Politischer Einfluss von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden
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Politischer Einfluss von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2483
21. Wahlperiode 30.10.2025
Große Anfrage
der Abgeordneten Ina Latendorf, Luigi Pantisano, Doris Achelwilm, Marcel Bauer,
Lorenz Gösta Beutin, Violetta Bock, Jorrit Bosch, Maik Brückner, Agnes Conrad,
Mirze Edis, Mandy Eißing, Dr. Fabian Fahl, Katrin Fey, Katalin Gennburg, Vinzenz
Glaser, Nicole Gohlke, Christian Görke, Mareike Hermeier, Maren Kaminski,
Cansin Köktürk, Jan Köstering, Caren Lay, Tamara Mazzi, Sahra Mirow, Heidi
Reichinnek, Lea Reisner, David Schliesing, Ulrich Thoden, Aaron Valent, Donata
Vogtschmidt, Sascha Wagner und der Fraktion Die Linke
Politischer Einfluss von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden
Die Frage nach dem politischen Einfluss von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden sorgt aktuell zunehmend für Debatten. Hintergrund sind Berichte über
Verflechtungen zwischen der amtierenden Bundesregierung und der sie
tragenden Parteien sowie Unternehmen bzw. Wirtschaftsverbänden. Beispiele hierfür
sind das Sponsoring des 37. Bundesparteitags der CDU vom 3. Februar 2025
durch McDonald’s und Großspenden von Gastro-Unternehmern an die CDU
(Gastro-Steuer: Zahlt der Steuerzahler die McDonald’s-Gewinne? | Telepolis
(www.telepolis.de/features/Gastro-Steuer-Zahlt-der-Steuerzahler-die-McDonal
d-s-Gewinne-10336804.html), aufgerufen am 29. Juli 2025) oder auch die
Benennung von nicht für den 21. Deutschen Bundestag gewählten
Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertretern als Bundesministerinnen und
Bundesminister (Überblick: Das ist das neue schwarz-rote Kabinett | tagesschau.de
(www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/kabinett-cdu-csu-spd-100.html),
aufgerufen am 29. Juli 2025).
Auch Kontakte und Beratungsbeziehungen mit Bundesministerien,
privatwirtschaftliche Parteispenden sowie staatliche Förderungen von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden werfen aus Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller
die Frage auf, inwiefern diese Verflechtung die Initiativen für die Gesetzgebung
und die parlamentarische Diskussion selbst berührt und ggf. das
Neutralitätsprinzip der politischen Willensbildung unterläuft.
Diese Verflechtungen können zu einem starken Einfluss von Unternehmen auf
politische Entscheidungen führen. Ein Beispiel ist die mutmaßliche
Beratertätigkeit eines US-Pharmaunternehmens bei der Gesetzgebungsgrundlegung des
Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zugunsten von Geheimpreisen von
Medikamenten (Gesetzesänderung zu Geheimpreisen zugunsten von US-
Pharmaunternehmen? | tagesschau.de (www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wd
r/gesundheitssystem-medikamente-pharmaunternehmen-104.html), aufgerufen
am 29. Juli 2025).
Daneben stellt aus Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller eine direkte
oder indirekte Einflussnahme auf die Wahlkampfunterstützung durch
Unternehmensspenden an Parteien ein Problem für die Chancengleichheit bei
Wahlkämpfen dar. Ein Einfluss von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden auf die
Gesetzgebungskompetenz des Deutschen Bundestages muss ausgeschlossen
sein.
Die Kritik an der Einflussnahme geht jedoch über einzelne Kontakte und
Beratungsbeziehungen hinaus. Manche Stimmen sehen in Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden eine Schattenstruktur, die mit privaten und teilweise
staatlichen Geldern indirekt Politik betreibt. Laut einem Bericht der „taz“ erhalten
zahlreiche Unternehmen und Wirtschaftsverbände, die sich öffentlich politisch
wirtschaftsliberal positionieren, finanzielle Mittel aus Bundesministerien
(Kritik an Staatszuschüssen für Verbände: CDU und CSU – Meister der
Doppelmoral | taz.de (https://taz.de/Kritik-an-Staatszuschuessen-fuer-Verbaende/!6068
854/), aufgerufen am 29. Juli 2025). Dies stellt aus Sicht der Fragestellerinnen
und Fragesteller ein Spannungsverhältnis dar, wenn diese Organisationen aktiv
in die politische Meinungsbildung eingreifen.
