich im Jahr 2024 mit 11 % im Vergleich zum Vorjahr mit 20 % allerdings annähernd halbiert. Abbildung 14: Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen Auf die Deutsche Telekom AG entfielen im Jahr 2024 rund 29 Mrd. Gesprächsminuten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (33 Mrd. Minuten) betrug 12 %. Das über Wettbewerber geführte Gesprächsvolumen sank um knapp 10 % auf etwa 28 Mrd. Minuten im Jahr 2024. Der Anteil der Wettbewerber lag mit 49 % (2023: 48 %) unter dem Anteil der Deutschen Telekom AG mit 51 % (2023: 52 %). 15 Grundsätzlich ist bei einer Interpretation der dargestellten Gesprächsminuten zu berücksichtigen, dass bestimmte Verkehrsmengen nicht in der Datenbasis enthalten sind. Hierzu zählen vor allem Sprach- und Videotelefonieminuten, die über nummernunabhängige interpersonelle Telekommunikationsdienste, insbesondere Messenger- und Videokonferenz-Dienste, geführt werden. 53 47 39 33 29 51 46 41 31 28 104 93 80 64 57 2020 2021 2022 2023 2024 Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen in Mrd. Deutsche Telekom AG Wettbewerber (inkl. Call-by-Call-/Preselection-Minuten) gesamt Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 33 – Tabelle 7: Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen Auch im ersten Halbjahr 2025 waren die Gesprächsminuten im Festnetz mit ca. 25,20 Mrd. Minuten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr mit 30,60 Mrd. Minuten rückläufig (-17,6 %). Von diesem Gesamtvolumen entfielen im ersten Halbjahr 2025 rund 12,91 Mrd. Gesprächsminuten auf die Deutsche Telekom AG (51 %) und etwa 12,29 Mrd. Gesprächsminuten auf die Wettbewerber (49 %). Der Rückgang bei der Deutschen Telekom AG betrug 13,5 % und bei den Wettbewerbern 21,6 %. Zum 31. Dezember 2024 wurden die Dienste Call-by-Call und Preselection eingestellt, wodurch die Gesprächsverbindungen über Festnetze seit dem Jahr 2025 ausschließlich über direkte Verbindungen erfolgen werden. Von den insgesamt 56,7 Mrd. Gesprächsminuten verblieben im Jahr 2024 ca. 47,7 Mrd. Minuten innerhalb der nationalen Festnetze. Daneben wurden rund 7,6 Mrd. Minuten in nationale Mobilfunknetze und rund 1,4 Mrd. Minuten in ausländische Fest- und Mobilfunknetze geleitet. Die Anteile der Wettbewerber an diesen Gesprächsminuten beliefen sich auf etwa 50 % (nationale Festnetze), 48 % (nationale Mobilfunknetze) und 52 % (Ausland). Ausgehend von insgesamt 25,2 Mrd. Minuten im ersten Halbjahr 2025 wurden 21,0 Mrd. Minuten in nationale Festnetze, 3,6 Mrd. Minuten in nationale Mobilfunknetze und 0,6 Mrd. Minuten ins Ausland geleitet. Die Wettbewerbsanteile beliefen sich hier auf etwa 49 %, 47 % und 48 %. Über virtuelle Sprachkommunikationszugänge wurden im Jahr 2024 wie auch im ersten Halbjahr 2025 weniger als eine Mrd. Gesprächsminuten geführt. Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. Min. in Mrd. Min. in % in Mrd. Min. Gesamt 25,20 30,60 -17,6 57 Deutsche Telekom AG 12,91 14,93 -13,5 29 Wettbewerber1) 12,29 15,67 -21,6 28 1) inkl. Call-by-Call-/Preselection-Minuten bis zum Jahr 2024 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 34 – 3. Mobilfunk 3.1 SIM-Profile 3.1.1 Aktiv genutzte SIM-Profile Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 wurden nach Erhebungen der Bundesnetzagentur 110,4 Mio. SIM-Profile16 aktiv genutzt. SIM-Profile für die Datenkommunikation zwischen Maschinen (Machine to Machine - M2M) sind in diesen Angaben nicht enthalten. Statistisch entfallen damit auf jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner etwa 1,3 SIM-Profile. Bei der Zählung von aktiv genutzten SIM-Profilen werden nur solche erfasst, über die in den letzten drei Monaten kommuniziert oder zu denen eine Rechnung in diesem Zeitraum gestellt wurde. Tabelle 8: Nutzung und Verteilung aktiver SIM-Profile Bei der Verteilung der SIM-Profile ist weiterhin eine Verlagerung von Diensteanbietern und MVNO (Mobile Virtual Network Operator) zu Netzbetreibern festzustellen. Auf die Netzbetreiber entfielen 84 % der Profile (92,3 Mio.) und auf die Diensteanbieter und MVNO 16 % (18,1 Mio.) zum Ende des ersten Halbjahres 2025. Dies ist auf den Markteintritt der 1&1 Mobilfunk GmbH als Netzbetreiber (MNO) und die damit verbundene sukzessive Überführung von SIM-Profilen in das eigene Netz zurückzuführen. Bei den Vertragsarten kam es erneut zu einer leichten Veränderung von 1 Prozentpunkt von SIM-Profilen mit Prepaid-Tarif hin zu SIM-Profilen mit Postpaid- Tarif. Damit entfielen 74 % (81,9 Mio.) der SIM-Profile zum Ende des ersten Halbjahres 2025 auf Postpaid- Verträge und 26 % (28,5 Mio.) auf Prepaid-Verträge. 16 SIM-Profil ist ein Satz von Parametern, einschließlich einer IMSI und einem Authentifizierungsschlüssel und anderer zugehöriger Daten, der es Geräten ermöglicht, sich gegenüber einem Mobilfunknetz zu authentifizieren und Zugang zu diesem zu erhalten. Es sind technologieunabhängig alle SIM-Profile enthalten (z. B. physische SIM-Karten, eSIM). Nutzung und Verteilung aktiver SIM-Profile in Mio. in % in Mio. in % in Mio. in % insgesamt, ohne M2M 105,5 109,2 110,4 Penetration (SIM-Profile / Einwohnerzahl1)) - 126 - 131 - 132 Netzbetreiber (MNO) 81,0 77 86,6 79 92,3 84 Diensteanbieter und MVNO 24,5 23 22,6 21 18,1 16 Postpaid 75,0 71 79,7 73 81,9 74 Prepaid 30,5 29 29,5 27 28,5 26 SIM-Profile zur M2M-Nutzung 62,82) - 73,7 - 80,6 - LTE-Teilnehmer (ohne M2M) 88,2 - 89,7 - 88,3 - davon 5G-Teilnehmer (NSA) 19,7 - 37,4 - 49,5 - VoLTE-Nutzer 68,8 - 75,0 - 77,5 - 1) Quelle Einwohnerzahl: Statistisches Bundesamt auf Grundlage des Zensus 2022. 