Maßnahmen zum Bürokratieabbau seitens des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (Antwort zu Drs. 21/1870)
Text
Maßnahmen zum Bürokratieabbau seitens des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (Antwort zu Drs. 21/1870)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2191
21. Wahlperiode 13.10.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Peter Bonhof,
Rainer Galla, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/1870 –
Maßnahmen zum Bürokratieabbau seitens des Bundesministeriums der Justiz
und für Verbraucherschutz
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Anzahl der geltenden Bundesgesetze und Bundesverordnungen ist seit
dem Jahr 2018 kontinuierlich gestiegen. Besaßen im Jahr 2018 1 699
Bundesgesetze zum 1. Januar des Jahres Gültigkeit, waren es 2021 schon 1 740 und
2025 1 798. Ähnlich zeigt sich die Entwicklung bei den Verordnungen auf
Bundesebene. Galten im Jahr 2018 2 721 Verordnungen, waren es 2021 schon
2 799 und 2025 2 896 (vgl. Antwort zu Frage 96 auf Bundestagsdrucksache
21/1164). Insgesamt existieren in Deutschland rund 100 000 Einzelnomen.
Die Koalition von CDU, CSU und SPD hat in der Gesetzgebung
Zurückhaltung versprochen. So sollen nicht notwendige Gesetze nicht erlassen,
überholte Gesetze gestrichen werden. Recht soll verständlich und digitaltauglich sein
und einem Praxischeck unterliegen. Wirkungslose Berichtspflichten sollen
gestrichen werden (vgl. https://kpmg-law.de/staatsmodernisierung-und-buerokrat
ieabbau-die-plaene-im-koalitionsvertrag-2025/).
Im Koalitionsvertrag heißt es, die Bürokratiekosten für die Wirtschaft sollen
um 25 Prozent (rund 16 Mrd. Euro) reduziert werden, und der
Erfüllungsaufwand für Unternehmen, Bürger sowie Verwaltung soll um mindestens 10 Mrd.
Euro gesenkt werden. Jedes Ressort trägt in eigener Verantwortung zu diesen
Zielen bei, unter anderem mindestens entsprechend seinem jeweiligen
Verursachungsbeitrag, und hat nach Entlastungswirkung zu priorisieren. Die
Abbaumaßnahmen einzelner Ressorts sollen in mindestens einem
Bürokratierückbaugesetz pro Jahr gebündelt werden. Weiter heißt es, die Ausnahmen der
sogenannten „One in, one out“-Regel sollen gestrichen und zu einer „One in,
two out“-Regel fortentwickelt werden (www.koalitionsvertrag2025.de/sites/w
ww.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf, S. 61).
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Justiz und für
Verbraucherschutz vom 13. Oktober 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie viele der geltenden Bundesgesetze sind dem Ressort des
Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zuzuordnen, und wie
hat sich diese Anzahl seit dem Jahr 2010 (jeweils zum 1. Januar)
entwickelt?
Die Anzahl der geltenden Bundesgesetze, für die das Bundesministerium der
Justiz (BMJ) beziehungsweise das Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz (BMJV) zwischen dem 1. Oktober 2010 und dem 30.
September 2025 die Federführung hat, schlüsselt sich nach Jahren wie folgt auf.
Geltungsstichtag Anzahl
30.9.2025 322
Entwicklung:
1.1.2010 337
1.1.2011 304
1.1.2012 302
1.1.2013 304
1.1.2014 305
1.1.2015 305
1.1.2016 308
1.1.2017 310
1.1.2018 311
1.1.2019 311
1.1.2020 313
1.1.2021 318
1.1.2022 319
1.1.2023 316
1.1.2024 319
1.1.2025 321
2. Wie viele der geltenden Verordnungen auf Bundesebene sind dem Ressort
des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zuzuordnen,
und wie hat sich diese Anzahl seit dem Jahr 2010 (jeweils zum 1. Januar)
entwickelt?