Insgesamt zeigt sich ein Spannungsfeld: Einerseits haben Unternehmen und
Wirtschaftsverbände das Recht, sich politisch zu äußern, anderseits gefährdet
eine Verflochtenheit mit der Bundesregierung, dass zivilgesellschaftliche
Interessen – wie beispielsweise Verbraucherschutz, Klima-, Natur- und Tierschutz
sowie gute Arbeit und Frieden – missachtet werden, da deren Vertretung
finanziell schwächer ausgestattet ist.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Mitglieder der amtierenden Bundesregierung haben vor ihrer
Amtsausübung Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates,
Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums eines
Unternehmens oder Wirtschaftsverbandes ausgeübt (bitte nach einzelnen
Mitgliedern der Bundesregierung, Funktion, Zeitpunkt und Unternehmen
bzw. Wirtschaftsverband aufschlüsseln)?
2. Welche Mitglieder der amtierenden Bundesregierung sind momentan
Mitglieder in einem Wirtschaftsverband (bitte nach Mitgliedern,
Wirtschaftsverbänden und Funktion aufschlüsseln)?
3. Stellt es nach Ansicht der Bundesregierung einen Konflikt dar, wenn
Mitglieder der Bundesregierung unmittelbar vor dem Amtsantritt Tätigkeiten
als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates
oder eines sonstigen Gremiums eines Unternehmens oder
Wirtschaftsverbandes ausgeübt haben?
4. Plant die Bundesregierung Gesetzesvorhaben, die Unternehmen
begünstigen würden, in denen Mitglieder der Bundesregierung vor ihrer Amtszeit
Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates,
Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums eines Unternehmens oder
Wirtschaftsverbandes ausgeübt haben, oder hat sie etwaige
Gesetzesvorhaben bereits in den Deutschen Bundestag eingebracht, und falls ja, bitte
jeweils mit Angaben zum Gesetzesvorhaben, dem Zeitpunkt der
Umsetzung und den begünstigten Unternehmen?
5. Sind der Bundesregierung Beispiele für Unternehmen oder
Wirtschaftsverbände, die sich bewusst aus politischen Debatten heraushalten,
bekannt, und falls ja, welche?
6. Plant die Bundesregierung die Einführung einer verpflichtenden
Interessenserklärung für Mitglieder der Bundesregierung und hochranginge
Bundesministeriumsmitarbeitende, in welcher diese ihre finanziellen
Interessen und Beteiligungen an Unternehmen darlegen müssen, falls ja, zu
welchem Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
7. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Rechtsprechung in
Deutschland zur politischen Betätigung von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden in den letzten Jahren entwickelt?
8. Plant die Bundesregierung eine Reform, um eine Ausrichtung
parteipolitischer Zwecke anhand der Interessen von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden zu verhindern, wenn ja, welche, und wenn nein, warum nicht?
9. Wie viele und welche Mitglieder einer Bundesregierung der vergangenen
drei Legislaturperioden haben nach Kenntnis der Bundesregierung nach
dem Ende ihrer Amtszeit Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes,
Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums
eines Unternehmens oder Wirtschaftsverbandes ausgeübt (bitte mit
Angabe des Unternehmens bzw. des Wirtschaftsverbandes sowie mit der
Angabe, ob die Tätigkeit während der Karenzzeit ausgeübt wurde)?
10. Welche der ehemaligen Mitglieder der Bundesregierung der 20.
Legislaturperiode haben nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem 23.
Februar 2025 eine nachamtliche Beschäftigung außerhalb des öffentlichen
Dienstes aufgenommen (bitte tabellarisch für alle Personen mit Karenz-
und ohne Karenzzeit aufschlüsseln, den Bezug zur früheren Tätigkeit und
ggf. den Arbeitgeber angeben)?
