Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7332)
Text
Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7332)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7637
21. Wahlperiode 17.08.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Anne-Mieke Bremer,
Mandy Eißing, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/7332 –
Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2026
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Zahl der Abschiebungen ist in den letzten Jahren stark angestiegen, von
16 430 im Jahr 2023 über 20 084 im Jahr 2024 auf 22 787 im Jahr 2025 (vgl.
dazu die Antworten der Bundesregierung auf die regelmäßigen Kleinen
Anfragen der der Fraktion Die Linke bzw. der Gruppe Die Linke, zuletzt auf den
Bundestagsdrucksachen 21/4103, 21/1239 und 20/14946). Abgeschoben
wurde 2025 vor allem in die Türkei (2 297 Menschen); diese Zahl hat sich
gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt (1 087). Dann folgten Georgien (1 690) und
die EU-Staaten Spanien (1 162) und Frankreich (1 053). In den Iran wurden
trotz der verheerenden Menschenrechtslage 18 Menschen abgeschoben, in den
Irak 793. Von Abschiebungen in den Irak sind immer wieder auch
Überlebende des Völkermords an den Jesidinnen und Jesiden betroffen (www.nds-fluera
t.org/61750/aktuelles/30-jaehrigem-eziden-aus-dem-shingal-droht-abschiebun
g-aus-niedersachsen-in-den-irak/).
Zusätzlich zu den Abschiebungen kehrten 2025 16 576 Personen mit einer
finanziellen Förderung des Bund-Länder-Programms Reintegration and
Emigration Programme for Asylum Seekers in Germany/Government Assisted
Repatriation Programme (REAG/GARP) in ihr Herkunftsland zurück; gegenüber
dem Vorjahr ist das eine deutliche Steigerung (2024: 10 225). Außerdem
reisten 2025 laut Ausländerzentralregister 15 906 Menschen mit einer finanziellen
Förderung der Bundesländer aus Deutschland aus (2024: 10 176). Die mit
Ländermitteln geförderten Ausreisen können nach Angaben der
Bundesregierung nicht zu den mit REAG/GARP geförderten Ausreisen hinzuaddiert
werden, weil es möglich ist, beide Förderungen gleichzeitig zu erhalten. Als
Näherungswert für „freiwillige Ausreisen“ kann zudem die Zahl der Personen
herangezogen werden, die bei der Ausreise von der Bundespolizei mit einer
Grenzübertrittsbescheinigung erfasst wurden. Das betraf im Jahr 2025 36 177
Personen (2024: 33 419).
Wie etwa die Initiative „Abschiebungsreporting NRW“ (NRW = Nordrhein-
Westfalen) dokumentiert, kommt es im Abschiebealltag häufig zu
Familientrennungen, zu Abschiebungen von (psychisch) kranken Menschen, oder die
Abschiebungen richten sich gegen Personen, die im Herkunftsland direkt
festgenommen und inhaftiert werden (wie im Fall mehrerer tadschikischer
Oppositioneller; vgl. www.abschiebungsreporting.de/). Auch der Bericht der Natio-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 17. August 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
nalen Stelle zur Verhütung von Folter für das Jahr 2025 dokumentiert einige
Fälle, die auf eine aus Sicht der Fragestellenden besonders harte
Abschiebepraxis hindeuten (vgl. www.nationale-stelle.de/fileadmin/dateiablage/Dokume
nte/Berichte/Jahresberichte/NSzVvF_Jahresbericht_2025-DE.pdf, S. 65
bis 76). So sollte eine Mutter mit ihrem neunjährigen Kind und der
Großmutter des Kindes in Verantwortung des Landes Rheinland-Pfalz von Berlin aus
nach Armenien abgeschoben werden. Das Kind war schwer an Autismus mit
autoaggressiver Symptomatik erkrankt. Die Familie wurde über Nacht mit
dem Auto nach Berlin gefahren. Bei der Ankunft am Flughafen, wo das Kind
sensibel auf große Menschenansammlungen reagierte, kam es zu „einer akuten
Eskalation mit selbst- und fremdgefährdendem Verhalten“. In der Folge wurde
die Abschiebung der Mutter und des Kindes abgebrochen, die der Großmutter
jedoch nicht – trotz des „offenkundigen Betreuungsbedarfs“ des Kindes. Bei
einer Zuführung aus dem Land Hessen kam es ebenfalls zu einer
Familientrennung. Der Familienvater und seine minderjährige Tochter wurden zum
Flughafen gebracht, wohingegen die Mutter angesichts der bevorstehenden
Abschiebung einen Zusammenbruch erlitt und in eine psychiatrische Klinik
eingewiesen wurde. Der Sohn wurde in der Wohnung nicht angetroffen.
Während des Transports zum Flughafen wurde die Tochter mit auf dem Rücken
angelegten Stahlhandfesseln gefesselt. Dies sei nach Darstellung der Polizei
„aufgrund ihres Verhaltens“ notwendig gewesen. Letztlich wurde die
Abschiebung nicht vollzogen, weil die Bundespolizei die Übernahme von Vater und
Tochter für eine unbegleitete Abschiebung ablehnte. Gegen einen Menschen
mit nigerianischer Staatsbürgerschaft wurde bei der Abholung durch
badenwürttembergische Beamte sogar ein Taser eingesetzt. Auf der Fahrt zum
Flughafen in Frankfurt (Main) wurde er anschließend mit einem „Festhaltegurt“
und Stahlfußfesseln gefesselt. Der Betroffene litt unter Bluthochdruck und
Diabetes, was den Einsatz eines Tasers besonders gefährlich macht. Da die
Vorerkrankungen auf der „Ankündigungsliste“ vermerkt waren, müssten sie den
verantwortlichen Beamtinnen und Beamten nach Einschätzung der
Fragestellenden bekannt gewesen sein.
Darüber hinaus beklagt die Nationale Stelle, dass die Zusammenarbeit mit
dem Bundesministerium des Innern (BMI) und der Bundespolizei durch
„Informationsdefizite, mangelnde Kooperationsbereitschaft und organisatorische
Versäumnisse“ geprägt gewesen sei. So sei sie wiederholt nicht über
Sammelabschiebungen nach Afghanistan informiert worden; auch entsprechende
Unterlagen seien nicht übermittelt worden. Über diese Unzulänglichkeiten
habe die Nationale Stelle den Unterausschuss der Vereinten Nationen zur
Verhütung von Folter in Kenntnis gesetzt. Insgesamt weist sie darauf hin, dass sie
aufgrund ihrer begrenzten personellen Ressourcen nur einen kleinen
Ausschnitt aller Abschiebungen beobachten kann. 2025 beobachtete sie sieben
von 241 Sammelabschiebungen sowie drei Abschiebungen mit Linienflügen.
1. Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2026?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 9.663 Abschiebungen vollzogen.
a) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2026, differenziert
nach Zielländern?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach Zielstaaten.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Türkei 1.384
Georgien 602
Algerien 391
Spanien 373
Bulgarien 356
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Frankreich 355
Marokko 332
Nordmazedonien 332
Kroatien 328
Albanien 298
Serbien 296
Griechenland 282
Irak 282
Polen 280
Tunesien 260
Moldau, Republik 255
Rumänien 219
Kosovo 198
Niederlande 174
Nigeria 157
Armenien 146
Indien 114
Italien 114
Österreich 110
Schweiz 106
Schweden 105
Pakistan 103
Guinea 101
Afghanistan 87
Russische Föderation 84
Gambia 76
Kolumbien 74
Ägypten 73
Belgien 70
Aserbaidschan 69
Portugal 69
Bosnien-Herzegowina 64
Vietnam 62
Ghana 50
Lettland 45
Litauen 43
Montenegro 41
Tschechien 40
Ungarn 35
China 32
Slowakische Republik 27
Slowenien 26
Jordanien 24
Tadschikistan 23
Côte d'Ivoire 23
Kamerun 23
Brasilien 22
Norwegen 22
Äthiopien 19
Thailand 18
Usbekistan 18
Zypern 18
Bangladesch 18
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Finnland 16
Kasachstan 15
Benin 15
Sri Lanka 14
Dänemark 13
Luxemburg 12
Senegal 12
Somalia 11
Togo 11
Chile 10
Kenia 9
Peru 9
Vereinigte Staaten von Amerika 9
El Salvador 8
Großbritannien 8
Malta 8
Venezuela 6
Sierra Leone 6
Mongolei 6
Eritrea 5
Bolivien 5
Guinea-Bissau 5
Tansania 5
Kongo, Demokratische Republik 5
Libanon 5
Mauretanien 4
Angola 4
Nepal 4
Libyen 4
Kirgisistan 4
Estland 3
Iran 3
Island 3
Uganda 3
Mosambik 3
Kanada 3
Turkmenistan 3
Paraguay 3
Syrien, Arabische Republik 3
Niger 3
Mali 3
Israel 3
Mexiko 2
Argentinien 2
Jamaika 2
Indonesien 2
Burkina Faso 2
Irland 2
Malawi 2
Costa Rica 1
Uruguay 1
Malaysia 1
Philippinen 1
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Saudi-Arabien 1
Honduras 1
Kuba 1
Australien 1
Nicaragua 1
Ruanda 1
Korea Republik 1
Belarus 1
Dominikanische Republik 1
Simbabwe 1
Bahamas 1
Singapur 1
Liberia 1
b) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2026, differenziert
nach Staatsangehörigkeiten?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach Staatsangehörigkeiten.