Die Anzahl der geltenden Rechtsverordnungen auf Bundesebene, für die das
BMJ beziehungsweise das BMJV zwischen dem 1. Oktober 2010 und dem
30. September 2025 die Federführung hat, schlüsselt sich nach Jahren wie folgt
auf.
Geltungsstichtag Anzahl
30.09.2025 207
Entwicklung:
1.1.2010 170
1.1.2011 159
1.1.2012 160
1.1.2013 165
1.1.2014 167
1.1.2015 168
1.1.2016 170
1.1.2017 168
1.1.2018 173
1.1.2019 176
1.1.2020 177
1.1.2021 189
Geltungsstichtag Anzahl
1.1.2022 194
1.1.2023 200
1.1.2024 203
1.1.2025 203
3. Welche Gesetze aus dem Ressort des Bundesministeriums der Justiz und
für Verbraucherschutz wurden in der vergangenen Legislaturperiode
abgeschafft?
Die Bundesregierung versteht verstehen die Frage so, dass mit dem Begriff
„abgeschafft“ das Außerkrafttreten der jeweiligen Normenkomplexe gemeint
ist. Folgende Gesetze, für die das BMJ beziehungsweise das BMJV die
Federführung hat, sind zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem 24. April 2025
außer Kraft getreten:
• Gesetz über die Verkündung von Rechtsverordnungen und
Bekanntmachungen (Verkündungs- und Bekanntmachungsgesetz – VkBkmG)
vom 30. Januar 1950
BGBl 1950, 23
FNA 114-1; Bundesgesetzblatt Teil III
• Gesetz über vereinfachte Verkündungen und Bekanntgaben
vom 18. Juli 1975
BGBl I 1975, 1919
FNA 114-7
• Gesetz zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Kammern im Bereich
der Bundesrechtsanwaltsordnung, der Patentanwaltsordnung, der
Bundesnotarordnung, der Wirtschaftsprüferordnung und des Steuerberatungsgesetzes
während der COVID‑19‑Pandemie (COVID-19-Gesetz zur
Funktionsfähigkeit der Kammern – COV19FKG)
vom 10. Juli 2020
BGBl I 2020, 1643, 1644
FNA 303-23; GESTA C153
• Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten
vom 10. Oktober 2013
BGBl I 2013, 3786
FNA 310-4/7; GESTA C151
• Gesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten
(Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz – KapMuG)
vom 19. Oktober 2012
BGBl I 2012, 2182
FNA 310-24; GESTA C100
• Gesetz über die Vergütung von Vormündern und Betreuern (Vormünder-
und Betreuervergütungsgesetz – VBVG)
vom 21. April 2005
BGBl I 2005, 1073, 1076
FNA 400-16; GESTA C071
• Gesetz über die Wahrnehmung behördlicher Aufgaben bei der Betreuung
Volljähriger (Betreuungsbehördengesetz – BtBG)
vom 12. September 1990
BGBl I 1990, 2002, 2025
FNA 404-24
• Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-,
Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
vom 27. März 2020
BGBl I 2020, 569, 570
FNA 4121-6; GESTA C136
• Gesetz über die Beiordnung von Patentanwälten bei Prozeßkostenhilfe
vom 7. September 1966
BGBl I 1966, 557, 585
FNA 424-5-3
• Gesetz über die Erstattung von Gebühren des beigeordneten Vertreters in
Patent-, Gebrauchsmuster-, Design-, Topographieschutz- und
Sortenschutzsachen (Vertretergebühren-Erstattungsgesetz – VertrGebErstG)
vom 18. Juli 1953
BGBl I 1953, 654
FNA 424-5-4; Bundesgesetzblatt Teil III
4. Welche Gesetze aus dem Ressort des Bundesministeriums der Justiz und
für Verbraucherschutz wurden in der vergangenen Legislaturperiode neu
erlassen?
