Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Neubaustrecke Frankfurt - Mannheim
Text
Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Neubaustrecke Frankfurt - Mannheim
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7155
21. Wahlperiode 06.07.2026
Unterrichtung
durch die Bundesregierung
Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen
Öffentlichkeitsbeteiligung der Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim
Zugeleitet mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr vom 3. Juli 2026 gemäß Beschluss vom 28. Februar
2016 auf Bundestagsdrucksache 18/7365 in Verbindung mit § 5 der Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ..................................................................................................................... 3
2 Vorzugsvariante .......................................................................................................... 4
2.1 Verkehrliche und Betriebliche Aufgabenstellung .......................................................... 4
2.2 Variantenuntersuchung und Ergebnis ............................................................................ 5
2.3 Umweltverträglichkeit und Lärmschutz .......................................................................... 6
2.4 Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Rahmenterminplan ............................................ 6
3 Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 VwVfG ...................................... 7
3.1 Forderungen aus der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung .............................................. 7
4 Fazit und Empfehlung ................................................................................................. 8
5 Anlagen ........................................................................................................................ 8
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 2 –
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
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1 Einleitung
Mit Blick auf die zum 1. Januar 2018 in Kraft getretene
Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV) wird für Vorhaben des Bedarfsplans nach Abschluss der Leistungsphasen 1
und 2 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) eine Befassung des
Deutschen Bundestags vorgesehen.
Gegenstand der parlamentarischen Befassung ist das Bedarfsplanvorhaben „NBS Frankfurt
– Mannheim“, das als Teil des Projektbündels 6 (ABS Dortmund / Köln – Frankfurt am Main,
ABS/NBS Mainz –/ Frankfurt am Main, ABS/NBS Frankfurt am Main – Mannheim, ABS/NBS
Mannheim – Karlsruhe, ABS/NBS Mannheim – Stuttgart – Ulm, ABS/NBS München –
Augsburg – Ulm, ABS Köln/Hagen – Siegen – Hanau) im Vordringlichen Bedarf des geltenden
Bedarfsplans Schiene gemäß Anlage zu § 1 Absatz 1 des
Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) verankert ist.
Der vorliegende Bericht dient der Unterrichtung des Deutschen Bundestages über das
Ergebnis der im Jahr 2025 abgeschlossenen Vorplanung und stellt dabei die erarbeitete
Vorzugsvariante einschließlich einer ersten belastbaren Kostenschätzung als auch die
Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung dar.
Die Berichterstattung beruht auf Informationen der Vorhabenträgerin DB InfraGO AG und
einer zuwendungsrechtlichen Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) auf Basis
des Vorplanungsergebnisses. Die umfassende Abwägung zwischen allen berührten
öffentlichen und privaten Belangen erfolgt durch die unabhängige Planfeststellungsbehörde im
planrechtlichen Verfahren nach § 18 Allgemeinem Eisenbahngesetz (AEG). Eine
Bewertung und Festlegung zu konkreten, entscheidungserheblichen rechtlichen Fragestellungen
erfolgt mit dem Planfeststellungsbeschluss.
Die Neubaustrecke (NBS) Frankfurt – Mannheim ist Teil einer seit den 1990er-Jahren
verfolgten Ausbauplanung für den hochbelasteten Korridor Rhein/Main-Rhein/Neckar. Vor
diesem Hintergrund wurden durch die Deutsche Bahn bereits frühzeitig Untersuchungen und
weiterführende Planungen entwickelt. Mit der Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf des
geltenden Bedarfsplans Schiene gemäß Anlage zu § 1 Absatz 1 des
Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) im Jahr 2016 wurde die besondere Priorität des Vorhabens
politisch bestätigt und eine gesetzliche Grundlage für die Planungsaufnahme geschaffen.
Mit Inkrafttreten der BUV zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn zum 1. Januar 2018
wurde das Vorhaben in die entsprechende Systematik überführt. Damit werden sowohl die
verfahrensseitige Ausgestaltung als auch die Finanzierung verbindlich geregelt.
Die Planung ist als abschnittsweiser Genehmigungsprozess organisiert und in folgende
Planfeststellungsabschnitte gegliedert:
▪ Planfeststellungsabschnitt 1: Zeppelinheim – Darmstadt-Nord
▪ Planfeststellungsabschnitt 2 und 3.1: Weiterstadt – Pfungstadt
▪ Planfeststellungsabschnitt 3.2: Pfungstadt
▪ Planfeststellungsabschnitt 4: Gernsheim – Einhausen
▪ Planfeststellungsabschnitt 5/6: Einhausen/Lorsch – Mannheim-Waldhof
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Zum Zeitpunkt der Überführung in die BUV befanden sich die nördlichen Abschnitte
zwischen Zeppelinheim und Pfungsstadt (PFA 1 bis 3.2) bereits in fortgeschrittenen
Planungsstand der Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Vor diesem Hintergrund wurden diese
Abschnitte entsprechend den Regelungen der BUV unmittelbar weitergeführt.
Die Entwurf- und Genehmigungsplanung des gesamten Vorhabens wird insofern bereits
über die Sammelvereinbarung für die Leistungsphasen 3 und 4 (SV Lph 3/4) finanziert.
2 Vorzugsvariante
Für die Bewertung und Auswahl einer technisch und wirtschaftlich sinnvollen Lösung
wurde im Rahmen der Vorplanung eine Vorzugsvariante erarbeitet. Diese bildet die
Grundlage für die weitere Planung und dient als Referenz für die
Genehmigungsunterlagen sowie die parlamentarische Befassung.
2.1 Verkehrliche und Betriebliche Aufgabenstellung
Mit dem Vorhaben „NBS Frankfurt – Mannheim“ werden die infrastrukturellen
Voraussetzungen für eine leistungs- und zukunftsfähige Abwicklung des Schienenverkehrs im
hochbelasteten Korridor zwischen Rhein/Main und Rhein/Neckar geschaffen. Ausgangspunkt ist
die bestehende Überlastung der Bestandsstrecken „Riedbahn“ und „Main-Neckar-Bahn“,
die den steigenden Anforderungen an Kapazität, Betriebsqualität und Verkehrsverlagerung
nicht mehr ausreichend gerecht werden.
Ziel des Vorhabens ist die Schaffung zusätzlicher, strukturell trennbarer Kapazitäten zur
Entflechtung von Personen- und Güterverkehr sowie zur nachhaltigen Entlastung der
Bestandsinfrastruktur. Hierzu ist der Neubau einer zweigleisigen, für Geschwindigkeiten bis
300 km/h ausgelegten Strecke vorgesehen. Die betriebliche Konzeption sieht eine
vorrangige Nutzung durch den schnellen Schienenpersonenfernverkehr im Tageszeitraum vor,
während in den Nachtstunden eine gezielte Verlagerung des Schienengüterverkehrs auf die
Neubaustrecke erfolgt. Dadurch wird insbesondere die Riedbahn wirksam vom nächtlichen
Güterverkehr und den damit verbundenen Lärmemissionen entlastet.
Im Kontext des Deutschlandtakts ermöglicht das Vorhaben zugleich den Lückenschluss im
Hochgeschwindigkeitsnetz und die Einhaltung der vorgesehenen Zielfahrzeit von 30
Minuten zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Mannheim Hbf. Ergänzend verbessern sich durch
die Anbindung an die Wallauer Spange die Verknüpfungsqualitäten im regionalen
Schienenpersonennahverkehr.
Die Ausrüstung der Strecke mit moderner Leit- und Sicherungstechnik, ETCS Level 2 ohne
Signale, unterstützt eine leistungsfähige, stabile und wirtschaftliche Betriebsführung.
Die Verkehrliche und Betriebliche Aufgabenstellung (VAst/BAst) ist Gegenstand der
vorgelagerten Planungsphasen. Vor dem Hintergrund des abgestimmten Einstiegs in die
Planungsbegleitung gemäß BUV wurde von einer gesonderten Prüfung durch das Eisenbahn-
Bundesamt abgesehen. Eine formale Bewertung erfolgt regelmäßig erst im Rahmen der
planfeststellungsrelevanten Unterlagen durch die Genehmigungsbehörde.
In der Gesamtwirkung kann festgestellt werden, dass die Anforderungen der VAst und BAst
erreicht werden.
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2.2 Variantenuntersuchung und Ergebnis
Die Ermittlung der Vorzugsvariante für die NBS Frankfurt – Mannheim erfolgte im Rahmen
eines mehrstufigen Trassenauswahlverfahrens. Die Vorhabenträgerin DB InfraGO AG
untersuchte und bewertete dabei insgesamt 32 Varianten unter verkehrlichen, technischen,
wirtschaftlichen und umweltfachlichen Gesichtspunkten. In einem ersten Schritt wurde die
Anbindung der Bestandsstrecke Mainz–Darmstadt an die Neubaustrecke festgelegt, um
insbesondere den nächtlichen Güterverkehr aus dem Westen auf die Neubaustrecke zu
verlagern. Darauf aufbauend wurde im zweiten Schritt die Streckenführung im südlichen
Abschnitt zwischen Lorsch und Mannheim-Waldhof bestimmt. Beide Teilräume wurden
nach vertiefter Untersuchung und Abwägung mehrerer Varianten festgelegt. Im letzten
Schritt wurden die Ergebnisse dieser Teilabschnitte zusammengeführt und als Grundlage
für die Betrachtung der Gesamtstrecke herangezogen.
Im Ergebnis der Variantenprüfung und -abwägung wurde gemäß den Anlagen 1 und 1.1
die Vorzugsvariante II.b für die NBS Frankfurt – Mannheim ermittelt.
Die Haupttrasse weist eine Gesamtlänge von rund 57,8 km auf. Davon entfallen etwa 9 km
auf Trogbauwerke (offene, ggü. dem Gelände vertiefte Gleislage) sowie rund 19 km auf
Tunnelabschnitte. Die Strecke ist für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 300 km/h
ausgelegt.
Abbildung 1: Vorzugsvariante NBS Frankfurt – Mannheim (PFA 1 – 6); Quelle: DB InfraGO AG
Die NBS Frankfurt – Mannheim verläuft ab Neu-Isenburg-Zeppelinheim parallel zur
Autobahn A5 und folgt ab Darmstadt entlang der Trasse der A67 bis in den Raum Einhausen.
Dort geht die Strecke in einem Tunnel über, der östlich an Einhausen vorbeiführt, die
Weschnitz unterquert und im Bereich der L3111 die Seitenlage zur Autobahn wechselt.
