Protokoll der 216. Sitzung des 11. Deutschen Bundestages
Text
Protokoll der 216. Sitzung des 11. Deutschen Bundestages
[Plenarprotokoll 11/216
Deutscher Bundestag
Stenographischer Bericht
216. Sitzung
Bonn, Mittwoch, den 20. Juni 1990
Inhalt:
Verzicht der Abg. Frau Conrad auf die
Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag . . . 16983 A
Eintritt der Abg. Frau Kugler in den
Deutschen Bundestag 16983 A
Erweiterung und Abwicklung der
Tagesordnung 16983 B
Zusätzliche Überweisung von
Gesetzentwürfen an den Verteidigungsausschuß . . 16983 C
Begrüßung der Mitglieder des Ausschusses
für Abrüstung und Verteidigung der
Volkskammer 17029D
Tagesordnungspunkt 1:
Überweisungen im vereinfachten Verf
ahren
a) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990
über die Schaffung einer Währungs-,
Wirtschafts- und Sozialunion zwischen
der Bundesrepublik Deutschland und
der Deutschen Demokratischen
Republik (Drucksache 11/7350)
b) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes über die Feststellung eines
Zweiten Nachtrags zum Wirtschaftsplan
des ERP-Sondervermögens für das Jahr
1990 (Zweites ERP-Nachtragsplangesetz
1990) (Drucksache 11/7320)
c) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu der Änderung vom 19. Januar
1989 des Übereinkommens vom 3.
September 1976 über die
Internationale Seefunksatelliten-Organisation (IN-
MARSAT-Übereinkommen)
(Drucksache 11/6554)
d) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu dem Beschluß der
Generalversammlung des Internationalen
Ausstellungsbüros vom 31. Mai 1988 zur
Änderung des Abkommens über
Internationale Ausstellungen vom 22. November
1928 (Drucksache 11/7188)
e) Erste Beratung des von der Fraktion der
SPD eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über
den Deutschen Wetterdienst
(Drucksache 11/7100)
g) Erste Beratung des von dem
Abgeordneten Glos, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion der CDU/CSU sowie des Abg.
Dr. Feldmann, weiterer Abgeordneter
und der Fraktion der FDP eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung
des Gesetzes über Bausparkassen
(Drucksache 11/7424)
h) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Dr. Knabe, Volmer und der Fraktion
DIE GRÜNEN: Sofortmaßnahmen zum
Schutz der Penan vor den katastrophalen
Folgen des kommerziellen
Holzeinschlags auf Sarawak (Drucksache
11/7114)
i) Beratung des Antrags des Abgeordneten
Dr. Kübler, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der SPD: Beendigung der
Nutzung des Standortübungsplatzes
Viernheimer/Lampertheimer Wald in
Hessen (Drucksache 11/7153)
j) Beratung des Antrags des Abgeordneten
Weiermann, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der SPD:
Betriebsbeauftragte für Umweltschutz (Drucksache
11/7202)
k) Beratung des Antrags des
Bundesministers der Finanzen: Einwilligung in die
Veräußerung des Bundesanteils am
„Unteren Mundatwald" gemäß § 64 Abs. 2
der Bundeshaushaltsordnung
(Drucksache 11/7144)
1) Beratung des Antrags des Präsidenten
des Bundesrechnungshofes: Rechnung
des Bundesrechnungshofes für das
Haushaltsjahr 1989 — Einzelplan 20 —
(Drucksache 11/7316)
m) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Frau Schilling, Frau Schoppe und der
Fraktion DIE GRÜNEN: Zur Schließung
des Luft - Boden -Übungsplatzes
„Nordhorn -Range" (Drucksache 11/6866)
n) Beratung des Antrags des Abgeordneten
Oostergetelo und weiterer Abgeordneter:
Schließung des Luft-Boden-
Übungsplatzes „Nordhorn-Range" (Drucksache
11/7264) 16983 C
Tagesordnungspunkt 2:
Beratungen ohne Aussprache
a) Zweite Beratung und Schlußabstimmung
des von der Bundesregierung
eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem
Vertrag vom 1. Dezember 1987 über die
wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit
im Einzugsgebiet der Donau
(Drucksachen 11/6943, 11/7380)
b) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur
Änderung des
Ernährungssicherstellungsgesetzes (Drucksachen 11/6156, 11/7403)
c) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Ernährungsvorsorgegesetzes
(EVG) (Drucksachen 11/6157, 11/7404)
d) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Innenausschusses zu
dem Antrag der Fraktion der SPD:
Aufstockung des Härtefonds für
Nationalgeschädigte beim Hohen
Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Bericht über Härtefonds für
Nationalgeschädigte beim Hohen
Flüchtlingskommissar der Vereinten
Nationen (Drucksachen 11/4841, 11/6287,
11/7044)
e) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für Verkehr
zu dem Antrag der Fraktion der SPD:
Transporte gefährlicher Güter durch
Militärfahrzeuge (Drucksachen 11/1379,
11/7132)
f) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu dem
Antrag des Abgeordneten Susset,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der
CDU/CSU sowie des Abgeordneten
Paintner, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion der FDP zum Getreidepreis
(Drucksachen 11/6472, 11/7203)
g) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu der
Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Vorschlag für eine Verordnung
(EWG) des Rates mit
veterinärrechtlichen Vorschriften für die Beseitigung,
Verarbeitung und Vermarktung von
tierischen Abfällen sowie zum Schutz von
Futtermitteln gegen Krankheitserreger
(Drucksachen 11/6285 Nr. 2.5, 11/7210)
h) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu der
Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Vorschlag für eine Verordnung
(EWG) des Rates über die
Veterinärbedingungen für den
innergemeinschaftlichen Handel mit frischem Fleisch von
Geflügel und Zuchtfederwild und für die
Einfuhr dieses Fleisches aus Drittländern
(Drucksachen 11/6285 Nr. 2.6, 11/7225)
i) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu der
Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Vorschlag für eine Verordnung
(EWG) des Rates zur Änderung der
Verordnung (EWG) Nr. 987/68 zur
Festlegung der Grundregeln für die
Gewährung einer Beihilfe für Magermilch, die
zu Kasein und Kaseinaten verarbeitet
worden ist (Drucksachen 11/6629 Nr. 2.5,
11/7265)
j) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu der Verordnung der
Bundesregierung: Aufhebbare
Siebenundsechzigste Verordnung zur Änderung der
Ausfuhrliste — Anlage AL zur
Außenwirtschaftsverordnung — (Drucksachen
11/6759, 11/7181)
k) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu der Verordnung der
Bundesregierung: Aufhebbare Sechste
Verordnung zur Änderung der
Außenwirtschaftsverordnung (Drucksachen
11/6853, 11/7341)
l) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu der Verordnung der
Bundesregierung: Aufhebbare Einhundertelfte
Verordnung zur Änderung der
Einfuhrliste — Anlage zum
Außenwirtschaftsgesetz — (Drucksachen 11/6954, 11/7342)
m) Beratung der Beschlußempfehlung des
Haushaltsausschusses zu der
Unterrichtung durch die Bundesregierung:
Weitere außerplanmäßige Ausgabe und
außerplanmäßige
Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsjahr 1990 bei Kapitel
60 04 apl. Titel 885 01 — Aufstockung
des ERP-Sondervermögens zugunsten
der DDR — und ERP-Wirtschaftsplan apl.
Kapitel 6 Titel 868 01 —
Finanzierungshilfen für Investitionen in der DDR und
Berlin (Ost) — (Drucksachen 11/6887,
11/7296) 16985B 16985 B
Tagesordnungspunkt 9 c, 9 d, 9 e:
c) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Vierten Gesetzes zur
Änderung der Bundeshaushaltsordnung
(Drucksachen 11/6939, 11/7307) . . . 16986 D
d) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur
Änderung des Haushaltsgrundsätzegesetzes
(Drucksachen 11/6940, 11/7308) . . . 16986D
e) Zweite und dritte Beratung des von dem
Abgeordneten Esters, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der SPD
eingebrachten Entwurfs eines Vierten
Gesetzes zur Änderung der
Bundeshaushaltsordnung (Drucksachen 11/5009,
11/7309) 16987 A
Tagesordnungspunkt 3:
a) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Forschung, Technologie und
Technikfolgenabschätzung zum Antrag des
Abgeordneten Lenzer, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der CDU/CSU sowie des
Abgeordneten Dr.-Ing. Laermann, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der FDP:
Naturmedizin erforschen und anwenden
(Drucksachen 11/1960, 11/6372)
b) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Forschung, Technologie und
Technikfolgenabschätzung zum Antrag des
Abgeordneten Dr. Scheer, weiterer Abgeordneter
und der Fraktion der SPD: Forschungs-
und Entwicklungsprogramm
Solarenergie und Wasserstoff (Drucksachen
11/1175, 11/6857, 11/7392)
c) Beratung der Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Faktenbericht 1990
zum Bundesbericht Forschung 1988
(Drucksache 11/6886)
Lenzer CDU/CSU 16989 A
Frau Bulmahn SPD 16991 A
Dr.-Ing. Laermann FDP 16993 B
Dr. Briefs GRÜNE 16996 A
Dr. Voigt (Northeim) CDU/CSU 16997 C
Frau Ganseforth SPD 16998 C
Dr. Daniels (Regensburg) GRÜNE . . . 16999 B
Engelsberger CDU/CSU 17000 B
Dr. Scheer SPD 17001 C
Engelsberger CDU/CSU 17002 B
Dr. Riesenhuber, Bundesminister BMFT 17004 A
Dr. Daniels (Regensburg) GRÜNE (Erklä
-
rung nach § 31 GO) 17007 C
Tagesordnungspunkt 4:
a) Beratung der Großen Anfrage des
Abgeordneten Ewen, weiterer Abgeordneter
und der Fraktionen der CDU/CSU, SPD
und FDP: Binnenmarkt und
Fremdenverkehr (Drucksachen 11/4932, 11/6546)
b) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Frau Saibold, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion DIE GRÜNEN: Umwelt- und
sozialverträglicher Tourismus in der
Bundesrepublik Deutschland
(Drucksache 11/6254)
in Verbindung mit
Zusatztagesordnungspunkt 1:
Beratung des Antrags des Abgeordneten
Ewen, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion der SPD: Reisen und Behinderte
(Drucksache 11/7425)
Dr. Olderog CDU/CSU 17008 B
Ewen SPD 17009 B
Grünbeck FDP 17010 D
Dr. Feldmann FDP 17011 C
Hinsken CDU/CSU 17012 D
Frau Saibold GRÜNE 17014 B
Dr. Olderog CDU/CSU 17015 B
Beckmann, Parl. Staatssekretär BMWi . 17016 C
Rossmanith CDU/CSU 17018 A
Frau Faße SPD 17019 A
Dörflinger CDU/CSU 17020 C
Frau Saibold GRÜNE 17020 D
Tagesordnungspunkt 5:
Erste Beratung des von den Fraktionen
der CDU/CSU, SPD und FDP
eingebrachten Entwurfs eines Zwölften Gesetzes
zur Änderung des
Abgeordnetengesetzes und eines Elften Gesetzes zur
Änderung des Europaabgeordnetengesetzes
(Drucksache 11/7426)
Becker (Nienberge) SPD 17022 A
Bohl CDU/CSU 17022 D
Hüser GRÜNE 17024 A
Dr. Hoyer FDP 17025 A
Tagesordnungspunkt 7:
Beratung des Antrags der Abgeordneten
Frau Beer, Frau Vennegerts und der
Fraktion DIE GRÜNEN: Einsetzung eines
Untersuchungsausschusses (Drucksache
11/6637)
Frau Beer GRÜNE 17026A
Dr. Hüsch CDU/CSU 17027 A
Müller (Pleisweiler) SPD 17028 A
Funke FDP 17029 A
Tagesordnungspunkt 8:
Beratung des Berichts des
Petitionsausschusses: Bitten und Beschwerden an
den Deutschen Bundestag
Die Tätigkeit des Petitionsausschusses
des Deutschen Bundestages im Jahre
1989 (Drucksache 11/7130)
Dr. Pfennig CDU/CSU 17030 B
von der Wiesche SPD 17031 B
Funke FDP 17033D
Frau Nickels GRÜNE 17035 A
Kühbacher SPD 17035 B
Haungs CDU/CSU 17036 D
Jung (Limburg) CDU/CSU 17037 D
Dr. Grünewald CDU/CSU 17038 C
Tagesordnungspunkt 9 a, 9 b:
a) Beratung der Beschlußempfehlung des
Haushaltsausschusses zu dem Antrag des
Bundesministers der Finanzen:
Entlastung der Bundesregierung für das
Haushaltsjahr 1987 — Vorlage der
Haushaltsrechnung und Vermögensrechnung des
Bundes — (Jahresrechnung 1987)
zu der Unterrichtung des
Bundesrechnungshofes: Bemerkungen des
Bundesrechnungshofes 1989 zur Haushalts- und
Wirtschaftsführung (einschließlich der
Bemerkungen zur Jahresrechnung des
Bundes 1987) (Drucksachen 11/3750,
11/5383, 11/7112)
b) Beratung der Beschlußempfehlung des
Haushaltsausschusses zu dem Antrag des
Präsidenten des Bundesrechnungshofes:
Rechnung des Bundesrechnungshofes
für das Haushaltsjahr 1988 —
Einzelplan 20 — (Drucksachen 11/4599,
11/7111)
Frau Vennegerts GRÜNE 17039 C
Dr. Weng (Gerlingen) FDP 17040 C
Bohlsen CDU/CSU 17042 A
Jungmann (Wittmoldt) SPD 17043 D
Zywietz FDP 17046A
Jungmann (Wittmoldt) SPD 17046B
Walther SPD 17048A
Jungmann (Wittmoldt) SPD (zur GO) . . 17048 C
Bohl CDU/CSU (zur GO) 17048 D
Becker (Nienberge) SPD (zur GO) . . . 17049B
Frau Vennegerts GRÜNE (zur GO) . . . 17049 C
Deres CDU/CSU 17051D, 17052 B
Dr. Voss, Parl. Staatssekretär BMF . . . . 17052 D
Tagesordnungspunkt 6:
Beratung der Unterrichtung durch die
Bundesregierung: Bericht zum Stand der
Bemühungen um Rüstungskontrolle und
Abrüstung sowie der Veränderungen im
militärischen Kräfteverhältnis
(Jahresabrüstungsbericht) 1988 (1. Januar 1988
bis 30. Juni 1989) (Drucksache 11/5620)
Lamers CDU/CSU 17050 A
Verheugen SPD 17052 D
Dr. Feldmann FDP 17054 D
Frau Beer GRÜNE 17055 D
Schäfer, Staatsminister AA 17057 A
Bahr SPD 17057 C
Dr. Soell SPD 17059 D
Tagesordnungspunkt 10:
Beratung des Antrags des Abgeordneten
Conradi, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion der SPD: DDR-Mitwirkung an
Planungen zum Deutschen Historischen
Museum (Drucksache 11/6593)
Conradi SPD 17061 D
Neumann (Bremen) CDU/CSU 17063 B
Frau Teubner GRÜNE 17064 B
Lüder FDP 17065 A
Duve SPD 17065 D
Dr. Waffenschmidt, Parl. Staatssekretär
BMI 17066 C
Zusatztagesordnungspunkt 2:
Beratung der Beschlußempfehlung des
Ausschusses nach Artikel 77 des
Grundgesetzes (Vermittlungsausschuß) zu dem
Gesetz über die neunzehnte Anpassung
der Leistungen nach dem
Bundesversorgungsgesetz sowie zur Änderung
weiterer sozialrechtlicher Vorschriften
(KOV-Anpassungsgesetz 1990)
(Drucksachen 11/6760, 11/7079, 11/7343,
11/7402)
Dr. Hüsch CDU/CSU 17067 B
Tagesordnungspunkt 11:
Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Vierten Gesetzes zur
Änderung des Bundesbesoldungsgesetzes
(Einführung einer
Flugsicherungszulage) (Drucksachen 11/6523, 11/7367,
11/7368) 17068 D
Tagesordnungspunkt 12:
a) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes über die Statistik
für das Hochschulwesen
(Hochschulstatistikgesetz) (Drucksachen 11/5832,
11/7297, 11/7306)
b) Beschlußempfehlung und Bericht des
Ausschusses für Bildung und
Wissenschaft zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung: 9. Bericht des
Ausschusses für die Hochschulstatistik für
den Berichtszeitraum 1988/89
(Drucksachen 11/6319, 11/7297)
Kuhlwein SPD 17069 D
Neuhausen FDP 17070 D
Wetzel GRÜNE 17071 B
Graf von Waldburg-Zeil CDU/CSU . . . 17072 A
Dr. Lammert, Parl. Staatssekretär BMBW . 17072 D
Tagesordnungspunkt 13:
Zweite und dritte Beratung des von dem
Abgeordneten Marschewski, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der CDU/
CSU sowie dem Abgeordneten Kleinert
(Hannover), weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der FDP eingebrachten
Entwurfs eines ...