2) Verbesserte Auswertung inaktiver SIM-Profile zur M2M-Nutzung eines Netzbetreibers. Quelle: Bundesnetzagentur 2023 2024 Q2/2025 Unternehmen: Vertragsart: Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 35 – Die Anzahl der SIM-Profile zur M2M-Nutzung betrug 80,6 Mio. zum Ende des ersten Halbjahres 2025 und nahm damit um rund 9 % im Vergleich zum Endjahreswert 2024 (73,7 Mio.) zu. Das LTE-Netz wurde von 88,3 Mio. der aktiv genutzten SIM-Profile Ende des ersten Halbjahres 2025 genutzt. Im Vergleich zum Endjahreswert 2024 (89,7 Mio.) ist die Zahl um knapp 2 % gesunken. Davon nutzen 49,5 Mio. Endkundinnen und Endkunden 5G-Non-Standalone. Dies entspricht einem Anstieg von 32 % gegenüber dem Endjahreswert 2024. Dabei wird die Verbindung über ein 4G/5G-Zugangsnetz aufgebaut und der Verkehr über ein 4G-Kernnetz abgewickelt. Sprachkommunikation wird häufig über den internetbasierten Dienst Voice over LTE (VoLTE) realisiert. Dieser basiert auf dem Internetprotokoll und bietet eine deutlich bessere Sprachqualität, einen schnelleren Verbindungsaufbau sowie eine effizientere Bandbreitennutzung. Die Anzahl der aktiv Nutzenden, die über ein VoLTE-fähiges Endgerät in Kombination mit einem entsprechenden Mobilfunkvertrag verfügen, stieg von 75,0 Mio. zum Jahresende 2024 auf 77,5 Mio. zum Ende des ersten Halbjahres 2025. 3.1.2 Aktiv genutzte SIM-Profile der MVNO Die Bundesnetzagentur teilt seit dem Jahr 2013 Rufnummern für Mobile Dienste auch an Netzbetreiber zu, die kein Funknetz ("Radio Network") auf der Basis ihnen zugeteilter Frequenzen betreiben. Derzeit sind sieben Unternehmen mit dem Geschäftsmodell als mobiler virtueller Netzbetreiber (MVNO) auf dem deutschen Markt tätig. Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 nutzten etwa 1,6 Mio. Endkundinnen und Endkunden SIM-Profile aus Rufnummernblöcken, die den MVNO originär zugeteilt sind. Diese sind in der Übersicht "Nutzung und Verteilung aktiver SIM-Profile" nicht enthalten. Neben den originär zugeteilten SIM-Profilen nutzen die MVNO überwiegend SIM-Profile aus Rufnummernblöcken, die den Mobilfunknetzbetreibern zugeteilt wurden. Insgesamt beträgt damit die Gesamtzahl der aktiven SIM-Profile der MVNO ca. 5,7 Mio. Rund 5,4 Mio. (95 %) dieser Profile buchten sich Ende des ersten Halbjahres 2025 in das LTE-Netz ein. Die Anzahl der aktiv Nutzenden, die über ein VoLTE-fähiges Endgerät in Kombination mit einem entsprechenden Mobilfunkvertrag verfügen, betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2025 rund 3,7 Mio. 3.1.3 Registrierte SIM-Profile Die Gesamtzahl aller in Deutschland registrierten SIM-Profile ist deutlich höher als die Summe der aktiv genutzten, da z. B. Zweit- und Drittgeräte oder sonstige zur Reserve vorgehaltene SIM-Profile nicht ständig in Gebrauch sind. Nach Angaben der Mobilfunknetzbetreiber betrug Ende des ersten Halbjahres 2025 der Gesamtbestand aller registrierten SIM-Profile 210,4 Mio.17 Dies entspricht einer Zunahme um etwa 9 Mio. gegenüber dem Jahresende 2024. Diese Angabe schließt SIM-Profile zur M2M-Nutzung ein. 17 Der in den Angaben der Mobilfunknetzbetreiber genannte Bestand unterliegt keiner einheitlichen Definition. Jedes Unternehmen entscheidet eigenverantwortlich, wie SIM-Profile gezählt werden und wann eine Bereinigung der Bestände erfolgt. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 36 – 3.2 Gesamtvolumen und Nutzung 3.2.1 Mobiles Breitband Das mobile Datenvolumen steigt weiter an. Während zum Jahresende 2023 das Datenvolumen 9.118 Mio. GB betrug, lag es nach aktuellen Erhebungen der Bundesnetzagentur Ende 2024 bei 9.592 Mio. GB. Dies entspricht einer Zuwachsrate von rund 5 %. Die zu den Vorjahren vergleichsweise geringe Steigerung ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass 2022 grundsätzlich eine Verschiebung in der Zuordnung des über stationäre drahtlose Breitbanddienste generierten Datenverkehrs zum Festnetzbereich vorgenommen wurde, die Datenbereitstellung durch die Unternehmen vollständig jedoch erst zum Jahresende 2024 erfolgte. Im Jahr 2024 hat sich das durchschnittlich genutzte Datenvolumen pro aktivem SIM-Profil und Monat gegenüber dem Vorjahr um etwa 3 % auf 7,4 GB erhöht. Abbildung 15: Datenvolumen im Mobilfunk Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 belief sich der im Inland generierte Datenverkehr auf rund 5.144 Mio. GB, was im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 einen Rückgang von 4 % bedeutet. Hierbei ist zu beachten, dass seit Ende 2024 die Datenmengen aus stationären drahtlosen Breitbanddiensten vollständig dem Festnetzbereich zugeordnet werden und daher im Halbjahreswert 2025 nicht mehr enthalten