11. Plant die Bundesregierung die Erschwerung der Ausübung von
Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates,
Beirates oder eines sonstigen Gremiums eines Unternehmens oder
Wirtschaftsverbandes von Mitgliedern der Bundesregierung nach dem Ende ihrer
Amtszeit, beispielsweise durch eine Verlängerung und Erweiterung der
Karenzzeit, falls ja, zu welchem Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
12. Plant die Bundesregierung die Einführung von Sanktionen für ehemalige
Mitglieder der Bundesregierung, die gegen die Regelungen der Karenzzeit
verstoßen, falls ja, zu welchem Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
13. Gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Verhandlungen für den
Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung Teilnehmende, die keine
Mitglieder des Deutschen Bundestages waren (bitte mit Liste der
Teilnehmenden und deren Funktion bei den Verhandlungen sowie deren Funktion
in der jeweiligen Organisation)?
14. Gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Verhandlungen für den
Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung Teilnehmende, die
Mitglieder des Deutschen Bundestages waren und zu der Zeit der
Verhandlungen Mitglied eines Wirtschaftsverbandes oder Beteiligte eines
Unternehmens waren (bitte mit Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages
und deren Funktion bei den Verhandlungen sowie deren Funktion in ihrem
jeweiligen Wirtschaftsverband oder Unternehmen)?
15. Plant die Bundesregierung eine Veröffentlichungspflicht von Treffen von
Mitgliedern der Bundesregierung sowie der Leitungsebene von
Bundesministerien mit Lobbyistinnen und Lobbyisten, falls ja, zu welchem
Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
16. Sind der Bundesregierung Mitglieder der aktuellen Bundesregierung oder
hochrangige Bundesministeriumsmitarbeitende, die an Unternehmen, z. B.
in Form von Aktien, beteiligt sind, bekannt (bitte nach einzelnen
Personen, Unternehmen und Wert der Unternehmensbeteiligungen
aufschlüsseln)?
17. Sieht die Bundesregierung einen möglichen Interessenskonflikt darin,
wenn Mitglieder der Bundesregierung über Beteiligungen an
Unternehmen verfügen, deren Gewinne abhängig von politischen Entscheidungen
der Bundesregierung sind (bitte begründen)?
18. Plant die Bundesregierung Gesetzesvorhaben oder hat sie diese bereits
verabschiedet, durch welche Unternehmen begünstigt würden, an denen
Mitglieder der Bundesregierung oder hochrangige
Bundesministeriumsmitarbeitende beteiligt sind, oder hat sie etwaige bereits in den Deutschen
Bundestag eingebracht (bitte mit Angaben der
Gesetzesänderungsvorhaben)?
19. Ist nach Auffassung der Bundesregierung ausgeschlossen, dass
Unternehmen, an denen Mitglieder der Bundesregierung oder hochrangige
Bundesministeriumsmitarbeitende beteiligt sind, aufgrund dieser Beteiligungen
begünstigt werden (bitte begründen)?
20. Plant die Bundesregierung die Offenlegungspflicht von
Unternehmensbeteiligungen für Mitglieder der Bundesregierung, falls ja, zu welchem
Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
21. Plant die Bundesregierung Gesetzesvorhaben, um dem möglichen
Konflikt zwischen Unternehmensbeteiligungen und demokratisch
legitimierten politischen Entscheidungen entgegenzuwirken, falls ja, welche, und
falls sie keine plant, warum nicht?
22. Liegen der Bundesregierung eigene oder fremde Einschätzungen dazu vor,
welchen Einfluss Parteispenden von Unternehmen auf die Ergebnisse von
Wahlen, die politische Willensbildung und politische Entscheidungen
haben, und wenn ja, welche?
23. Welche konzeptionellen Überlegungen gibt es von Seiten der
Bundesregierung, die Spendentätigkeit von Unternehmen bevorzugt an
gesamtstaatliche Aufgaben und an das Allgemeinwohl zu binden?
24. Plant die Bundesregierung ein Verbot von Parteispenden von
Unternehmen, und falls ja, zu welchem Zeitpunkt, und falls nein, plant die
Bundesregierung die Einführung einer Obergrenze der Höhe von Spenden
einzelner Unternehmen an einzelne Parteien (falls ja, in welcher Höhe, falls
nein, warum nicht)?