Folgende Gesetze, für die das BMJ beziehungsweise das BMJV die
Federführung hat, sind zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem 24. April 2025 in
Kraft getreten:
• Gesetz über die Verkündung von Gesetzen und Rechtsverordnungen und
über Bekanntmachungen (Verkündungs- und Bekanntmachungsgesetz –
VkBkmG)
vom 20. Dezember 2022
BGBl I 2022, 2752
FNA 114-8; GESTA C029
• Gesetz zur Umsetzung der vollstreckungshilferechtlichen Regelungen des
Vertrages vom 5. April 2022 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die grenzüberschreitende
polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit (Deutsch-Schweizerischer-
Polizeivertrag-Umsetzungsgesetz – DECHPolVtrUG)
vom 14. Dezember 2023
BGBl I 2023, Nr. 365 (2024 I Nr. 165)
FNA 188-10; GESTA C063
• Gesetz über die allgemeine Beeidigung von gerichtlichen Dolmetschern
(Gerichtsdolmetschergesetz – GDolmG)
vom 10. Dezember 2019
BGBl I 2019, 2121, 2124
FNA 305-1; GESTA C117
• Gesetz zur gebündelten Durchsetzung von Verbraucherrechten
(Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz – VDuG)
vom 8. Oktober 2023
BGBl I 2023, Nr. 272, 2
FNA 310-26; GESTA C050
• Gesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten
(Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz – KapMuG)
vom 16. Juli 2024
BGBl. I 2024, Nr. 240
FNA 310-27; GESTA C090
• Betreuungsorganisationsgesetz (BtOG)
vom 4. Mai 2021
BGBl I 2021, 882, 917
FNA 404-33; GESTA C176
• Gesetz über die Vergütung von Vormündern und Betreuern (Vormünder-
und Betreuervergütungsgesetz – VBVG)
vom 4. Mai 2021
BGBl I 2021, 882, 925
FNA 404-34; GESTA C176
• Gesetz zur Regelung einer Inflationsausgleichs-Sonderzahlung für
berufliche Betreuer, Betreuungsvereine und ehrenamtliche Betreuer (Betreuer-
Inflationsausgleichs-Sonderzahlungsgesetz – BetrInASG)
vom 20. Dezember 2023
BGBl I 2023, Nr. 391
FNA 404-35; GESTA C070
• Gesetz über die Erstattung von Gebühren der beigeordneten Vertretung in
Patent-, Gebrauchsmuster-, Marken-, Design-, Topographieschutz- und
Sortenschutzsachen (Vertretungsgebühren-Erstattungsgesetz – VertrGebErstG)
vom 7. Juli 2021
BGBl I 2021, 2363, 2432
FNA 424-5-8; GESTA C198
• Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen
(Hinweisgeberschutzgesetz – HinSchG)
vom 31. Mai 2023
BGBl I 2023, Nr. 140
FNA 450-34; GESTA C034
• Gesetz über die Haftpflichtversicherung für ausländische Kraftfahrzeuge
und Kraftfahrzeuganhänger (Auslandsfahrzeug-Pflichtversicherungsgesetz
– AuslPflVG)
vom 11. April 2024
BGBl I 2024, Nr. 119, 19
FNA 925-7; GESTA C056
5. Welche Verordnungen aus dem Ressort des Bundesministeriums der Justiz
und für Verbraucherschutz wurden in der vergangenen Legislaturperiode
abgeschafft?