Anschließend wird die Trasse durchgehend unterirdisch durch den Lorscher/Lampertheimer
Wald geführt und verläuft nordwestlich an Lampertheim-Neuschloß vorbei bis nach
Mannheim-Blumenau, wo die Einbindung in die Bestandsstrecke Riedbahn erfolgt. Darmstadt
wird über eine Nord- und eine Südanbindung in das Personenverkehrsnetz eingebunden.
Für den Güterverkehr aus Richtung Mainz ist eine Anbindung über die sogenannte
Weiterstädter Kurve vorgesehen.
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2.3 Umweltverträglichkeit und Lärmschutz
Die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorgaben ist wesentlicher Bestandteil des
Vorhabens „NBS Frankfurt – Mannheim“. Gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über
die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) ist eine umfassende Prüfung der
Umweltauswirkungen durchzuführen. Für die naturschutzrechtliche Bewertung bilden die §§ 13 ff. des
Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) den maßgeblichen Rahmen. Danach sind
vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen. Unvermeidbare
Eingriffe sind durch geeignete Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
auszugleichen oder zu ersetzen.
Nach Angaben der Vorhabensträgerin werden im Untersuchungsraum die einschlägigen
Schutzgebietskategorien, insbesondere FFH-Gebiete, Naturschutzgebiete sowie
Vogelschutzgebiete, in die Planung und Bewertung einbezogen. Es wurde bereits seit 2008 mit
der Sicherung geeigneter Flächen für naturschutzfachliche Kompensationsmaßnahmen
begonnen. Es wurden umfangreiche Biotopkomplexe mit einer Gesamtfläche von rund 500
Hektar gesichert und langfristig für Naturschutzzwecke gebunden. Aus Sicht des
Eisenbahn-Bundesamts wurden alle gesetzlichen und ökologischen Erfordernisse von der
Vorhabenträgerin berücksichtigt.
Nach Darlegung der Vorhabenträgerin werden die Schallauswirkungen des Vorhabens
gemäß § 41 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) in Verbindung mit der Sechzehnten
Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BlmSchV)
ermittelt. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass die Einhaltung der maßgeblichen
Immissionsgrenzwerte grundsätzlich durch aktive Schallschutzmaßnahmen erreichbar ist;
ergänzend sind passive Maßnahmen in Teilbereichen vorgesehen. Die konkrete Ausgestaltung
des Lärmschutzes erfolgt in den weiteren Planungsphasen. Sie ist Gegenstand der
fachlichen und rechtlichen Abwägung im Planfeststellungsverfahren.
2.4 Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Rahmenterminplan
Im Rahmen der laufenden Bedarfsplanüberprüfung wurde ein volkswirtschaftliches Nutzen-
Kosten-Verhältnis (NKV) von 1,1 ermittelt.
Der Gesamtwertumfang (GWU) des Projekts beträgt 8.050,6 Mio. Euro (nominal). Diese
beinhalten Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit ≥ 50 %.
Die DB InfraGO AG hat zusätzlich eine Gesamtwertprognose (GWP) ermittelt, die weitere
anhand von statistisch ermittelten Risikokennwerten quantifizierte mögliche Risiken
einbezieht. Damit soll der sich erfahrungsgemäß im Projektverlauf erhöhende Wert der
Investitionskosten durch eine Prognose der Projektendkosten ersetzt werden.
Die aktuelle GWP für das Vorhaben beläuft sich auf 10.057,9 Mio. Euro (nominal). Die
Differenz gegenüber dem GWU resultiert aus den zusätzlichen Risikozuschlägen sowie
Nominalisierungskosten.
Aus zuwendungsrechtlicher Sicht ist anzumerken, dass die Vorzugsvariante II.b nicht die
wirtschaftlichste Lösung darstellt. Gegenüber der Variante III ergibt sich eine Differenz von
rund 18 Mio. Euro. In der Entscheidungsfindung wurden darüber hinausgehende Kriterien
berücksichtigt, insbesondere die Minimierung von Schallbetroffenheiten, der Erhalt von
Waldflächen sowie eine möglichst weitgehende Entlastung der Kommunen von
nächtlichen Güterverkehrsemissionen.
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Eine durchgängige Bundesfinanzierung ist anzustreben, da Verzögerungen im
Projektablauf mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden sein können.
Der Rahmenterminplan für das Projekt sieht Folgendes vor:
▪ Baubeginn PFA1: Zeppelinheim – Darmstadt-Nord: vsl. 2029
▪ Gesamtinbetriebnahme: vsl. 2037
3 Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 VwVfG
Im Sinne der gesetzlichen Vorgaben zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 25 VwVfG)
sowie unter Bezugnahme auf das „Handbuch für gute Bürgerbeteiligung“ des
Bundesministeriums für Verkehr hat die Vorhabenträgerin DB InfraGO AG eine Projektwebsite eingerichtet
(www.frankfurt-mannheim.de). Diese dient der transparenten Information und bietet
Kontaktmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger.
Seit dem Jahr 2016 werden die Planungen der NBS Frankfurt – Mannheim durch ein
informelles Beteiligungsverfahren begleitet. Dem Gremium gehören rund 100 Vertreterinnen und
Vertreter aus der Region an, insbesondere aus Politik und Verwaltung sowie aus Fahrgast-
und Umweltverbänden und Bürgerinitiativen. Die Mitglieder bilden die unterschiedlichen
Perspektiven der betroffenen Region ab und bringen ihre fachliche sowie lokale und
regionale Expertise in den Prozess ein. Im Rahmen des Forums können Hinweise, Anregungen
und Vorschläge in die Beratungen eingebracht und – soweit umsetzbar – in die Planungen
einbezogen werden.
3.1 Forderungen aus der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Vorhaben „NBS Frankfurt –
Mannheim“ hat die Region über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Forderungen
gestellt.
Die Vorhabenträgerin hat die haushaltsmäßige Bewertung der Mehrkosten aus den
Kernforderungen unter Berücksichtigung von Risikozuschlägen, Planungskosten sowie der
Nominalisierung in Höhe von 2.058,5 Mio. Euro ermittelt.
Aufgrund der Kleinteiligkeit der regionalen Forderungen wurden diese in Kernforderungen
(KF) zusammengefasst, die unter anderem folgende Forderungen beinhalten:
KF 1: Schallschutz Neubaustrecke
• Mehrkosten: ca. 1.707,8 Mio. Euro
KF 2: Schallschutz Bestandsstrecken
• Mehrkosten: ca. 330,7 Mio. Euro bzw. ca. 141,6 Mio. Euro für alternative
Forderungen mit niedrigeren Schallschutzwänden
KF 3: Umwelt
• Mehrkosten: keine Bewertung
KF 4: Sonstige Forderungen
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• Mehrkosten: ca. 20 Mio. Euro
Eine detailliertere Beschreibung der Forderungen können der Einzelvorstellung NBS
Frankfurt – Mannheim sowie der Anlage 4 - Zusammenfassung der Kernforderungen der
Region entnommen werden.
Im Ergebnis der Prüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt ist festzuhalten, dass die
Kernforderungen aus Sicht des Bundes innerhalb des gesetzlichen und wirtschaftlichen
Rahmens nicht darstellbar sind.
4 Fazit und Empfehlung
Nach Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) werden mit der vorliegenden
Vorzugsvariante – vorbehaltlich der noch ausstehenden Ergebnisse des
Planfeststellungsverfahrens – die Projektziele und die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Zudem gelangt das EBA zu der Einschätzung, dass die von der Vorhabenträgerin DB
InfraGO AG vorgelegte Vorzugsvariante den zuwendungsrechtlich maßgeblichen
Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entspricht; weitergehende, über den
gesetzlichen Rahmen hinausgehende Forderungen der Region werden jedoch ausgeschlossen.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Bund, die beschriebene Vorzugsvariante der DB
InfraGO AG in diesem Rahmen als Grundlage für die weiteren Planungen zu bestätigen.
5 Anlagen
▪ Eisenbahn-Bundesamt: Prüfbericht mit Empfehlung zur Parlamentarischen
Befassung vom 29.06.2026
▪ DB InfraGO AG: Einzelvorstellung NBS Frankfurt – Mannheim vom 28.04.2026 mit
Anlage 1-4
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Einzelvorstellung
Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim
DB InfraGO AG
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
1.1 Parlamentarische Befassung 3
1.2 Allgemeine Projektinformationen – Anlass und Ziel der Maßnahme 3
1.3 Allgemeine Projektinformationen – Beschreibung des Bestands 5
1.4 Benennung der Planfeststellungsabschnitte (Ausbaubedarf) 6
2 Vorzugsvariante 7
2.1 Allgemeines 7
2.2 Verkehrliche und betriebliche Aufgabenstellung 7
Verkehrslenkung 7
2.3 Vorplanungsergebnis Vorzugsvariante 8
Vorzugsvariante in Zahlen 8
Darstellung der einzelnen Planfeststellungsabschnitte 9
2.4 Ausschlusskriterien 12
2.4.1 Erfüllung und Einhaltung der verkehrlichen & betrieblichen Ziele 12
2.4.2 Nutzen-Kosten-Verhältnis 12
Bewertungskriterien 12
2.4.3.1 Bewertung der Wirtschaftlichkeit / Finanzierung 12
2.4.3.2 Umweltverträglichkeit und Landschaftsschutz sowie Denkmalpflege 14
2.4.3.3 Schutzgut kulturelles Erbe sowie Denkmalpflege 15
2.4.3.4 Konzept Lärm- und Erschütterungsschutz 16
2.4.3.5 Auswirkung des Schienenlärmschutzgesetzes auf zukünftige Verkehre 16
2.4.3.6 Rahmenterminplan für das Projekt 16
3 Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG)
§25 Abs.3 (Auszug) 18
3.1 Überblick der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung 18
3.2 Überblick gesetzlicher Grundlagen 19
4 Kernforderungen aus der Region 20
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
1 Einleitung
1.1 Parlamentarische Befassung
Der Deutsche Bundestag hat am 28.01.2016 mit einstimmigem Beschluss des Antrages
18/7365 der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (Menschen- und umweltgerechte Realisierung
europäischer Schienennetze) beschlossen:
▪ in Fällen besonderer regionaler Betroffenheit durch die Realisierung von
Schienengütertrassen der Verkehrskorridore des TEN-Verkehr-Kernnetzes, die durch EU-Mittel
(CEF) bezuschussungsfähig sind, auch künftig die konstruktive Zusammenarbeit der
Akteure vor Ort zu unterstützen und deren Vorschläge bei der Erarbeitung konkreter
Lösungen besonders zu berücksichtigen
▪ aus den jeweils dort gewonnenen Empfehlungen im Einzelfall konkrete Beschlüsse an
die Bundesregierung zu formulieren, um im Einzelfall im Rahmen der verfügbaren
Haushaltsmittel einen besonderen – über das gesetzliche Maß hinausgehenden – Schutz
von Anwohnern und Umwelt erreichen zu können.