Strafrechtsänderungsgesetzes — § 201 StGB — (Drucksachen
11/6714, 11/7414)
Marschewski CDU/CSU 17074 C
Dr. de With SPD 17075 B
Kleinert (Hannover) FDP 17076 A
Frau Nickels GRÜNE 17076 C
Engelhard, Bundesminister BMJ 17077 C
Tagesordnungspunkt 14:
Zweite und dritte Beratung des von
der Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung
der Rechtsstellung des Tieres im
bürgerlichen Recht (Drucksachen 11/5463,
11/7369)
Dr. Stark (Nürtingen) CDU/CSU 17078 B
Frau Adler SPD 17079 D
Funke FDP 17080 B
Frau Garbe GRÜNE 17080 D
Eylmann CDU/CSU 17081 C
Engelhard, Bundesminister BMJ 17081 D
Tagesordnungspunkt 15:
Zweite und dritte Beratung des von dem
Abgeordneten Dr. Wittmann, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der CDU/
CSU sowie dem Abgeordneten Kleinert
(Hannover), weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der FDP eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der
Bundesgebührenordnung für
Rechtsanwälte (Drucksachen 11/6715, 11/7417)
Eylmann CDU/CSU 17083 A
Dr. de With SPD 17083 D
Funke FDP 17084 C
Engelhard, Bundesminister BMJ 17084 D
Tagesordnungspunkt 16:
a) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur
Änderung des Jugendgerichtsgesetzes
(1. JGGÄndG) (Drucksachen 11/5829,
11/7421)
b) Beschlußempfehlung und Bericht des
Rechtsausschusses zu dem Antrag der
Fraktion der SPD: Reform des
Jugendgerichtsverfahrens (Drucksachen 11/4892,
11/7421)
Seesing CDU/CSU 17085 D
Dr. de With SPD 17086 D
Funke FDP 17088 C
Frau Nickels GRÜNE 17089 C
Engelhard, Bundesminister BMJ 17090 C
Tagesordnungspunkt 17:
a) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu dem Antrag der Abgeordneten
Frau Augustin, weiterer Abgeordneter
und der Fraktion der CDU/CSU sowie des
Abgeordneten Dr.-Ing. Laermann,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der
FDP: Förderung von Zukunftsenergien
(Drucksachen 11/7169, 11/7418)
b) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu dem Entschließungsantrag des
Abgeordneten Dr. Daniels (Regensburg),
Frau Teubner und der Fraktion DIE GRÜ-
NEN zur Großen Anfrage des
Abgeordneten Lenzer, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der CDU/CSU sowie des
Abgeordneten Dr.-Ing. Laermann, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der FDP:
Förderung und Nutzung „Erneuerbarer
Energiequellen" in der Bundesrepublik
Deutschland (Drucksachen 11/2029,
11/2684, 11/4048, 11/7419)
c) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu dem Antrag des Abgeordneten
Dr. Daniels (Regensburg), weiterer
Abgeordneter und der Fraktion DIE GRÜNEN:
Förderung des Aufkommens von
elektrischem Strom aus Wasserkraft, Wind- und
Solarenergie oder anderer,
regenerativer unerschöpflicher Energie sowie aus
rationellen Energieerzeugungsanlagen
(Drucksachen 11/6408, 11/7420)
d) Beratung der Beschlußempfehlung und
des Berichts des Ausschusses für
Wirtschaft zu dem Antrag des Abgeordneten
Lennartz, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion der SPD: Programm
Energieeinsparung und rationelle
Energienutzung (Drucksachen 11/2242 [neu],
11/7349)
in Verbindung mit
Zusatztagesordnungspunkt 3:
Erste Beratung des von der Fraktion der
SPD eingebrachten Entwurfs eines
Energiegesetzes (Drucksache 11/7322)
Engelsberger CDU/CSU 17092 D
Jung (Düsseldorf) SPD 17094 A
Dr.-Ing. Laermann FDP 17095 D
Engelsberger CDU/CSU 17096 C
Vosen SPD 17096D
Dr. Daniels (Regensburg) GRÜNE . . . 17097 B
Beckmann, Parl. Staatssekretär BMWi . 17098 B
Tagesordnungspunkt 18:
a) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Frau Schmidt (Hamburg), Frau Nickels
und der Fraktion DIE GRÜNEN:
Beseitigung strafrechtlicher Hindernisse in der
AIDS-Prävention bei
Drogengebrauchern und -gebraucherinnen
(Drucksache 11/6551)
b) Beratung der Großen Anfrage der
Abgeordneten Meneses Vogl, Such und der
Fraktion DIE GRÜNEN:
Gesamtdrogenpolitik der Bundesregierung
(Drucksache 11/6163)
Such GRÜNE 17099 D
Pfeifer, Parl. Staatssekretär BMJFFG . . 17101B
Singer SPD 17102 A
Geis CDU/CSU 17103 A
Irmer FDP 17104 C
Singer SPD 17106 A
Frau Nickels GRÜNE 17106 C
Frau Dr. Wisniewski CDU/CSU 17107 A
Spranger, Parl. Staatssekretär BMI . . . 17108 C
Zusatztagesordnungspunkt 4:
Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes zur Errichtung
einer Stiftung „Deutsche Stiftung
Umwelt" (Drucksachen 11/6931, 11/7208,
11/7416) 17109B
Tagesordnungspunkt 19:
Zweite Beratung und Schlußabstimmung
des von der Bundesregierung
eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem
Protokoll vom 31. Oktober 1988 zu dem
Übereinkommen von 1979 über
weiträumige grenzüberschreitende
Luftverunreinigung betreffend die Bekämpfung
von Emissionen von Stickstoffoxiden
oder ihres grenzüberschreitenden
Flusses (Drucksachen 11/6564, 11/7389) . . 17110 A
Tagesordnungspunkt 20:
Zweite und dritte Beratung des von dem
Abgeordneten Susset, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU
sowie dem Abgeordneten Paintner,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der
FDP eingebrachten Entwurfs eines
Dritten Gesetzes zur Änderung des
Milchaufgabevergütungsgesetzes
(Drucksachen 11/7253, 11/7405) 17110 C
Tagesordnungspunkt 21:
Zweite und dritte Beratung des von dem
Abgeordneten Susset, weiterer
Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU
sowie dem Abgeordneten Paintner,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der
FDP eingebrachten Entwurfs eines
Siebenten Gesetzes zur Änderung des
Weingesetzes sowie eines Sechsten
Gesetzes zur Änderung des
Weinwirtschaftsgesetzes (Drucksachen 11/7254,
11/7406, 11/7422)
Schartz (Trier) CDU/CSU 17111 B
Frau Flinner GRÜNE 17112 A
Frau Weyel SPD 17112 D
Susset CDU/CSU 17113D
Gallus FDP 17114 B
Heinrich FDP 17114 B
Pfeifer, Parl. Staatssekretär BMJFFG . . 17115B
Tagesordnungspunkt 22:
Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes über Wasser- und
Bodenverbände (Wasserverbandsgesetz) (Drucksache
11/6764) 17116A
Nächste Sitzung 17116 C
Berichtigungen 17116
Anlage 1
Liste der entschuldigten Abgeordneten . . 17117* A
Anlage 2
Zu Protokoll gegebene Rede des
Abgeordneten Conradi (SPD) zu
Tagesordnungspunkt 9 (Entlastung der Bundesregierung
für das Haushaltsjahr 1987 —
Jahresrechnung 1987 sowie Rechnung des
Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 1988
— Einzelplan 20) 17117* B
Anlage 3
Zu Protokoll gegebene Reden zu
Tagesordnungspunkt 11 (Entwurf eines Vierten
Gesetzes zur Änderung des
Bundesbesoldungsgesetzes — Einführung einer
Flugsicherungszulage) 17117* D
Anlage 4
Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten
Frau Steinhauer, von der Wiesche,
Hasenfratz, Andres, Urbaniak, Weiermann,
Menzel, Amling und Westphal zur Abstimmung
über den Entwurf eines Gesetzes zur
Änderung der Bundesgebührenordnung für
Rechtsanwälte — Tagesordnungspunkt 15 — 17119* B
Anlage 5
Zu Protokoll gegebene Reden zu
Zusatztagesordnungspunkt 4 (Entwurf eines
Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung „Deutsche
Stiftung Umwelt") 17119* D
Anlage 6
Erklärung nach § 31 GO des
Abgeordneten Schmidt (Salzgitter) (SPD) zur
Abstimmung über den Entwurf eines Gesetzes zur
Errichtung einer Stiftung „Deutsche
Stiftung Umwelt" —
Zusatztagesordnungspunkt 4 — 17127 *A
Anlage 7
Zu Protokoll gegebene Reden zu
Tagesordnungspunkt 19 (Entwurf eines Gesetzes zu
dem Protokoll vom 31. 10. 1988 zu dem
Übereinkommen von 1979 über
weiträumige grenzüberschreitende
Luftverunreinigung betreffend die Bekämpfung von
Emissionen von Stickstoffoxiden oder ihres
grenzüberschreitenden Flusses) 17127* B
Anlage 8
Zu Protokoll gegebene Reden zu
Tagesordnungspunkt 20 (Entwurf eines Dritten
Gesetzes zur Änderung des
Milchaufgabevergütungsgesetzes) 17131* B
Anlage 9
Zu Protokoll gegebene Reden zu
Tagesordnungspunkt 22 (Wasserverbandsgesetz) . 17134* C
216. Sitzung
Bonn, den 20. Juni 1990
Beginn: 9.01 Uhr
Vizepräsidentin Renger: Die Sitzung ist eröffnet.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Frau
Kollegin Conrad hat am 31. Mai 1990 auf ihre
Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag verzichtet. Als ihre
Nachfolgerin hat Frau Abgeordnete Kugler am 1. Juni
1990 die Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag
erworben. Sehr verehrte Frau Kollegin, ich begrüße Sie
herzlich und wünsche Ihnen alles Gute in diesem
Hause.