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Türkei 1.565
Georgien 605
Algerien 537
Syrien, Arabische Republik 495
Afghanistan 478
Marokko 390
Irak 359
Nordmazedonien 329
Serbien 303
Albanien 302
Tunesien 282
Moldau, Republik 257
Russische Föderation 246
Polen 204
Kosovo 200
Nigeria 195
Rumänien 182
Guinea 171
Armenien 160
Indien 146
Pakistan 124
Somalia 119
Bulgarien 116
ungeklärt 102
Gambia 100
Ägypten 87
Kolumbien 84
Aserbaidschan 79
China 79
Vietnam 67
Bosnien-Herzegowina 63
Iran 61
Ghana 60
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Jordanien 50
Montenegro 41
Tadschikistan 41
Côte d'Ivoire 35
Ungarn 34
Kamerun 32
Ukraine 30
Äthiopien 29
Libyen 28
Angola 28
Libanon 27
Italien 27
Kroatien 27
Litauen 26
Eritrea 24
Brasilien 23
Niederlande 23
Tschechien 22
Benin 22
Senegal 21
Slowakei 21
Usbekistan 21
Kasachstan 20
Kongo, Demokratische Republik 19
Bangladesch 19
Thailand 18
Lettland 18
Sierra Leone 18
Sri Lanka 17
Togo 15
Mongolei 15
Frankreich 14
Griechenland 13
Kenia 12
Burkina Faso 12
Tansania 12
Simbabwe 11
Chile 10
Mali 10
Sudan 10
Peru 10
Vereinigte Staaten von Amerika 9
Südsudan 9
El Salvador 8
Venezuela 8
Myanmar 8
Ruanda 7
Mosambik 6
Turkmenistan 6
Belarus 6
Mauretanien 6
Österreich 6
Liberia 6
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Niger 6
Portugal 6
Nepal 6
Spanien 6
Kirgisistan 5
Bolivien 5
Uganda 5
Großbritannien 5
Guinea-Bissau 5
Burundi 4
Kongo 4
Belgien 4
Jemen 4
Paraguay 3
Slowenien 3
Kanada 3
Schweden 3
Indonesien 3
Israel 3
Kuba 3
Palästinensische Gebiete 3
Jamaika 2
Dominikanische Republik 2
Schweiz 2
Malawi 2
Sambia 2
staatenlos 2
Namibia 2
Kambodscha 2
Argentinien 2
Mexiko 2
Vereinigte Arabische Emirate 1
Malaysia 1
Oman 1
Kuwait 1
Singapur 1
Nicaragua 1
Korea Republik 1
Costa Rica 1
Saudi-Arabien 1
Laos 1
Uruguay 1
Bahamas 1
Madagaskar 1
Australien 1
Luxemburg 1
Honduras 1
Philippinen 1
c) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2026, differenziert
nach Luft-, Land- und Seeweg?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach Art der Grenze.
Art der Grenze Anzahl abgeschobener Personen
Landweg 1.002
Luftweg 8.629
Seeweg 32
2. Wie viele Frauen wurden im ersten Halbjahr 2026 abgeschoben (bitte
nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 1.931 Abschiebungen von Personen
weiblichen Geschlechts vollzogen. Die nachfolgende Übersicht enthält die
Aufschlüsselung der vollzogenen Abschiebungen von Personen weiblichen Geschlechts
nach den 15 Hauptzielstaaten.
15 Hauptzielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
weiblichen Geschlechts
Türkei 223
Georgien 194
Nordmazedonien 150
Frankreich 122
Spanien 118
Kroatien 108
Serbien 98
Moldau, Republik 89
Bulgarien 84
Kosovo 66
Armenien 64
Niederlande 39
Albanien 39
Polen 38
Kolumbien 30
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen von Personen weiblichen Geschlechts nach den 15 häufigsten
Staatsangehörigkeiten.
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
weiblichen Geschlechts
Türkei 283
Georgien 194
Nordmazedonien 151
Syrien, Arabische Republik 128
Afghanistan 110
Serbien 102
Moldau, Republik 91
Russische Föderation 89
Armenien 67
Kosovo 65
Irak 51
Albanien 39
Kolumbien 37
China 31
Nigeria 28
3. Wie viele Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2026 abgeschoben,
und bei wie vielen von ihnen handelte es sich um unbegleitete
Minderjährige (bitte nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2026 erfolgte die Abschiebung von 1.346 minderjährigen
Personen, davon 16 unbegleitete minderjährige Personen.
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen von minderjährigen Personen nach den 15 Hauptzielstaaten.
15 Hauptzielstaaten Anzahl abgeschobener
minderjähriger
Personen
davon unbegleitete
minderjährige
Personen
Türkei 187 4
Georgien 158
Nordmazedonien 155
Serbien 88
Kroatien 88
Frankreich 76 2
Spanien 73 1
Moldau, Republik 73
Kosovo 66
Bulgarien 61 1
Albanien 32
Armenien 32
Russische Föderation 22
Österreich 20
Schweden 19 2
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen von minderjährigen Personen nach den 15 häufigsten
Staatsangehörigkeiten.
15 häufigsten
Staatsangehörigkeiten
Anzahl abgeschobener
minderjähriger
Personen
davon unbegleitete
minderjährige
Personen
Türkei 241 4
Georgien 158
Nordmazedonien 157
Syrien, Arabische Republik 110
Serbien 89
Afghanistan 81 2
Moldau, Republik 74
Russische Föderation 72 2
Kosovo 66
Armenien 32
Albanien 32
Irak 27
Nigeria 18
ungeklärt 16 1
Bosnien-Herzegowina 15
Kolumbien 15 1
4. Wie viele Abschiebungen auf dem Luftweg gab es im ersten Halbjahr
2026, differenziert nach Abflughäfen und Fluggesellschaften?
Im ersten Halbjahr 2026 sind 8.629 Personen auf dem Luftweg abgeschoben
worden. Die Angaben zu den Abflughäfen in Deutschland können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Abflughäfen Anzahl auf dem Luftweg
abgeschobener Personen
Flughafen Berlin-Brandenburg 765
Flughafen Bremen 7
Flughafen Dortmund 14
Flughafen Düsseldorf 1.082
Flughafen Frankfurt/Main 3.650
Flughafen Frankfurt-Hahn 3
Flughafen Hamburg 477
Flughafen Hannover 456
Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden 12
Flughafen Köln/Bonn 108
Flughafen Leipzig/Halle 347
Flughafen Memmingen 8
Flughafen München 1.262
Flughafen Nürnberg 2
Flughafen Stuttgart 436
Hinsichtlich der Frage nach den Fluggesellschaften verweist die
Bundesregierung darauf, dass das verfassungsrechtlich verbürgte Frage- und
Informationsrecht des Parlaments zwar auf Beantwortung gestellter Fragen in der
Öffentlichkeit angelegt ist. Wenn das Informationsinteresse des Parlaments aber auf
Auskünfte zielt, die zur Wahrung berechtigter Geheimhaltungsinteressen nicht
öffentlich kundgegeben werden können, sind nach der Rechtsprechung des
Bundesverfassungsgerichts Formen der Informationsvermittlung zu suchen, die
beiden Interessen Rechnung tragen (vgl. Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts 124, 161 [193]). Im vorliegenden Fall ist die Einstufung der
Benennung der Fluggesellschaften als Verschlusssache (VS) sowohl zur Wahrung
von Staatswohlinteressen als auch zur Wahrung berechtigter, grundrechtlich
geschützter Interessen der betroffenen Fluggesellschaften notwendig. Eine
Veröffentlichung der Fluggesellschaften berührt auch durch Artikel 12 des
Grundgesetzes geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse dieser
Fluggesellschaften und kann sich gegebenenfalls negativ auf die Wahrnehmung dieser
Fluggesellschaften in der Öffentlichkeit auswirken.
Eine öffentliche Benennung der Fluggesellschaften, die Rückführungsflüge
anbieten, birgt die Gefahr, dass diese Unternehmen öffentlicher Kritik ausgesetzt
werden und in der Folge für die Beförderung von ausreisepflichtigen Personen
in die Heimatländer nicht mehr zur Verfügung stehen.
Damit werden Rückführungen weiter erschwert oder sogar unmöglich gemacht,
so dass staatliche Interessen an der Ausführung des Aufenthaltsgesetzes negativ
beeinträchtigt werden.
Um gleichwohl dem parlamentarischen Informationsanspruch nachzukommen,
ist dieser Teil der Antwort mit dem Geheimhaltungsgrad „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ gemäß § 3 Nummer 4 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zum materiellen und
organisatorischen Schutz von Verschlusssachen eingestuft worden, er wird
gesondert in der Anlage 2* übermittelt, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist.