Mit der Willensbildung des Deutschen Bundestages ist keine Anpassung von Verordnungen und
Gesetzen gefordert. Er will im Einzelfall über die finanzielle Förderung bestimmter Maßnahmen
entscheiden, die im Dialog der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 VwVfG
gefordert wurden, aber aus zuwendungsrechtlichen Gründen nicht in der Vorzugsvariante
berücksichtigt werden können.
Der Bundestagsbeschluss stellt jedoch kein Präjudiz bezüglich der nach § 18 Allgemeinem
Eisenbahngesetz (AEG) erforderlichen Planfeststellungsverfahren dar. Entsprechend erfolgt die
abschließende Abwägung zu allen Maßnahmen im planrechtlichen Verfahren durch die
zuständige Planfeststellungsbehörde. Gegen den Beschluss steht weiterhin der Rechtsweg offen.
Auf Basis der per 01.01.2018 in Kraft getretenen Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV)
erfolgt für Bedarfsplanvorhaben nach dem Abschluss der Leistungsphase 1 und 2 der HOAI
(Grundlagenermittlung und Vorplanung) eine Befassung im Deutschen Bundestag
(Parlamentarische Befassung).
Die hier vorliegende Einzelvorstellung des Projekts „Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim“
bildet die Grundlage für den Bericht über das Ergebnis der Vorplanungen – einschließlich der
Ergebnisse der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung – an den Deutschen Bundestag.
1.2 Allgemeine Projektinformationen – Anlass und Ziel der Maßnahme
Der Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse – Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe, der sich
von Köln nach Frankfurt/Main und weiter über Mannheim bis nach Karlsruhe erstreckt, weist
mit die höchsten Zugbelastungen und gleichzeitig auch die größten Engpässe im deutschen
Eisenbahnnetz auf.
Während im Mittelrheinbereich südlich von Köln aktuell rd. 450 Züge verkehren, sind es im
Kernbereich zwischen Mainz / Frankfurt (Main) und Mannheim rd. 700 Züge, die überwiegend
bis nach Graben-Neudorf weiterlaufen.
Hierdurch sind die Kapazitätsgrenzen erreicht bzw. die vorhandenen Strecken bereits
überlastet. Diese Engpässe führen dazu, dass die für die Schiene erreichbaren Nachfragepotenziale
sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr bereits jetzt nicht bedient werden können. Für
das Jahr 2030 wird erwartet, dass der Raum zwischen Frankfurt am Main und Mannheim so
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
stark überlastet ist, dass rund 30 Schienengüterverkehrszüge pro Tag nicht abgefahren werden
können, sodass die damit verbundenen Verkehre auf die Straße abwandern. 1
Der Korridor Rhein/Main – Rhein/Neckar ist Bestandteil des transeuropäischen
Eisenbahnkernnetzes (TEN). Der Streckenverlauf der TEN-Korridore gemäß EU Verordnung
Nr. 1315/2013 und 1316/2013 vom 11.12.2013 ist aus nachfolgendem Kartenausschnitt zu
ersehen. Die Riedbahn und Main-Neckar-Bahn liegen auf dem EU-Korridor Rhine – Alpine mit
hoher verkehrlicher Zielstellung. Der Korridor Rhine – Alpine verbindet die Nordseehäfen
(NL/B) über die Rhein-Main-Region und die Schweiz mit Italien.
Abbildung 1: TEN-Korridore; Quelle: DB InfraGO AG
Der Bau einer Neubaustrecke (NBS) Frankfurt–Mannheim wurde erstmals im
Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 erwähnt. Aktuell ist das Projekt seit 2016 Inhalt des BVWP 2030 und
Bestandteil des Projektbündels 6.
Maßnahmenbeschreibung des Teilprojekts NBS Frankfurt–Mannheim im BVWP 2030 1:
2-gleisige Neubaustrecke Zeppelinheim–Mannheim-Waldhof, Vmax 300 km/h;
▪ 2-gleisige Verbindungsstrecke im Korridor Klein-Gerau / Weiterstadt / Griesheim
▪ Verknüpfungen in Zeppelinheim, MA-Waldhof, Weiterstadt / Griesheim, Darmstadt
Dieses Projekt ist mit der Fortschreibung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG)
in das Projektbündel 6: ABS Dortmund/Köln – Frankfurt am Main, ABS/NBS Mainz – Frankfurt
am Main, ABS/NBS Frankfurt am Main – Mannheim, ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe,
ABS/NBS Mannheim – Stuttgart – Ulm, ABS/NBS München – Augsburg – Ulm, ABS Köln/Hagen
– Siegen – Hanau aufgenommen worden.
Nach der Aufnahme des Deutschlandtaktes in den Bedarfsplan ist auch die Südanbindung
Darmstadt Bestandteil des Projekts.
Die Ziele der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim sind:
1 Projektinformationssystem 2-004-V03- des Bundesministeriums für Digitale Infrastruktur und
Verkehr -BMDV- zum BVWP 2030.
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
▪ Verkürzung der Reisezeiten zwischen den Ballungsräumen Rhein/Main und
Rhein/Neckar
▪ Entlastung der vorhandenen Strecken
▪ Lückenschluss des fehlenden Bindeglieds zwischen den Schnellfahrstrecken Köln–
Rhein/Main und Mannheim–Stuttgart
▪ Verbesserung des Angebots im Personenfernverkehr
▪ Ausweitung des Nahverkehrsangebots auf den Bestandsstrecken in den
Ballungsräumen Frankfurt, Darmstadt und Mannheim
▪ Verkürzung der Fahrzeiten von Darmstadt und der Bergstraße zum Flughafen
Frankfurt
▪ Entmischung der Verkehre (Trennung schneller und langsamer Züge)
▪ Verbesserung der Pünktlichkeit und Betriebsqualität
▪ Weniger Schienenlärm durch Verlagerung des nächtlichen Schienengüterverkehrs von
Bestandsstrecken auf die Neubaustrecke
▪ Verbesserte Anbindung im Fernverkehr nach Norden in das Ruhrgebiet und nach
Berlin sowie nach Süden in Richtung Basel und München
Abbildung 1: NBS Frankfurt–Mannheim als Teil des Korridors Mittelrhein: Zielnetz I; Quelle: Projektinformationssystem 2-004-
V03- des Bundesministeriums für Digitale Infrastruktur und Verkehr -BMDV- zum BVWP 2030
1.3 Allgemeine Projektinformationen – Beschreibung des Bestands
Im Korridor Rhein/Main–Rhein/Neckar verlaufen die zweigleisigen, elektrifizierten Strecken
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
▪ Riedbahn (Frankfurt–Biblis–Mannheim, Streckennummer 4010)
▪ Main-Neckar-Bahn (Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg/Mannheim, Streckennummer
3601)
▪ Linke Rheinstrecke (Mainz–Worms–Mannheim, Streckennummer 3522)
▪ Rhein-Main-Bahn (Mainz–Darmstadt, Streckennummer 3530)
Das Eisenbahnnetz zwischen den Räumen Rhein/Main und Rhein/Neckar ist geprägt durch die
überregionalen Hauptverkehrskorridore
▪ von Rhein/Ruhr, Hamburg, Sachsen und Berlin
▪ nach München, Österreich, Frankreich und Schweiz.
1.4 Benennung der Planfeststellungsabschnitte (Ausbaubedarf)
Abbildung 3: Übersicht Streckenverlauf NBS nach Planfeststellungsabschnitten (PFA); Quelle: DB InfraGO AG
Die Einteilung nach Planfeststellungsabschnitten ist erfolgt, um den unterschiedlichen
Planungsfortschritten und den unterschiedlichen öffentlichen Verfahren Rechnung zu tragen.
▪ Planfeststellungsabschnitt 1: Zeppelinheim–Darmstadt-Nord
▪ Planfeststellungsabschnitt 2 und 3.1: Weiterstadt–Pfungstadt
▪ Planfeststellungsabschnitt 3.2: Pfungstadt
▪ Planfeststellungsabschnitt 4: Gernsheim–Einhausen
▪ Planfeststellungsabschnitt 5/6: Einhausen/Lorsch–Mannheim-Waldhof
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
2 Vorzugsvariante
2.1 Allgemeines
Die Entwurfsgeschwindigkeit der Neubaustrecke beträgt 300 km/h. Die Neubaustrecke soll am
Tag von Personenzügen und in der Nacht von Güterzügen befahren werden. Als
Sicherungstechnik ist ETCS (Level 2 ohne Signale) vorgesehen.
2.2 Verkehrliche und betriebliche Aufgabenstellung
Die bestehenden Bahnstrecken zwischen Frankfurt am Main und Mannheim, insbesondere die
Riedbahn und die Main-Neckar-Bahn, sind überlastet. Die Region zählt in Deutschland zu den
Gebieten mit dem größten Verkehrsaufkommen. Laut Prognosen wird der Schienenverkehr
auch weiterhin stark zunehmen. Eine hochwertige Infrastruktur ist daher die Voraussetzung
für ein weiteres Wachstum des Verkehrsträgers Schiene.
Der im Jahr 2019 vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) verabschiedete
Deutschlandtakt soll mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Dies führt im Korridor
Rhein/Main–Rhein/Neckar zu einer deutlichen Steigerung von Zügen im
Schienenpersonenfernverkehr, Schienenpersonennahverkehr und Schienengüterverkehr. Dafür bietet die
geplante Neubaustrecke eine Steigerung der Kapazität, insbesondere auch dadurch, dass
Verkehre mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entmischt werden. D. h. zukünftig fahren
tagsüber die schnellen Fernverkehrszüge auf der Neubaustrecke, während die langsameren
Nahverkehrs- und Güterzüge tagsüber weiterhin auf den Bestandsstrecken fahren.
Abbildung 4: Entwicklung der Zugzahlen nach Prognose 2030; Quelle DB InfraGO AG
Verkehrslenkung
Die Verkehrslenkung sieht vor, dass in der Nacht die Güterzüge von den Bestandsstrecken –
insbesondere von der Riedbahn – auf die Neubaustrecke geleitet werden, so dass die
Kommunen entlang der Bestandsstrecken von nächtlichem Güterzuglärm entlastet werden.
Im Projektinformationssystem zum BVWP 2030 (PRINS) werden die Ziele dieser Maßnahme
erläutert, u. a.:
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▪ Entlastung der Anwohner an den Bestandsstrecken vom Schienenlärm durch Bündelung
des Schienengüterverkehrs auf autobahnparallelen Neubaustrecken.