(Beifall)
Nach einer interfraktionellen Vereinbarung soll die
verbundene Tagesordnung erweitert werden. Die
Punkte sind in der Ihnen vorliegenden Zusatzpunkte
-
liste aufgeführt:
1. Beratung des Antrags der Abgeordneten Ewen, Faße,
Büchner (Speyer), Buschfort, Egert, Graf, Haack (Extertal),
Heistermann, Hiller (Lübeck), Kißlinger, Dr. Klejdzinski,
Kolbow, Dr. Kübler, Leidinger, Müller (Pleisweiler), Müller
(Schweinfurt), Müntefering, Dr. Niehuis, Opel, Reimann,
Reuter, Scherrer, Schutz, Seidenthal, Dr. Skarpelis-Sperk,
Stiegler, Terborg, Tietjen, Wimmer (Neuötting), Dr. Vogel
und der Fraktion der SPD: Reisen und Behinderte —
Drucksache 11/7425 —
2. Beratung der Beschlußempfehlung des Ausschusses nach
Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuß) zu
dem Gesetz über die neunzehnte Anpassung der Leistungen
nach dem Bundesversorgungsgesetz sowie zur Änderung
weiterer sozialrechtlicher Vorschriften (KOV-
Anpassungsgesetz 1990 — KOVAnpG 1990) — Drucksachen 11/6760,
11/7079, 11/7343, 11/7402 —
3. Erste Beratung des von der Fraktion der SPD eingebrachten
Entwurfs eines Energiegesetzes — Drucksache 11/7322 —
4. Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung
eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Errichtung einer
Stiftung „Deutsche Stiftung Umwelt" — Drucksachen
11/6931, 11/7208 —
Zugleich soll von der F rist für den Beginn der
Beratung, soweit erforderlich, abgewichen werden.
Darüber hinaus ist interfraktionell vereinbart
worden, Punkt 1 f der Tagesordnung später aufzurufen
und die Punkte 9 c bis e der Tagesordnung zusammen
mit Punkt 2 der Tagesordnung ohne Beratung
aufzurufen.
Des weiteren besteht interfraktionelles
Einvernehmen, die bereits überwiesenen Gesetzentwürfe zur
Änderung des Bundeserziehungsgeldgesetzes auf
den Drucksachen 11/7103 und 11/7193 zusätzlich
dem Verteidigungsausschuß zur Mitberatung zu
überweisen. — Es erhebt sich kein Widerspruch. Dann
haben wir das beschlossen.
Ich rufe Punkt 1 a bis 1 e sowie 1 g bis 1 n der
Tagesordnung auf:
Überweisungen im vereinfachten Verfahren
a) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über
die Schaffung einer Währungs-,
Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der
Deutschen Demokratischen Republik
— Drucksache 11/7350 —
Überweisungsvorschlag:
Ausschuß Deutsche Einheit (federführend)
Auswärtiger Ausschuß
Innenausschuß
Sportausschuß
Rechtsausschuß
Finanzausschuß
Ausschuß für Wirtschaft
Ausschuß für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung
Verteidigungsausschuß
Ausschuß für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit
Ausschuß für Verkehr
Ausschuß für Post und Telekommunikation
Ausschuß für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
Ausschuß für innerdeutsche Beziehungen
Ausschuß für Forschung, Technologie und
Technikfolgenabschätzung
Ausschuß für Bildung und Wissenschaft
Ausschuß für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
Haushaltsausschuß mitberatend und gem. § 96 GO
b) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes über die Feststellung eines Zweiten
Nachtrags zum Wirtschaftsplan des ERP
Sondervermögens für das Jahr 1990
(Zweites ERP-Nachtragsplangesetz 1990)
— Drucksache 11/7320 —
Überweisungsvorschlag:
Ausschuß für Wirtschaft (federführend)
Ausschuß für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
Ausschuß für innerdeutsche Beziehungen
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
Haushaltsausschuß mitberatend und gem. § 96 GO
c) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu der Änderung vom 19. Januar 1989
des Übereinkommens vom 3. September
1976 über die Internationale
Seefunksatelliten-Organisation (INMARSAT-
Übereinkommen)
— Drucksache 11/6554 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Ausschuß für Post und Telekommunikation
(federführend)
Auswärtiger Ausschuß
d) Erste Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zu dem Beschluß der
Generalversammlung des Internationalen
Ausstellungsbüros vom 31. Mai 1988 zur Änderung des
Abkommens über Internationale
Ausstellungen vom 22. November 1928
— Drucksache 11/7188 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Ausschuß für Wirtschaft
e) Erste Beratung des von der Fraktion der
SPD eingebrachten Entwurfs eines
Gesetzes zur Anderung des Gesetzes über den
Deutschen Wetterdienst
— Drucksache 11/7100 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Ausschuß für Verkehr (federführend)
Ausschuß für Wirtschaft
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
g) Erste Beratung des von den Abgeordneten
Glos, Spilker, Dr. Meyer zu Bentrup, Dr.
Daniels (Bonn), Dr. Faltlhauser, Dr. Fell, Jung
(Lörrach), Dr. Grünewald, Frau Dr. Hellwig,
Schulhoff, Uldall, Dr. Vondran, Frau Will-
Feld, Dr. Schroeder (Freiburg) und der
Fraktion der CDU/CSU sowie der
Abgeordneten Dr. Feldmann, Gattermann, Rind,
Dr. Solms, Dr. Hitschler, Grünbeck, Zywietz
und der Fraktion der FDP eingebrachten
Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des
Gesetzes über Bausparkassen
— Drucksache 11/7424 —
Überweisungsvorschlag:
Finanzausschuß (federführend)
Ausschuß für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
h) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Dr. Knabe, Volmer und der Fraktion DIE
GRÜNEN
Sofortmaßnahmen zum Schutz der Penan
vor den katastrophalen Folgen des
kommerziellen Holzeinschlags auf Sarawak
— Drucksache 11/7114 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Ausschuß für Wirtschaft (federführend)
Auswärtiger Ausschuß
Ausschuß für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Ausschuß für wirtschaft liche Zusammenarbeit
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
i) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Dr. Kübler, Kolbow, Adler, Bachmaier,
Blunck, Dr. Hartenstein, Kastner, Kiehm,
Koschnick, Lennartz, Müller (Düsseldorf),
Nagel, Reuter, Schäfer (Offenburg), Schütz,
Dr. Soell, Dr. Timm, Dr. Wegner,
Weiermann, Weisskirchen (Wiesloch), Dr.
Wernitz, Dr. Wieczorek, Dr. Vogel und der
Fraktion der SPD
Beendigung der Nutzung des
Standortübungsplatzes Viernheimer/
Lampertheimer Wald in Hessen
— Drucksache 11/7153 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Verteidigungsausschuß (federführend)
Ausschuß für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
j) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Weiermann, Schäfer (Offenburg), Lennartz,
Dr. Hartenstein, Adler, Bachmaier,
Bernrath, Blunck, Dr. Böhme (Unna), Dr. von
Bülow, Conradi, Fischer (Homburg), Gilges,
Dr. Hauchler, Kastner, Dr. Kübler, Kiehm,
Menzel, Müller (Düsseldorf), Rappe
(Hildesheim), Reimann, Reuter, Dr.
Schöfberger, Schütz, Stahl (Kempen), Tietjen,
Waltemathe, Dr. Wernitz, Dr. Vogel und der
Fraktion der SPD
Betriebsbeauftragte für Umweltschutz
— Drucksache 11/7202 —
Überweisungsvorschlag des Ältestenrates:
Ausschuß für Wirtschaft (federführend)
Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
k) Beratung des Antrags des Bundesministers
der Finanzen
Einwilligung in die Veräußerung des
Bundesanteils am „Unteren Mundatwald"
gemäß § 64 Abs. 2 der
Bundeshaushaltsordnung
— Drucksache 11/7144 —
Überweisungsvorschlag:
Haushaltsausschuß
1) Beratung des Antrags des Präsidenten des
Bundesrechnungshofes
Rechnung des Bundesrechnungshofes für
das Haushaltsjahr 1989 — Einzelplan 20 —
— Drucksache 11/7316 —
Überweisungsvorschlag:
Haushaltsausschuß
m) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Frau Schilling, Frau Schoppe und der
Fraktion DIE GRÜNEN
Zur Schließung des Luft-Boden-
Übungsplatzes „Nordhorn-Range"
— Drucksache 11/6866 —
Überweisungsvorschlag:
Verteidigungsausschuß (federführend)
Auswärtiger Ausschuß
n) Beratung des Antrags der Abgeordneten
Oostergetelo, Dr. Däubler-Gmelin, Andres,
Börnsen (Ritterhude), Bulmahn, Dr.
Emmerlich, Ewen, Faße, Dr. Gautier, Götte, Graf,
Haack (Extertal), Dr. Hauchler,
Heistermann, Hiller (Lübeck), Kiehm, Koltzsch,
Kühbacher, Müller (Pleisweiler), Niehuis,
Pauli, Rixe, Dr. Sonntag-Wolgast, Sielaff,
Scherrer, Schmidt (Salzgitter), Schütz,
Dr. Struck, Terborg, Tietjen, Waltemathe
Schließung des Luft-Boden-Übungsplatzes
„Nordhorn-Range"
— Drucksache 11/7264 —
Überweisungsvorschlag:
Verteidigungsausschuß (federführend)
Auswärtiger Ausschuß
Interfraktionell wird vorgeschlagen, die Vorlagen
an die in der Tagesordnung aufgeführten Ausschüsse
zu überweisen. — Kein Widerspruch. Auch dies ist so
beschlossen.
Ich rufe die Punkte 2 sowie die Punkte 9 c bis 9 e der
Tagesordnung auf:
2. Beratungen ohne Aussprache
a) Zweite Beratung und Schlußabstimmung
des von der Bundesregierung
eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem
Vertrag vom 1. Dezember 1987 über die
wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit im
Einzugsgebiet der Donau
— Drucksache 11/6943 —
Beschlußempfehlung und Be richt des
Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (21. Ausschuß)
— Drucksache 11/7380 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Dr. Friedrich
(Erste Beratung 207. Sitzung)
b) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs
eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des
Ernährungssicherstellungsgesetzes
— Drucksache 11/6156 —
Beschlußempfehlung und Be richt des
Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten (10. Ausschuß)
— Drucksache 11/7403 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Sauter (Epfendorf)
(Erste Beratung 197. Sitzung)
c) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs
eines Ernährungsvorsorgegesetzes (EVG)
— Drucksache 11/6157 —
Beschlußempfehlung und Bericht des
Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten (10. Ausschuß)
— Drucksache 11/7404 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Sauter (Epfendorf)
(Erste Beratung 197. Sitzung)
d) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Innenausschusses (4.
Ausschuß)
zu dem Antrag der Fraktion der SPD
Aufstockung des Härtefonds für
Nationalgeschädigte beim Hohen
Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung
Bericht über Härtefonds für
Nationalgeschädigte beim Hohen
Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
—Drucksachen 11/4841, 11/6287, 11/7044 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Frau Dr. Wisniewski
Lambinus
Lüder
Such
e) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Verkehr
(14. Ausschuß) zu dem Antrag der Fraktion
der SPD
Transporte gefährlicher Güter durch
Militärfahrzeuge
— Drucksachen 11/1379, 11/7132 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Richter
f) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten (10. Ausschuß)
zu dem Antrag der Abgeordneten Susset,
Michels, Eigen, Bayha, Carstensen
(Nordstrand), Herkenrath, Kalb, Kroll-Schlüter,
Niegel, Sauter (Epfendorf), Schartz (T rier),
Freiherr von Schorlemer, Dr. Schwörer,
Borchert, Fellner, Fuchtel, Dr. Göhner, Seesing,
Freiherr Heereman von Zuydtwyck,
Dr. Kunz (Weiden), Dr. Meyer zu Bentrup,
Scheu, Frau Schmidt (Spiesen), Schmitz
(Baesweiler), Frau Will-Feld und Genossen
und der Fraktion der CDU/CSU sowie der
Abgeordneten Paintner, Heinrich,
Bredehorn und der Fraktion der FDP
zum Getreidepreis
— Drucksachen 11/6472, 11/7203 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Pfuhl
g) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten (10. Ausschuß)
zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des
Rates mit veterinärrechtlichen
Vorschriften für die Beseitigung, Verarbeitung und
Vermarktung von tierischen Abfällen
sowie zum Schutz von Futtermitteln gegen
Krankheitserreger
—Drucksachen 11/6285 Nr. 2.5, 11/7210 —
Berichterstatterin:
Abgeordnete Frau Weyel
h) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten (10. Ausschuß)
zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des
Rates über die Veterinärbedingungen für
den innergemeinschaftlichen Handel mit
frischem Fleisch von Geflügel und
Zuchtfederwild und für die Einfuhr dieses
Fleisches aus Drittländern
— Drucksachen 11/6285 Nr. 2.6, 11/7225 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Häuser
i) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten (10. Ausschuß)
zu der Unterrichtung durch die
Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des
Rates zur Änderung der Verordnung
(EWG) Nr. 987/68 zur Festlegung der
Grundregeln für die Gewährung einer
Beihilfe für Magermilch, die zu Kasein und
Kaseinaten verarbeitet worden ist
— Drucksachen 11/6629 Nr. 2.5, 11/7265 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Schartz (T rier)
j) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Wirtschaft
(9. Ausschuß) zu der Verordnung der
Bundesregierung
Aufhebbare Siebenundsechzigste
Verordnung zur Änderung der Ausfuhrliste —
Anlage AL zur
Außenwirtschaftsverordnung —
— Drucksachen 11/6759, 11/7181 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Kittelmann
k) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Wirtschaft
(9. Ausschuß) zu der Verordnung der
Bundesregierung
Aufhebbare Sechste Verordnung zur
Änderung der Außenwirtschaftsverordnung
— Drucksachen 11/6853, 11/7341 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Kittelmann
1) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Wirtschaft
(9. Ausschuß) zu der Verordnung der
Bundesregierung
Aufhebbare Einhundertelfte Verordnung
zur Änderung der Einfuhrliste — Anlage
zum Außenwirtschaftsgesetz —
— Drucksachen 11/6954, 11/7342 —
Berichterstatter:
Abgeordneter Dr. Gautier
m) Beratung der Beschlußempfehlung des
Haushaltsausschusses (8. Ausschuß) zu der
Unterrichtung durch die Bundesregierung
Weitere außerplanmäßige Ausgabe und
außerplanmäßige
Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsjahr 1990 bei Kapitel
60 04 apl. Titel 885 01
—Aufstockung des ERP-Sondervermögens
zugunsten der DDR und ERP-
Wirtschaftsplan apl. Kapitel 6 Titel 868 01
— Finanzierungshilfen für Investitionen in
der DDR und Berlin (Ost) —
— Drucksachen 11/6887, 11/7296 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Roth (Gießen)
Frau Seiler-Albring
Dr. Struck
Frau Vennegerts
9. c) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs
eines Vierten Gesetzes zur Änderung der
Bundeshaushaltsordnung
—Drucksache 11/6939 —
Beschlußempfehlung und Be richt des
Haushaltsausschusses (8. Ausschuß)
—Drucksache 11/7307 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Roth (Gießen)
Frau Seiler-Albring
Wieczorek (Duisburg)
Frau Vennegerts
(Erste Beratung 206. Sitzung)
d) Zweite und dritte Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs
eines Ersten Gesetzes zur Änderung des
Haushaltsgrundsätzegesetzes
—Drucksache 11/6940 —
Beschlußempfehlung und Be richt des
Haushaltsausschusses (8. Ausschuß)
—Drucksache 11/7308 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Roth (Gießen)
Frau Seiler-Albring
Wieczorek (Duisburg)
Frau Vennegerts
(Erste Beratung 206. Sitzung)
e) Zweite und dritte Beratung des von den
Abgeordneten Esters, Dr. Däubler-Gmelin,
Matthäus-Maier, Kühbacher, Horn, Conrad,
Diller, Jungmann (Wittmoldt), Nehm, Purps,
Sieler (Amberg), Dr. Struck, Waltemathe,
Walther, Dr. Wegner, Wieczorek
(Duisburg), Zander, Dr. Vogel und der Fraktion
der SPD eingebrachten Entwurfs eines
Vierten Gesetzes zur Änderung der
Bundeshaushaltsordnung
— Drucksache 11/5009 —
Beschlußempfehlung und Be richt des
Haushaltsausschusses (8. Ausschuß)
—Drucksache 11/7309 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Roth (Gießen)
Zywietz
Wieczorek (Duisburg)
Frau Vennegerts
(Erste Beratung 171. Sitzung)
Wir kommen zur Abstimmung über Punkt 2 a der
Tagesordnung, und zwar über den Vertragsentwurf
der Bundesregierung über die wasserwirtschaftliche
Zusammenarbeit im Einzugsgebiet der Donau auf den
Drucksachen 11/6943 und 11/7380. Ich rufe das
Gesetz mit seinen Art. 1 bis 3, Einleitung und Überschrift
auf. Wer dem Gesetz zuzustimmen wünscht, den bitte
ich, sich zu erheben. — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Das Gesetz ist mit großer Mehrheit bei
Enthaltung der GRÜNEN angenommen.