5. Wie viele Überstellungen im Rahmen der Dublin-Verordnung gab es im
ersten Halbjahr 2026 (bitte nach Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2026
an Mitgliedstaaten
Überstellungen
Gesamt 1.698
Frankreich 302
Kroatien 296
Spanien 256
Niederlande 162
Schweiz 129
Österreich 107
Schweden 75
Bulgarien 72
Belgien 64
Polen 55
Portugal 33
Slowenien 21
Norwegen 16
Tschechien 16
Finnland 15
Luxemburg 12
Lettland 11
Litauen 11
Rumänien 11
Dänemark 9
Malta 8
Slowakei 4
Estland 3
Irland 3
Island 3
Griechenland 2
Italien 1
Zypern 1
1. Halbjahr 2026
Herkunftsländer
Überstellungen
Gesamt 1.698
Türkei 187
Afghanistan 177
Algerien 167
Russische Föderation 154
Syrien, Arabische Republik 126
Guinea 72
Marokko 60
* Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen
Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
1. Halbjahr 2026
Herkunftsländer
Überstellungen
Somalia 57
Irak 44
Ungeklärt 44
China 43
Iran, Islamische Republik 38
Nigeria 33
Jordanien 32
Ukraine 28
Libyen 25
Angola 24
Tunesien 24
Gambia 20
Indien 17
Libanon 17
Armenien 14
Elfenbeinküste (Côté d Ivoire) 14
Kongo, Demokratische Republik 14
Tadschikistan 14
Pakistan 13
Sierra Leone 13
Ägypten 11
Aserbaidschan 10
Sudan 10
Burkina Faso 9
Mongolei 9
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
9
Südsudan 9
Kamerun 8
Myanmar 8
Simbabwe 8
Äthiopien 7
Belarus 7
Benin 7
Eritrea 7
Ghana 7
Kolumbien 7
Kongo 7
Ruanda 7
Tansania, Vereinigte Republik 7
Liberia 5
Mali 5
Senegal 5
Niger 4
Sri Lanka 4
Togo 4
Turkmenistan 4
1. Halbjahr 2026
Herkunftsländer
Überstellungen
Bangladesch 3
Kasachstan 3
Kuba 3
Mosambik 3
Burundi 2
Indonesien 2
Kambodscha 2
Kenia 2
Mauretanien 2
Moldau, Republik 2
Namibia 2
Nepal 2
Sambia 2
Staatenlos 2
Venezuela 2
Bosnien und Herzegowina 1
Dschibuti 1
Jamaika 1
Kirgisistan 1
Madagaskar 1
Oman 1
Uganda 1
Usbekistan 1
6. Wie viele Zurückschiebungen fanden im ersten Halbjahr 2026 statt (bitte
nach Flughäfen, Land- und Seegrenzen differenzieren und nach den
15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten der Betroffenen aufschlüsseln)?
Im ersten Halbjahr 2026 erfolgte die Zurückschiebung von 432 Personen. Die
nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Zurückschiebungen nach Art der Grenze und bei Zurückschiebungen auf dem Luftweg
nach Abflughäfen.
Art der
Grenze
Abflughäfen Anzahl zurückgeschobener
Personen
Landweg 370
Luftweg 34
da
vo
n
na
ch
A
bf
lu
gh
äf
en Flughafen Memmingen 13
Flughafen München 8
Flughafen Düsseldorf 6
Flughafen Frankfurt/Main 3
Flughafen Frankfurt-Hahn 1
Flughafen Berlin-Brandenburg 1
Flughafen Dortmund 1
Flughafen Stuttgart 1
Seeweg 28
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der 15 häufigsten
Staatsangehörigkeiten vollzogener Zurückschiebungen.
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl zurückgeschobener Personen
Afghanistan 67
Algerien 38
Pakistan 25
Albanien 25
Ukraine 25
Somalia 17
Bangladesch 17
Marokko 15
Türkei 14
Sudan 11
Irak 11
Guinea 10
Polen 9
Eritrea 9
Georgien 8
7. Wie viele begleitete und unbegleitete Minderjährige (bitte differenzieren)
waren im ersten Halbjahr 2026 von Zurückschiebungen betroffen?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 64 Minderjährige zurückgeschoben.
Davon wurden elf Personen in Begleitung und 53 Personen ohne Begleitung
eines Erziehungsberechtigten zurückgeschoben.
8. In welcher Zuständigkeit erfolgten die Abschiebungen und
Zurückschiebungen im ersten Halbjahr 2026 (bitte jeweils nach Bund und den
einzelnen Bundesländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Veranlasser Abschiebungen Zurückschiebungen
Baden-Württemberg 1.405
Bayern 1.513
Berlin 564
Brandenburg 73
Bremen 51
Hamburg 327
Hessen 914
Mecklenburg-Vorpommern 79
Niedersachsen 716
Nordrhein-Westfalen 1.931
Rheinland-Pfalz 463
Saarland 72
Sachsen 451
Sachsen-Anhalt 238
Schleswig-Holstein 250
Thüringen 270
Bundespolizei 346 432
9. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2026 Zwangsgelder
gegen Beförderungsunternehmen nach § 63 des Aufenthaltsgesetzes
verhängt, wie hoch war die Gesamtsumme, und wie hoch war die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen (bitte auch nach
Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen, Taxis usw.
differenzieren)?
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 hat die Bundespolizei in
insgesamt 867 Fällen ein Zwangsgeld festgesetzt. Die Gesamtsumme der
Zwangsgelder betrug 1.457.500 Euro. Die durchschnittliche Summe pro
Beförderungsunternehmen lag bei ca. 132.500 Euro. Die Bundespolizei hat Zwangsgelder
ausschließlich gegenüber Luftfahrtunternehmen festgesetzt.
10. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2026 im Zuge von
Sammelabschiebungen entweder direkt in ihr Herkunftsland oder über
Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr Herkunftsland abgeschoben, und
wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2026 im Zuge von
Sammelüberstellungen in andere EU-Staaten überstellt (bitte zwischen
Sammelabschiebungen in nationaler Zuständigkeit, Sammelabschiebungen
der EU – national – und Sammelabschiebungen der EU – gemeinsame
Maßnahme mit anderen EU-Staaten – differenzieren, die jeweiligen
Gesamtjahreszahlen nennen und darüber hinaus die Abschiebungen einzeln
mit Datum und Zielland auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Rahmen von Sammelmaßnahmen 2.390
Personen abgeschoben, davon 2.217 Personen in ihr Heimatland, fünf Personen
in ein anderes Nicht-EU-Land (ohne ihr Heimatland zu sein) und 168 Personen
in andere EU-Staaten.
a) Bei welchem Staat (für Deutschland bei welcher Behörde) lag jeweils
die Federführung für die Abschiebemaßnahme, und welche
Bundesländer waren von deutscher Seite beteiligt?
b) Welche Fluggesellschaften wurden mit der Durchführung der Flüge
beauftragt?
c) Von welchen deutschen Flughäfen starteten die Flüge bzw. wo
machten sie eine Zwischenlandung?
d) Wie hoch waren die Kosten der Flüge jeweils, und wer hat die Kosten
getragen (bitte auch die Gesamtkosten angeben)?
e) Wie viele Personen aus welchen Herkunftsstaaten wurden bei den
Abschiebemaßnahmen aus Deutschland jeweils abgeschoben (bitte auch
die Gesamtzahl der abgeschobenen Personen angeben)?
f) Wie viele Bundesbeamte wurden als Begleitpersonal auf den
jeweiligen Flügen eingesetzt?
Die Fragen 10a bis 10f werden zusammen beantwortet.
Die Angaben zu den Fragen 10a sowie 10c bis 10f können der Tabelle in
Anlage 1* entnommen werden.
In Bezug auf die Angaben zu den Luftverkehrsgesellschaften (Frage 10b) wird
auf die Antwort zu Frage 4 sowie auf die als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“
eingestufte Anlage 2* verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/7637 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
11. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2026 mit sogenannten
Mini-Charterflügen für maximal vier Personen entweder direkt in ihr
Herkunftsland oder über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr
Herkunftsland abgeschoben, wie viele Personen wurden im ersten
Halbjahr 2026 mit sogenannten Mini-Charterflügen in andere EU-Staaten
überstellt (bitte die Gesamtzahlen nennen und die Abschiebeflüge
zusätzlich einzeln mit Datum, Abflughafen, Zielstaat, Fluggesellschaft,
Zahl der Begleitbeamten, Zahl der abgeschobenen Personen und
Flugkosten auflisten), und in welchem Umfang hat Frontex die Kosten für
Mini-Charterabschiebungen im ersten Halbjahr 2026 übernommen?
Die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei erfasst abschließend alle
vollzogenen Sammelchartermaßnahmen. Die sogenannten Mini-Charterflüge
sind dabei bereits in der Antwort zu den Fragen 10a bis 10f enthalten. Eine
gesonderte Erfassung von Sammelchartermaßnahmen, differenziert nach der
Anzahl der abgeschobenen Personen, erfolgt nicht.
In Bezug auf die Angaben zu den Luftverkehrsgesellschaften wird auf die
Bemerkung in der Antwort zu Frage 4 sowie auf die als „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“* eingestufte Anlage 2 verwiesen.
12. Wie viele der Abschiebungen erfolgten im ersten Halbjahr 2026
a) unbegleitet,
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 5.208 unbegleitete Abschiebungen vollzogen.
b) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei,
Im ersten Halbjahr 2026 hat die Bundespolizei 3.651 Personen begleitet
rückgeführt.
c) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder
anderer Länderbehörden,
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 58 Personen von Beamtinnen und Beamten
der Polizeien der Länder und Länderbehörden begleitet rückgeführt.
d) in Begleitung von Sicherheitskräften der Zielstaaten (bitte nach
Zielstaaten aufschlüsseln),
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 665 Personen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Zielstaaten rückgeführt. Die weiteren Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 347
Algerien 242
Moldau, Republik 49
Montenegro 11
Serbien 5
Libanon 4
Bosnien-Herzegowina 3
Nordmazedonien 2
Albanien 2
* Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen
Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
e) in Begleitung von Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften
(bitte nach Fluggesellschaften und nach Zielstaaten aufschlüsseln und
auch die Namen der von den Fluggesellschaften beauftragten
Sicherheitsunternehmen nennen),
Die Antwort zu den Fluggesellschaften ist der Anlage 2 („VS-Nur für den
Dienstgebrauch“*) zu entnehmen. Zudem wird auf die Antwort zu Frage 4
verwiesen.