sind. 395 575 913 1.388 1.993 2.757 3.972 5.457 6.714 9.118 9.592 0,3 0,5 0,7 1,1 1,5 2,1 3,1 4,3 5,3 7,2 7,4 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024¹⁾ Datenvolumen im Mobilfunk Datenvolumen Mobilfunk insgesamt in Mio. GB Datenvolumen im Durchschnitt pro aktivem SIM-Profil/Monat in GB 1) Ohne Datenverkehre über stationäre drahtlose Breitbanddienste Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 37 – Tabelle 9: Datenvolumen im Mobilfunk 3.2.2 Kurznachrichten Die Nutzung des Kurznachrichtendienstes (SMS) war seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2012 mit 59,8 Mrd. durch die zunehmende Verbreitung von internetfähigen Smartphones und der Einführung von Instant-Messaging- Diensten stetig rückläufig. Nach einem kurzfristigen Anstieg im Jahr 2021 auf 7,8 Mrd. SMS hat sich in den folgenden Jahren der rückläufige Trend weiter fortgesetzt. Die Anzahl der versendeten SMS sank auf 5,2 Mrd. im Jahr 2024. Damit wurden im Durchschnitt pro aktivem SIM-Profil monatlich rund vier SMS versendet. Abbildung 16: Versendete Kurznachrichten per SMS Der rückläufige Trend setzt sich auch im ersten Halbjahr 2025 besonders deutlich fort: Rund 1,6 Mrd. Kurznachrichten wurden in diesem Zeitraum versendet, was einem Rückgang von 40,7 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 entspricht. Datenvolumen im Mobilfunk Zeitraum H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mio. GB in Mio. GB in % in Mio. GB Datenvolumen im Mobilfunk¹ ⁾ 5.144 5.357 -4,0 9.592 1) Ohne Datenverkehre über stationäre drahtlose Breitbanddienste seit Jahresende 2024 Quelle: Bundesnetzagentur 59,8 37,9 22,3 16,6 12,7 10,3 8,9 7,9 7,0 7,8 5,8 5,3 5,2 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Versendete Kurznachrichten per SMS in Mrd. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 38 – Tabelle 10: Versendete Kurznachrichten per SMS 3.2.3 Verbindungsminuten Im Jahr 2024 wurden über Mobilfunknetze im Inland 147,8 Mrd. abgehende Gesprächsminuten geführt. Dies entspricht im Durchschnitt rund 115 Minuten monatlich pro aktivem SIM-Profil. In den letzten Jahren hat sich die Verkehrsstruktur des Mobilfunk-Sprachverkehrs nur leicht verändert. Im Jahr 2024 wurden rund 42 % der Gesprächsminuten innerhalb des eigenen Mobilfunknetzes (on-net) geführt. Rund 36 % des Gesprächsvolumens entfielen im Jahr 2024 auf Gespräche in fremde nationale Mobilfunknetze und rund 20 % der mobilen Gesprächsminuten wurden in das nationale Festnetz terminiert. Im ersten Halbjahr 2025 wurden im Inland 68,42 Mrd. abgehende und 60,03 Mrd. ankommende Gesprächsminuten geführt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Rückgang 10,3 % bei den abgehenden und 8,7 % bei den ankommenden Gesprächsminuten. Tabelle 11: Abgehender und ankommender Mobilfunk-Sprachverkehr Versendete Kurznachrichten per SMS H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. in Mrd. in % in Mrd. Versendete SMS 1,6 2,7 -40,7 5,2 Quelle: Bundesnetzagentur Abgehender und ankommender Mobilfunk-Sprachverkehr H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. Min. in Mrd. Min. in % in Mrd. Min. aus Mobilfunknetzen abgehender Verkehr 68,42 76,26 -10,3 147,80 in nationale Festnetze 14,36 14,66 -2,0 28,89 in das eigene Mobilfunknetz 27,53 32,65 -15,7 62,56 in fremde nationale Mobilfunknetze 25,36 27,45 -7,6 53,41 in ausländische Telefonnetze (fest/mobil) 0,67 0,80 -16,3 1,55 sonstige Verkehre 0,50 0,70 -28,6 1,39 in Mobilfunknetzen ankommender Verkehr 60,03 65,72 -8,7 129,86 aus nationalen Festnetzen 4,51 5,13 -12,1 9,92 aus dem eigenen Mobilfunknetz 26,11 31,05 -15,9 60,08 aus fremden nationalen Mobilfunknetzen 28,52 28,21 1,1 56,35 aus ausländischen Telefonnetzen (fest/mobil) 0,58 0,84 -31,0 1,66 sonstige Verkehre 0,31 0,49 -36,7 1,85 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 39 – Das Gesprächsvolumen im Mobilfunk übersteigt das über Festnetze abgewickelte Volumen von rund 57 Mrd. Minuten deutlich. Es werden somit etwa 2,5-mal mehr Gesprächsminuten über das Mobilfunknetz als über das Festnetz generiert. Bei dieser Entwicklung spielen die Mobilität, die verbesserte Sprachqualität, die durchgehende Erreichbarkeit und die Preisgestaltung im Mobilfunkbereich eine große Rolle. Video- und Internettelefonie (Voice over IP) wurden nicht in die Betrachtung einbezogen. Abbildung 17: Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen und im Mobilfunk Im ersten Halbjahr 2025 wurden im Inland insgesamt 25,20 Mrd. abgehende Gesprächsminuten im Festnetz und 68,42 Mrd. abgehende Gesprächsminuten im Mobilfunk geführt. Im Vergleich zur ersten Hälfte 2024 bedeutet dies einen Rückgang von 17,6 % im Festnetz und von 10,3 % im Mobilfunkbereich. Tabelle 12: Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen und im Mobilfunk 3.2.4 International Roaming Ende des Jahres 2024 betrug der im Ausland generierte Datenverkehr 429,0 Mio. GB. Die Anzahl der im Ausland abgehenden Verbindungsminuten lag bei 3.246 Mio. Minuten und es wurden 150 Mio. SMS versendet. 