Wir kommen zur Einzelberatung und Abstimmung
über Punkt 2 b der Tagesordnung, und zwar über den
von der Bundesregierung eingebrachten
Gesetzentwurf zur Änderung des
Ernährungssicherstellungsgesetzes auf den Drucksachen 11/6156 und 11/7403. Ich
rufe die Art. 1 bis 3, Einleitung und Überschrift mit
den vom Ausschuß empfohlenen Änderungen auf.
Wer den aufgerufenen Vorschriften zuzustimmen
wünscht, den bitte ich um das Handzeichen. —
Gegenprobe! — Enthaltungen? — Bei Enthaltung der
GRÜNEN mit der Mehrheit der übrigen Fraktionen
angenommen.
Damit ist die zweite Beratung abgeschlossen.
Wir treten in die
dritte Beratung
ein und kommen zur Schlußabstimmung. Wer dem
Gesetz als Ganzem zuzustimmen wünscht, den bitte
ich, sich zu erheben. — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Bei Enthaltung der GRÜNEN mit der
Mehrheit der übrigen Fraktionen angenommen.
Tagesordnungspunkt 2 c: Wir kommen zur
Einzelberatung und Abstimmung über den von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines
Ernährungsvorsorgegesetzes, Drucksachen 11/6157 und 11/7404.
Ich rufe die §§ 1 bis 18, Einleitung und Überschrift mit
den vom Ausschuß empfohlenen Änderungen auf.
Wer den aufgerufenen Vorschriften zuzustimmen
wünscht, den bitte ich um ein Handzeichen. —
Gegenprobe! — Enthaltungen? — Bei Enthaltung der
GRÜNEN ist der Gesetzentwurf angenommen. Die
zweite Beratung ist damit abgeschlossen.
Wir kommen zur
dritten Beratung
und Schlußabstimmung über den Gesetzentwurf. Wer
dem Gesetzentwurf im ganzen zuzustimmen wünscht,
den bitte ich, sich zu erheben. — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Das Gesetz ist mit der selben Mehrheit
bei Enthaltung der GRÜNEN angenommen.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 2 d, zur
Abstimmung über die Beschlußempfehlung des
Innenausschusses auf Drucksache 11/7044. Es handelt sich
um Vorlagen zum Härtefonds für
Nationalgeschädigte beim Hohen Flüchtlingskommissar der
Vereinten Nationen. Wer stimmt für diese
Beschlußempfehlung? — Gegenprobe! — Enthaltungen? — Die
Beschlußempfehlung ist angenommen.
Tagesordnungspunkt 2 e: Wir stimmen jetzt ab über
die Beschlußempfehlung des Ausschusses für
Verkehr auf der Drucksache 11/7132. Der Ausschuß
empfiehlt, den Antrag der Fraktion der SPD auf
Drucksache 11/1379 für erledigt zu erklären. Wird dieser
Beschlußempfehlung zugestimmt? — Das ist der Fall.
Tagesordnungspunkt 2 f: Wir kommen zur
Abstimmung über die Beschlußempfehlung des Ausschusses
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf
Drucksache 11/7203. Der Ausschuß empfiehlt, dem Antrag
der Fraktionen der CDU/CSU und der FDP auf
Drucksache 11/6472 zuzustimmen. Wer stimmt für diese
Beschlußempfehlung? — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Dem wird bei Enthaltung der GRÜNEN mit
großer Mehrheit zugestimmt.
Tagesordnungspunkt 2 g: Wir stimmen jetzt ab über
die Beschlußempfehlung des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf der Drucksache
11/7210 zu einer Vorlage der Europäischen
Gemeinschaften. Es handelt sich um veterinärrechtliche
Vorschriften. Wer stimmt für diese Beschlußempfehlung?
— Gegenprobe! — Enthaltungen? — Dieser
Beschlußempfehlung haben alle zugestimmt.
Tagesordnungspunkt 2 h: Wir kommen zur
Abstimmung über die Beschlußempfehlung des Ausschusses
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf
Drucksache 11/7225 zu einer weiteren Vorlage der
Europäischen Gemeinschaften. Es handelt sich um
Veterinärb edingungen für den innergemeinschaftlichen
Handel. Wer stimmt dem zu? — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Die Beschlußempfehlung ist mit allen
Stimmen des Hauses angenommen.
Tagesordnungspunkt 2 i: Wir stimmen jetzt ab über
die Beschlußempfehlung des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf der Drucksache
11/7265. Es handelt sich um die Beihilfe für
Magermilch. Wer stimmt dieser Beschlußempfehlung zu? —
Enthaltungen? — Bei Enthaltung der GRÜNEN ist die
Beschlußempfehlung angenommen.
Tagesordnungspunkt 2 j bis 21: Wir kommen zur
Abstimmung über die Beschlußempfehlungen des
Ausschusses für Wirtschaft auf den Drucksachen
11/7181, 11/7341 und 11/7342. Es handelt sich hierbei
um Verordnungen der Bundesregierung zur
Außenwirtschaftsverordnung und zur Änderung der
Einfuhrliste. Die Beschlußempfehlungen sind im
Ausschuß einstimmig verabschiedet worden. Ich lasse
daher über die Vorlagen gemeinsam abstimmen. Wer
stimmt für die Beschlußempfehlungen auf den
Drucksachen, die ich gerade aufgerufen habe? —
Gegenprobe! — Enthaltungen? — Die
Beschlußempfehlungen sind angenommen.
Tagesordnungspunkt 2 m: Wir stimmen ab über die
Beschlußempfehlung des Haushaltsausschusses auf
Drucksache 11/7296. Es geht um das ERP-
Sondervermögen und um ERP-Wirtschaftsplanhilfen für die
DDR. Wer stimmt für diese Beschlußempfehlung? —
Gegenprobe! — Enthaltungen? — Bei Enthaltung der
GRÜNEN ist diese Beschlußempfehlung mit großer
Mehrheit angenommen.
Wir kommen jetzt zu Tagesordnungspunkt 9 c, zur
Einzelberatung und Abstimmung über den von der
Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zur
Änderung der Bundeshaushaltsordnung,
Drucksachen 11/6939 und 11/7307. Ich rufe die Art. 1 bis 3,
Einleitung und Überschrift in der Ausschußfassung
auf. Wer dem zuzustimmen wünscht, bitte ich um das
Handzeichen. — Gegenprobe! — Enthaltungen? —
Bei Enthaltung der GRÜNEN sind diese Vorschriften
angenommen. Damit ist die zweite Beratung
abgeschlossen.
Wir treten in die
dritte Beratung
ein und kommen zur Schlußabstimmung. Wer dem
Gesetzentwurf im ganzen zuzustimmen wünscht, den
bitte ich, sich zu erheben. — Gegenprobe! — Bei
Enthaltung der GRÜNEN ist der Gesetzentwurf
angenommen.
Tagesordnungspunkt 9 d: Wir kommen jetzt zur
Einzelberatung und Abstimmung über den von der
Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zur
Änderung des Haushaltsgrundsätzegesetzes auf den
Drucksachen 11/6940 und 11/7308. Ich rufe die Art. 1
bis 3, Einleitung und Überschrift in der
Ausschußfassung auf. Wer diesen Vorschriften zuzustimmen
wünscht, den bitte ich um das Handzeichen. —
Gegenprobe! — Enthaltungen? — Bei Enthaltung der
GRÜNEN ist der Gesetzentwurf angenommen. Damit
ist die zweite Beratung abgeschlossen.
Wir treten in die
dritte Beratung
ein und kommen zur Schlußabstimmung. Wer dem
Gesetzentwurf im ganzen zuzustimmen wünscht, den
bitte ich, sich zu erheben. — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Bei Enthaltung der GRÜNEN ist der
Gesetzentwurf angenommen.
Tagesordnungspunkt 9 e: Wir kommen nunmehr
zur Einzelberatung und Abstimmung über den von
der Fraktion der SPD eingebrachten Gesetzentwurf
zur Änderung der Bundeshaushaltsordnung auf den
Drucksachen 11/5009 und 11/7309. Der Ausschuß
empfiehlt auf Drucksache 11/7309 die Ablehnung des
Gesetzentwurfs der Fraktion der SPD.
Auch in diesem Fall ist nach ständiger Praxis über
die Ursprungsvorlage abzustimmen. Deswegen rufe
ich jetzt die Art. 1 bis 3, Einleitung und Überschrift
auf. Wer den aufgerufenen Vorschriften entgegen der
Ausschußempfehlung zuzustimmen wünscht, den
bitte ich um das Handzeichen. — Gegenprobe! —
Enthaltungen? — Bei Enthaltung der GRÜNEN ist der
Gesetzentwurf in zweiter Beratung abgelehnt.
Deshalb unterbleibt nach § 83 Abs. 3 unserer
Geschäftsordnung die weitere Beratung.
Ich rufe Tagesordnungspunkt 3 a bis 3 c auf:
a) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Forschung,
Technologie und
Technikfolgenabschätzung (18. Ausschuß) zum Antrag der
Abgeordneten Lenzer, Maaß, Engelsberger,
Gerstein, Dr. Götz, Hauser (Esslingen),
Linsmeier, Magin, Dr. Neuling, Dr. Rüttgers,
Seesing, Dr. Voigt (Northeim) und
Genossen und der Fraktion der CDU/CSU sowie
der Abgeordneten Dr.-Ing. Laermann,
Kohn, Neuhausen, Dr. Thomae, Timm und
der Fraktion der FDP
Naturmedizin erforschen und anwenden
— Drucksachen 11/1960, 11/6372 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Dr. Voigt (Northeim)
Frau Bulmahn
Timm
Wetzel
b) Beratung der Beschlußempfehlung und des
Berichts des Ausschusses für Forschung,
Technologie und
Technikfolgenabschätzung (18. Ausschuß) zum Antrag der
Abgeordneten Dr. Scheer, Vosen, Dr. Hauff,
Roth, Jung (Düsseldorf), Andres,
Bachmaier, Dr. Böhme (Unna), Börnsen
(Ritterhude), Frau Bulmahn, Catenhusen, Fischer
(Homburg), Frau Ganseforth, Grunenberg,
Frau Dr. Hartenstein, Dr. Hauchler,
Lennartz, Lohmann (Witten), Nagel, Meyer,
Müller (Düsseldorf), Reschke, Reuter,
Seidenthal, Frau Simonis, Schäfer (Offenburg),
Schreiner, Stahl (Kempen), Stiegler,
Vahlberg, Dr. Klejdzinski, Dr. Soell, Dr. Vogel
und der Fraktion der SPD
Forschungs- und Entwicklungsprogramm
Solarenergie und Wasserstoff
—Drucksachen 11/1175, 11/6857, 11/7392 —
Berichterstatter:
Abgeordnete Engelsberger
Dr. Scheer
Dr.-Ing. Laermann
Dr. Daniels (Regensburg)
c) Beratung der Unterrichtung durch die
Bundesregierung
Faktenbericht 1990 zum Bundesbericht
Forschung 1988
— Drucksache 11/6886 —
Überweisungsvorschlag:
Ausschuß für Forschung, Technologie und
Technikfolgenabschätzung (federführend)
Ausschuß für Wirtschaft
Ausschuß für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung
Verteidigungsausschuß
Ausschuß für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit
Ausschuß für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
Der Ältestenrat hat für die gemeinsame Beratung
90 Minuten vorgesehen. Ich höre keinen
Widerspruch. — Dann ist das so beschlossen.