Im ersten Halbjahr 2026 erfolgten 90 Abschiebungen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften. Die Namen der beauftragten
Sicherheitsunternehmen liegen der Bundesregierung nicht vor, da sie statistisch
nicht erfasst werden. Die Angaben zu den Zielstaaten können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Rumänien 42
Russische Föderation 20
Somalia 10
Afghanistan 5
Irak 5
Moldau, Republik 3
Iran 2
Serbien 1
Libyen 1
Syrien, Arabische Republik 1
f) und wie viele Beamte der Bundespolizei und der Polizeien der Länder
wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt zur Begleitung von
Abschiebungen eingesetzt (bitte differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 7.194 Beamtinnen und Beamte der
Bundespolizei und 421 Beamtinnen und Beamte der Länder zur Begleitung von
Abschiebungen eingesetzt. Insgesamt waren 7.615 Beamtinnen und Beamte im
Einsatz.
13. Welche Kosten sind dem Bund im ersten Halbjahr 2026 durch die
Sicherheitsbegleitung bei Abschiebungen entstanden?
Für die Sicherheitsbegleitung bei Rückführungen sind dem Bund im ersten
Halbjahr 2026 Kosten in Höhe von 5.931.000 Euro entstanden.
14. Wie viele Abschiebungen und wie viele Dublin-Überstellungen (bitte
differenzieren) mussten im ersten Halbjahr 2026 nach Übergabe an die
Bundespolizei abgebrochen werden, und was waren die wichtigsten
Gründe hierfür (bitte so wie in der Tabelle der Antwort zu Frage 19 auf
Bundestagsdrucksache 20/3130 darstellen), welche waren die
wichtigsten Zielstaaten der abgebrochenen Abschiebungen und Dublin-
Überstellungen, und welche waren die wichtigsten Staatsangehörigkeiten der
Betroffenen (bitte jeweils die 15 wichtigsten auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 734 Abschiebungen, davon 111
Dublin-Überstellungen, während bzw. nach der Übergabe an die Bundespolizei
abgebrochen.
* Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen
Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
Die Angaben zu nicht vollzogenen Abschiebungen mit Aufschlüsselungen nach
Gründen, Art des Fluges, Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten sind der
Anlage 1* zu entnehmen.
15. Gab es im ersten Halbjahr 2026 Abschiebungen trotz laufenden
Asyloder Gerichtsverfahrens oder entgegen einer anders lautenden
Gerichtsentscheidung wenn ja, durch welche Behörde wurden diese
Abschiebungen veranlasst, welche Staatsangehörigkeit hatten die Betroffenen, in
welches Land wurden sie abgeschoben, und wurden sie bereits nach
Deutschland zurückgeholt?
Der Bundesregierung sind keine Sachverhalte für das erste Halbjahr 2026
bekannt, bei denen entgegen eines laufenden Asyl- oder Gerichtsverfahrens oder
eine anderslautende Gerichtsentscheidung die Abschiebung vollzogen wurde.
16. Welche Angaben kann die Bundespolizei dazu machen, wie oft im ersten
Halbjahr 2026 im Rahmen von Dublin-Überstellungen und
Abschiebungen (bitte differenzieren) sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt
zum Einsatz kamen (bitte auch nach den 15 wichtigsten Zielstaaten der
Abschiebungen aufschlüsseln), und wie häufig kamen die sogenannten
Hilfsmittel der körperlichen Gewalt in Linienflügen bzw. Charterflügen
zum Einsatz (bitte zusätzlich nach den 15 wichtigsten Zielstaaten
aufschlüsseln)?
Bei insgesamt 786 Personen wurden im Rahmen von Abschiebungen
(einschließlich Dublin-Überstellungen) Hilfsmittel der körperlichen Gewalt
eingesetzt.
Die übrigen Angaben zur Anzahl eingesetzter Hilfsmittel der körperlichen
Gewalt können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anzahl
Personen
davon
Dublin-
Überstellungen
Davon
Charterflug
Davon
Linienflug
15 Zielstaaten
Algerien 276 276
Marokko 181 181
Nigeria 47 46 1
Irak 35 35
Tunesien 32 32
Türkei 25 25
Guinea 19 11 8
Gambia 14 7 7
Ägypten 10 4 6
Spanien 9 8 1 8
Georgien 8 6 2
Griechenland 8 8
Bulgarien 8 1 1 7
Kosovo 6 4 2
Italien 6 6
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/7637 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
17. Ist es zutreffend, dass das BMI bzw. die Bundespolizei die Nationale
Stelle zur Verhütung von Folter wiederholt nicht über
Charterabschiebungen nach Afghanistan informierte (siehe Vorbemerkung der
Fragesteller), wenn ja, warum nicht, und wenn nein, wie verhält es sich
stattdessen?
a) Ist es zutreffend, dass das BMI bzw. die Bundespolizei der
Nationalen Stelle entsprechende Unterlagen nicht übermittelte, wenn ja,
warum nicht, wenn nein, wie verhält es sich stattdessen, und um welche
Unterlagen handelte es sich dabei?
b) Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass die Nationale Stelle
zur Verhütung von Folter ihr Mandat nur dann vollumfänglich
ausüben kann, wenn sie umfassend informiert wird und ungehinderten
Zugang zu allen Phasen von Abschiebungsmaßnahmen erhält, wenn
ja, wird sie daraus Konsequenzen ziehen und der Nationalen Stelle
künftig die von ihr gewünschten Informationen und Unterlagen
uneingeschränkt und rechtzeitig zur Verfügung stellen, und wenn nein,
warum nicht?
Die Fragen 17 bis 17b werden zusammen beantwortet.
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 43 der Kleinen Anfrage
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 21/6632
verwiesen.
18. Wie viele Personen haben Deutschland im ersten Halbjahr 2026 mit einer
finanziellen Förderung des Bundes (REAG/GARP) verlassen (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten, nach Bundesländern und nach dem
Aufenthaltsstatus der Betroffenen vor der Ausreise differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2026 sind 9.276 Personen (Stand: 30. Juni 2026) über das
Bund-Länder-Programm (REAG „Reintegration and Emigration Programme
for Asylum Seekers in Germany“/GARP – Government Assisted Repatriation
Programme) gefördert freiwillig ausgereist.
Die Differenzierungen nach den 15 häufigsten Staatsangehörigkeiten
(Staatsangehörigkeit und Herkunftsstaat können voneinander abweichen), nach
Ländern und nach Aufenthaltsstatus der betreffenden Personen vor der Ausreise
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP
Gesamt 9.276
darunter:
Syrien, Arabische Republik 2.843
Türkei 2.815
Russische Föderation 530
Kolumbien 486
Irak 326
Armenien 314
Georgien 216
Venezuela, Bolivarische Republik 200
Nordmazedonien 162
Aserbaidschan 106
Albanien 84
Serbien 82
Kosovo 78
Staatsangehörigkeit Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP
Indien 76
Afghanistan 63
* Quelle: BAMF, Stand: 30. Juni 2026
Land Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP
Gesamt 9.276
davon:
Baden-Württemberg 1.303
Bayern 1.814
Berlin 245
Brandenburg 114
Bremen 90
Hamburg 156
Hessen 606
Mecklenburg-Vorpommern 132
Niedersachsen 1.067
Nordrhein-Westfalen 1.428
Rheinland-Pfalz 568
Saarland 192
Sachsen 678
Sachsen-Anhalt 311
Schleswig-Holstein 338
Thüringen 234
*Quelle: BAMF, Stand: 30. Juni 2026
Aufenthaltsstatus vor der Ausreise Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP
Gesamt 9.276
davon:
Aufenthaltsgestattung 3.556
Ausreisepflichtig 3.841
befristete
Aufenthaltserlaubnis
1.846
Sonstiges 33
* Quelle: BAMF, Stand: 30. Juni 2026
19. Welche Angaben oder ungefähre Einschätzungen kann die
Bundesregierung ergänzend dazu machen, wie viele Personen im ersten Halbjahr
2026 mit finanzieller Förderung der Bundesländer ausgereist sind (bitte
die Gesamtzahlen nennen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten
und den Bundesländern differenzieren), welche Zahlen und Programme
welcher Bundesländer wurden bei diesen Angaben berücksichtigt und
welche nicht, und wie aussagekräftig sind diese Angaben mittlerweile?
Zum Stichtag 30. Juni 2026 waren im Ausländerzentralregister (AZR) 8.641
Personen erfasst, die im ersten Halbjahr 2026 mit einer finanziellen Förderung
der Länder ausgereist sind.