Wir verstehen die Frage so, dass mit dem Begriff „abgeschafft“ das
Außerkrafttreten der jeweiligen Normenkomplexe gemeint ist. Folgende
Rechtsverordnungen, für die das BMJ beziehungsweise das BMJV die Federführung hat,
sind zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem 24. April 2025 außer Kraft
getreten:
• Verordnung zur Verlängerung der Maßnahmen zur Sicherstellung der
Funktionsfähigkeit der Kammern im Bereich der Bundesrechtsanwaltsordnung,
der Patentanwaltsordnung, der Bundesnotarordnung, der
Wirtschaftsprüferordnung und des Steuerberatungsgesetzes während der COVID-19-
Pandemie (COVID-19-Kammer-Funktionsfähigkeit-Verlängerungsverordnung
– COV19KFVV)
vom 10. Dezember 2020
BGBl I 2020, 2930
FNA 303-23-1
• Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr beim Bundesgerichtshof
und Bundespatentgericht (BGH/BPatGERVV)
vom 24. August 2007
BGBl I 2007, 2130
FNA 310-4-12
• Verordnung über Formulare für die Zwangsvollstreckung
(Zwangsvollstreckungsformular-Verordnung – ZVFV)
vom 23. August 2012
BGBl I 2012, 1822
FNA 310-4-16
• Verordnung über das Formular für den Vollstreckungsauftrag an den
Gerichtsvollzieher (Gerichtsvollzieherformular-Verordnung – GVFV)
vom 28. September 2015
BGBl I 2015, 1586
FNA 310-4-17
• Verordnung über die Mündelsicherheit der Pfandbriefe und verwandten
Schuldverschreibungen (MündelPfandBrV)
vom 7. Mai 1940
RGBl I 1940, 756
FNA 404-12; Bundesgesetzblatt Teil III
• Verordnung zur Verlängerung von Maßnahmen im Gesellschafts-,
Genossenschafts-, Vereins- und Stiftungsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen
der COVID-19-Pandemie (GesRGenRCOVMVV)
vom 20. Oktober 2020
BGBl I 2020, 2258
FNA 4121-6-1
• Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von
Wohnungsunternehmen
vom 22. September 1970
BGBl I 1970, 1334
FNA 4141-13
6. Welche Verordnungen aus dem Ressort des Bundesministeriums der Justiz
und für Verbraucherschutz wurden in der vergangenen Legislaturperiode
neu erlassen?
Folgende Rechtsverordnungen, für die das BMJ beziehungsweise das BMJV
die Federführung hat, sind zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem
24. April 2025 in Kraft getreten:
• Verordnung über die Aufbewahrung und Speicherung von Justizakten
(Justizaktenaufbewahrungsverordnung – JAktAV)
vom 8. November 2021
BGBl I 2021, 4834
FNA 224-20-1
• Verordnung über den Betrieb eines Videokommunikationssystems für
notarielle Urkundstätigkeiten (NotViKoV)
vom 22. Juli 2022
BGBl I 2022, 1191
FNA 303-1-6
• Verordnung über Formulare für die Zwangsvollstreckung
(Zwangsvollstreckungsformular-Verordnung – ZVFV)
vom 16. Dezember 2022
BGBl I 2022, 2368
FNA 310-4-22
• Verordnung über die Einrichtung und Führung des Gesellschaftsregisters
(Gesellschaftsregisterverordnung – GesRV)
vom 16. Dezember 2022
BGBl I 2022, 2422
FNA 315-24-1
• Verordnung über die Anforderungen an Sicherheiten und die Anlage
bestimmter Vermögen (Sicherheitenverordnung – SiV)
vom 28. Oktober 2022
BGBl I 2022, 1972
FNA 400-2-2
• Verordnung über die Aufgaben und Befugnisse der Behörde zur Aufsicht
über den Reisesicherungsfonds sowie über die Verwaltung und
Aufbewahrung des Fondsvermögens (Reisesicherungsfondsaufsichtsverordnung –
RSFAV)
vom 15. Oktober 2021
BGBl I 2021, 4707
FNA 402-43-2
• Verordnung über die Erhebung eines Entgelts für die staatliche Absicherung
nach dem Reisesicherungsfondsgesetz
vom 23. November 2021
BGBl I 2021, 4962
FNA 402-43-3
• Verordnung über den Inhalt und das Verfahren zur Erstellung und zur
Anpassung von Mietspiegeln sowie zur Konkretisierung der Grundsätze für