118 106 94 104 93 80 64 57 116 119 127 155 163 159 154 148 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen und im Mobilfunk in Mrd. Festnetz Mobilfunk Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen und im Mobilfunk H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr 2024 in Mrd. Min. in Mrd. Min. in % in Mrd. Min. aus Festnetzen gesamt 25,20 30,60 -17,6 57 aus Mobilfunknetzen gesamt 68,42 76,26 -10,3 148 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 40 – Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 betrug der im Ausland generierte Datenverkehr 178,5 Mio. GB. Die Anzahl der im Ausland abgehenden Verbindungsminuten lag im gleichen Zeitraum bei 1.186 Mio. Minuten und es wurden 43 Mio. SMS verschickt. Während im Vergleich zur ersten Hälfte 2024 der Datenverkehr um 3,7 % gestiegen ist, waren die abgehenden Verbindungsminuten und die versendeten SMS um 22,3 % bzw. 40,3 % rückläufig. Tabelle 13: International Roaming 3.3 Infrastruktur Beim Ausbau der Mobilfunknetze sind vor allem die Funk-Basisstationen von Bedeutung. Die Anzahl dieser Schnittstellen zwischen drahtlosem und drahtgebundenem Netz ist nach Angaben der Netzbetreiber zum Ende des ersten Halbjahres 2025 – bedingt insbesondere durch den Ausbau der 5G-Netze – über 1 % gegenüber dem Jahr 2024 auf 225.529 gestiegen. Die Zahl der in Betrieb befindlichen LTE-Basisstationen nahm um knapp 2 % auf 89.974 zu. Der Ausbau der 5G-Basisstationen erhöhte sich um rund 3 % von 56.558 zum Ende des Jahres 2024 auf 58.117 zum Ende des ersten Halbjahres 2025. Eine weitere Netzverdichtung der Innenstädte wird zum Ende des ersten Halbjahres 2025 durch Small Cells an 3.342 Standorten erreicht, welche zusätzliche Kapazität an Orten hoher Nutzerkonzentration schaffen. Dies wirkt sich sowohl auf die Geschwindigkeit des Datendurchsatzes als auch auf die Qualität der Datendarstellung (z. B. Streaming mit hoher Auflösung) aus. Tabelle 14: Funk-Basisstationen International Roaming H1 2025 H1 2024 Veränderung Gesamtjahr2024 in Mio. in Mio. in % in Mio. im Ausland generierter Datenverkehr (GigaByte) 178,5 172,1 3,7 429,0 im Ausland abgehende Verbindungsminuten 1.186 1.526 -22,3 3.246 im Ausland versendete SMS 43 72 -40,3 150 Quelle: Bundesnetzagentur Funk-Basisstationen Zeitraum Einheit in % in % in % Gesamt 214.677 100 222.474 100 225.529 100 5G 49.571 23 56.558 25 58.117 26 LTE/4G 87.905 41 88.373 40 89.974 40 GSM/2G 77.201 36 77.543 35 77.438 34 2023 2024 Q2/2025 Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 41 – Der bisherige Ausbau von 5G-Netzen ist noch teils auf die bestehende 4G-Infrastruktur angewiesen. Man spricht dabei auch von 5G-Non-Standalone (5G NSA). Bei den aktuellen 5G-Netzen mit Dynamic Spectrum Sharing (DSS) handelt es sich ebenfalls um 5G-Non-Standalone. DSS erlaubt die gleichzeitige Nutzung von 4G und 5G im gleichen Frequenzbereich. Funk-Basisstationen mit DSS wurden meist sowohl als 4G- als auch als 5G-Funk- Basisstation gezählt. Rund 87 % der 5G-fähigen Basisstationen sind zum Ende des ersten Halbjahres 2025 via DSS realisiert. Parallel dazu wurden auch im vergangenen Jahr weitere Fortschritte beim Aufbau reiner 5G-Netze, auch 5G- Standalone-Netze genannt, gemacht. Hierfür werden bestehende Funkstandorte mit dem eigenen 5G-Kernnetz angebunden. Durch die exklusive Nutzung der 5G-Netzinfrastruktur und Frequenzressourcen kann zukünftig das volle Potenzial der 5G-Technologie ausgeschöpft werden. Dazu zählen insbesondere höhere Datenraten und niedrigere Latenzzeiten, bspw. für Echtzeitanwendungen. In der Praxis befinden sich an einem physischen Antennenstandort meist Funk-Basisstationen unterschiedlicher Mobilfunkstandards. Die Zahl der Antennenstandorte (Ende des ersten Halbjahres 2025: 91.657) ist deshalb geringer als die Zahl der Funk-Basisstationen (Ende des ersten Halbjahres 2025: 225.529). Gemeinsam von mehreren Netzbetreibern genutzte Infrastruktur (Site Sharing) zählt in der Angabe der physischen Standorte mehrfach. Die Anbindung der Antennenstandorte erfolgt überwiegend über Glasfaser oder Richtfunk. Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 waren etwa 59 % der Standorte über Glasfaser und etwa 43 % über Richtfunk realisiert. Ein Teil der Standorte sind über Glasfaser und Richtfunk angeschlossen, was einen Anteilswert von über 100 % erklärt. Die Anzahl der Standorte mit Glasfaseranbindung erhöhte sich gegenüber dem Endjahreswert 2024 im ersten Halbjahr 2025 um rund 8 %. Ein geringer Teil der Antennenstandorte ist noch über kupferbasierte Übertragungswege angebunden. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 42 – 4. Kennzahlen und Wettbewerberanteile Die nachfolgende Tabelle enthält eine zusammenfassende Darstellung ausgewählter Kennzahlen und Wettbewerberanteile im Telekommunikationsmarkt für die Jahre 2023 bis 2025. Tabelle 15: Kennzahlen und Wettbewerberanteile im Telekommunikationsmarkt Kennzahlen und Wettbewerberanteile im Telekommunikationsmarkt Kennzahlen 2023 2024 2025¹ ⁾ Außenumsatzerlöse (Mrd. €) 59,8 61,3 29,9 Investitionen (Mrd. €) 14,9 15,5 6,4 Mitarbeitende (Tsd.) 132,4 128,0 125,9 Aktive Breitbandanschlüsse in Festnetzen insgesamt (Mio.) 38,4 38,6 38,7 -  DSL 24,5 23,6 23,2 -  HFC 8,6 8,5 8,5 -  FttH/FttB 4,3 5,3 5,8 -  Sonstige 1,0 1,2 1,2 Sprachkommunikationszugänge in Festnetzen insgesamt (Mio.) 38,7 38,4 38,2 Aktive SIM-Profile (Mio.) 105,5 109,2 110,4 Penetrationsrate Mobilfunk (aktive SIM-Profile/Einwohnerzahl) in %2 ⁾ 126,3 130,6 132,2 Wettbewerberanteile in % 2023 2024 2025¹ ⁾ Außenumsatzerlöse 57 55 55 Breitbandanschlüsse in Festnetzen 61 61 61 DSL-Anschlüsse 43 42 42 Sprachkommunikationszugänge in Festnetzen 55 55 56 1) Stand: H1 2025 bzw. Stichtag 30.06.2025 2) Quelle Einwohnerzahl: Statistisches Bundesamt Quelle: Bundesnetzagentur Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 43 – 5. Messenger- und E-Mail-Dienste (NI-ICS) 5.1 Nutzerzahlen und Multihoming Im Jahr 2024 hatten die befragten Anbieter von Messenger- und Videokonferenz-Diensten im Jahresdurchschnitt 205,35 Mio. monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer (2023: 196,01 Mio.). Die befragten Anbieter von E-Mail- Diensten gaben im Jahresdurchschnitt 156,46 Mio. monatlich aktive Nutzende (2023: 171,91 Mio.) an. Dem Konzept der monatlich aktiven Nutzenden (kurz: MAN) liegt die Annahme zugrunde, dass nur solche "Nutzende" erfasst werden, die über einen NI-ICS mindestens einmal monatlich Nachrichten, Bilder oder Videos versenden bzw. über diesen Dienst telefonieren.18 Die Nutzerinnen und Nutzer von Messenger- und Videokonferenz-Diensten verwenden aus unterschiedlichen Gründen – anders als im Bereich der NB-ICS – für gewöhnlich mehrere Dienste parallel (sog. Multihoming).19 Anhand der erhobenen Marktdaten kann ein Multihoming-Anteil von 3,21 (2023: 3,11) verwendeten Messenger- und Videokonferenz-Diensten pro Nutzerin bzw. Nutzer20 abgeleitet werden. Auch im Bereich der E-Mail- Dienste werden vielfach mehrere Dienste gleichzeitig verwendet. Hier ergibt sich ein Multihoming-Anteil von 2,50 (2023: 2,73) verwendeten E-Mail-Diensten pro Nutzerin bzw. Nutzer.21 18 Vgl. BEREC (2021): BEREC Report on harmonised definitions for indicators regarding over-the-top services, relevant to electronic communications markets, BoR (21) 127. 19 Vgl. hierzu bspw. Bundesnetzagentur (2023): Nutzung von Online-Kommunikationsdiensten in Deutschland; RTR (2020): Monitoring Interpersonelle Kommunikationsdienste mit Fokus auf Instant Messaging, RTR Fachbereich Tele-kommunikation und Post (RTR FB TKP); WIK (2019): Auswirkungen von OTT-1-Diensten auf das Kommunikations-verhalten – Eine nachfrageseitige Betrachtung, WIK Diskussionsbeitrag Nr. 440. 20 Annahme: Nutzeranteil von ca. 90 % an der Gesamtbevölkerung in Deutschland (ab 16 Jahren), also ca. 63,9 Mio. Nutzer insgesamt; Bevölkerungsstand laut Destatis zum 31.12.2023. 21 Annahme: Nutzeranteil von ca. 88 % an der Gesamtbevölkerung in Deutschland (ab 16 Jahren), also ca. 62,5 Mio. Nutzer insgesamt; Bevölkerungsstand laut Destatis zum 31.12.2023. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 44 – Abbildung 18: Monatlich aktive Nutzende von NI-ICS in Deutschland 2024 5.2 Nutzungszahlen Ein Großteil der Anbieter von Messenger- und Videokonferenz-Diensten bietet ein Bündel verschiedener Kommunikationsmöglichkeiten an. Hierunter fallen im Kern das Versenden von Text- und Sprachnachrichten sowie die Durchführung von Sprach- und Videotelefonie. Die Sofortnachrichten-Funktion (bzw. Instant-Messaging) ist die im Vergleich meistgenutzte Funktion. Neben der Möglichkeit des Versands von Textmitteilungen kann über die Sofortnachrichten-Funktion weitere Kommunikation in Form von Bildnachrichten, Videos, Dokumenten, Sprachnachrichten oder Emojis erfolgen. Im Jahr 2024 wurden von Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland insgesamt 901,86 Mrd. Sofortnachrichten22 versendet (2023: 891,35 Mrd.). Damit wurden im Durchschnitt monatlich rund 366 Sofortnachrichten pro MAN versendet. Dies entspricht durchschnittlich etwa zwölf versendeten Sofortnachrichten pro Tag. Im Jahr 2024 wurden 17,68 Mrd. (2023: 15,79 Mrd.) abgehende Sprachtelefonie-Anrufe über Messenger- und Videokonferenz-Dienste in Deutschland geführt. Dabei ist das Gesprächsvolumen auf insgesamt 196,69 Mrd. Minuten (2023: 175,05 Mrd.) angewachsen. Das entspricht jährlich in etwa 86 geführten Gesprächen je MAN mit einer durchschnittlichen Länge von 11 Minuten je Sprachanruf. Demgegenüber wurden im gleichen Zeitraum 8,81 Mrd. (2023: 8,22 Mrd.) abgehende Videoanrufe geführt. In diesem Bereich wurde insgesamt 183,71 Mrd. Gesprächsminuten (2023: 176,36 Mrd.) telefoniert. Das entspricht jährlich in etwa 43 geführten Gesprächen je MAN mit einer durchschnittlichen Länge von 21 Minuten je Videoanruf. 22 Abgefragt wurde die Menge in Bezug auf die Originierung der Kommunikation (also den Ausgangspunkt der Kommunikation). Dies gilt auch für die weiteren Nutzungsindikatoren in diesem Abschnitt. 205 156 362 Messenger- und Videokonferenz- Dienste E-Mail-Dienste Gesamt NI-ICS Monatlich aktive Nutzende von NI-ICS in Deutschland 2024 in Mio. Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 45 – Für den Bereich der E-Mail-Dienste haben die Anbieter angegeben, dass im Jahr 2024 insgesamt 50,09 Mrd. E-Mails (2023: 53,43 Mrd.) von den monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland versendet wurden. 