▪ Nutzung tagsüber für den Schienenpersonenfernverkehr und nachts für den
Schienengüterverkehr, um die Bestandsstrecken entlasten zu können.
▪ Zur Entlastung der Bestandsstrecken vom nächtlichen Güterverkehr ist eine
Verbindungskurve an die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim (…) herzustellen. Damit
werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine Verkehrslenkung zur
Lärmentlastung geschaffen, die nicht Gegenstand der Bundesverkehrswegeplanung ist.
Verkehrslenkende Maßnahmen sind durch den Infrastrukturbetreiber zu planen und
umzusetzen.
Damit wird Schallschutz nachts für die Kommunen an der Bestandsstrecke erreicht.
Abbildung 5: Projektgebiet ist deckungsgleich mit dem Wirkungsbereich der Verkehrslenkung; Quelle: DB InfraGO AG
2.3 Vorplanungsergebnis Vorzugsvariante
Beim Trassenauswahlverfahren wurden insgesamt 32 Varianten nach umweltfachlichen,
verkehrlichen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien geprüft und unter Einbezug der
Öffentlichkeit bewertet. In der Anlage 1 ist der Prozess des Trassenauswahlprozesses ausführlich
beschrieben.
Vorzugsvariante in Zahlen
Aus den vorangegangenen Planungen ergibt sich für die Haupttrasse eine Streckenlänge von
insgesamt 57,8 km. Davon werden 9 km in einem Trog (offene, vertiefte Gleislage unterhalb
des Geländeniveaus) verlaufen und 19 km in Tunneln. Die Maximalgeschwindigkeit wird 300
km/h betragen.
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Darstellung der einzelnen Planfeststellungsabschnitte
PFA 1 Zeppelinheim–Darmstadt Nord
Abbildung 6: Planfeststellungsabschnitt 1: Zeppelinheim–Darmstadt-Nord; Quelle: DB InfraGO AG
Die Neubaustrecke (NBS) beginnt an der Südseite des Bahnhofs Neu-Isenburg-Zeppelinheim
südlich von Frankfurt und verläuft bis zur Bundesautobahn A5 parallel zur Riedbahn. Von dort
führt die Neubaustrecke östlich entlang der A5 weiter bis in Höhe von Weiterstadt.
Im Bereich Weiterstadt gibt es einen zweigleisig elektrifizierten höhenfreien Abzweig (Nord-
Ost) von der Neubaustrecke auf die Bestandsstrecke Rhein-Main-Bahn (sog. Nordanbindung
Darmstadt) zum Darmstädter Hauptbahnhof. Die Entwurfsgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.
Der Streckenabzweig soll von Zügen des Personenfern- und Personennahverkehrs befahren
werden. Der Abschnitt ist 18 km lang.
PFA 2 und 3.1 Weiterstadt–Pfungstadt
Abbildung 7: Planfeststellungsabschnitt 2 und 3.1: Weiterstadt–Pfungstadt; Quelle: DB InfraGO AG
Von Weiterstadt verläuft die Haupttrasse der Neubaustrecke östlich entlang der A5 weiter bis
zum Autobahnkreuz Darmstadt und anschließend entlang der A67 bis kurz vor Einhausen.
Im Bereich Weiterstadt gibt es einen zweiten zweigleisig elektrifizierten höhenfreien Abzweig
(West-Süd) von der bestehenden Rhein-Main-Bahn (Strecke Mainz–Darmstadt) zur
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Neubaustrecke in Richtung Mannheim (sog. Weiterstädter Kurve). Diese Verbindung dient
dazu, nachts Güterzüge aus Mainz auf die Neubaustrecke zu leiten. Damit kann die Anzahl der
nächtlichen Güterzüge auf der Riedbahn stark reduziert und die Kommunen entlang der
Riedbahn von nächtlichem Güterzuglärm entlastet werden. Die Entwurfsgeschwindigkeit beträgt
100 km/h. Diese Verbindungskurve ist das Kernelement der Verkehrslenkung.
Zu diesem Planfeststellungsabschnitt gehört auch die Südanbindung Darmstadt. Sie verbindet
den Darmstädter Hauptbahnhof in südlicher Richtung mit der Neubaustrecke. Auf der
eingleisigen Südanbindung können Personenzüge von und nach Mannheim verkehren. Die
Südanbindung Darmstadt fädelt höhengleich im Südkopf des Darmstädter Hauptbahnhofs aus, verläuft
eingleisig weitgehend im Tunnel entlang der Eschollbrücker Straße, überquert die A5 und
verläuft weiter höhengleich bis zur höhenfreien Einfädelung in die Neubaustrecke bei
Eschollbrücken. Die Entwurfsgeschwindigkeit beträgt auch hier 160 km/h.
PFA 3.2 Pfungstadt
Abbildung 8: Planfeststellungsabschnitt 3.2: Pfungstadt; Quelle: DB InfraGO AG
Zwischen Pfungstadt und Gernsheim verläuft die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim auf
rund 6,4 Kilometern entlang der Ostseite der A67. Ein Teil der Strecke verläuft geländegleich,
während sie im Bereich der Tank- und Rastanlage Pfungstadt und der Anschlussstelle
Pfungstadt in einem 1,3 km langen Trog geführt wird. Dieser Trog ist erforderlich, um die Auf- und
Abfahrten der A67 und die Querung der Anschlussstelle Pfungstadt zu ermöglichen.
Zusätzlich zur Neubaustrecke wird die Autobahn zwischen Weiterstadt und Lorsch von vier auf
sechs Fahrstreifen erweitert, um die Kapazitätslücke zwischen dem Darmstädter Kreuz und
Lorsch zu schließen. Im Planfeststellungsabschnitt 3.2 (Pfungstadt) erfolgt der
Autobahnausbau symmetrisch, das heißt, die Autobahn wird beidseitig um jeweils einen Fahrstreifen pro
Richtung verbreitert. Die Neubaustrecke verläuft im Regelabstand auf der Ostseite der
erweiterten Autobahn. Beide Planungen werden inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmt, um
Eingriffe in die Umwelt zu minimieren und den Flächenbedarf so gering wie möglich zu halten.
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PFA 4 Gernsheim–Einhausen
Abbildung 9: Planfeststellungsabschnitt 4: Gernsheim–Einhausen; Quelle: DB InfraGO AG
Von Gernsheim bis zum südlichen Ende des Jägersburger Waldes verläuft die Neubaustrecke
auf einer Länge von etwa zehn Kilometern geländegleich auf der Ostseite der A67. Um den
Eingriff in den Jägerburger/Gernsheimer Wald zu minimieren und den ökologisch
höherwertigen Waldabschnitt westlich der bestehenden Autobahn zu schonen, erfolgt der Ausbau der
Autobahn von vier auf sechs Spuren in diesem Bereich ausschließlich auf der Ostseite
(asymmetrischer Ausbau). Die Neubaustrecke wird so nah wie möglich an die ausgebaute Autobahn
gelegt (sogenannte engste Bündelung). Jedoch ist der Ausbau der Autobahn nicht Gegenstand der
Parlamentarischen Befassung. Am südlichen Ende des Jägersburger Waldes geht die Strecke in
einen Trog über, der im PFA 5/6 in einen Tunnel mündet.
PFA 5 und 6 Einhausen/Lorsch–Mannheim-Waldhof
Abbildung 10: Planfeststellungsabschnitt 5/6: Einhausen/Lorsch–Mannheim-Waldhof; Quelle: DB InfraGO AG
Bei Einhausen taucht die Strecke in einen Tunnel ab, der auf der Ostseite der Autobahn an
Einhausen vorbeiführt, die Weschnitz unterquert und in Höhe der Landesstraße L3111 auf die
andere Seite der A67 wechselt. Bei Lorsch befindet sich die Strecke bereits im Tunnel auf der
Westseite der Autobahn. Sie verläuft durchgehend unterirdisch durch den Lorscher/
Lampertheimer Wald nordwestlich an Neuschloß vorbei bis Mannheim-Blumenau. Dort bindet sie an
die Riedbahn an. Die Gesamtlänge des Tunnels beträgt etwa 15 Kilometer.
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
2.4 Ausschlusskriterien
Erfüllung und Einhaltung der verkehrlichen & betrieblichen Ziele
Konformität der verkehrlichen und betrieblichen Aufgabenstellung:
Die Auflagen aus der betrieblichen Aufgabenstellung (Beseitigung eines infrastrukturellen
Engpasses) werden erfüllt.
Die Auflagen zur Erreichung der Verkehrslenkung werden erfüllt. Die Neubaustrecke wird
im Nachtzeitraum durch den Schienengüterverkehr genutzt, d.h. Güterzüge werden
zukünftig von den Bestandsstrecken – insbesondere der Riedbahn – auf die Neubaustrecke
geroutet, so dass die Bestandsstrecken von nächtlichem Güterzuglärm entlastet werden.
Erreichen der Fahrzeitvorgabe:
Die zukünftigen Fahrzeiten ergeben sich aus dem Deutschlandtakt. Zwischen Frankfurt
Hbf und Mannheim Hbf beträgt die Zielfahrzeit für den schnellen Personenfernverkehr 30
min, die mit der NBS erreicht wird.
Erreichen der optimalen Betriebsqualität:
Durch die Neubaustrecke verbessert sich die Betriebsqualität im Korridor auf ein
optimales Niveau.
Nutzen-Kosten-Verhältnis
Zur Aufnahme eines Vorhabens in den Bundesverkehrswegeplan 2030 wurden zwei
Netzzustände miteinander verglichen, einmal mit und einmal ohne das zu betrachtende Vorhaben.
Dabei werden die Veränderungen der folgenden Nutzen ins Verhältnis zu den Bau- und
Planungskosten für die neue Infrastruktur gesetzt.
▪ Positive (Neuverkehre sowie Verkehrsverlagerungen zum Schienenverkehr verbunden
mit Verringerung der Abgasbelastungen und Unfallkosten)
▪ Positive oder negative (Veränderung der Betriebskosten infolge Neuverkehre sowie
Führung bestehender Verkehre auf längeren oder kürzeren Wegen über die neue
Infrastruktur)
▪ Negative (Instandhaltungskosten der neuen Infrastruktur)
Voraussetzung für die Aufnahme in den BVWP / Bedarfsplan ist ein Nutzen-Kosten-Verhältnis
(NKV) > 1. Die NBS Frankfurt–Mannheim wurde zum BVWP 2030 als Teil des Projekts Korridor
Mittelrhein: Zielnetz I mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,2 aufgenommen.