25. Plant die Bundesregierung eine Herabsetzung der
Veröffentlichungsschwellen für Parteispenden, falls ja, auf welche Höhe, und falls nein,
warum nicht?
26. Liegen der Bundesregierung eigene oder fremde Einschätzungen dazu vor,
ob es eine Gefahr für Gewährleistungen demokratischer politischer
Entscheidungsprozesse darstellt, wenn einzelne Parteien ihre Parteitage durch
Unternehmen oder Wirtschaftsverbände sponsern lassen, und wenn ja,
welche?
27. Plant die Bundesregierung ein Verbot des Sponsorings von
Parteiveranstaltungen, wie z. B. Parteitagen, durch Unternehmen oder
Wirtschaftsverbände, falls ja, zu welchem Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
28. Welche waren die ersten zehn Lobbykontakte jeglicher Art (externe Dritte
wie Privatunternehmen, Verbände und Stiftungen) von Mitgliedern der
Bundesregierung seit der Wahl des Bundeskanzlers Friedrich Merz am
6. Mai 2025 (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an welchem
Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in welcher Art
[Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen
Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
29. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Immobilienlobby (gemeint sind große Wohnungsunternehmen und
Verbände der Wohnungswirtschaft, aber auch Immobilieninvestoren) sowie
der Bauwirtschaft, und wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und
Vertreter der Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und
Interessenvertretern von Mieterinnen und Mietern und
Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von Umweltschutzanliegen in der
Bauwirtschaft (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an welchem
Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in welcher Art
[Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen
Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
30. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, und wie viele Gespräche führten
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung bisher mit Vertreterinnen
und Vertretern von Gewerkschaften (bitte tabellarisch für alle Termine
angeben, an welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen
Teilnehmern, in welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten
o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
31. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Rüstungsindustrie, und wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und
Vertreter der Bundesregierung bisher mit Vertreterinnen und Vertretern
von friedenspolitischen zivilgesellschaftlichen Organisationen (bitte
tabellarisch für alle Termine angeben, an welchem Datum, mit welchem Inhalt,
mit welchen Teilnehmern, in welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat,
Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch der Termin
stattgefunden hat)?
32. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von
Unternehmen, die fossile Infrastruktur betreiben sowie mit
Energieversorgern mit fossilem Anteil und ihren Dachverbänden, und wie viele
Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung bisher mit
klimapolitischen zivilgesellschaftlichen Organisationen (bitte tabellarisch
für alle Termine angeben, an welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit
welchen Teilnehmern, in welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat,
Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch der Termin stattgefunden
hat)?
33. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Lebensmittelindustrie oder des Lebensmitteleinzelhandels, und wie viele
Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung
bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von
Verbraucherinnen und Verbrauchern (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an
welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in
welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und
auf wessen Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
34. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern des
Straßen- und Flugverkehrs, und wie viele Gespräche führten
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen
und Interessenvertretern des Schienen- und Fahrradverkehrs (bitte
tabellarisch für alle Termine angeben, an welchem Datum, mit welchem Inhalt,
mit welchen Teilnehmern, in welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat,
Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch der Termin
stattgefunden hat)?
35. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von
Leistungserbringenden in der Gesundheitsbranche, und wie viele
Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung bisher mit
Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von Kostenträgern in der
Gesundheitsbranche (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an
welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in welcher
Art [Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf
wessen Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
36. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Agrarindustrie und wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und
Vertreter der Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und
Interessenvertretern von Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie der IG
Bau (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an welchem Datum, mit
welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in welcher Art [Treffen,
E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch
der Termin stattgefunden hat)?
37. Wie viele Gespräche mit dem Zweck der Umsetzung
entwicklungspolitischer Ziele führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung
bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von
Unternehmen und Wirtschaftsverbänden, und wie viele Gespräche führten
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung hierfür bisher mit
Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von zivilgesellschaftlichen
Organisationen und Hilfswerken (bitte tabellarisch für alle Termine angeben, an
welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen Teilnehmern, in
welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten o. Ä.], wo, und
auf wessen Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
38. Wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der
Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der
Tourismuswirtschaft, und wie viele Gespräche führten Vertreterinnen und
Vertreter der Bundesregierung bisher mit Interessenvertreterinnen und
Interessenvertretern der in der Tourismusbranche Beschäftigten oder mit
Bürgerinitiativen in Tourismusgebieten (bitte tabellarisch für alle Termine
angeben, an welchem Datum, mit welchem Inhalt, mit welchen
Teilnehmern, in welcher Art [Treffen, E-Mail, Telefonat, Direktnachrichten
o. Ä.], wo, und auf wessen Wunsch der Termin stattgefunden hat)?