Ich eröffne die Aussprache. Das Wort hat zuerst der
Herr Abgeordnete Lenzer.
Lenzer (CDU/CSU) : Frau Präsidentin! Meine sehr
verehrten Damen und Herren! Es ist für mich natürlich
eine sehr schwierige Aufgabe, von diesen
Tagesordnungspunkten — wir haben uns vorher u. a. mit der
Magermilchbeihilfe beschäftigt — überzuleiten. Ich
glaube aber, wir sind wie üblich in einem elitären
Kreis, der es gewohnt ist, sich mit diesen Dingen zu
beschäftigen.
Ich möchte, von diesen drei Punkten nur zu einem
einzigen Punkt einige Bemerkungen machen,
nämlich zum Faktenbericht. Ich bin der Auffassung, daß
dieser Bericht der Bundesregierung, der uns vorliegt,
wegen seiner Aktualität — er ist von 1990 — nicht nur
eine nüchterne Zahlenbilanz ist, sondern in gleicher
Weise auch eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz der
CDU/CSU-FDP-gestützten Bundesregierung und
nicht zuletzt auch des Forschungsministers, unseres
Kollegen Dr. Riesenhuber.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Wir können heute feststellen, daß sich viele
pessimistische Stimmen Anfang der 80er Jahre, was die
Forschung und die technologische Entwicklung
betrifft, nicht bewahrheitet haben. In dieser letzten
Dekade sind entscheidende Durchbrüche erzielt worden.
Es geht mir dabei nicht allein um die Fortschritte etwa
im Bereich der Verbreitung und Anwendung der
Mikroelektronik oder der zunehmenden Vernetzung
und Zusammenführung der verschiedenen
Technologien, z. B. der Informationstechnik und der
Fertigungstechnik, die für die Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Maschinenbauindustrie sehr wichtig
waren. Es geht vielmehr auch darum, daß die
Innovationszyklen im allgemeinen wesentlich schneller
geworden sind und daß die Hochtechnologieprodukte
mittlerweile einen höheren Anteil an der gesamten
volkswirtschaftlichen Wertschöpfung haben. Darauf
haben wir zu reagieren.
Wir können auch mit Befriedigung feststellen, daß
die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1987 — das
sind die letzten verläßlichen Zahlen, die nicht auf
Schätzungen beruhen — auf dem Weltmarkt bei den
Hochtechnologieprodukten einen sehr guten Anteil
hatte — etwa 20,6 % —, und zwar leicht vor Japan und
eine ganze Ecke vor den USA.
Neben diese Konkurrenz auf der einen Seite tritt auf
der anderen Seite auch etwas, das wir in den letzten
Jahren besonders beobachten können, nämlich die
zunehmende Kooperation in Forschung und
Technologie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, aber
auch international zwischen großen sowie kleinen
und mittleren Unternehmen, so daß man sagen
könnte: Die Forschungs- und Technologiepolitik, die
Forschung und Technologie und die Wirtschaft
generell der westlichen Industrieländer haben eine neue
Dimension erreicht. Sie sind dafür gerüstet, sich den
Herausforderungen der 90er Jahre zu stellen. Dabei
werden sie es zunehmend mit neuen
Schlüsseltechnologien zu tun haben. Ich denke nur z. B. an die
Informationstechnik, an die Biotechnologie, aber auch an
neue Materialien.
Die Bundesrepublik Deutschland — das ist die erste
Feststellung, die ich jetzt treffen möchte — hat im
internationalen Vergleich der Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen weiterhin eine
Spitzenstellung. Wenn wir es mit dem Bruttoinlandsprodukt
vergleichen, so stellen wir fest, daß wir für das Jahr 1989
bei 2,9 % liegen. Das kann sich sehen lassen, was aber
nicht heißt, daß es nicht noch ausbaufähig wäre.
Zweitens. In den 80er Jahren ist eine sehr hohe
Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben
zu verzeichnen gewesen. Das Forschungsbudget der
Bundesrepublik Deutschland ist in diesem Zeitraum
auf 66,7 Milliarden DM angewachsen. Dieses ist ein
erheblicher Zuwachs, nämlich um ganz genau 77
gegenüber dem Jahre 1981.
Drittens. Das Entscheidende ist — das entspricht
auch unserem Selbstverständnis —, daß sich die
Wirtschaft mittlerweile bei der Finanzierung der
Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zu zwei
Dritteln beteiligt. Die Wirtschaft baut also ihren
Finanzierungsanteil am FuE-Budget zügig aus. Auch
bei der Durchführung der Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten ist der Anteil der Wirtschaft
mittlerweile auf 71 % gestiegen. Ich glaube, es ist in einer
sozialmarktwirtschaftlichen Ordnung auch nicht
mehr als recht und billig,
(Sehr wahr! bei der CDU/CSU)
daß sich der Staat auf seine ureigenen Aufgaben
beschränkt und die Wirtschaft im wohlverstandenen
Eigeninteresse hier den Vortritt hat.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Viertens. Auch das Forschungs- und
Entwicklungspersonal ist mit den zunehmenden Aufgaben
gewachsen. 1987 waren etwa 420 000 Menschen in
Forschung und Entwicklung beschäftigt. Das ist ein
Anstieg um 18 000 in nur zwei Jahren. Auch von daher
sind wir gut auf die zukünftigen Aufgaben
vorbereitet.
Ein besonders starkes Gewicht bei der staatlichen
Forschungs- und Technologieförderung hat die
Grundlagenforschung. Sie ist ja die ureigene Domäne
der Institutionen des Bundes, der Länder, der
öffentlichen Hand sozusagen. Der Anteil der
Grundlagenforschung an den Gesamtausgaben des Bundes liegt bei
etwa 29 %. Der BMFT, der uns natürlich in vielerlei
Hinsicht immer in besonderer Weise ans Herz
gewachsen ist,
(Vosen [SPD]: Mein Gott!)
hat hier einen Anteil von genau 38,9 %. Obwohl damit
immer noch nicht alle Wünsche erfüllt werden
können, können die Träger der Grundlagenforschung in
der Bundesrepublik Deutschland damit wirklich sehr
zufrieden sein. Dieser hohe Anteil war in der
Vergangenheit noch nie zu verzeichnen. Das gilt, was das
Aufkommen der Mittel anbetrifft, sowohl für die Max-
Planck-Gesellschaft als auch für die Fraunhofer-
Gesellschaft als auch für andere Institutionen.
Meine Damen und Herren, als Zukunftsaufgabe
sieht die CDU/CSU-Fraktion jetzt z. B. eine verstärkte
Förderung der Verbreitung von neuen
Schlüsseltechnologien. Wir denken dabei an die Unterstützung der
Anwendung, wie das einmal als gutes Beispiel — das
möchte ich durchaus sagen — mit dem Programm
„Mikroelektronik in kleinen und mittleren
Unternehmen der Wirtschaft" zu verzeichnen war. Dazu zählen
wir ebenfalls die Demonstrationsprogramme, z. B. das
100-MW-Windenergie-Programm, oder auch die
vielfältigen Verbundforschungsprojekte — die sich
dadurch auszeichnen, daß sie eine enge Kooperation der
Wissenschaft mit der Wirtschaft darstellen, und es
gerade auch einem kleinen oder mittleren Unternehmen
ohne eigene Forschungs- und Entwicklungskapazität
ermöglichen, auf die Erkenntnisse der Wissenschaft
zurückzugreifen — bis schließlich hin zu einer
Reformierung und Neuordnung des Stiftungsrechtes.
Wir freuen uns darüber, daß die Bundesregierung
— ich glaube,es ist am 20. April dieses Jahres
gewesen — dem Bundesrat einen Gesetzentwurf für eine
steuerliche Neuorientierung und Neugestaltung des
Stiftungsrechtes zugeleitet hat. Wir wollen uns
bemühen, das noch in dieser Legislaturperiode, wie es auch
zugesichert war, zu verabschieden.
Die Frage, ob wir darüber hinaus über adäquate
Instrumentarien verfügen, um unseren staatlichen
Beitrag bei Forschung und Entwicklung zu leisten,
möchte ich so beantworten: Im Bereich der
steuerlichen Forschungs- und Entwicklungsförderung hat es
einige Umorientierungen gegeben. Ich hätte es
begrüßt — wir hätten das als Fraktion gern gesehen; das
sage ich in aller Deutlichkeit —, wenn das sehr
erfolgreiche Personalkostenzuschußprogramm oder etwa
das Programm „Technologieorientierte
Unternehmensgründungen", auch in seiner ursprünglich breit
angelegten Fassung, hätte weitergeführt werden
können. Ich glaube, das hat sich als sehr erfolgreich
erwiesen. Es hat vor allen Dingen unter Beweis gestellt,
daß es manchmal viel wich tiger ist, Einstellungen und
Qualifizierungen von in Forschung und Entwicklung
tätigem Personal zu fördern als das eine oder andere
Forschungsprojekt zu unterstützen, dessen
Beurteilung im Einzelfall oft sehr große Schwierigkeiten
bereitet und was — nebenbei bemerkt — auch immer
mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand
verbunden ist.
Aber letztlich können wir sagen, daß die
Steuerreform mit ihren drei Stufen in den Jahren 1986, 1988
und 1990 sowie die beabsichtigten Reformen im
Bereich der Unternehmensbesteuerung tendenziell
dahin führen, daß die Unternehmen aus eigenen
Erträgnissen auf Grund der geminderten steuerlichen
Belastung ihre Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen finanzieren können.
Was die programmatischen Schwerpunkte betrifft,
kann man, glaube ich, sagen, daß sie im Rahmen der
Möglichkeiten im Bundesministerium für Forschung
und Technologie, das eine wichtige Pilotfunktion im
Bereich staatlicher Aktivitäten hat, richtig gesetzt
sind.
(Jäger [CDU/CSU]: So ist es!)
Ich denke an die Biotechnologie und insbesondere an
die Gentechnik und ihre Möglichkeiten als
Basistechnologie, z. B. allein schon für Diagnose und Therapie
im medizinischen Bereich. Ein anderes Beispiel ist die
ökologische Forschung; denn Gefahren für die
Umwelt müssen zunächst einmal in ihren
wissenschaftlichen Wirkungszusammenhängen untersucht und
erkannt werden, bevor man sich der Therapie, dem
Entwickeln und Bereitstellen der entsprechenden
Umweltschutztechnologien z. B. bei der Klimaforschung,
bei der Sanierung der Altlasten oder bei Abf
allbeseitigung — eine Jahrhundertaufgabe — widmen
kann.
(Vosen [SPD]: So lange forscht ihr auch!)
Ich möchte auch die Programme der
Weltraumforschung in aller Offenheit ansprechen. In diesem
Bereich gibt es natürlich erhebliche
Finanzierungsrisiken; darüber muß gesprochen werden.
(Catenhusen [SPD]: Das fällt Ihnen aber erst
spät ein!)
Je größer ein Programm ist — das zeichnet übrigens
nicht nur diese Bundesregierung aus, das war bei den
Vorgängern genauso —, desto schwieriger ist es,
wenn es über einen längeren Zeitraum geht, sich
damit insgesamt zu beschäftigen. Hier hat es aber
wichtige organisatorische Voraussetzungen gegeben. Ich
denke nicht nur an die Umstrukturierung in der
deutschen Wirtschaft durch die Schaffung der deutschen
Aerospace, sondern auch im quasi staatlichen Bereich
durch die Gründung der Deutschen Agentur für
Raumfahrtangelegenheiten.
(Vosen [SPD]: Auch das noch!)
Ich glaube, hier sind gute Voraussetzungen
geschaffen worden, um in einer nüchternen und
sachgerechten Bewertung auch zu guten Entscheidungen zu
kommen. Aber jeder soll wissen, daß das Argument,
wegen des besonderen Schwerpunktes der
Weltraumforschung werde der gesamte Haushalt
gefährdet, nicht zutrifft.
Zum Abschluß bleibt also die Feststellung:
Natürlich ergeben sich durch die veränderte Ost-West-
Situation auch für die Forschungs- und
Technologiepolitik neue Herausforderungen. Wir versuchen,
ihnen gerecht zu werden, indem wir, gerade was die
DDR betrifft, mit unseren Kolleginnen und Kollegen in
der Volkskammer, die in diesem Bereich tätig sind,
enge Kontakte unterhalten. So wird es heute zum
erstenmal eine gemeinsame Ausschußsitzung des
Bundestagsausschusses für Forschung, Technologie und
Technikfolgenabschätzung und dem zuständigen
Ausschuß der Volkskammer geben. Die
Arbeitsgruppen der Fraktionen arbeiten bereits seit geraumer Zeit
eng zusammen .