5.3 Vergleich mit klassischen Telekommunikationsdiensten Anhand der abgefragten Marktdaten sind Vergleiche zwischen Messenger-/Videokonferenz-Diensten und der klassischen Festnetz- und Mobilfunktelefonie bezogen auf das abgewickelte Gesprächsvolumen möglich. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 148 Mrd. abgehende Gesprächsminuten im Mobilfunk und 57 Mrd. Minuten im Festnetz erfasst. Im Vergleich dazu wurden von deutschen Nutzern mindestens 197 Mrd. Sprachtelefonie- Minuten sowie 184 Mrd. Videotelefonie-Minuten über NI-ICS geführt. Demnach setzt sich der Abwärtstrend bezogen auf das Telefonievolumen bei den klassischen Sprachtelefoniediensten weiter fort, während die Nutzung von NI-ICS weiter zunimmt, auch wenn das Wachstum im Bereich NI-ICS nicht so stark ausfällt wie im Vorjahr. Aufgrund der seit einigen Jahren gegenläufigen Trendentwicklungen übersteigt das über NI-ICS abgewickelte Gesprächsvolumen (Sprach- und Videotelefonie) im Jahr 2024 mittlerweile zunehmend deutlich das Telefonievolumen im Festnetz und Mobilfunk. Die stark wachsende Bedeutung der Sprach- und Videotelefonie über NI-ICS wird ins-besondere durch die verschiedenen voranschreitenden digitalen Transformationsprozesse und die hiermit einhergehenden Veränderungen des Kommunikationsverhaltens vorangetrieben (insbesondere zunehmende Relevanz von Smartphones, mobilem Internet oder Home-Office-Lösungen). Abbildung 19: Abgehende Gesprächsminuten 159 80 121 143 154 64 175 176 148 57 197 184 Mobilfunktelefonie Festnetztelefonie Sprachtelefonie (NI-ICS) Videotelefonie (NI-ICS) Abgehende Gesprächsminuten in Mrd. 2022 2023 2024 Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 46 – B Analyse und Perspektiven des Wettbewerbs 1. Festnetz Leistungsfähige und flächendeckende Telekommunikationsinfrastrukturen sind die grundlegende Voraussetzung für alle Digitalisierungs- und Vernetzungsprozesse und insofern ein elementarer Standortfaktor. Um eine Versorgung mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen sicherzustellen, die auch mittel- und langfristig den Verbraucher- und Unternehmensbedarfen genügen, werden verschiedene Ausbauansätze verfolgt. Während der Großteil des Ausbaus von Glasfaseranschlüssen über viele Jahre durch Wettbewerber der Deutschen Telekom erfolgte, hat die Telekom mittlerweile ihr Tempo beim Glasfaserausbau deutlich erhöht. Neben dem rein privatwirtschaftlichen Ausbau flankieren in Gebieten, die mit rein privatwirtschaftlichen Mitteln nicht erschließbar sind, diverse staatliche Förderprogramme den marktgetriebenen Ausbau. Der Ausbau der Telekommunikationsinfrastrukturen erfolgt auch in technologischer Hinsicht vielfältig. Um die Endnutzer mit einer gigabitfähigen Versorgung zu erreichen, kommen zum einen reine Glasfasernetze bis mindestens in die Gebäude (FttH/B23) zum Einsatz und zum anderen die HFC24-Netze der Kabelnetzbetreiber. Letztere können durch technische Aufrüstung ihrer Infrastruktur auch ohne Glasfaser bis in die Gebäude Datenraten im Gigabitbereich gewährleisten, wenngleich die "Shared Medium"-Eigenschaft der HFC- Infrastruktur zu niedrigeren Leistungen führen kann, sobald sehr viele Nutzer gleichzeitig auf die Übertragungskapazität in einem Netzcluster zugreifen. Die Kabelnetzbetreiber reagieren darauf, indem sie Glasfaserkabel näher zu den Haushalten bringen und so die Anzahl der an ein Cluster angeschlossenen Nutzer verringern. Beim Ausbau der digitalen Netze befindet sich Deutschland in einer herausfordernden Übergangszeit. Klar ist, dass FttH/B-Anschlüsse auf Dauer die zukunftssicherste Technologie mit dem größten Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft sind. Zugleich sind viele Verbraucherinnen und Verbraucher noch mit den Datenübertragungsraten zufrieden, die über vorhandene Infrastrukturen auf HFC- und DSL-Basis bereitgestellt werden können. Dieses Spannungsfeld spiegelt sich auch in den Ausbauzahlen wider. Zudem rückt die Frage in den Fokus, wie der Übergang von Kupfer auf Glasfaser auch unter wettbewerblichen Gesichtspunkten bestmöglich begleitet und gefördert werden kann. 1.1 Versorgungsstand In den letzten Jahren hat der Ausbau von Glasfaseranschlüssen spürbar an Tempo zugenommen. Dennoch hat Deutschland noch einiges aufzuholen. Dies gilt insbesondere auch deshalb, weil sich die zunehmende Dynamik auf Anschlüsse im Sinne von Homes Passed bezieht, bei denen das Glasfasernetz in unmittelbarer Nähe des Grundstücks endet, der Endkundenanschluss bisher aber noch nicht hergestellt wurde.25 Seit Ende 2020 ist die 23 Fiber to the Home bzw. Building 24 Hybrid Fibre Coax. HFC-Netze bestehen aus einer Kombination aus Glasfaser- und Koaxialleitungen. Die Glasfaserkabel reichen nicht bis in die Haushalte, sondern enden an einem Knotenpunkt im Zugangsnetz. Von dort werden die Signale über das kupferbasierte Koaxialkabel Richtung Endnutzerin bzw. Endnutzer übertragen. Je näher sich der Knotenpunkt an der Endnutzerin bzw. dem Endnutzer befindet und je weniger aktive Endnutzende (Haushalte und kleine Unternehmen) er versorgt, desto höher ist grundsätzlich die für die bzw. den Einzelnen verfügbare Bandbreite (Shared Medium). 