Ausgereiste Personen mit finanzieller Förderung
der Länder Staatsangehörigkeiten insgesamt
8.614
darunter: 15 häufigsten Herkunftsstaaten
Türkei 2.722
Syrien, Arabische Republik 2.429
Russische Föderation 499
Kolumbien 446
Irak 304
Armenien 303
Georgien 206
Venezuela 161
Nordmazedonien 157
Aserbaidschan 94
Kosovo 93
Albanien 83
Serbien 81
Indien 69
Moldau (Republik) 63
Ausgereiste Personen mit finanzieller Förderung
der Länder
8.614
Baden-Württemberg 823
Bayern 1.580
Berlin 611
Brandenburg 224
Bremen 110
Hamburg 431
Hessen 1.532
Mecklenburg-Vorpommern 54
Niedersachsen 632
Nordrhein-Westfalen 1.224
Rheinland-Pfalz 307
Saarland 148
Sachsen 360
Sachsen-Anhalt 218
Schleswig-Holstein 221
Thüringen 139
In der Auswertung wurden alle Speichersachverhalte des AZR berücksichtigt,
die eine Förderung auf Landes- bzw. Kommunalebene abbilden. Zu den
Programmen einzelner Länder liegen der Bundesregierung keine Informationen
hinsichtlich des genannten Zeitraums vor. Einzelne Förderprogramme werden
im AZR nicht erfasst.
Der Bundesregierung liegen über die AZR-Eintragungen hinaus keine Daten zu
den Förderprogrammen der Länder vor. Aus diesem Grund ist keine Aussage
hinsichtlich der Validität der Daten möglich.
Die Verantwortlichkeit der zeitnahen Datenübermittlung an das AZR obliegt
der jeweils meldeverpflichteten Stelle – im Falle der Förderprogramme der
Länder grundsätzlich den Ausländerbehörden in den Ländern.
Eine Addition zu den REAG/GARP-Ausreisen ist nicht vorzunehmen, da es
sich hierbei teilweise um REAG/GARP ergänzende Förderungen derselben
Personen handeln kann.
20. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende nach dem „StarthilfePlus“-Programm im ersten
Halbjahr 2026 bewilligt bzw. ausgezahlt (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Zielländern differenzieren)?
Es wird darauf hingewiesen, dass die Personenzahlen sowie Angaben zu den
ausgezahlten Fördersummen und die Höhe der bewilligten Fördermittel im Jahr
2026 derzeit noch vorläufig sind. Verbindliche Angaben sind erst nach
Abschluss der Prüfung der Verwendungsnachweise zu dem jeweiligen Programm
bzw. Projektjahr möglich.
Im ersten Halbjahr 2026 haben insgesamt 4.318 Personen eine
Reintegrationsunterstützung im Rahmen von StarthilfePlus erhalten. Die Höhe der
ausgezahlten Fördermittel beläuft sich dabei auf insgesamt 1.847.642,34 Euro. Die Höhe
der bewilligten, noch nicht ausgezahlten Fördermittel beläuft sich dabei auf
insgesamt 1.866.200 Euro.
Die Gesamtsumme der ausgezahlten Fördermittel umfasst sowohl
Auszahlungen für 190 Personen, die im ersten Halbjahr 2026 ausgereist sind, als auch
Auszahlungen für 4.128 Personen, die bereits im Jahr 2025 ausgereist sind.
Diese zeitliche Überschneidung ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der
Reintegrationsmaßnahmen im Zielland ein Teil der Fördermittel erst sechs bis
acht Monate nach der freiwilligen Rückkehr zur Auszahlung kommt.
Eine detaillierte Übersicht der ausgezahlten Fördermittel, differenziert nach
Förderart und aufgeschlüsselt nach den zehn häufigsten Zielländern, beginnend
mit dem Land mit der höchsten Anzahl an Ausreisen, ist der nachstehenden
Tabelle 1 zu entnehmen.
Die Tabellen 2 und 3 beziehen sich auf Personen, die im ersten Halbjahr 2026
im Rahmen von StarthilfePlus eine Förderung erhalten haben und entweder
bereits im Jahr 2025 oder im ersten Halbjahr 2026 ausgereist sind.
Die Tabelle 4 bezieht sich auf Personen, deren Anträge im ersten Halbjahr 2026
im Rahmen von StarthilfePlus bewilligt wurden und deren Fördermittel erst im
zweitem Halbjahr 2026 ausgezahlt werden.
Differenzierte Daten, ob Leistungen an Asylsuchende oder abgelehnte
Asylsuchende gezahlt wurden, liegen nicht vor.
Tabelle 1: Im ersten Halbjahr 2026 über StarthilfePlus ausgezahlte
Fördermittel, unabhängig vom Zeitpunkt der Ausreise, nach den zehn häufigsten
Zielländern.
Geförderte
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel
(in Euro)
Türkei 2.170 663.401,74 0,00 0,00 663.401,74
Russische
Föderation
781 433.000,00 0,00 0,00 433.000,00
Irak 335 136.136,66 0,00 0,00 136.136,66
Aserbaidschan 135 0,00 120.051,42 0,00 120.051,42
Iran, Islamische
Republik
64 0,00 57.665,63 0,00 57.665,63
China 61 61.000,00 0,00 0,00 61.000,00
Tadschikistan 58 17.826,88 0,00 0,00 17.826,88
Mongolei 47 14.805,30 0,00 0,00 14.805,30
Georgien 44 10.997,68 0,00 0,00 10.997,68
Geförderte
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel
(in Euro)
Summe 3.695 1.337.168,26 177.717,05 0,00 1.514.885,31
Gesamt 4.318 1.600.104,52 220.690,98 26.846,84 1.847.642,34
Quelle: Internationale Organisation für Migration – IOM
Tabelle 2: Anteil der im ersten Halbjahr 2026 geförderten Personen (bezogen
auf Tabelle 1), die im Jahr 2025 ausgereist sind – nach den zehn häufigsten
Zielländern
Geförderte
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel
(in Euro)
Türkei 2.166 662.401,74 0,00 0,00 662.401,74
Russische
Föderation
781 433.000,00 0,00 0,00 433.000,00
Irak 335 136.136,66 0,00 0,00 136.136,66
Armenien 243 125.999,76 0,00 0,00 125.999,76
Aserbaidschan 96 0,00 77.268,75 0,00 77.268,75
China 61 61.000,00 0,00 0,00 61.000,00
Tadschikistan 58 17.426,88 0,00 0,00 17.426,88
Iran, Islamische
Republik
50 0,00 44.665,63 0,00 44.665,63
Mongolei 47 14.805,30 0,00 0,00 14.805,30
Ghana 31 16.800,00 0,00 0,00 16.800,00
Summe 3.868 1.467.570,34 121.934,38 0,00 1.589.504,72
Gesamt 4.128 1.588.706,78 142.935,55 7.354,96 1.738.997,29
Quelle: Internationale Organisation für Migration – IOM
Tabelle 3: Anteil der im ersten Halbjahr 2026 geförderten Personen (bezogen
auf Tabelle 1), die im ersten Halbjahr 2026 ausgereist sind – nach den zehn
häufigsten Zielländern
Geförderte
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel
(in Euro)
Georgien 40 0,00 0,00 9.997,74 9.997,74
Aserbaidschan 39 0,00 42.782,67 0,00 42.782,67
Nordmazedonien 27 0,00 0,00 5.499,91 5.499,91
Libanon 21 0,00 21.972,76 0,00 21.972,76
Albanien 17 0,00 0,00 3.996,11 3.996,11
Moldau, Republik 15 0,00 0,00 3.000,00 3.000,00
Iran, Islamische
Republik
14 0,00 13.000,00 0,00 13.000,00
Montenegro 6 0,00 0,00 4.495,87 4.495,87
Serbien 4 0,00 0,00 1.499,99 1.499,99
Türkei 4 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
Geförderte
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel
(in Euro)
Summe 187 1.000,00 77.755,43 28.489,62 107.245,05
Gesamt 190 1.000,00 77.755,43 29.489,62 108.245,05
Quelle: Internationale Organisation für Migration – IOM
Tabelle 4: Anteil der im ersten Halbjahr 2026 bewilligten Anträgen – nach den
zehn häufigsten Zielländern
Anzahl d.
Personen
2. Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen
(in Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Bewilligte
Mittel
(in Euro)
Türkei 2.795 930.200,00 0,00 0,00 930.200,00
Russische
Föderation
511 287.000,00 0,00 0,00 287.000,00
Irak 310 146.000,00 0,00 0,00 146.000,00
Armenien 284 152.800,00 0,00 0,00 152.800,00
Indien 70 31.200,00 0,00 0,00 31.200,00
Aserbaidschan 64 0,00 65.000,00 0,00 65.000,00
China 52 52.000,00 0,00 0,00 52.000,00
Nigeria 50 23.000,00 0,00 0,00 23.000,00
Mongolei 39 11.800,00 0,00 0,00 11.800,00
Nigeria 28 16.200,00 0,00 0,00 16.200,00
Summe 4.203 1.650.200,00 65.000,00 0,00 1.715.200,00
Gesamt 4.493 1.772.700,00 83.000,00 10.500,00 1.866.200,00
Quelle: Internationale Organisation für Migration – IOM
* Hinweise zu den Tabellen 1 bis 4: Im Rahmen des StarthilfePlus-Programms
erhalten Rückkehrende Reintegrationshilfen in drei verschiedenen Kategorien,
die je nach dem Zielland, in das sie zurückkehren, variieren:
(1) Personen, die förderfähig für eine zweite Starthilfe sind, erhalten eine
finanzielle Unterstützung, frühestens sechs bis acht Monate nach der Rückkehr. In
Tabelle 3 sind keine Auszahlungen für die zweite Starthilfe enthalten, da diese
gemäß den Programmvorgaben erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Aus
diesem Grund erscheinen die betreffenden Rückkehrenden nicht in der
Übersicht der zehn häufigsten Zielländer.