qualifizierte Mietspiegel (Mietspiegelverordnung – MsV)
vom 28. Oktober 2021
BGBl I 2021, 4779
FNA 402-44-1
• Verordnung über die Prüfung zum zertifizierten Verwalter nach dem
Wohnungseigentumsgesetz (Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung –
ZertVerwV)
vom 2. Dezember 2021
BGBl I 2021, 5182
FNA 403-1-2
• Verordnung über die Registrierung von beruflichen Betreuern
(Betreuerregistrierungsverordnung – BtRegV)
vom 13. Juli 2022
BGBl I 2022, 1154
FNA 404-33-1
• Verordnung über Anforderungen an elektronische Wertpapierregister
(eWpRV)
vom 24. Oktober 2022
BGBl I 2022, 1882
FNA 4134-5-1
• Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von
Wohnungsunternehmen (JAbschlWUV)
vom 14. Juni 2023
BGBl I 2023, Nr. 152
FNA 4141-15
• Verordnung zum Schutz der geografischen Herkunftsangabe „Glashütte“
(Glashütteverordnung – GlashütteV)
vom 22. Februar 2022
BGBl I 2022, 218
FNA 423-5-2-6
• Verordnung zur Durchführung des § 157 Absatz 2 der
Patentanwaltsordnung (PAO157Abs2DV)
vom 15. August 2022
BGBl I 2022, 1400
FNA 424-5-1-1
• Verordnung über das Patentanwaltsverzeichnis
(Patentanwaltsverzeichnisverordnung – PatAnwVV)
vom 17. Dezember 2021
BGBl I 2021, 5219, 5227
FNA 424-5-9
• Verordnung über ergänzende Bestimmungen zur Nutzung nicht verfügbarer
Werke nach dem Urheberrechtsgesetz und dem
Verwertungsgesellschaftengesetz (Nicht-verfügbare-Werke-Verordnung – NvWV)
vom 9. März 2023
BGBl I 2023, Nr. 65
FNA 440-18-1
• Verordnung über die Organisation der nach dem Hinweisgeberschutzgesetz
einzurichtenden externen Meldestelle des Bundes
(Hinweisgeberschutzgesetz-Externe-Meldestelle-des-Bundes-Verordnung – HEMBV)
vom 7. August 2023
BGBl I 2023, Nr. 211
FNA 450-34-1
• Verordnung zur Übertragung der Befugnis zum Erlass einer
Rechtsverordnung nach § 172c Absatz 3 Satz 1 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch auf
das Bundesamt für Soziale Sicherung
vom 11. Dezember 2024
BGBl. I 2024, Nr. 411, 12
FNA 860-7-10
7. Welche Gesetze und Verordnungen aus dem Ressort des
Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz beurteilt die Bundesregierung
als entbehrlich (bitte getrennt nach Gesetzen und Verordnungen angeben)?
8. Welche Gesetze und Verordnungen aus dem Ressort des
Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz plant die Bundesregierung,
abzuschaffen (bitte getrennt nach Gesetzen und Verordnungen angeben)?
9. Welchen Zeitplan legt die Bundesregierung dem Vorhaben in Frage 8
zugrunde?
Die Fragen 7 bis 9 werden gemeinsam beantwortet.
Der Rückbau unnötiger Bürokratie ist ein Kernanliegen der Bundesregierung.
Das BMJV prüft fortwährend, ob das Bestandsrecht seinen Zweck erfüllt und
wo gegebenenfalls Anpassungsbedarf besteht.
Die Bundesregierung hat den Staatssekretärsausschuss „Staatsmodernisierung
und Bürokratierückbau“ eingesetzt, zu dessen Aufgaben unter anderem
Planung, Koordinierung und Monitoring der Umsetzung der
Bürokratierückbauziele der Bundesregierung sowie die Implementierung von weiteren
Bürokratierückbauinstrumenten gehören.
Am 1. Oktober 2025 hat die Bundesregierung die „Modernisierungsagenda –
für Staat und Verwaltung (Bund)“ beschlossen. In ihrem Handlungsfeld 1 wird
ein spürbarer Rückbau von Bürokratie mit konkreten Maßnahmen und
Zielwerten adressiert. Weitere Zielwerte und Inhalte werden im Rahmen von
Umsetzungszyklen erarbeitet und entsprechende Vorhaben umgesetzt.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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