25 Die Homes Passed umfassen neben den aktiven auch nicht aktive FttH/FttB-Endkundenanschlüsse, die bereits zur Verfügung stehen, aber noch nicht vertraglich gebucht und in Betrieb sind, sowie Endkundinnen und Endkunden, bei denen in unmittelbarer Nähe der Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 47 – Anzahl Homes Passed von 6,7 Mio. auf 24,6 Mio. Anschlüsse gestiegen. Von diesen 24,6 Mio. Homes Passed zur Jahresmitte 2025 waren aber lediglich 9,5 Mio. Anschlüsse ohne weiteren Investitionsbedarf im Sinne von Homes Connected erschlossen. 5,8 Mio. dieser Homes Connected waren Mitte 2025 aktiv bzw. vertraglich gebucht (Homes Activated). Ausgehend von einem Versorgungspotenzial von ca. 45 Mio. Endkundenanschlüssen − dies umfasst alle Haushalte, Unternehmensstandorte und gesellschaftlichen Institutionen26 in Deutschland − lässt sich hieraus für Mitte 2025 ableiten: – Ca. 13 % aller Endkundenanschlüsse verfügen über eine aktive Glasfaserleitung (Homes Activated). – Ca. 21 % aller Endkundenanschlüsse sind mit einer gänzlich fertiggestellten Glasfaseranbindung ausgestattet (Homes Connected). – Ca. 55 % der Endkundenanschlüsse können als infrastrukturell vorbereitet im Sinne von Homes Passed gelten. Offenbar sind die Ausbaukalküle vieler Unternehmen häufig darauf ausgerichtet, nur bzw. erst dann Homes Connected auszubauen, wenn Endkunden auch einen Vertrag über einen Glasfaseranschluss abschließen (nähere Informationen hierzu in Kapitel 1.3). Die Diskrepanz zwischen der Anzahl von Homes Passed und Homes Connected weist insofern auf eine derzeit noch verhaltene Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen aufgrund leistungsfähiger Bestandsnetze hin. Die Bestandsinfrastrukturen auf Basis von HFC und DSL/Vectoring stehen einem Großteil der Endkunden zur Verfügung. Mehr als 60 % der Haushalte können einen Gigabitanschluss über HFC-Netze buchen. VDSL-Netze, die bis zu 250 Mbit/s im Download bereitstellen können, leisten einen noch größeren Beitrag für die Versorgung in der Fläche. Ende 2024 waren Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s Ende 2024 für fast 95 % der Haushalte verfügbar. Versorgungsstand im europäischen Vergleich Eine aussagekräftige Vergleichsstatistik zur Breitbandverfügbarkeit liegt auf Ebene der EU27 für Mitte 2024 vor. Eine weitere Statistik, die detailliertere Informationen zur Glasfaserversorgung enthält, ermöglicht einen Vergleich für die EU27 plus Großbritannien zum Stand September 2024. Entsprechend den Ausführungen im vorherigen Abschnitt zeigt sich im europäischen Vergleich ein zweigeteiltes Bild: Einerseits liegt Deutschland bei der Versorgung mit Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s über dem EU27- Durchschnitt. Zur Jahresmitte 2024 war für ca. 94 % der Haushalte in Deutschland eine Internetverbindung mit mindestens 100 Mbit/s verfügbar,27 während auf Ebene der EU27 bei diesen Übertragungsraten nur eine Grundstücksgrenze ein Glasfaserkabel oder Rohrverband vorbeiführt, das/der speziell für deren Versorgung mit FttH/FttB vorgesehen ist. Der Anschluss bedarf in solchen Fällen weiterer Investitionen. Die nachfolgend genannten Anschlusszahlen zu Homes Passed beinhalten also auch die Zahlen zu Homes Connected und zu Homes Activated. Anders ausgedrückt: Die Homes Connected bilden eine Teilmenge von Homes Passed ab, während die Homes Activated wiederum als Teilmenge in Homes Connected enthalten sind. 26 Zum Beispiel Schulen, Behörden oder Krankenhäuser. 27 Die vorgenommenen Abstufungen bei den Übertragungsraten sind quellenspezifisch und können insofern von denen an anderen Textstellen abweichen. Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 48 – Versorgung von ca. 91 % vorlag. Bei der Versorgung mit Bandbreiten ab 1 Gigabit/s liegt Deutschland zwar unter dem Durchschnitt, der Abstand ist jedoch gering (Haushaltsabdeckung von ca. 77 % in Deutschland gegenüber dem EU-Durchschnitt von ca. 80 %).28 Abbildung 20: Breitbandverfügbarkeit über alle Technologien in Deutschland und in Europa Andererseits zeigt der europäische Vergleich, dass Deutschland unter dem Aspekt der Versorgung auf Basis reiner Glasfasertechnologie Nachholbedarf hat. Während zum Stand September 2024 auf europäischer Ebene (hier EU27 plus Großbritannien) ca. 38 % der Haushalte einen aktiven Glasfaseranschluss gebucht hatten (Homes Activated), verfügten zum selben Zeitpunkt ca. 11 % der deutschen Haushalte über eine aktive Glasfaserleitung.29 28 Vgl. Study on Broadband Coverage in Europe 2024 im Auftrag der EU-Kommission, S. 125 (verfügbar unter https://digital- strategy.ec.europa.eu/en/library/digital-decade-2025-broadband-coverage-europe-2024). 29 Vgl. FTTH/B Market Panorama in Europe, S. 31 (verfügbar unter: https://www.ftthcouncil.eu/resources/all-publications-and- assets/2358/european-ftth-b-market-panorama-2025). 