(2) Personen, die förderfähig für Wohnhilfen sind, erhalten Sachleistungen im
Bereich Wohnen. Die Gewährung der Wohnhilfen erfolgt innerhalb von bis zu
zwölf Monaten nach der Rückkehr.
(3) Personen, die förderfähig für Stufe D sind, erhalten eine Kombination aus
Sachleistungen (Bereiche Medizin und Wohnen) und finanzieller
Unterstützung.
21. Wie viele Personen sind nach Angaben der Bundespolizei im ersten
Halbjahr 2026 freiwillig mit einer Grenzübertrittsbescheinigung
ausgereist (bitte nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten und zwischen
Land-, Luft- und Seeweg differenzieren)?
Gemäß Polizeilicher Eingangsstatistik der Bundespolizei sind im ersten
Halbjahr 2026 insgesamt 17.892 Personen erfasst worden, die freiwillig unter
Vorlage einer Grenzübertrittsbescheinigung ausgereist sind.
Die Aufschlüsselungen nach den 15 häufigsten Staatsangehörigkeiten und den
Arten der Grenze können nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeiten
Anzahl freiwillig
ausgereister Personen
Türkei 4.572
Syrien 2.776
Russische Föderation 662
Albanien 639
Georgien 553
Indien 539
Kolumbien 535
Nordmazedonien 533
Vietnam 516
Irak 481
China 456
Kosovo 396
Armenien 393
Serbien 359
Iran, Islamische Republik 273
Art der Grenze Anzahl freiwillig
ausgereister Personen
Landweg 149
Luftweg 17.711
Seeweg 5
Postrückläufer Auslandsvertretung 18
unbekannt 9
22. Wie viele ausreisepflichtige Personen mit und ohne Duldung, wie viele
ausreisepflichtige abgelehnte Asylsuchende hielten sich nach Kenntnis
der Bundesregierung zum letzten verfügbaren Stand in Deutschland auf
(bitte differenzieren und jeweils nach Bundesländern auflisten), und
welche waren die fünf Hauptherkunftsländer der Ausreisepflichtigen in
den einzelnen Bundesländern (bitte in absoluten und relativen Zahlen für
jedes Bundesland darstellen)?
Ausweislich des AZR waren zum Stichtag 30. Juni 2026 insgesamt 258.845
Personen ausreisepflichtig, davon 199.271 Personen mit einer Duldung und
59.574 Personen ohne Duldung.
Bei 156.951 der insgesamt 258.845 ausreisepflichtigen Personen war ein
abgelehnter Asylantrag gespeichert (davon 131.019 Personen mit einer Duldung
und 25.932 Personen ohne eine Duldung).
Es ist darauf hinzuweisen, dass für die vorliegende Ausreisepflicht die im AZR
gespeicherte Asylablehnung nicht zwingend ursächlich sein muss, da diese
Entscheidung grundsätzlich gespeichert wird, bis die Voraussetzungen für ihre
Löschung gegeben sind (vgl. § 36 des Gesetzes über das
Ausländerzentralregister). Insofern kann die Asylablehnung gegebenenfalls eine längere Zeit
zurückliegen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Ausreisepflichtige
gesamt nach Land
Gesamt
Ausreisepflichtige mit
Duldung
Ausreisepflichtige ohne
Duldung
Alle Länder 258.845 199.271 59.574
Baden-Württemberg 32.199 25.725 6.474
Bayern 29.514 21.141 8.373
Berlin 20.550 15.135 5.415
Brandenburg 9.598 8.427 1.171
Bremen 4.170 3.673 497
Hamburg 10.617 6.263 4.354
Hessen 16.148 10.361 5.787
Mecklenburg-
Vorpommern
4.993 4.162 831
Niedersachsen 26.276 21.263 5.013
Nordrhein-Westfalen 56.604 45.002 11.602
Rheinland-Pfalz 10.906 7.824 3.082
Saarland 2.107 1.803 304
Sachsen 14.422 11.462 2.960
Sachsen-Anhalt 5.374 4.116 1.258
Schleswig-Holstein 10.408 8.955 1.453
Thüringen 4.959 3.959 1.000
Ausreisepflichtige
abgelehnte Asylbewerber
nach Land
Gesamt
Ausreisepflichtige mit
Duldung
Ausreisepflichtige ohne
Duldung
Alle Länder 156.951 131.019 25.932
Baden-Württemberg 19.944 17.181 2.763
Bayern 17.750 14.082 3.668
Berlin 12.058 9.405 2.653
Brandenburg 6.120 5.555 565
Bremen 2.153 1.962 191
Hamburg 4.813 3.293 1.520
Hessen 8.929 6.739 2.190
Mecklenburg-
Vorpommern
3.337 2.878 459
Niedersachsen 16.675 14.378 2.297
Nordrhein-Westfalen 32.967 28.479 4.488
Rheinland-Pfalz 7.613 5.894 1.719
Saarland 1.084 949 135
Sachsen 10.104 8.609 1.495
Sachsen-Anhalt 3.201 2.697 504
Schleswig-Holstein 6.952 6.186 766
Thüringen 3.251 2.732 519
Ausreisepflichtige in Baden-
Württemberg
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 32.199 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 5.430 16,86 Prozent
Irak 2.467 7,66 Prozent
Ausreisepflichtige in Baden-
Württemberg
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 32.199 100,00 Prozent
darunter:
Nigeria 2.376 7,38 Prozent
Afghanistan 1.851 5,75 Prozent
Syrien 1.474 4,58 Prozent
Ausreisepflichtige in Bayern Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 29.514 100,00 Prozent
darunter:
Irak 3.090 10,47 Prozent
Türkei 2.802 9,49 Prozent
Afghanistan 2.614 8,86 Prozent
Nigeria 2.413 8,18 Prozent
Syrien 1.779 6,03 Prozent
Ausreisepflichtige in Berlin Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 20.550 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 3.067 14,92 Prozent
Moldau (Republik) 2.309 11,24 Prozent
Ungeklärt 1.485 7,23 Prozent
Vietnam 1.403 6,83 Prozent
Russische Föderation 1.210 5,89 Prozent
Ausreisepflichtige in Brandenburg Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 9.598 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 2.206 22,98 Prozent
Kenia 1.034 10,77 Prozent
Türkei 803 8,37 Prozent
Kamerun 778 8,11 Prozent
Afghanistan 652 6,79 Prozent
Ausreisepflichtige in Bremen Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4.170 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 713 17,10 Prozent
Russische Föderation 369 8,85 Prozent
Albanien 293 7,03 Prozent
Serbien 271 6,50 Prozent
Ghana 212 5,08 Prozent
Ausreisepflichtige in Hamburg Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10.617 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 1.130 10,64 Prozent
Türkei 767 7,22 Prozent
Russische Föderation 679 6,40 Prozent
Ausreisepflichtige in Hamburg Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10.617 100,00 Prozent
darunter:
Ghana 646 6,08 Prozent
Irak 604 5,69 Prozent
Ausreisepflichtige in Hessen Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 16.148 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 3.012 18,65 Prozent
Afghanistan 2.003 12,40 Prozent
Irak 921 5,70 Prozent
Syrien 803 4,97 Prozent
Iran 792 4,90 Prozent
Ausreisepflichtige in Mecklenburg-
Vorpommern
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4.993 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 515 10,31 Prozent
Russische Föderation 513 10,27 Prozent
Irak 451 9,03 Prozent
Afghanistan 447 8,95 Prozent
Syrien 379 7,59 Prozent
Ausreisepflichtige in Niedersachsen Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 26.276 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 3.129 11,91 Prozent
Irak 2.846 10,83 Prozent
Kolumbien 2.015 7,67 Prozent
Syrien 1.527 5,81 Prozent
Georgien 1.274 4,85 Prozent
Ausreisepflichtige in Nordrhein-
Westfalen
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 56.604 100,00 Prozent
darunter:
Irak 5.864 10,36 Prozent
Türkei 5.495 9,71 Prozent
Serbien 3.425 6,05 Prozent
Syrien 3.125 5,52 Prozent
Guinea 2.557 4,52 Prozent
Ausreisepflichtige in Rheinland-Pfalz Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10.906 100,00 Prozent
darunter:
Türkei 1.214 11,13 Prozent
Afghanistan 1.015 9,31 Prozent
Syrien 877 8,04 Prozent
Ausreisepflichtige in Rheinland-Pfalz Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10.906 100,00 Prozent