In der Fortschreibung des Bedarfsplans ist die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim Teil des
Projektbündels 6: ABS Dortmund/Köln – Frankfurt am Main, ABS/NBS Mainz – Frankfurt am
Main, ABS/NBS Frankfurt am Main – Mannheim, ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe, ABS/NBS
Mannheim – Stuttgart – Ulm, ABS/NBS München – Augsburg – Ulm, ABS Köln/Hagen – Siegen
– Hanau. Sie wird in diesem Bündel auf Grundlage der Verkehrsprognose 2040 bewertet.
Aufgrund des Planungsfortschritts wurden die Kosten neu ermittelt. Ebenso wurden die
Fahrzeiten im Schienenpersonenfernverkehr neu kalkuliert.
Damit verändert sich auch das Nutzen-Kosten-Verhältnis des neuen BVWP-Projekts
"Projektbündel 6". Es beträgt nun 1,1 (Stand 2025).
Bewertungskriterien
2.4.3.1 Bewertung der Wirtschaftlichkeit / Finanzierung
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Innerhalb der Vorzugsvariante wurden die Anbindungen Weiterstadt und nördlich/südlich
Darmstadt sowie südlich Lorsch in Alternativen näher untersucht. Danach stellt die
Vorzugsvariante die wirtschaftlichste Lösung mit den geringsten Kosten dar. Dies wurde hinreichend
hergeleitet und transparent im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung kommuniziert.
Im Ergebnis der Vorplanung entstehen durch das Vorhaben NBS Frankfurt-Mannheim Bau- und
Planungskosten in Höhe von 6.601,3 Mio. Euro. Die Kosten teilen sich auf in
▪ Baukosten (real, Preisstand 2022) in Höhe von 5.426,2 Mio. Euro und
▪ Planungskosten (real, Preisstand 2022) in Höhe von 1.175,1 Mio. Euro.
Der Gesamtwertumfang des Projekts beträgt 8.050,6 Mio. Euro (nominal). Dies beinhaltet
Risikozuschläge für Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit ≥ 50%.
Die DB InfraGO AG hat zusätzlich eine Gesamtwertprognose (GWP) erstellt. Diese bezieht
weitere – anhand von statistisch ermittelten Risikokennwerten quantifizierte – mögliche Risiken
mit ein, z. B. steigende Baukosten, vom Kostenplan abweichende Vergabeergebnisse, neue
Erkenntnisse aus vertiefter Planung oder neue Richtlinien und Gesetze. Die GWP für das
Vorhaben beträgt 10.057,9 Mio. Euro. Die Differenz ergibt sich aus den zusätzlich einberechneten
Risikozuschlägen sowie den Nominalisierungskosten.
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Die GWP-Angabe bezieht sich auf eine kontinuierliche Umsetzung des Vorhabens. Sollten sich
durch eine fehlende Bundesfinanzierung Unterbrechungen beim Vorhaben ergeben, werden
sich die Kosten des Vorhabens erhöhen. Bei einer Unterbrechung des Vorhabens von 5 bzw.
10 Jahren können die Kosten allein durch Preissteigerungen um rund 15 % bzw. 30 % höher als
bei einer ununterbrochenen Projektdurchführung liegen.
Das BMV hat die NBS Frankfurt–Mannheim unter Berücksichtigung der
Vorplanungsergebnisse bewertet. Im Ergebnis dieser Untersuchung ergibt sich unter Ansatz des im BVWP
üblichen Risikozuschlags von zehn Prozent eine positive Wirtschaftlichkeit (Nutzen-Kosten-
Verhältnis - NKV) von 1,1.
2.4.3.2 Umweltverträglichkeit und Landschaftsschutz sowie Denkmalpflege
Die Berücksichtigung gesetzlicher Grundlagen ist originärer Projektbestandteil.
Das Vorhaben ist vor der Genehmigungserteilung auf seine Umweltverträglichkeit nach
Maßgabe des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung UVPG zu untersuchen. Die Pflicht
zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ergibt sich aus Anlage 1 zum UVPG, Ziffer 14.7. Für
diese Prüfung ist gemäß § 16 UVPG ein UVP-Bericht zu erstellen. Die Inhalte und Angaben des
UVP-Berichts für die Umweltverträglichkeitsprüfung im Einzelnen sind in Anlage 4 zum UVPG
festgelegt.
Den rechtlichen Rahmen zum Umgang mit den Eingriffen in die Leistungsfähigkeit des
Naturhaushaltes und das Landschaftsbild durch den geplanten Aus- bzw. Neubau der NBS Frankfurt–
Mannheim bilden die §§ 13 ff. des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG).
Nach § 15 Abs. 1 BNatSchG ist der Verursacher eines Eingriffs verpflichtet, vermeidbare
Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen. Unvermeidbare
Beeinträchtigungen sind gem. § 15 Abs. 2 BNatSchG, § 7 Abs. 1 Hessisches Ausführungsgesetz zum
Bundesnaturschutzgesetz (HAGBNatSchG) durch Maßnahmen des Naturschutzes und der
Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen).
Das Projekt NBS Frankfurt–Mannheim begann 2008 mit der Akquise von Flächen für
Naturschutzzwecke, was aufgrund begrenzter verfügbarer Flächen im Raum Südhessen
herausfordernd war. Durch intensive Gespräche mit verschiedenen Behörden und Organisationen
wurden rund 500 Hektar großflächige Biotopkomplexe gesichert und langfristig für
Naturschutzzwecke gebunden. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen wurde in den letzten Jahren
mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2023 als „Hervorragendes Beispiel“ im Rahmen der UN-Dekade
zur Wiederherstellung von Ökosystemen.
Im Untersuchungsraum sind folgende Schutzgebiete ausgewiesen und berücksichtigt
(Abbildung 11): FFH-Gebiete, Naturschutzgebiete, Vogelschutzgebiete
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Abbildung 11: Schutzgebiete an der NBS (grün eingezeichnet); Quelle: Darstellung auf der Grundlage von Daten des Hessischen
Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat“
2.4.3.3 Schutzgut kulturelles Erbe sowie Denkmalpflege
Innerhalb des Untersuchungsraums sind mehrere archäologische Denkmale verzeichnet. Dabei
handelt es sich vor allem um Spuren der sehr frühen Besiedlung der Region. Die vorhandenen
Begräbnisstätten und Siedlungsspuren umfassen die Zeiträume von der Steinzeit bis zum
Mittelalter. Neben Spuren aus der mittleren Steinzeit und der Bronzezeit finden sich auch Relikte
Zeppelinheim
Mannheim-Waldhof
Darmstadt
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
aus der Zeit römischer Besiedlung. In unmittelbarer Nähe zur Trasse (< 50 m Abstand) sind
keine Bodendenkmale verzeichnet.
Die Neubaustrecke kann zu einer Beeinträchtigung von Bodendenkmalen bzw. archäologischen
Fundstellen führen. Aufgrund der frühen sehr dichten Besiedlung der Region kann das
Auffinden oder Tangieren von noch unbekannten Fundstätten in einigen Abschnitten nicht
ausgeschlossen werden.
Durch die Bündelung mit den vorhandenen Verkehrswegen Schiene und Straße greift die NBS-
Trasse lediglich geringfügig in Freiräume ein und vermeidet somit weitestgehend neue
Beeinträchtigungen.
2.4.3.4 Konzept Lärm- und Erschütterungsschutz
Nach § 41 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und der zugehörigen 16. Bundes-
Immissionsschutzverordnung sind die Schallauswirkungen und notwendige Schutzmaßnahmen
für Betroffene zu ermitteln.
Die Untersuchungen im Rahmen der Vorplanung (Leistungsphase 1 und 2) zeigen, dass eine
großflächige Minderung der Geräuscheinwirkungen des Schienenverkehrs mit weitgehender
Einhaltung der Immissionsgrenzwerte durch aktive Schallschutzmaßnahmen (Außen- und
Mittelwände, Besonders überwachtes Gleis, Schienenstegdämpfer, Absorber) grundsätzlich
möglich ist. Ergänzend zu den aktiven Maßnahmen können entsprechende passive Maßnahmen in
Teilbereichen (Schallschutzfenster mit Lüfter, Fassadendämmung, Dachdämmung) umgesetzt
werden.
In der nachfolgenden Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist der geplante Lärmschutz weiter
zu detaillieren. Hierbei ist die Abwägung zwischen aktiven und passiven
Schallschutzmaßnahmen unter rechtlich vorgeschriebenen Aspekten vorzunehmen. Das Ergebnis wird in die
Unterlagen zur Planfeststellung übernommen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist zu
prüfen, ob in den Planungen des Planungsträgers die gesetzlichen Bestimmungen u. a. im
Hinblick auf Umweltauswirkungen im erforderlichen Umfang berücksichtigt worden sind.
2.4.3.5 Auswirkung des Schienenlärmschutzgesetzes auf zukünftige Verkehre
Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung 1304/2014 ist am 15. Dezember 2024 ein EU-weites
Betriebsverbot für laute Güterwagen eingetreten und hat bestehende nationale Regelungen
außer Kraft gesetzt. Zuvor hatte das deutsche Schienenlärmschutzgesetz (SchlärmschG) den
Einsatz lauter Güterwagen bereits ab dem 13.12.2020 auf dem deutschen Streckennetz
untersagt. Das neue Schienenlärmschutzgesetz (SchlärmschG 2024) schreibt die zuvor geltenden
ordnungsrechtlichen Bestimmungen fort. Eine entsprechende Reduzierung von
Güterwagenlärm wird durch den Einsatz von Verbundstoff-Sohlen erreicht, die im Vergleich zu Wagen mit
Grauguss-Sohle in der Vorbeifahrt um rund 10 dB(A) leiser sind. Dies entspricht einer gefühlten
Halbierung des Lärms. Für den vorläufigen Planungshorizont 2030 wird davon ausgegangen,
dass alle Wagen mit leisen Sohlen ausgestattet sind.
2.4.3.6 Rahmenterminplan für das Projekt
Unter der Voraussetzung einer durchgängigen Finanzierung ergeben sich folgende geplante
Meilensteine:
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
BUV-Meilenstein 02; Einreichung PFU bei EBA (erster Planfeststellungsabschnitt): 2024
BUV-Meilenstein 03; Baubeginn erfolgt (erster Planfeststellungsabschnitt): 2029
BUV-Meilenstein 04; Gesamtinbetriebnahme erfolgt: 2037
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 25 –
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3 Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach
Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) §25 Abs.3 (Auszug)
Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung und Vereinheitlichung von
Planfeststellungsverfahren (PlVereinhG) vom 31. Mai 2013 wurde die frühe
Öffentlichkeitsbeteiligung im § 25 VwVfG verankert. Parallel wurde vom BMV das Handbuch für gute
Bürgerbeteiligung veröffentlicht.