39. Wie bewertet die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Antworten zu
den Fragen 28 bis 38 die Ausgewogenheit der Artikulierung
gesamtgesellschaftlicher Interessen in ihrer bisherigen Wahl der Gesprächspartnerinnen
und Gesprächspartner?
40. Hat die Bundesregierung eigene oder über frei verfügbare Quellen
erlangte Kenntnisse, in welchem Verhältnis die finanziellen Aufwendungen im
Bereich der politischen Interessenvertretung von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden auf der einen und von zivilgesellschaftlichen
Organisationen auf der anderen Seite stehen, und wenn ja, welche?
41. Welche Unternehmen und Wirtschaftsverbände erhalten 2025 bisher
Mittel des Bundes (bitte mit Angabe der Höhe sowie des Zwecks)?
42. Liegen der Bundesregierung, zum Beispiel im Zusammenhang mit
erfolgten Förderungen 2025, Kenntnisse dazu vor, welche Unternehmen und
Wirtschaftsverbände Mitglied im Wirtschaftsrat der CDU e. V. sind?
43. Liegen der Bundesregierung Kenntnisse dazu vor, welche durch Mittel
des Bundes mitgeförderten Unternehmen und Wirtschaftsverbände im
Bereich der politischen Interessensvertretung aktiv sind?
44. Besteht nach Auffassung der Bundesregierung die Gefahr, dass die
Bundesregierung indirekt Lobbyismus von Unternehmen und
Wirtschaftsverbänden finanziert, wenn diese staatliche Gelder erhalten, obwohl sie diese
Gelder für die politische Interessensvertretung ausgibt?
45. Liegen der Bundesregierung Kenntnisse dazu vor, welcher Anteil der
durch Mittel des Bundes mitgeförderten Unternehmen und
Wirtschaftsverbände sich für erhöhte gesetzliche Sozial- und Umweltmindeststandards
einsetzt?
46. Liegen der Bundesregierung Kenntnisse dazu vor, welcher Anteil der
durch Mittel des Bundes mitgeförderten Unternehmen und
Wirtschaftsverbände sich für Deregulierungen bzw. für Positionen einsetzte, die als
wirtschaftsliberal bezeichnet werden könnten?
47. Sind der Bundesregierung Unternehmen und Wirtschaftsverbände, die
Mittel des Bundes erhalten und sich im Wahlkampf für oder gegen eine
oder mehrere Parteien eingesetzt haben, bekannt?
48. Plant die Bundesregierung eine Erhöhung des im Lobbyregistergesetz
(LobbyRG) festgelegten Bußgeldes bei Verletzungen der
Registrierungspflicht, falls ja, zu welchem Zeitpunkt, und falls nein, warum nicht?
49. Plant die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für eine starke
Antikorruptionsrichtlinie einzusetzen, falls ja, inwiefern, und falls nein, warum
nicht?
50. Plant die Bundesregierung, bei der nationalen Umsetzung der EU-Anti-
SLAPP-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2024/1069) die Aufnahme fester
Fristen für das beschleunigte Verfahren, einer Sicherheitspflicht, die sämtliche
Prozesskosten abdeckt, sowie einer Erhöhung der erstattungsfähigen
Gebühr bis zum 20-fachen unter Einbeziehung der Verteidigungskosten, falls
ja, inwiefern, und falls nein, warum nicht?
51. Plant die Bundesregierung Maßnahmen, um die Artikulierung und
Umsetzung zivilgesellschaftlicher Interessen zu stärken und einer Verflechtung
von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden mit der Bundesregierung
entgegenzuwirken, wenn ja, welche, und falls sie keine plant, warum?
Berlin, den 14. Oktober 2025
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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