darunter:
Pakistan 688 6,31 Prozent
Ägypten 622 5,70 Prozent
Ausreisepflichtige in Saarland Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 2.107 100,00 Prozent
darunter:
Syrien 789 37,45 Prozent
Türkei 237 11,25 Prozent
Irak 93 4,41 Prozent
Afghanistan 83 3,94 Prozent
Serbien 76 3,61 Prozent
Ausreisepflichtige in Sachsen Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 14.422 100,00 Prozent
darunter:
Venezuela 2.480 17,20 Prozent
Russische Föderation 1.349 9,35 Prozent
Türkei 1.141 7,91 Prozent
Irak 844 5,85 Prozent
Indien 836 5,80 Prozent
Ausreisepflichtige in Sachsen-Anhalt Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 5.374 100,00 Prozent
darunter:
Indien 642 11,95 Prozent
Türkei 478 8,89 Prozent
Russische Föderation 434 8,08 Prozent
Syrien 383 7,13 Prozent
Irak 339 6,31 Prozent
Ausreisepflichtige in Schleswig-
Holstein
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10.408 100,00 Prozent
darunter:
Irak 2.040 19,60 Prozent
Türkei 1.071 10,29 Prozent
Russische Föderation 1.017 9,77 Prozent
Afghanistan 984 9,45 Prozent
Syrien 725 6,97 Prozent
Ausreisepflichtige im Freistaat
Thüringen
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4.959 100,00 Prozent
darunter:
Irak 560 11,29 Prozent
Afghanistan 523 10,55 Prozent
Türkei 500 10,08 Prozent
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Anlage 1 zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, BT-Drs. 21/7332
Zu 10. sowie den Buchstaben a, c, d, e und f:
Die Angaben zu den Fragen 10a sowie 10c bis 10f können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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08.01.2026 München Kroatien BY Russische
Föderation
5 20 BPOL 57.070 € Nein
Syrien, Arabische
Republik
2
Armenien 4
Iran 1
ungeklärt 1
Jordanien 1
Afghanistan 1
Jordanien 2
13.01.2026 Stuttgart Nordmazedonien BW, BY, NW,
ST, TH,
Serbien 2 57 BPOL 82.770 € Ja
Nordmazedonien 46
Nordmazedonien Bosnien-
Herzegowina
BY, BW, HE,
TH
Bosnien-
Herzegowina
12
14.01.2026 Hannover Albanien BE, BY, HE,
NI, NW, SH,
ST, TH
Albanien 40 91 BPOL 93.070 € Ja
Albanien Kosovo HE, NI, RP,
ST, TH
Kosovo 42
20.01.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, BPOL,
BW, HE, NI,
SN
Moldau, Republik 15 59 BPOL 114.990 € Ja
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Moldau, Republik Georgien BE, BPOL,
NW, SN
Georgien 16
27.01.2026 Hannover Georgien BPOL, BW,
BY, HE, NI,
NW, SH, SN,
TH
Georgien 56 0 BPOL 114.800 € Ja
28.01.2026 Düsseldorf Albanien NW Albanien 27 53 BPOL 92.600 € Ja
Albanien Kosovo NW Kosovo 26
29.01.2026 Stuttgart Guinea BW, NW, RP,
BY
Guinea 25 64 BPOL 192.929 € Ja
29.01.2026 München Rumänien BY Rumänien 15 23 BPOL 62.070 € Nein
29.01.2026 Hamburg Irak NI, SH,
BPOL, NW,
HE, ST, HH,
BB, TH, RP,
SN
Irak 41 82 BPOL 241.070 € Ja
03.02.2026 München Irak BY, BPOL,
RP, BW, NW
Irak 28 44 BPOL 235.070 € Ja
04.02.2026 Frankfurt am
Main
Albanien BW, HE, BY,
TH
Albanien 25 48 BPOL 91.666 € Ja
Albanien Kosovo BW, RP, NI,
HE, BY, ST
Kosovo 28
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10.02.2026 Hannover Moldau, Republik NI Moldau, Republik 2 77 BPOL 103.100 € Ja
Moldau, Republik Nordmazedonien NI, BE, HH,
BY, NW
Nordmazedonien 58
10.02.2026 Köln/Bonn Guinea HB, NW,
BPOL
Guinea 24 85 BPOL 203.110 € Ja
11.02.2026 Frankfurt am
Main
Pakistan BY, NI, NW,
RP, SH, SN,
BW, HE
Pakistan 34 76 BPOL 462.110 € Ja
12.02.2026 Leipzig/Halle Kroatien TH Türkei 7 31 BPOL 55.600 € Nein
Russische
Föderation
1
Afghanistan 1
Russische
Föderation
6
16.02.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, BW Moldau, Republik 22 62 BPOL 126.294 € Ja
Moldau, Republik Georgien BE, BY, NW,
TH
Georgien 15
17.02.2026 Hamburg Armenien SH, BPOL,
BY, NW, BB,
TH
Armenien 30 37 BPOL 113.600 € Ja
17.02.2026 Köln/Bonn Spanien (Abflug
Charter)
Kolumbien HE Kolumbien 3 aus
DEU
15 ESP
unbekannt
Ja
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18.02.2026 Stuttgart Nigeria BW, BE, BY,
HE, NI, RP
Nigeria 25 79 BPOL 445.110 € Ja
Nigeria Ghana SN Ghana 1
Ghana Gambia BPOL, BY Gambia 2
19.02.2026 München Aserbaidschan BY, NW, TH,
MV
Aserbaidschan 9 34 BPOL 128.474
teilfinanziert
24.02.2026 Stuttgart Irak BW, BY, NI,
NW,
Irak 42 92 BPOL 242.070 € Ja
26.02.2026 München Armenien BY, SN, BW Armenien 12 56 BPOL 135.570 € Ja
Armenien Georgien BY, SN, BW,
SH, RP,
BPOL
Georgien 46
26.02.2026 Düsseldorf Serbien NW, BY Serbien 26 72 BPOL 92.900 € Ja
Serbien Nordmazedonien NW Nordmazedonien 32
Kosovo 1
26.02.2026 Leipzig/Halle Afghanistan SL, BB, NI,
BY, NW, HE,
SN, RP
Afghanistan 20 57 BPOL 366.080 € Nein
27.02.2026 Berlin-
Brandenburg
Türkei NI Türkei 1 4 BPOL 71.570 € Nein
03.03.2026 Stuttgart Nordmazedonien BW, RP Nordmazedonien 18 66 BPOL 93.400 € Ja
Nordmazedonien Serbien BW, SN, BY,
HH
Serbien 25
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05.03.2026 Hamburg Griechenland NI, SH Syrien, Arabische
Republik
6 21 BPOL 81.285 € Nein
Iran 1
Jemen 1
Irak 1
10.03.2026 München Nigeria BY, BPOL,
NW, BW
Nigeria 37 73 BPOL 443.110 € Ja
Nigeria Ghana BY, NW, HE Ghana 3
Ghana Guinea-Bissau NW Guinea-Bissau 1
11.03.2026 Leipzig/Halle Georgien TH, NW, RP,
ST, TH, BY
Georgien 39 0 BPOL 109.200 € Ja
11.03.2026 Düsseldorf Albanien NW, SH, SN,
SH, BY, NI
Albanien 38 70 BPOL 93.500 € Ja
Albanien Kosovo NW, NI, BY,
HE, SH
Kosovo 19
13.03.2026 München Kroatien BY, SH, BE,
HE, TH
Afghanistan 7 45 BPOL 60.100 € Nein
Türkei 1
Russische
Föderation
12
Jordanien 2
Türkei 2
Syrien, Arabische
Republik
1
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17.03.2026 Düsseldorf Aserbaidschan NW, NI,
BPOL, HE,
BY
Aserbaidschan 23 50 BPOL 130.600 € Ja
17.03.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, BY Moldau, Republik 10 61 BPOL 81.468 € Ja
Moldau, Republik Bosnien-
Herzegowina
BE, NI, NW Bosnien-
Herzegowina
24
17.03.2026 München Bulgarien BY, NW, HE Bulgarien 6 46 BPOL 68.070 € Nein
Syrien, Arabische
Republik
14
Bulgarien 1
19.03.2026 Frankfurt am
Main
Serbien HH, SN, HE,
BW, BY,
BPOL
Serbien 31 34 BPOL 99.600 € Ja
Serbien Nordmazedonien BY, SN, HE,
BW
Nordmazedonien 21
24.03.2026 Düsseldorf Bulgarien NW, HH, HE Kirgisistan 1 21 BPOL 74.080 € Nein
Syrien, Arabische
Republik
2
Iran 1
Afghanistan 1
25.03.2026 Düsseldorf Kroatien NW, NI, HE Russische
Föderation
3 43 BPOL 60.070 € Nein
ungeklärt 1
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Türkei 3
China (Volksrep.) 2
Syrien, Arabische
Republik
4
Irak 1
Afghanistan 1
25.03.2026 Leipzig/Halle Côte d'Ivoire BY, NI Côte d'Ivoire 5 43 BPOL 235.080 € Ja
Côte d'Ivoire Senegal BY Senegal 4
25.03.2026 München Gambia BY, BW, NI Gambia 17 40 BPOL 196.080 € Ja
26.03.2026 Berlin-
Brandenburg
Georgien BE, BB, HE,
NI, RP, SN,
TH, ST
Georgien 40 0 BPOL 145.500 € Ja
26.03.2026 Düsseldorf Serbien NW, HB Serbien 27 63 BPOL 108.070 € Ja
Serbien Nordmazedonien NW Nordmazedonien 37
07.04.2026 Leipzig/Halle Moldau, Republik BE, BY, NI,
TH
Moldau, Republik 38 0 BPOL 89.070 € Ja
08.04.2026 Frankfurt am
Main
Nigeria BW, BPOL,
NW, RP, ST,
MV
Nigeria 22 87 BPOL 460.110 € Ja
Nigeria Ghana NW, NI, BW,
MV, HE
Ghana 11
09.04.2026 Düsseldorf Kroatien NW, BPOL Syrien, Arabische
Republik
1 32 BPOL 80.070 € Nein
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Irak 1