3.1 Überblick der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung
Seit Wiederaufnahme der Planungen im Jahr 2016 werden die Planungen der Neubaustrecke
Frankfurt–Mannheim durch ein informelles Beteiligungsverfahren begleitet. Teile dieser frühen
Öffentlichkeitsbeteiligung sind das Beteiligungsforum Frankfurt–Mannheim mit
institutionalisierten Vertreter:innen aus der Region und ein kontinuierliches Informations- und
Dialogangebot für die betroffenen Bürger:innen sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Das Beteiligungsforum Frankfurt–Mannheim wurde 2016 von den Verkehrsministerien von
Hessen und Baden-Württemberg und der DB ins Leben gerufen. Mitglieder sind etwa 100
regionale Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Fahrgast- und Umweltverbänden sowie
Bürgerinitiativen. Die Mitglieder repräsentieren die unterschiedlichen Sichtweisen der
betroffenen Region und bringen ihre lokale und regionale Expertise ein. Hinweise, Anregungen und
Vorschläge können aufgenommen und soweit möglich in die Planungen einbezogen werden.
Die Sitzungen werden extern moderiert.
Ziel war es zunächst, in einem transparenten Planungsprozess unter Berücksichtigung aller
Interessen und anhand für alle Beteiligten nachvollziehbarer Kriterien die am besten geeignete,
finanzierungs- und genehmigungsfähige Streckenführung der Neubaustrecke zu ermitteln.
Zwischen 2016 und 2020 haben sich die Mitglieder des Beteiligungsforums insgesamt 26-mal im
großen Kreis oder in kleineren Arbeitsgruppen getroffen. Aufgabe war es, die alternativen
Streckenführungen (Varianten) der Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim zu ermitteln
und zu diskutieren. Dafür wurden mehr als 30 mögliche Streckenführungen, darunter auch
Vorschläge aus der Region, auf ihre verkehrliche Umsetzbarkeit sowie nach umweltfachlichen,
technischen und wirtschaftlichen Kriterien detailliert geprüft und bewertet. Auf der 11. Sitzung
des Beteiligungsforums im November 2020 hat die Bahn die Vorzugsvariante bekanntgegeben,
die sich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile als die beste Lösung für die neue Bahnstrecke
zwischen Frankfurt und Mannheim erwiesen hatte.
Um auch die breite Öffentlichkeit aktuell und transparent über die Entwicklungen des Projekts
zu informieren, wurden und werden neben vielen Hintergrundinformationen auch alle
Präsentationen und Protokolle der Sitzungen des Beteiligungsforums auf der Projektwebseite
www.frankfurt-mannheim.de veröffentlicht.
Die Informations- und Beteiligungsmaßnahmen im Überblick
▪ Sitzungen des Beteiligungsforums (inkl. Arbeitsgruppen) – bisher 38 Sitzungen
▪ Projektwebseite www.frankfurt-mannheim.de
▪ Virtueller Infomarkt – bisher zum PFA 1: https://www.frankfurt-mannheim.de/virtuel-
ler-infomarkt.html#virtuellerInfomarkt mit Lageplänen, Querschnitten,
Schallschutzgutachten, Baulogistikkonzept, Visualisierungen und Hintergrundinformationen
▪ Visualisierungen – Bild und Film
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▪ Faktenblätter
▪ Karten
▪ Informationsveranstaltungen – vor Ort und digital
▪ Tour mit dem Infomobil durch die Region – zuletzt 2022: 10 Stationen mit insgesamt
rund 1.000 Besucher:innen
▪ Pressearbeit
▪ Direkte Kommunikation
3.2 Überblick gesetzlicher Grundlagen
Nachdem das Beteiligungsforum die Ermittlung der Vorzugsvariante intensiv begleitet hatte,
ging es im Weiteren darum, die Vorzugsvariante auszugestalten und im Hinblick auf die
Anforderungen der Region weiter zu optimieren. Bei der Betrachtung der Forderungen der Region
im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung ist zwischen solchen, die auf gesetzlichen
Grundlagen beruhen, und solchen, die darüber hinausgehen zu unterscheiden. Die gesetzlichen
Grundlagen sind nachfolgend stichpunktartig erwähnt:
Bundesfinanzierung
▪ Gesetzliche Grundlage: BSWAG in Verbindung mit §§ 7, 23, 44 BHO
▪ Finanzierungsregime: Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV)
Gesetzlicher Schutzanspruch für Schienenverkehrslärm
▪ § 41 BImSchG
▪ 16. BImSchV
▪ EBA-Umweltleitfaden, Teil VI, Schutz vor Schallimmissionen aus Schienenverkehr
Gesetzlicher Schutzanspruch zur Erschütterungswirkung
▪ Keine gesetzlichen Rahmenbedingungen
▪ DIN 4150 „Erschütterungen im Bauwesen“, Teil 2 „Einwirkung auf Menschen in
Gebäuden“
Gesetzliche Grundlagen zum Barrierefreien Ausbau
▪ § 8 Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
(Behindertengleichstellungsgesetz - BGG), Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und
Verkehr
▪ § 8 Personenbeförderungsgesetz (PBefG), Abs. 3
Gesetzliche Grundlagen zu EBKrG-Maßnahmen
▪ Gesetz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen
(Eisenbahnkreuzungsgesetz - EBKrG)
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4 Kernforderungen aus der Region
Im Anschluss an die Ermittlung der Vorzugsvariante hat die Region für die parlamentarische
Befassung ihre Forderungen, die über das gesetzliche Maß hinausgehen, erarbeitet. Diese
Forderungen sollen dem Deutschen Bundestag vorgelegt werden und wurden von der DB und vom
Eisenbahn-Bundesamt hinsichtlich ihrer technischen, rechtlichen und finanziellen
Umsetzbarkeit sowie hinsichtlich der Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme beurteilt.
Aufgrund der Kleinteiligkeit der regionalen Forderungen wurden diese in Kernforderungen (KF)
zusammengefasst, die u. a. folgende Forderungen beinhalten:
KF 1: Schallschutz Neubaustrecke
▪ Neubau und Verlängerung von Schallschutzwänden
▪ Verlängerung von geplanten Tunneln
▪ Einhausung von Trog-Bereichen
KF 2: Schallschutz Bestandsstrecken
▪ Lärmschutz an der Rhein-Main-Bahn
▪ Lärmschutz an der Riedbahn
▪ Lärmschutz an der Main-Neckar-Bahn
KF 3: Umwelt
▪ Minimierung von Eingriffen
▪ Aufnahme in Ausgleichsprogramme
▪ Wiederaufforstung betroffener Waldränder
▪ Tunnelverlängerungen zum Schutz von Waldflächen und um Zwickelflächen zu
vermeiden
KF 4: Sonstige Forderungen
▪ Barrierefreie Gestaltung eines Bahnhofs und Bau von Haltepunkten
▪ Erhalt von Radwegeverbindungen
▪ Städtebauliche Integration und Gestaltung der Schallschutzwände
▪ Kapazitätserweiterung
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 28 –
V
orabfassung – w
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Die nachfolgende Tabelle stellt eine komprimierte Zusammenfassung der Übersichtstabelle aus
der Anlage 4 dar, welche alle monetär bewerteten übergesetzlichen Forderungen enthält.
Forderung
eingebracht durch
Kommune
KF 1
Schallschutz
Neubaustrecke –
Kosten
in Mio. Euro
KF 2
Schallschutz
Bestandsstrecken –
Kosten
in Mio. Euro
(Kosten in Mio. Euro
für alternative
Forderung mit niedrigeren
Schallschutzwänden)
KF 4
Sonstige
Forderungen –
Kosten
in Mio. Euro
Kosten
in Mio. Euro
Neu-Isenburg-
Zeppelinheim (KF-UNr
1.1)
13,7 13,7
Neu-Isenburg-
Zeppelinheim (KF-UNr
1.2)
0,1 0,1
Mörfelden-Walldorf,
Kreis Groß-Gerau
(KF-UNr. 1.3)
6,3 6,3
Mörfelden-Walldorf,
Kreis Groß-Gerau
(KF-UNr. 1.5)
5,2 5,2
Erzhausen, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 1.6)
6,5 6,5
Gräfenhausen,
Weiterstadt, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 1.8)
3,2 3,2
Wissenschaftsstadt
Darmstadt (KF-UNr.
1.9)
64,9 64,9
Wissenschaftsstadt
Darmstadt,
Weiterstadt, Kreis
Darmstadt-Dieburg (KF-
UNr. 1.10)
73,4 73,4
Griesheim, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 1.11)
3,5 3,5
Pfungstadt, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 1.13)
45,0 45,0
Gernsheim, Kreis
Bergstraße, Kreis
Groß-Gerau,
Metropolregion Rhein-
Neckar (VRRN) (KF-
UNr. 1.15)
25,0 25,0
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 29 –
V
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Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Forderung
eingebracht durch
Kommune
KF 1
Schallschutz
Neubaustrecke –
Kosten
in Mio. Euro
KF 2
Schallschutz
Bestandsstrecken –
Kosten
in Mio. Euro
(Kosten in Mio. Euro
für alternative
Forderung mit niedrigeren
Schallschutzwänden)
KF 4
Sonstige
Forderungen –
Kosten
in Mio. Euro
Kosten
in Mio. Euro
Alsbach-Hähnlein,
Kreis Bergstraße,
Kreis Darmstadt-
Dieburg,
Metropolregion Rhein-
Neckar (VRRN) (KF-
UNr. 1.16)
36,0 36,0
Bensheim, Kreis
Bergstraße,
Metropolregion Rhein-
Neckar (VRRN) (KF-
UNr. 1.17)
29,0 29,0
Bensheim, Kreis
Bergstraße,
Umweltverband
Mensch vor Verkehr,
Bürgerinitiative
Lebenswertes
Langwaden (KF-UNr.
1.18)
1.350,0 1.350,0
Mannheim,
Metropolregion Rhein-
Neckar (VRRN) (KF-
UNr. 1.19)
46,0 46,0
Klein-Gerau, Kreis
Groß-Gerau (KF-
UNr. 2.1)
11,0 11,0
Weiterstadt-
Braunshardt, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 2.2)
12,4 12,4
Wissenschaftsstadt
Darmstadt (KF-UNr.
2.5)
9,1 9,1
Wissenschaftsstadt
Darmstadt (KF-UNr.