Wir können allerdings bei der Umstrukturierung
der Forschungslandschaft in der DDR nicht die Hand
führen. Wir denken auch nicht daran — wie wir es ja
auch schon erklärt haben — , mit der Gießkanne durch
das Land zu laufen und in jede ausgestreckte Hand
entsprechende Beträge hineinzulegen. Die Arbeit
muß zunächst einmal in eigener Kompetenz, was etwa
die Umorientierung der Akademie der
Wissenschaften und der anderen beiden Akademien betrifft,
geleistet werden. Wir wollen dazu unseren Beitrag
leisten.
Insgesamt können wir sagen: Wir haben allen
Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Das
soll uns nicht den Blick vor den Problemen und vor
den Herausforderungen verschließen, die sich uns
stellen. Aber genauso wie die Pessimisten verstummt
sind, die uns Anfang der 80er Jahre einige
Horrorszenarien angeboten haben, so wird es auch — dieser
festen Überzeugung sind wir — in der Zukunft nicht
anders sein. Ich fordere Sie alle auf: Lassen Sie uns
gemeinsam an diese Aufgabe herangehen.
Herzlichen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Frau
Abgeordnete Bulmahn.
Frau Bulmahn (SPD): Sehr geehrte Damen und
Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Die
Bundesregierung zeichnet — genauso wie Herr Lenzer in seiner
Rede — mit großem Pathos im Faktenbericht 1990 ein
geradezu überschwengliches, makelloses Bild von der
Entwicklung der bundesdeutschen Ressourcen für
Forschung und Technologie in den 80er Jahren.
Mit der Realität hat dieses Bild allerdings sehr
wenig zu tun. Die Bundesrepublik liegt zwar mit einem
Anteil der FuE-Ausgaben in Höhe von 2,9 % am
Bruttosozialprodukt gleichauf mit Japan und den USA.
Dieser Vergleich verdeckt jedoch, daß die FuE-
Aufwendungen von 1981 bis 1987 in den USA um 76,4
und vor allem in Japan um 90,4 % gestiegen sind.
Damit sind sie rascher und nachhaltiger als in der
Bundesrepublik gestiegen, die einen Anstieg um
60,6 % zu verzeichnen hatte.
Hätte die Dynamik der deutschen FuE-Ausgaben
mit derjenigen Japans mitgehalten, hätten wir allein
1987 10,6 Milliarden DM mehr für Forschung und
Entwicklung ausgeben müssen, als dies tatsächlich der
Fall war.
Von einer besonders dynamischen Entwicklung in
der Bundesrepublik Deutschland kann daher
überhaupt keine Rede sein. Es gibt gar keinen Grund, sich
selbstzufrieden in seinem Sessel zurückzulehnen,
Herr Lenzer,
(Lenzer [CDU/CSU]: Das tun wir ja nicht!)
sondern es gibt allen Grund, die FuE-Anstrengungen
in der Bundesrepublik zu intensivieren. Dies hat die
Bundesregierung in den letzten Jahren sträflich
vernachlässigt. Sie hat die Position der Bundesrepublik
als Forschungsland verschlechtert.
(Widerspruch bei der CDU/CSU und der
FDP)
— Die Zahlen stammen von Herrn Probst und Herrn
Minister Riesenhuber.
(Zurufe von der CDU/CSU)
— Da müssen Sie Ihre eigenen Kollegen fragen.
Die Bundesregierung hat die
Haushaltsaufwendungen für Forschung und Entwicklung von 1982 bis 1988
mit 14,7 % völlig unzureichend gesteigert. Real —
unter Zugrundelegung der FuE-Preisindices der EG für
die Bundesrepublik — gingen die FuE-Ausgaben des
Bundes um 7,3 %, die zivilen sogar um 11,7 % zurück.
Jede neunte D-Mark — meine Damen und Herren,
das sollten Sie sich hinter die Ohren schreiben: jede
neunte Mark! — hat diese Bundesregierung innerhalb
von nur sechs Jahren im Forschungs- und
Entwicklungsbereich weggespart. Die Hymnen des
Faktenberichts auf die herausragende Bedeutung von
Forschung und Entwicklung für die Behauptung im
internationalen Wettbewerb, für die Lösung der
drängenden ökologischen Fragen und die Verbesserung der
Lebensbedingungen entpuppen sich angesichts
dieser Zahlen als bloße Lippenbekenntnisse.
(Catenhusen [SPD]: So ist es!)
Weltweit häufen sich die alarmierenden
Klimasignale. Und was tut die Bundesregierung? Sie streicht
ausgerechnet die Mittel für die Erforschung der
erneuerbaren Energien und der
Energieeinspartechniken zusammen. 637,7 Millionen DM hat die
Bundesregierung allein im Zeitraum von 1983 bis 1988 in
diesem Förderschwerpunkt gegenüber dem
Ausgabenniveau von 1982 eingespart.
Was nützt es, Herr Riesenhuber, wenn Sie im
gleichen Zeitraum die Mittel für die Klimaforschung um
120 Millionen DM erhöhen? Wir müssen jetzt handeln
und können nicht warten, bis die Ozonschicht zerstört
und der Treibhauseffekt unumkehrbar ist.
Was sind Ihnen eigentlich die Menschen in diesem
Lande wert? Wenn ich mich diesen Zahlen zuwende,
ist das Bild noch erschreckender. Ganze 0,9 % des
Forschungshaushaltes werden für die Humanisierung
der Arbeitswelt zur Verfügung gestellt, 3,7 % für die
Gesundheitsforschung, 0,7 % für die
Ernährungsforschung und 0,8 % für die Bildungsforschung, aber
22,7 % für die Rüstungsforschung und 15,5 % für die
Luftfahrt- und Weltraumforschung.
Die Menschen mit ihren Problemen sind in Ihrem
Haushalt, Herr Minister Riesenhuber, nur noch ein
störender Restfaktor.
(Widerspruch bei der CDU/CSU)
Von einem Gleichgewicht ökologischer, sozialer und
ökonomischer Ziele ist in Ihrem Faktenbericht, in
Ihrer Politik nichts, aber auch gar nichts zu spüren.
Die angebliche Konzentration der staatlichen FuE
-
Mittel auf die Vorsorgeforschung findet durch die im
Faktenbericht vorgelegten Zahlen keine Bestätigung.
Mißt man den Zuwachs der als Vorsorgeforschung
zusammengefaßten FuE-Bereiche an dem anderer
Bereiche, so fällt er eher kläglich aus. Während nämlich
die Anteile der Rüstungsforschung und der
Weltraumforschung am Forschungshaushalt von 1982 bis 1988
um 47,2 % bzw. 38,7 % stiegen, mußte sich die
Vorsorgeforschung mit einem Anstieg von 12,3 %
begnügen.
Die Aufwendungen für die Vorsorgeforschung sind
aber nicht nur in quantitativer Hinsicht völlig
unzureichend; sie werden auch den Ansprüchen einer
tatsächlichen Vorsorgepolitik nicht gerecht. Die
Bundesregierung verfolgt keine Strategie der
vorausschauenden Vermeidung von Technikrisiken durch
Technikgestaltung. Sie beschränkt sich weitgehend auf eine
nachträgliche Beseitigung von Technikfolgen, auf
Reparaturforschung und auf die Förderung von End-of-
Pipe-Technologien.
Immer dann, wenn es an das Handeln geht, wenn es
an die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse
geht, ist die Forschungspolitik am Ende der
Fahnenstange angekommen.
(Catenhusen [SPD]: Leider ist es so!)
So sorgt die Bundesregierung weder dafür, daß die
Ergebnisse der Humanisierungsforschung im Alltag
durchgesetzt werden, noch nutzt sie die
Umweltforschung zur Begründung und Ausgestaltung einer
wirksamen Umweltpolitik.
(Beifall bei Abgeordneten der SPD)
Die Vernachlässigung der Vorsorgeforschung geht
einher mit einer Vergeudung der öffentlichen Mittel
für Sackgassentechnologien.
(Zuruf von der CDU/CSU: Sie müssen einmal
eine Pause machen, damit die klatschen kön
-
nen!)
Gut siebeneinhalbmal so viel für die Kernenergie wird
von Ihnen ausgegeben wie für die Erforschung
erneuerbarer Energiequellen und die rationale
Energieverwendung;
(Frau Garbe [GRÜNE]: Ein Skandal ist das!
— Lenzer [CDU/CSU]: Das haben die uns
hinterlassen!)
siebenmal so viel für Spaziergänge im All wie für die
Bewältigung der Verkehrsprobleme auf der Erde;
fünfeinhalbmal so viel für die Entwicklung neuer
Waffen wie für die Bewahrung unserer
Lebensgrundlagen.
Thematisiert oder begründet wird diese
forschungspolitisch verfehlte Prioritätensetzung nirgendwo im
Faktenbericht. Statt dessen tut die Bundesregierung
alles, um das Ausmaß dieser beispiellosen und
unverantwortlichen Verschwendung zu verschleiern.
Wie, Herr Minister Riesenhuber, ist es zu erklären,
daß der Finanzplan für das laufende Jahr Ausgaben
für die Kernforschung in Höhe von 2,16 Milliarden
DM ausweist, im Faktenbericht aber gerade 40 %
dieser Summe erscheinen, nämlich 883,3 Millionen DM?
Wo, Herr Minister, haben Sie die restlichen Beträge
versteckt? Halten Sie es etwa für redlich, die
Ausgaben für das neu errichtete Bundesamt für
Strahlenschutz ausgerechnet dem Förderschwerpunkt
„Ökologische Forschung" zuzuschlagen? Warum buchen
Sie die Mittel für „Sanger" nicht im Förderbereich
„Weltraumforschung und Weltraumtechnik" ab,
sondern bei der Luftfahrtforschung? Warum, Herr
Minister Riesenhuber, läßt der Faktenbericht die
Öffentlichkeit über den tatsächlichen Umfang der
Rüstungsforschung im unklaren und gibt für 1990 Ausgaben in
Höhe von 3,4 Milliarden DM an, wohingegen die
gerade eingegangene Antwort auf eine Kleine Anfrage
meiner Fraktion zeigt, daß sie bei mindestens 4,4
Milliarden DM liegen?
Selbst wenn man sich auf die im Faktenbericht
ausgewiesenen Zahlen für die Rüstungsforschung
beschränkt, wird deutlich, in welchem Ausmaß die
Bundesregierung die Schwerpunkte in der
Forschungsförderung zugunsten der militärischen Forschung
verschoben hat. 79 % der im Zeitraum von 1983 bis 1988
über das Niveau von 1982 verausgabten Mittel flossen
in die Rüstungsforschung. Im laufenden Jahr sollen
die Ausgaben mit 3,4 Milliarden DM um rund 200 %
über dem Stand von 1982 liegen.
Die Versöhnung von Natur und Technik, meine
Herren und Damen, und die Schaffung einer
ökologischen Kreislaufwirtschaft sind die zentralen
Herausforderungen unserer Zeit. Auf diese
Herausforderungen müssen wir unsere Anstrengungen
konzentrieren. Aber davon findet sich in Ihrer Politik nicht viel
wieder.
Was ebenfalls fehlt, ist die Einbindung der
Forschungspolitik in ein Gesamtkonzept zur
ökologischen und sozialen Erneuerung unserer
Industriegesellschaft.
(Lenzer [CDU/CSU]: Lauter Sprüche!)
Sie versäumen die Mobilisierung
marktwirtschaftlicher Kräfte für die ökologische Erneuerung unserer
Industriegesellschaft. Warum eigentlich? Haben Sie
so wenig Vertrauen in die Innovationsfähigkeit
unserer Wirtschaft? — Ich bin da etwas optimistischer.
Bei der Förderung von Forschung und Entwicklung
in der gewerblichen Wirtschaft sind Sie völlig
perspektivlos. Es fehlt die langfristige Orientierung, der
lange Atem, und den braucht man gerade in der
Forschungspolitik. Entgegen allem Phrasendreschen von
der Subsidiarität der Forschungspolitik, der
Konzentration auf die Rahmenbedingungen und der
angeblich besonderen Förderung des Mittelstandes
subventioniert die Bundesregierung vor allem
anwendungsbezogene Großprojekte mit geringen Spin-off-
Effekten und vernachlässigenswerter volkswirtschaftlicher
Breitenwirkung.
Diese Politik, meine Herren und Damen, ist
wettbewerbsverzerrend, da sie einseitig einige
Großunternehmen begünstigt. Sie ist zudem
innovationshemmend, da Sie hauptsächlich solche Projekte fördern,
die wenig aussichtsreich sind oder ohnehin
durchgeführt werden.
Ausgerechnet bei den Klein- und Mittelbetrieben
haben Sie, meine Herren und Damen von den
Regierungsparteien, zum Kahlschlag angesetzt.
(Vosen [SPD]: Das ist wahr!)
Während der Stuttgarter Stern nämlich jährlich mehr
als 2 Milliarden DM an Forschungsmitteln erhält, soll
die Forschungsförderung für die Klein- und
Mittelbetriebe von 1982 noch 830,8 Millionen DM auf in
diesem Jahr 678 Millionen DM und 1993 sogar auf
389,1 Millionen DM zusammengestrichen werden.
(Vosen [SPD]: Es ist fürchterlich!)
„Stärkung von Forschung und Entwicklung in kleinen
und mittleren Unternehmen" heißt das dann schlicht
und ergreifend im Faktenbericht. „Verhinderung von
Forschung" sollte es besser heißen.
(Beifall bei der SPD und den GRÜNEN)
Verzerrt und beschönigt wird in dem Faktenbericht
auch die Entwicklung der Hochschulforschung.