Türkei 5
Russische
Föderation
6
Aserbaidschan 1
Jordanien 1
14.04.2026 Frankfurt am
Main
Gambia BW, NI, BY,
HB, RP
Gambia 23 60 BPOL 229.073 € Ja
14.04.2026 Leipzig/Halle Georgien NW, SN, ST,
HE, BB
Georgien 46 0 BPOL 125.500 € Ja
15.04.2026 Leipzig/Halle Äthiopien SN, BPOL,
BY, BE, HE
Äthiopien 7 35 BPOL 254.180 €
teilfinanziert
16.04.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, BB, HB,
BW, HE
Moldau, Republik 23 56 BPOL 88.864 € Ja
Moldau, Republik Serbien BE, HH, SN,
ST
Serbien 20
21.04.2026 Frankfurt am
Main
Georgien BW, RP, NW,
NI, RP
Georgien 41 0 BPOL 119.500 € Ja
21.04.2026 Leipzig/Halle Nordmazedonien TH, NW Nordmazedonien 7 48 BPOL 86.355 € Ja
Nordmazedonien Serbien TH Serbien 25
22.04.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE Moldau, Republik 15 63 BPOL 122.070 € Ja
Moldau, Republik Georgien BE, BY, NW,
SN, TH
Georgien 15
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23.04.2026 Frankfurt am
Main
Albanien BE, BW, BY,
NI, NW, RP,
HE, SH
Albanien 31 47 BPOL 103.780 € Ja
Albanien Kosovo BW, BY, NW,
RP, ST, SH
Kosovo 20
28.04.2026 Frankfurt am
Main
Ägypten RP, HB, NW Ägypten 14 45 BPOL 137.070 € Ja
28.04.2026 München Rumänien BY Rumänien 15 35 BPOL 70.008 € Nein
28.04.2026 Leipzig/Halle Afghanistan HH, BE, NI,
TH, BB, SN,
SH, ST, HE,
NW, BPOL,
BY
Afghanistan 25 68 BPOL 335.080 € Nein
29.04.2026 Hannover Georgien NI, BW, HE,
NW, ST, TH
Georgien 41 0 BPOL 131.500 € Ja
04.05.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, BB, HE,
HH, NW, BY
Moldau, Republik 16 54 BPOL 146.294 € Ja
Moldau, Republik Georgien BE, BB, BY Georgien 16
06.05.2026 Hamburg Spanien HB Ägypten 1 6 BPOL 28.308 € Nein
Algerien 1
06.05.2026 Düsseldorf Albanien NW Albanien 19 57 BPOL 140.500 € Ja
Albanien Kosovo NW, SL Kosovo 16
07.05.2026 Stuttgart Kroatien BY, BW Jordanien 2 31 BPOL 70.008 € Nein
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Russische
Föderation
5
Afghanistan 1
Armenien 1
Türkei 2
12.05.2026 München Nigeria BY, BPOL,
BW, NW
Nigeria 19 46 BPOL 379.550 € Ja
Nigeria Ghana NI, SH, HE Ghana 3
Ghana Senegal BY Senegal 2
Ghana Benin BY Benin 2
13.05.2026 Hamburg Armenien SH, BY, NI,
SN, TH
Armenien 25 36 BPOL 130.770 € Ja
19.05.2026 Düsseldorf Armenien NW, BY, RP Armenien 31 74 BPOL 190.100 € Ja
Armenien Georgien NW, BPOL Georgien 36
19.05.2026 München Irak BY, SH Irak 27 44 BPOL 245.070 € Ja
19.05.2026 Leipzig/Halle Pakistan SN, NI, NW,
HE, BY, RP
Pakistan 33 75 BPOL 518.110 € Ja
20.05.2026 Hannover Albanien NI, RP, SL,
BY, HH, HB
Albanien 31 83 BPOL 82.070 € Ja
Albanien Kosovo NI, SN, BY,
HH, TH, RP,
BPOL, NW
Kosovo 22
20.05.2026 Moldau, Republik BE, BY Moldau, Republik 8 BPOL 110.320 €
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Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik Serbien BE, HE Serbien 3 32
(36)
teilfinanziert
21.05.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE, NI Moldau, Republik 11 0 BPOL 85.070 €
teilfinanziert
27.05.2026 Düsseldorf Kroatien HH, NW, HB,
HE
Algerien 1 46 BPOL 82.775 € Nein
Syrien, Arabische
Republik
2
Russische
Föderation
9
ungeklärt 2
Türkei 2
Afghanistan 1
Ghana 1
28.05.2026 Düsseldorf Serbien NI, NW Serbien 41 6 BPOL 108.570 € Ja
Serbien Nordmazedonien NW, NI Nordmazedonien 23
Serbien 1
28.05.2026 Frankfurt am
Main
Georgien NI, NW, SN,
HE, HH, RP,
TH, BPOL,
BW
Georgien 49 0 BPOL 158.000 € Ja
02.06.2026 Hannover Irak NI, NW, SH,
HE, BPOL
Irak 45 83 BPOL 266.070 € Ja
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02.06.2026 München Bulgarien BY, NW Syrien, Arabische
Republik
15 33 BPOL 88.505 € Nein
Bulgarien 4
Afghanistan 6
03.06.2026 Berlin-
Brandenburg
Georgien BE, NI, SN,
TH, NW
Georgien 34 0 BPOL 123.000 € Ja
09.06.2026 Berlin-
Brandenburg
Moldau, Republik BE Moldau, Republik 21 59 BPOL 95.363 € Ja
Moldau, Republik Serbien BE, BY, NI,
SN, NW
Serbien 19
15.06.2026 Frankfurt am
Main
Irak BW, NI Irak 31 82 BPOL 279.070 € Ja
16.06.2026 Leipzig/Halle Afghanistan NI, SH, BY,
BPOL, BW,
NW
Afghanistan 32 92 BPOL 359.080 € Nein
17.06.2026 München Nigeria BY, NW, RP,
BW, SN, BE
Nigeria 18 41 BPOL 450.110 € Ja
Nigeria Ghana MV, BPOL Ghana 2
30.06.2026 Frankfurt am
Main
Nordmazedonien BW, SN, NI,
BY, HE, NW
Nordmazedonien 38 63 BPOL 117.270 € Ja
Kosovo 1
Nordmazedonien Serbien BY, BW, NW Serbien 24
30.06.2026 Leipzig/Halle Irak SN, BE, RP,
NI, ST
Irak 32 87 BPOL 260.070 € Ja
Seite 14 von 18
Zu 14:
Die Angaben zu nicht vollzogenen Abschiebungen mit Aufschlüsselungen nach Gründen, Art
des Fluges, Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten können der Tabelle entnommen werden:
nicht vollzogene Abschiebungen
(während bzw. nach Übergabe an
die Bundespolizei)
auf dem Luftweg
Art des Fluges Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
nach Gründen, die zum Abbruch der Maßnahme führten
Ablehnung der Übernahme von der
BPOL
Charterflug 0 0
Linienflug 45 18
aktiver Widerstand
Charterflug 0 0
Linienflug 35 5
aus medizinischen Gründen
Charterflug 0 0
Linienflug 52 13
Beförderungsverweigerung von
LVG/Luftfahrzeugführer
Charterflug 0 0
Linienflug 280 23
den Flug betreffende Gründe
Charterflug 0 0
Linienflug 36 5
fehlende
Durchbeförderungsbewilligung
Charterflug 0 0
Linienflug 4 2
fehlendes Begleitpersonal Charterflug 0 0
Seite 15 von 18
Linienflug 2 0
fehlendes/ungültiges
Heimreisedokument
Charterflug 2 0
Linienflug 12 0
Flucht, Fluchtversuch
Charterflug 0 0
Linienflug 0 0
passiver Widerstand
Charterflug 0 0
Linienflug 93 24
Rechtsmittel
Charterflug 4 0
Linienflug 33 0
Scheitern während Transitaufenthalt
Charterflug 0 0
Linienflug 3 0
Selbstverletzung bzw. Versuch
Charterflug 0 0
Linienflug 3 0
sonstige Gründe
Charterflug 0 0
Linienflug 61 12
fehlender Rückführungsplatz
Charterflug 1 0
Linienflug 0 0
Seite 16 von 18
nicht vollzogene Abschiebungen
(während bzw. nach Übergabe an die
Bundespolizei)
auf dem Landweg
Grenze zu Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
nach Gründen, die zum Abbruch der Maßnahme führten
aus medizinischen Gründen Frankreich 4 4
passiver Widerstand Frankreich 2 2
sonstige Gründe (Ausnahme) Schweiz 12 2
Übernahmeverweigerung im
Zielstaat
Schweiz 48 0
Frankreich 2 1
15 Hauptzielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Türkei 238
Schweiz 66 8
Spanien 32 21
Algerien 25
Bulgarien 24 7
Tunesien 23
Portugal 22 22
Russische Föderation 19
Seite 17 von 18
Kroatien 15 14
Guinea 15
Nigeria 14
Griechenland 14 2
Frankreich 12 11
Pakistan 12
Georgien 11
China (Volksrep.) 11
Indien 11
15 häufigste Nationalitäten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Türkei 257 8
Syrien, Arabische Republik 43 6
Algerien 33 1
Guinea 28 12
Tunesien 26
Nigeria 23 7
Russische Föderation 22 3
Somalia 20 10
Afghanistan 19 4
Seite 18 von 18
15 häufigste Nationalitäten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Irak 18 4
Marokko 15 2
Indien 15 3
Angola 14 14
China (Volksrep.) 13 2
Georgien 13
Pakistan 13 1
Ausreisepflichtige im Freistaat
Thüringen
Anzahl der
Ausländer im AZR
Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4.959 100,00 Prozent
darunter:
Libyen 415 8,37 Prozent
Syrien 377 7,60 Prozent
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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