2.6)
2,0 2,0
Pfungstadt, Kreis
Darmstadt-Dieburg
(KF-UNr. 2.7)
24,0
(10,0)
24,0
(10,0)
Kreis Bergstraße,
Umweltverband
Mensch vor Verkehr,
Metropolregion
Rhein-Neckar
(VRRN) (KF-Unr.
2.8)
232,0
(56,9)
232,0
(56,9)
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 30 –
V
orabfassung – w
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Forderung
eingebracht durch
Kommune
KF 1
Schallschutz
Neubaustrecke –
Kosten
in Mio. Euro
KF 2
Schallschutz
Bestandsstrecken –
Kosten
in Mio. Euro
(Kosten in Mio. Euro
für alternative
Forderung mit niedrigeren
Schallschutzwänden)
KF 4
Sonstige
Forderungen –
Kosten
in Mio. Euro
Kosten
in Mio. Euro
Metropolregion
Rhein-Neckar
(VRRN) (KF-Unr.
2.12)
3,2 3,2
Metropolregion
Rhein-Neckar
(VRRN) (KF-UNr.
2.13)
37,0 37,0
Neu-Isenburg-
Zeppelinheim (KF-UNr.
4.3)
20,0 20,0
Summe Kosten
(alternativ mit
niedrigeren SSW)
1.707,8 330,7
(141,6)
20,0 2.058,5
(1.869,4)
Die Kosten setzen sich zusammen aus den reinen Baukosten und 26 % Planungskosten und
35 % Risikozuschlag und einem Nominalisierungsfaktor. Die Nominalisierung berücksichtigt die Wirkung der
Kosten zu den unterschiedlichen anfallenden Zeitpunkten.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 31 –
V
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DB InfraGO AG, V.II-MI-M, Stand: 04.2026
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
5 Anlagen
Anlage 1: Bewertungsmatrix gesetzl. Vorzugsvariante und gesetzl. Schallschutz
Anlage 2: Ergebnisse im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage 3: Begründung der besonderen Betroffenheit und Kernforderungen der Region
Anlage 4: Zusammenfassung der Kernforderungen der Region
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 32 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Anlage 1
Bewertungsmatrix gesetzliche
Vorzugsvariante und gesetzlicher Schallschutz
DB InfraGO AG
DB InfraGO AG
Region Mitte
I.II–MI-M
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 33 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
2
Inhaltsverzeichnis
1 Bewertungsmatrix gesetzliche Vorzugsvariante 3
1.1 Ermittlung der Vorzugsvariante 3
1.2 Vorzugsvariante 7
2 Gesetzliche Schallschutzmaßnahmen 8
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 34 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
3
1 Bewertungsmatrix gesetzliche Vorzugsvariante
1.1 Ermittlung der Vorzugsvariante
Die Streckenführung der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim wurde in drei Schritten
ermittelt:
1. Güterzuganbindung der Strecke Mainz–Darmstadt an die Neubaustrecke (Jahr 2019)
2. Streckenführung im Raum Lorsch–Mannheim (Jahr 2019)
3. Gesamtstrecke (Jahr 2020)
In einem ersten Schritt wurde die Anbindung der Bestandsstrecke Mainz–Darmstadt an die
Neubaustrecke ermittelt. Die Anbindung ist erforderlich, um den nächtlichen Güterverkehr aus
Westen auf die Neubaustrecke zu führen (Verkehrslenkung). Hierzu wurden im letzten
Untersuchungsschritt noch vier Varianten untersucht und gegeneinander abgewogen.
Im zweiten Schritt wurde die optimale Streckenführung für den südlichen Abschnitt der
Neubaustrecke, zwischen Lorsch und Mannheim-Waldhof, gesucht. Hierbei wurden im letzten
Untersuchungsschritt noch acht Varianten untersucht und gegeneinander abgewogen.
Die Ergebnisse dieser beiden Untersuchungsschritte wurden dann als Segmente wie Puzzleteile
in die zu betrachtenden Gesamtvarianten eingefügt. Daraus ergaben sich die Varianten, die im
dritten Prüfschritt untersucht wurden.
In allen drei Schritten zusammen wurden insgesamt 32 Trassenvarianten, darunter auch
Vorschläge aus der Region, auf ihre Machbarkeit sowie nach umweltfachlichen, verkehrlichen,
technischen und wirtschaftlichen Kriterien geprüft und bewertet.
Prämisse war, dass die Trasse die verkehrlichen Ziele erfüllt, finanzierbar und
genehmigungsfähig ist und die geringsten Auswirkungen auf Mensch und Natur hat.
Abbildung 1: Darstellung Variantenentscheid – gezeigt auf mehrern Sitzungen des Beteiligungsforums; Quelle: DB InfraGO AG
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 35 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
4
Gesamttrassenvergleich
Im dritten Schritt, dem Gesamttrassenvergleich, wurden noch zehn Varianten untersucht.
Variante I wurde nicht weiterverfolgt, da sie das verkehrliche Ziel einer Verbindung von
Darmstadt nach Mannheim über die Neubaustrecke nicht erfüllt.
Abbildung 2: Ermittlung der Vorzugsvariante - aus 11. Sitzung des Beteiligungsforums am 13. November 2020;
Quelle: DB InfraGO AG
Abbildung 3: Varianten Gesamttrassenvergleich - aus 11. Sitzung des Beteiligungsforums am 13. November 2020;
Quelle: DB InfraGO AG
Auch in diesem letzten Prüfschritt wurden alle Varianten nach umweltfachlichen,
verkehrlichen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien untersucht und die Ergebnisse
gegenübergestellt.
Ermittlung der Vorzugsvariante
Vergleichende Gegenüberstellung
der schutzgutbezogenen Rangfolgen; Plausibilitätsprüfung,
Schutzgut-übergreifender Gesamtvergleich
Zielsystem
Umwelt
Berücksichtigung
der verkehrlichen, technischen
und wirtschaftlichen Belange
Abwägung
Zielsystem
Technik / Verkehr / Wirtschaftlichkeit
EmpfehlungVorzugsvariante EmpfehlungVorzugsvariante
Vorzugsvariante
Prüfung der verbleibenden Varianten
auf Übereinstimmung mit den Zielvorgaben der Raumordnung
• Regionalplan Südhessen und Regionalplan Rhein / Neckar
• Landesplanerische Stellungnahmen zum Raumordnungsverfahren (Riedquerung und Mannheim Direkt)
Projektziele aus dem BSCHWAG/BVWP 2030
Varianten ohne ZielerfüllungAbschichtung
Vorauswahl der Varianten
12
Alle Varianten, die die verkehrlichen Ziele erfüllen, werden im Gesamtvariantenvergleich betrachtet
DB Net z AG | | 13.11.2020
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 36 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
5
Für die Umwelt haben die Gutachter die Schutzgüter Mensch, Tiere/Pflanzen/biologische
Vielfalt, Wasser, Fläche, Klima, Boden und Landschaft mit ihren Leit- und Unterkriterien
quantitativ und qualitativ bewertet.
Für die Bereiche Verkehr, Technik und Wirtschaft wurden die Kriterien Kapazität, Fahrzeit,
Verkehrslenkung, betriebliche Flexibilität, Nutzen/Kosten (NKV), erster verkehrlicher Nutzen
(Teil-IBN), Gesamtinbetriebnahme NBS, Bauausführung (Risiken), Erschwernisse Verkehr und
Beeinträchtigung der Anwohner:innen bewertet.
Abbildung 4: Bewertungsmatrix - aus 11. Sitzung des Beteiligungsforums am 13. November 2020;
Quelle: DB InfraGO AG
Die Untersuchung der zehn verbliebenen Varianten ergab, dass die Variante IV.a aus
umweltfachlicher Sicht und die Varianten II, II.a, II.b und III aus verkehrlicher, technischer und
wirtschaftlicher Sicht vorzuziehen sind.
Bewertungsergebnisse im Detail für Umwelt/Mensch, Verkehr und
Wirtschaft mit mehr als 40 Bewertungskriterien (quantitative und qualitative
Bewertung)
DB Net z AG | | 13.11.20209
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 37 –
V
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
6
Abbildung 5: Bewertungsergebnisse der letzten fünf Varianten - aus 11. Sitzung des Beteiligungsforums am
13. November 2020; Quelle: DB InfraGO AG
Die Variante IV.a schied dann aufgrund der höheren Kosten, der längeren Fahrzeit und der
innerstädtischen Baustellen in Darmstadt aus. Die endgültige Variantenentscheidung wurde
schließlich auf der Grundlage der Umweltbelange, der Lärmbetroffenheit und der
Zerschneidungswirkung der vier verbliebenen Varianten getroffen. Diese lagen verkehrlich und
wirtschaftlich sehr nahe beieinander. Zur Optimierung des Schutzgutes Mensch wurden die
Varianten II.a und III verworfen. Zur Vermeidung einer Beeinträchtigung des Westwaldes fiel die
Wahl letztlich auf Variante II.b als Vorzugsvariante.
Abbildung 6: Abwägungsschritte - aus 11. Sitzung des Beteiligungsforums am 13. November 2020;
Quelle: DB InfraGO AG
2024 wurde im Rahmen der Vorplanung des südlichsten Planfeststellungsabschnitts (PFA 5/6)
die Vorzugsvariante in diesem Abschnitt optimiert. Zwischen Lorsch und Mannheim wurden
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 38 –
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DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
7
fünf kleinräumige unterirdische Varianten untersucht. Das Ergebnis hat zur neuen
Vorzugsvariante geführt.
Abbildung 7: Vorzugsvariante PFA 5/6 - aus 18. Sitzung des Beteiligungsforums am 4. März 2024;
Quelle: DB InfraGO AG
1.2 Vorzugsvariante
Die Vorzugsvariante der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim verläuft ab Neu-Isenburg-
Zeppelinheim parallel zur Autobahn A5 und ab Darmstadt entlang der A67 bis kurz vor Einhausen.
Dort mündet die Strecke in einen Tunnel, der auf der Ostseite der Autobahn an Einhausen
vorbeiführt, die Weschnitz unterquert und in Höhe der L3111 auf die andere Seite der A67
wechselt. Die Strecke verläuft anschließend durchgehend unterirdisch durch den Lorscher/
Lampertheimer Wald nordwestlich an Lampertheim-Neuschloß vorbei bis nach Mannheim-
Blumenau. Dort bindet sie an die Riedbahn an. Darmstadt wird mit einer Nord- und einer
Südanbindung an das Personenverkehrsnetz angebunden. Der Güterverkehr aus Mainz erreicht die
neue Trasse über die sogenannte Weiterstädter Kurve.