Wenn es darin heißt, die Hochschulen hätten ihre
Position verbessert und seien bevorzugt behandelt
worden, so steht dies in krassem Gegensatz zu dem
tatsächlichen Trend. Von 1981 bis 1989 verringerte sich
der Anteil der Hochschulen an den Gesamtausgaben
in der Bundesrepublik für FuE um 15,5 %. Die
Hochschulen verzeichneten nur noch einen Zuwachs der
institutionellen Fördermittel des Bundes von 11,1 %,
die Großforschungseinrichtungen dagegen einen
Zuwachs von 36,6 %. Von bevorzugter Behandlung also
keine Spur!
Vernachlässigt haben Sie auch die Förderung der
freien, erkenntnisorientierten und nicht an politische
und wirtschaftliche Vorgaben gebundenen
Grundlagenforschung. Es ist richtig, Herr Lenzer, daß die
Ausgaben für Grundlagenforschung insgesamt gestiegen
sind.
(Vosen [SPD]: Zwangsweise!)
Aber die Förderung der freien Grundlagenforschung
an Hochschulen und Trägerorganisationen nahm an
diesem Zuwachs nur unterproportional teil.
(Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Was ist denn
„freie Grundlagenforschung'? — Jäger
[CDU/CSU]: Hochschulforschung ist doch
Ländersache, nicht Bundessache!)
Ihr Anteil an den für die Grundlagenforschung
bereitgestellten Mitteln sank drastisch von 40,3 % auf
33,2 %. Die wachsende Bedeutung der
Grundlagenforschung im Forschungshaushalt ist mithin kein
Zeichen besonderer Wissenschaftsfreundlichkeit. Wenn
mit 62,9 % die Ausgaben für die
Grundlagenforschung in keinem Bereich so stark wie bei der
Technologie- und Innovationsförderung gestiegen sind,
so ist dies ein Indiz für die Verwischung der Trennung
zwischen angewandter und Grundlagenforschung.
So notwendig der Ausbau der
Grundlagenforschung in ökonomisch orientierten
branchenübergreifenden Technologien ist, so problematisch sind die
Festlegung der Grundlagenforschung auf wenige
Großprojekte und die Verengung auf politische und
wirtschaftliche Ziele.
(Lenzer [CDU/CSU]: Das tut doch nie
-
mand!)
Sie bergen eine große Gefahr in sich. Der nötige
Freiraum, den gerade die Grundlagenforschung braucht,
kann nur durch eine entsprechende Absicherung der
freien und ungebundenen Grundlagenforschung und
einer ausreichenden Grundfinanzierung der
Hochschulen gewährleistet werden. Dies hat die
Bundesregierung in den vergangenen Jahren versäumt.
(Beifall bei der SPD und den GRÜNEN)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Herr
Abgeordneter Dr. Laermann.
Dr.-Ing. Laermann (FDP): Frau Präsidentin! Meine
sehr verehrten Damen und Herren! Ich muß einmal
versuchen, das Kunststück zu vollziehen, in der mir
zur Verfügung stehenden Redezeit gleich alle drei
Tagesordnungspunkte, die hier anstehen,
abzuhandeln. Es wird nicht ganz einfach sein. Ich bitte dafür
um Verständnis. Ich bleibe dann auch in der
Reihenfolge der Tagesordnung.
Ich möchte zuerst zur Naturmedizin, zum Antrag
„Naturmedizin erforschen und anwenden", sprechen.
Es ist die traditionelle Politik der FDP, die Pluralität
der Therapierichtungen im Gesundheitswesen zu
gewährleisten. Dazu gehört, daß sowohl die
Schulmedizin als auch die Naturheilkunde auf eine solide,
wissenschaftliche, anwendungsorientierte Grundlage
gestellt werden, die es Patienten und Ärzten
ermöglicht, Chancen und Risiken zu erkennen und
gegeneinander abzuwägen. Dies bet rifft sowohl die
Anwendung alternativer naturheilkundlicher Methoden als
auch die Abwägung, welche Therapierichtung
generell die geeignete ist. Für uns Liberale ist die Vielfalt
der Therapierichtungen somit ein wichtiges Mittel,
um der Individualität der Krankheitsbilder auch eine
entsprechende Individualität der Therapie
entgegenstellen zu können. Dabei darf es kein Gegeneinander
der einen oder anderen Richtung geben. Was wir
vielmehr brauchen, ist ein Miteinander zugunsten des
Patienten; um den muß es bei allen unseren
Bemühungen gehen.
(Beifall bei der FDP)
Deshalb haben wir wenig Verständnis, wenn sich
medizinische Fakultäten noch immer dagegen
sträuben, daß in ihren Bereichen naturheilkundliche
Lehrstühle eingerichtet werden. Dies ist Kennzeichen
eines falschen, egozentrischen Denkens, das der
Vergangenheit angehören sollte.
Die Koalitionsfraktionen hatten bereits im
September 1985 einen Antrag eingebracht, der darauf
abzielte, die wissenschaftliche Durchdringung von
Naturheilverfahren und ihre systematische,
wissenschaftliche Begründung durch Forschung zu fördern.
Eine Aufnahme der Naturmedizin in den
Lernzielkatalog der medizinischen Ausbildung sollte erfolgen,
und die Einrichtung entsprechender Lehrstühle sollte
erreicht werden. Darüber hinaus sollte es um laufende
Überprüfungs- und Zulassungsverfahren für
Naturheilmittel beim Bundesgesundheitsamt gehen. Diese
sollten unterstützt werden, um die Übernahme der
Kosten durch die Krankenkassen zu verbessern bzw.
zu gewährleisten.
Einen guten Erfolg haben wir inzwischen zu
verzeichnen: Ich darf mit Bef riedigung feststellen, daß
die Approbationsordnung „Ärzte" ab 1993
Naturheilverfahren als Prüfungsstoff im zweiten Abschnitt der
ärztlichen Prüfung vorsieht.
(Jäger [CDU/CSU]: Sehr gut!)
Wir meinen auch, daß ein wichtiger Schritt in die
richtige Richtung mit der vierten Novelle des
Arzneimittelgesetzes getan wurde. Ich möchte an dieser
Stelle nicht auf Details des abgeschlossenen
Gesetzgebungsverfahrens zurückkommen; nur soviel: Wir
haben in der vierten Novelle die Grundlagen
geschaffen, um im Arzneimittelbereich die Vielfalt der
Therapierichtungen zu sichern. Ich denke, daß dies ein
ganz wichtiger Schritt in Richtung auf mehr und
bessere Anerkennung der Naturmedizin und der
Naturheilkundeverfahren ist.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)
Ich möchte nun zu dem Thema „Forschungs- und
Entwicklungsprogramm Solarenergie und
Wasserstoff" kommen.
(Gerstein [CDU/CSU]: Ein großer Sprung!)
In den energiepolitischen Diskussionen spielen die
Fragen der Verfügbarkeit, der Sicherheit und der
Wirtschaftlichkeit und in besonderer Weise die Frage
nach den Wirkungen des Energieverbrauches auf die
Umwelt und das Klima eine dominierende Rolle.
Dabei gilt es vor allem, sich mit der Fortentwicklung
von Energiegewinnungs-, Energieumwandlungs-
und Energieverbrauchstechniken im Hinblick auf
eine wachsende Weltbevölkerung und einen
steigenden Energiebedarf und -verbrauch der Schwellen-
und Entwicklungsländer zu befassen.
Energieversorgungskonzepte sind zu entwickeln,
die alle denkbaren technisch realisierbaren und
sicherheitstechnisch verantwortbaren Möglichkeiten
erfassen. Dazu gehört nach heutiger Kenntnis die
Sonnenenergie, und zwar ihre direkte und ihre
mittelbare Nutzung.
Wir haben bereits heute einen hohen
Entwicklungsstand im Bereich der dezentralen
Kleinversorgungsanlagen, aber auch bei Solarturm- und
Aufwindkraftwerken. In diesem Bereich brauchen wir — darüber
wird heute nachmittag noch zu reden sein — in erster
Linie Markteinführungshilfen
(Vosen [SPD]: Das sollten Sie beherzigen!
Vernünftige Preise!)
— nun warten Sie es doch ab, Herr Vosen; ja, gut —,
damit wir in die Serienproduktion kommen und damit
wir vor allen Dingen von den Kosten
herunterkommen, also eine Kostendegression erreichen. Dies ist
das Ziel. Darüber werden wir heute nachmittag
reden.
Ich möchte — auch im Hinblick auf Ihre
Ausführungen, Frau Kollegin Bulmahn — feststellen, daß wir
gerade im Bereich der erneuerbaren Energien mit
unseren Aufwendungen weltweit an der Spitze
liegen.
(Beifall bei der FDP und bei Abgeordneten
der CDU/CSU — Vosen [SPD]: Sie führen es
ja nicht ein!)
Kein Land erbringt höhere Aufwendungen,
prozentual und absolut. Das muß man doch einmal sagen!
Erkennen Sie doch an, daß vom Forschungsminister
ein 100-MW-Windprogramm aufgelegt worden ist
— es ist auf 200 MW aufgestockt — und daß das
Tausend-Dächer-Programm Solarenergie in Ang riff
genommen worden ist! Dies muß man doch einmal zur
Kenntnis nehmen. Tun Sie doch nicht immer so, als ob
nichts passiert wäre!
Aber ich denke, das zentrale Anliegen der
vorliegenden Beschlußempfehlung zu dem
Entwicklungsprogramm Solarenergie und Wasserstoff faßt ja beides
zusammen. Wir haben uns dafür eingesetzt, daß wir
uns interfraktionell einigen. Ich finde es gut, daß den
Antrag jetzt alle Fraktionen gemeinsam tragen; ich
gehe jedenfalls davon aus.
Es geht um großtechnische Nutzung von
Sonnenenergie im Zusammenhang mit der
Wasserstofftechnologie. Hier gibt es sicherlich noch erheblichen
Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Er kann nur in
enger Kooperation sowohl zwischen europäischen
Staaten, insbesondere den Südländern, aber auch
international gedeckt werden. Es geht um Technik. Es geht
um die Entwicklung von Systemen. Es geht um
Energieversorgungsstrukturen und
Energieversorgungsstrategien, und es geht um die Klarstellung und die
Schaffung politischer und administrativer
Rahmenbedingungen.
Dafür treten folgende Fragenkomplexe von meines
Erachtens besonderer Bedeutung auf, die ich in
Ergänzung zu der vorliegenden Beschlußempfehlung
hier vortragen möchte:
Erstens. Wie kann das natürlicherweise zeitlich
ungleichmäßige Energiedargebot infolge
Sonneneinstrahlung verstetigt werden, wie kann also das
Speicherproblem gelöst werden?
Zweitens. Wenn Wasserstoff über photovoltaisch
gewonnenen Strom, durch Elektrolyse erzeugt, ein
geeignetes Speichermedium ist, wie kann dieses bei
großtechnischer Nutzung vorwiegend im
Sonnengürtel der Erde sicher in die wesentlichen
Verbrauchsgebiete transportiert werden?
Drittens. Welche Verbrauchstechniken — das
möchte ich besonders betonen — zum Einsatz des
Wasserstoffs als Energieträger stehen zur Verfügung,
welche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind
hier noch zu leisten? Gleichzeitig sind, meine ich,
Sicherheitsaspekte und umweltrelevante Wirkungen zu
untersuchen.
Meine Damen und Herren, verehrte Kolleginnen
und Kollegen, ich denke, wir sollten der
Beschlußempfehlung zustimmen.
Ich habe nun noch einige Anmerkungen zum
Faktenbericht zu machen.
(Vosen [SPD]: Das sind doch keine Fakten,
das ist ein Märchenbuch!)
Ihre Ausführungen, Frau Kollegin Bulmahn, bringen
mich natürlich etwas aus dem Konzept, denn Sie
haben hier mit Prozentzahlen operiert, wohl wissend,
daß Sie prozentuale Anteile aus dem
Forschungshaushalt, d. h. dem Haushalt des BMFT, mit Ansätzen des
Gesamthaushaltes, des Bundesetats, vermischt
haben. Ich finde, das ist eine unredliche Argumentation,
die Sie hier vorgelegt haben.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)
Ich will mich deshalb auf diese Zahlenspielereien hier
überhaupt nicht einlassen, denn Sie wissen ganz
genau, welche Belastungen eigentlich vorhanden
waren. Forschungspolitik ist nicht etwas, was sich allein
in einer vierjährigen Legislaturperiode abspielt,
sondern hier ist Kontinuität gefordert, und hier muß man
Dinge, die vor eineinhalb Jahrzehnten angefangen
worden sind, auch mit Anstand zu Ende bringen.
Daran sollten Sie sich einmal halten, und darüber
sollten Sie sich informieren.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU —
Vosen [SPD]: Machen Sie das beim Schnel
-
len Brüter! Warum tun Sie das denn nicht?)
— Wer hat uns den denn eingebrockt?
(Vosen [SPD]: Wir alle zusammen!)
Sie wissen doch ganz genau, wer eigentlich die
Vereinbarung getroffen hat: Bundeskanzler Schmidt hat
mit dem damaligen französischen Staatspräsidenten
1972, 1974 und 1975 diese Festlegung getroffen,
(Vosen [SPD]: Sie waren dabei!)
und die Folgen haben wir heute noch auszubügeln.
(Dr. Briefs [GRÜNE]: Sie waren immer dabei,
Herr Laermann!)
Sie sagen, die Hochschulen seien in der
Grundlagenforschung nicht genügend gefördert worden.
Nun, in erster Linie liegt die Kompetenz bei den
Ländern, und hier kann der Forschungsminister
überhaupt nicht direkt eingreifen. Hier liegen auch
Kompetenzen beim Bildungsministerium, was nämlich die
DFG, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, betrifft.