93,7 76,5 91,1 79,7 ≥ 100 Mbit/s ≥ 1 Gbit/s Breitbandverfügbarkeit über alle Technologien in Prozent der Haushalte (Stand: Mitte 2024) Deutschland Durchschnitt EU27 Drucksache 21/3370Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 49 – Abbildung 21: Aktive Glasfaseranschlüsse in Deutschland und in Europa Vor dem Hintergrund, dass die bereits bestehenden, leistungsfähigen Infrastrukturen auf Basis von HFC und DSL die Bedürfnisse der meisten Kunden bislang befriedigen konnten, hat sich die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen hierzulande langsamer entwickelt als in den meisten anderen europäischen Ländern. Während in Deutschland auch ohne Glasfasernetz höhere Geschwindigkeiten in der Fläche verfügbar sind, ist man in Ländern mit weniger leistungsfähigen Altinfrastrukturen schon früher auf die Glasfaser angewiesen gewesen. Bis heute dürften die Produkte auf Basis der Altinfrastruktur die Refinanzierung von Investitionen in Glasfaseranschlüsse hierzulande erschweren. Ein weiterer Faktor sind die in Deutschland relativ hohen Kosten für den Glasfasernetzausbau. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist in Deutschland verhältnismäßig wenig wiederverwendbare passive Infrastruktur vorhanden, wodurch in sehr großem Umfang Tiefbauarbeiten notwendig sind. Für die Art der Verlegung von Netzen gelten in Deutschland zudem vergleichsweise strenge Vorgaben bzw. ist die Akzeptanz für die kostengünstigere mindertiefe oder oberirdische Verlegung im Anschlussnetz im Allgemeinen bzw. bei der Hauszuführung im Besonderen eher gering. Ebenfalls kostensteigernd wirken sich das − im Vergleich zur Niedrigzinsphase in den 2010er Jahren − höhere Zinsniveau seit Anfang 2022 sowie steigende Materialkosten aus. Zuletzt sind auch die Personalkosten im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. 1.2 Ausbauziele Die Bundesregierung will gemäß Koalitionsvertrag von Mai 2025 den "flächendeckenden Glasfaserausbau FttH (bis in jede (Miet-)Wohnung) entscheidend voran[bringen]".30 Eine Indikation über den angestrebten Zeithorizont 30 Vgl. Koalitionsvertrag der Bundesregierung, S. 68 (verfügbar unter: https://www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf). 11,2 37,7 Aktive Glasfaseranschlüsse in Prozent der Haushalte (Stand: September 2024) Deutschland Durchschnitt EU27 + GB Drucksache 21/3370 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 50 – gibt die Bundesregierung in der Begründung des Gesetzentwurfs zum TKG-Änderungsgesetz 2025.31 Ein wesentlicher Baustein des im Juli 2025 in Kraft getretenen Gesetzes ist die Definition der Verlegung und Änderung von Telekommunikationslinien als im überragenden öffentlichen Interesse stehend − befristet bis zum 31. Dezember 2030. Diese Befristung, so die Begründung zum Gesetzentwurf, orientiert sich an der Erwartung der Bundesregierung, dass das Ziel der flächendeckenden FttH-Versorgung "bis Ende 2030 erreicht werden kann". Mit der Definition als im "überragendem öffentlichen Interesse" stehend will die Bundesregierung den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen beschleunigen. Der Bau von Mobilfunkmasten oder Glasfaserleitungen erhält damit bei behördlichen Genehmigungsverfahren ein stärkeres Gewicht. Dahinter steht die Grundüberzeugung, dass leistungsfähige digitale Netze entscheidend für die erforderliche Modernisierung und digitale Transformation der Bundesrepublik sind. Um die flächendeckende Glasfaserversorgung zu erreichen, liegt der Fokus der Bundesregierung laut Koalitionsvertrag auf dem privatwirtschaftlichen Netzausbau. In Gebieten, die mit rein privatwirtschaftlichen Mitteln nicht erschließbar sind, wird die Bundesregierung – im Zusammenspiel mit den Ländern und Kommunen – den Glasfaserausbau weiterhin mit öffentlichen Fördermitteln flankieren.32 Auf die beiden Ausbausäulen (privatwirtschaftlicher Ausbau sowie Unterstützung des Ausbaus durch Beihilfe) wird nachfolgend näher eingegangen. 1.3 Privatwirtschaftlicher Breitbandausbau Die Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandinfrastrukturen ist insbesondere durch privatwirtschaftliche Investitionen stark vorangeschritten. In Deutschland investieren mehr als 200 Netzbetreiber in den Ausbau von Glasfasernetzen.33 Bei den investierenden Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen sowohl um reine Telekommunikationsanbieter als auch um kommunale Betreiber und Stadtwerke, die ihre Tätigkeit in den vergangenen Jahren auf den Telekommunikationsbereich ausgeweitet haben. Der Ausbauwettbewerb um die erstmalige Erschließung noch nicht mit Glasfaser versorgter Gebiete hat dazu geführt, dass die Verfügbarkeit von FttH/B in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Allerdings beschränkt sich die Erschließung bislang noch häufig auf Homes Passed. Nur 9,5 Mio. von 24,6 Mio. Homes Passed zur Jahresmitte 2025 sind tatsächlich "connected" und bedürfen keiner weiteren Investitionen. Tatsächlich gebucht sind lediglich 5,8 Mio. FttH/B-Anschlüsse. Damit liegt die Take-up-Rate in Bezug auf die Anzahl Homes Connected bei ca. 61 % und gemessen an der Anzahl Homes Passed bei ca. 24 %.

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