Abbildung 8: Streckenverlauf Vorzugsvariante Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim mit Planfeststellungsabschnitten;
Quelle: DB InfraGO AG
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 39 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 8 von 11
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
8
2 Gesetzliche Schallschutzmaßnahmen
In den nachfolgenden Tabellen sind die Schallschutzmaßnahmen inkl. der Darstellung der
Kosten (reale Baukosten) dargestellt, die im Rahmen der gesetzlichen Planung ermittelt wurden.
Tabelle 2: Übersicht Schallschutzmaßnahmen
PFA 1
Maßnahme Strecke Nr., Ort Lage
von
km
bis
km
Länge
in m Baukosten
Schallschutzwand
1,5m Höhe
3657, Mörfelden
Zeltplatz
Rechts 11,470 11,870 400
Summe reale
Baukosten
17,5 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
28,9Mio. EUR
3657, Camping
Steinrodsee
Rechts 14,700 15,600 900
Schallschutzwand
2,0m Höhe
3657, Walldorf Mitte Rechts 9,100 9,400 300
3657, Gräfenhausen
Ost
Links 16,250 16,900 650
Schallschutzwand
2,5m Höhe
3657, Erzhausen Links 14,100 14,900 800
Schallschutzwand
3,0m Höhe
3657, Zeppelinheim Links 4,995 5,525 530
3657, Walldorf Süd Rechts 9,400 10,000 600
3657, Walldorf Nord Rechts 7,950 9,100 1150
Schallschutzwand
4,0m Höhe
3657, Zeppelinheim Links 5,175 5,375 200
3657, Gräfenhausen
West
Rechts 16,900 18,550 1650
3657, Gräfenhausen
West
Rechts 16,050 16,700 650
Schallschutzwand
4,5m Höhe
3657, Gräfenhausen
West
Rechts 16,700 16,900 200
Schallschutzwand
6,0m Höhe
3657, Zeppelinheim Links 4,925 5,175 250
Besonders
überwachtes
Gleis
3657, Zeppelinheim 5,075 5,775 1400
3657, Walldorf 7,200 10,000 5600
3657, Mörfelden
Zeltplatz
11,370 11,970 1200
3657, Erzhausen 14,000 14,900 1800
3657, Camping
Steinrodsee
14,900 16,000 2200
3657, Gräfenhausen 16,000 18,550 5100
3657, Siedlung
Ostende
18,550 19,100 1100
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 40 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 9 von 11
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
9
PFA 2
Maßnahme Strecke Nr., Ort Lage
von
km
bis
km
Länge
in m
Baukosten
Schallschutzwand
3,0m Höhe
3657, Waldkolonie Links 22.410 23.250 840
Summe reale
Baukosten
24,32 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
42,13 Mio. EUR
3657, Griesheim Rechts 25.900 26.100 200
Schallschutzwand
4,0m Höhe
3657, Tann Links 24.225 24.750 538
3657, Tann Rechts 24.225 25.000 775
3657, Griesheim Rechts 25.700 25.900 200
Schallschutzwand
5,0m Höhe
3657, Griesheim Rechts 25.200 25.700 500
Schallschutzwand
6,0m Höhe
3530, Weiterstadt Rechts 26.200 26.610 410
3530 und 3546,
Weiterstadt
Rechts 26.607 26.623 16
3530, Weiterstadt Rechts 26.655 27.339 694
3530 und 3546,
Weiterstadt
Rechts,
Links
26.980 27.339 359
3530, Weiterstadt Rechts 27.356 27.800 459
3530 und 3546,
Weiterstadt
Rechts,
Links
27.356 27.421 65
3530, Weiterstadt Rechts 27.830 28.070 240
3530 Braunshardt Links 26.000 27.340 1340
3546 Braunshardt Links 0,556 0,950 394
Besonders
überwachtes
Gleis
3530 und 3546,
Braunshardt,
Weiterstadt
entsprechend SSD zzgl. 45m
vor Weiche
0,419 0,464 6014
3657, Waldkolonie 22.410 23.250 1680
3657, Tann 23.250 25.000 1750
3657, Griesheim 23.250 25.000 1750
3657, Griesheim 25.200 26.200 2000
Schienenstegdämpfer,
Schallabsorber
3530, Braunshardt,
Weiterstadt
26.000 26.590 1180
3530, Braunshardt,
Weiterstadt
26.930 27.327 397
3530, Braunshardt,
Weiterstadt
27.369 27.620 250
3530, Braunshardt,
Weiterstadt
26.800 27.220 420
3530, Braunshardt,
Weiterstadt
27.370 27.620 250
3546, Braunshardt,
Weiterstadt
0,130 0,620 490
3546, Braunshardt,
Weiterstadt
0,788 1,960 1172
3546, Braunshardt,
Weiterstadt
0,000 0,420 420
3546, Braunshardt,
Weiterstadt
0,570 1,960 1390
3657, Waldkolonie 22.410 23.250 1680
3657, Tann 23.250 25.200 1950
3657, Griesheim 23.250 25.200 1950
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 41 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 10 von 11
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
10
PFA 3.1
Maßnahme
Strecke Nr.,
Ort
Lage Von km
bis
km
Länge
in m
Baukosten
Schallschutzwand
2,5 m Höhe
3547, Darmstadt Rechts 0.020 0.220 200
Summe reale
Baukosten
0,63 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
1,09 Mio. EUR
Besonders
überwachtes
Gleis
3547,
Heimstättensiedlung
2.200 2.500 300
Absorber
3547, Darmstadt 0.230 0.267 37
3547,
Heimstättensiedlung
2.350 2.450 100
PFA 3.2
Maßnahme Strecke Nr., Ort Lage
von
km
bis
km
Länge
in m Baukosten
Schallschutzwand
3,0m Höhe 3657, Hahn rechts 33,800 34,400 600
Summe reale
Baukosten
29,2 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
50,4 Mio. EUR
Schallschutzwand
3,5m Höhe 3657, Pfungstadt links 30,800 31,800 1000
Schallschutzwand
4,0m Höhe 3657, Hahn rechts 33,600 33,800 200
Schallschutzwand
4,5m Höhe
3657, Pfungstadt links 29,400 30,800 1400
3657, Hahn rechts 31,800 32,400 600
3657,
Eschollbrücken rechts 29,400 31,800 2400
Schallschutzwand
5,0m Höhe 3657, Hahn rechts 33,400 33,600 200
Schallschutzwand
6,0m Höhe 3657, Hahn rechts 32,400 33,400 1000
Besonders
überwachtes
Gleis
3657,
Eschollbrücken 29,200 31,800 2600
3657, Hahn 31,800 34,700 2900
3657, Allmendfeld 35,950 37,500 1550
3657, Allmendfeld 34,700 35,950 1250
Schienenstegdämpfer,
Schallabsorber
3657,
Eschollbrücken 29,200 31,800 2600
3657, Hahn 31,800 34,400 2600
3657, Eich 30,720 31,800 1080
3657, Allmendfeld 33,800 38,500 4700
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 42 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 11 von 11
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
11
PFA 4
Maßnahme Strecke Nr., Ort Lage
von
km
bis
km
Länge
in m Baukosten
Schallschutzwand
6,0m Höhe
3657, Langwaden links 40,200 42,650 2450
Summe reale
Baukosten
11,2 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
19,4 Mio. EUR
Besonders
überwachtes
Gleis
3657, Hähnlein 37,500 40,200 2700
3657, Langwaden 40,200 42,650 2450
3657, Fehlheim-
Schwanheim 42,650 45,420 2770
Schienenstegdämpfer,
Schallabsorber
3657, Hähnlein 38,500 39,700 1200
3657, Langwaden 39,700 42,650 2950
3657, Fehlheim-
Schwanheim
42,650 45,420 2770
PFA 5+6
Maßnahme Strecke Nr., Ort Lage
von
km
bis
km
Länge
in m
Baukosten
Schallschutzwand 4m Höhe
3657, Blumenau rechts 59,68 60,48 800
Summe reale
Baukosten
22,6 Mio. EUR
Summe reale
Baukosten
+Nebenkosten
+Planungsk.
+
Nominalisierung
38,2 Mio. EUR
Schallschutzwand 5m Höhe
4010,Waldhof rechts 7,715 8,55 835
Schallschutzwand 6m Höhe
3657, Blumenau rechts 60,48 60,88 400
3657Schönau rechts 60,95 61,74 790
3657,Waldhof links 63,55 64,47 915
3657, Schönau rechts 61,70 63,065 1365
3657, Gartenstadt links 62,43 63,6 1170
4010, Waldhof rechts 9,03 9,52 515
Besonders
überwachtes
Gleis
3657, Blumenau 59,680 60,88 1208
3657, Schönau 60,95 61,74 790
3657, Schönau 61,7 63,065 1365
Schienenstegdämpfer,
Schallabsorber
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 43 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
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Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 67 –
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
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Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 73 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 1 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
Anlage 2
Ergebnisse der frühen
Öffentlichkeitsbeteiligung
DB InfraGO AG
Region Mitte
I.II–MI-M
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/7155– 75 –
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 2 von 6
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 2 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
2
Inhaltsverzeichnis
1 Ergebnisse im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung 3
1.1 Kernforderungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung 3
Kernforderung 1: Schallschutz Neubaustrecke 3
Kernforderung 2: Schallschutz Bestandsstrecken 4
Kernforderung 3: Umwelt 5
Kernforderung 4: Sonstige Forderungen 6
Drucksache 21/7155 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 76 –
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Seite 3 von 6
DB InfraGO AG, I.II-MI-M, Stand: 12.2025
Standard-PaBe-Bericht für Prozess I.05.02.02.02, Anlage 2 (V: I.NIP 1), Rev. 2.0, Stand: 01.02.2022
3
1 Ergebnisse im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung
1.1 Kernforderungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung
Das Beteiligungsforum Frankfurt–Mannheim ist ein integraler Bestandteil der frühen
Öffentlichkeitsbeteiligung, die von der Deutschen Bahn (DB) initiiert wurde, um das Projekt
„Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim“ zu begleiten und zu unterstützen. Seit 2016 repräsentiert
das Forum die Region und umfasst etwa 100 Personen, die alle relevanten Interessengruppen
vertreten. In bisher 19 Sitzungen des Beteiligungsforums sowie in über 20 Treffen von
thematischen Arbeitsgruppen und regionalen Projektbeiräten haben sich die Teilnehmenden intensiv
mit dem Projekt auseinandergesetzt. Über vier Jahre lang hat das Forum den
Trassenauswahlprozess begleitet und anschließend für die parlamentarische Befassung die regionalen
Forderungen, die über das gesetzliche Maß hinausgehe
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Neubaustrecke Frankfurt - Mannheim (Unterrichtung)