Bitte betrachten Sie alles in der Gesamtheit, und holen
Sie nicht irgendwo Blöcke heraus, an denen Sie dann
Ihre Argumentation festmachen! Das ist wirklich
unredlich.
(Vosen [SPD]: Das tut weh, Herr Kollege!)
Sie behaupten, man müsse sich jetzt auch noch um
die Umsetzung der Ergebnisse, etwa aus dem
Programmb ereich der Humanisierung des Arbeitslebens
und der Forschung im Dienste der Gesundheit,
kümmern. Hier liegen Ergebnisse vor, und diese
Ergebnisse müssen natürlich von denen, die sie angehen,
aufgenommen werden.
(Gerstein [CDU/CSU]: Das geschieht doch
auch!)
Das ist doch nicht mehr eine Sache der Regierung! Wir
setzen nicht nur auf den Staat. Der Staat hat Initiativen
zu setzen, Initiativen zu fördern, und dann muß dies
allerdings von der Gesellschaft, von der Wirtschaft
aufgenommen und umgesetzt werden, und das kann
kein Staatsapparat machen. Dagegen sind wir; das ist
nicht unsere liberale Position.
(Beifall bei der FDP und bei Abgeordneten
der CDU/CSU)
Ich muß einen Blick auf die Uhr werfen. Ich denke,
der Faktenbericht 1990 zum Bundesbericht
Forschung, den die Bundesregierung dem Parlament
vorgelegt hat, demonstriert in der Tat in eindrucksvoller
Weise nach Maß und Zahl die Leistungen, die in
Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in der
Bundesrepublik im vergangenen Jahrzehnt erbracht
worden sind.
(Vosen [SPD]: Das ist ein Schwarzbuch!)
Der Be richt ist ein Spiegelbild für unsere weit
gefächerte Forschungslandschaft mit ihren Universitäten,
Hoch- und Fachschulen,
Großforschungseinrichtungen, den traditionellen Förder- und
Trägerorganisationen, Institutionen der „blauen Listen" sowie sonsti
gen öffentlichen und privaten Einrichtungen und den
internationalen Organisationen.
Auch das muß man einmal sagen: Wie hoch sind
eigentlich die Aufwendungen für Forschung und
Wissenschaft in der Bundesrepublik insgesamt? Da
gehen wir immer vom Haushalt des BMFT aus, aber
wir wissen, daß die Gesamtaufwendungen im
Bundeshaushalt um 100 % höher sind. Sie liegen bei über
14 Milliarden DM. Auch die anderen Ressorts müssen
Sie doch mit einbeziehen. Die Gesamtaufwendungen,
— das, was aus Stiftungen, was aus p rivaten
Bereichen, was aus Industriebereichen kommt — machen
noch einmal einen Großteil aus, so daß wir insgesamt
auf knapp 60 Milliarden DM Aufwendungen pro Jahr
für Forschungen in den Universitäten, in den
Forschungseinrichtungen und in der Industrie kommen.
Ich meine, das sind beachtliche Zahlen, die Sie auf der
Welt noch einmal suchen dürfen. Wir sind hier nicht in
Japan; in Japan sind die Strukturen völlig anders, und
deswegen können Sie die nicht vergleichen .
Und freie Grundlagenforschung?
(Lenzer [CDU/CSU]: Was ist denn das?)
Ich weiß gar nicht, was das ist. Grundlagenforschung
ist Grundlagenforschung, und wir wehren uns
dagegen, daß es da eine besondere „freie" geben soll.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)
Lassen Sie mich zu dem Faktenbericht noch eine
Anmerkung machen. Hier stimme ich mit dem
Kollegen Lenzer in weiten Strecken überein: Aktuell sind
wir aufgerufen, einander nicht in Prozentzahlen etwas
um die Ohren zu hauen, sondern darüber
nachzudenken, welche Empfehlungen wir im Rahmen der sich
vollziehenden Vereinigung der deutschen Staaten
den Kollegen in der Volkskammer geben sollen, wenn
sie uns nach geeigneten Strukturen für die
Forschungslandschaft in der DDR fragen. In wenigen
Monaten sind wir vielleicht schon ein
gesamtdeutsches Parlament. Das muß sich mit den
Strukturproblemen der Forschungslandschaft insgesamt in
diesem Land auseinandersetzen. Denn die staatlich
gesteuerte Forschung in der DDR ist mit den Strukturen
in der Bundesrepublik nicht kompatibel.
Für uns in der FDP ist die Zielperspektive in dieser
Frage klar. Die Grundstrukturen der
Forschungslandschaft in der Bundesrepublik mit den genannten
Systemmerkmalen habe ihre Leistungsfähigkeit
unbestreitbar unter Beweis gestellt. Über Jahrzehnte hin
waren Sie daran beteiligt. Eine staatliche gelenkte
Forschung kommt für uns Liberale nicht in Frage. Ich
denke, es wird eine künftige Schwerpunktaufgabe
sein, einander nicht — ich wiederhole es — Prozente
um die Ohren zu hauen, sondern uns gemeinsam mit
den Kollegen aus der DDR um die Lösung der
anstehenden Probleme im gesamten Land, in beiden Teilen
Deutschlands zu bemühen. Ich denke, das sollten wir
dann fraktionsübergreifend tun, und wir sollten uns
hier nicht in parteipolitischen Querelen ergehen, die
in der Sache nichts nützen und uns nicht
weiterbringen.
(Gerstein [CDU/CSU]: Es geht um Men
schen, nicht um Prozente!)
Ich danke, Frau Präsidentin, für Ihre Geduld.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)
Vizepräsidentin Renger: Meine Damen und Herren,
vielleicht darf ich unseren Gästen zwischendurch
sagen: Sie wundern sich sicher, daß bei einem so
wichtigen Thema so wenige Abgeordnete hier sind. Aber
es tagen in dieser letzten Sitzungswoche acht
Ausschüsse des Deutschen Bundestags parallel und der
Ausschuß Deutsche Einheit in Berlin. Ich erwähne
das, damit Sie bitte Verständnis haben.
Jetzt geht es weiter. Herr Dr. Briefs, Sie haben das
Wort.
Dr. Briefs (GRÜNE): Frau Präsidentin! Meine
Damen und Herren! Herr Minister, erlauben Sie mir
vorweg einen kleinen Rat. Ich denke, Sie sind gut
beraten, wenn Sie künftig nicht den Faktenbericht oder
den Forschungsbericht vorlegen, sondern
irgendeinen anderen Bericht, meinetwegen den Wetterbe richt
oder den Erntestandsbericht. Denn Sie schießen mit
diesen Berichten ein Eigentor. Der Faktenbericht 1990
legt ein weiteres Mal die grundlegenden
Fehlentwicklungen der Forschungs- und Technologiepolitik
dieser Bundesregierung offen. Dazu zählt
insbesondere die zunehmende Konzentration der Förderung
auf sogenannte Schlüsseltechnologien, was immer
das ist. Während die FuE-Ausgaben des Bundes
insgesamt von 1982 bis 1990 nur um ein Siebentel
gestiegen sind, sind die Aufwendungen für die Förderung
der Biotechnologien auf das 2,2fache, die für
Fertigungstechnik auf das 2,3fache, die für
Informationstechnologien auf das 1,6fache und die für die Luft-
und Raumfahrt auf mehr als das Doppelte gestiegen.
Die Förderung der Umwelttechnologien dagegen hat
noch nicht einmal um ein Drittel zugenommen. Das ist
ein lächerlicher Anstieg angesichts des nach wie vor
geringen Volumens dieser Förderungsart
(Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Ein Drittel sind
33 %, wenn ich das richtig sehe!)
und ein völlig unzureichender Anstieg angesichts der
zunehmenden Umweltbelastungen und
Umweltzerstörungen
(Maaß [CDU/CSU]: Reine Volksverdum
-
mung!)
und insbesondere angesichts der drohenden
Klimakatastrophe.
Die Berichte, die Sie uns vorlegen, enthalten im
Grunde einen technologiepolitischen und
gesellschaftspolitischen Offenbarungseid.
(Vosen [SPD]: Chip, Chip, hurra!)
Warum, Herr Bundesminister Riesenhuber, klotzen
Sie bei Technologien, die zwangsweise als
Großtechnologien die Umwelt weiter zerstören? Warum
dagegen kleckern Sie z. B. bei der Humanisierung des
Arbeitslebens — Anstieg nur um 6 % — oder bei der
Frauenforschung, die überhaupt nur einen Bruchteil
der FuE-Aufwendungen der Bundesregierung
umfaßt?
(Zuruf von der FDP: Ressort?)
— Sie ressortiert anderswo; aber ich denke, hier geht
es auch um die Forschungs- und Förderungspolitik
der Bundesregierung insgesamt.
Ihre Politik ist durch einen soliden Grundzug
politischer Mißwirtschaft gekennzeichnet.
(Vosen [SPD]: Das ist wahr! Er erfaßt es!)
Allein die Förderung der Weltraumtechnik,
konzentriert vor allem auf drei Großprojekte, umfaßt
inzwischen ca. 20 % Ihres Etats. Sie strangulieren in der
Zukunft damit Ihren eigenen Etat. Sie entziehen sich
selber und auch dem BRD/DDR-Gebilde der
Zukunft
(Gerstein [CDU/CSU]: Was ist das denn?)
den Boden für Forschungs- und
Entwicklungsmaßnahmen, die die Umwelt schützen und bewahren, für
Maßnahmen, die dringliche soziale Lösungen
bereitstellen. Der Welt droht die Klimakatastrophe, und Sie
haben nichts anderes zu tun, als teure und
überflüssige Großprojekte im Weltraum zu fördern.
Sie bringen Forschungs- und Entwicklungspolitik
damit in ein Zwielicht und entmotivieren Forscher und
Forscherinnen,
(Gerstein [CDU/CSU]: Sprechen Sie doch
einmal mit den Forschern!)
sich für ökologische und sozial nützliche
Forschungsprojekte zu interessieren. Sie unterminieren
damit zugleich die Freiheit der Wissenschaft, indem
Sie mit der einseitigen Orientierung an schädlichen
und zum Teil abseitigen Großtechnologien auch die
Wissenschaft immer mehr in Verruf bringen.
Ihre Forschungs- und Entwicklungspolitik ist vor
allem eine Politik der Förderung von
Schlüsseltechnologien. Aber was verstehen Sie darunter?
Technologien, die Marktanteile und Wettbewerbsfähigkeit
sichern und ausbauen sollen, Technologien, die das
wirtschaftliche Wachstum durch Innovationen weiter
beschleunigen sollen. Zugleich fördern Sie
Prozeßinnovationen, z. B. die Informations- und
Kommunikationstechnologien, die ein Wachstum ohne
zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen. In jedem Fall tragen
Sie mit Ihrer einseitigen Orientierung an
wirtschaftlichen Zielen wie Wachstum, Absatz, Umsatz,
Markteroberung, internationaler Konkurrenz zur weiteren
Zerstörung der Umwelt bei.
(Widerspruch bei der CDU/CSU)
Sie tragen damit auch zur weiteren Ausbeutung der
,,Dritten Welt" bei und verschärfen im deutsch-
deutschen Umbruch die Benachteiligung der DDR-
Bevölkerung.
Ihre Forschungs- und Entwicklungspolitik ist
Wirtschaftspolitik, nicht umsichtige, kluge, ausgewogene
Förderung — nach Gebrauchswert oder ähnlichen
Gesichtspunkten — von Forschungs- und
Entwicklungsbereichen, die ökologische und soziale Kriterien
beinhalten.
(Maaß [CDU/CSU]: Blödsinn! — Gerstein
[CDU/CSU]: Absurd!)
Trotz der Entspannung im Ost-West-Verhältnis: Ein
Viertel der FuE-Ausgaben ressortiert zudem im
Bundesministerium der Verteidigung.
(Gerstein [CDU/CSU]: Einfach absurd!)
1982 waren es erst 15 v. H.
Wichtige Forschungsaufgaben wie die des
Datenschutzes und des Schutzes der informationellen
Selbstbestimmung der Bürger und Bürgerinnen —
angesichts der zunehmenden Informatisierung der
Gesellschaft unerläßlich — führen dagegen in der FuE
-
Politik der Bundesregierung ein Kümmerdasein.
Technologiefolgenabschätzung, ökologisch und
sozial orientierte Wirkungs- und Gestaltungsforschung
erhalten nur einen kleinen Bruchteil der FuE-
Aufwendungen, die an die Großwirtschaft für
Großtechnologien gehen.
(Vosen [SPD]: Vernichtend!)
Überhaupt: Nach unserer Einschätzung ist die
Forschungs- und Entwicklungspolitik dieser
Bundesregierung so etwas wie praktizierte Stamokap-Politik.
(Gerstein [CDU/CSU]: Sie leben auf einem
anderen Stern!)
Ihre FuT-Politik wird scheitern, u. a. deshalb, weil
das Bundesministerium für Forschung und
Technologie — obwohl die Bundesregierung den Wettbewerb
verbal propagiert — real die Konzentration fördert.
Ihre Forschungs- und Technologiepolitik wird
scheitern, wie die Mittagsche Politik der Konzentration auf
ähnliche Schlüsseltechnologien zum politischen
Scheitern der DDR beigetragen hat.
(Gerstein [CDU/CSU]: Ein unglaublicher
Vergleich, ein unerhörter Vergleich! Wo le
ben Sie eigentlich?)
Eine Umkehr ist notwendig. Auch deshalb muß
alles getan werden, um in der Gesellschaft und im
Parlament eine Mehrheit für eine ökologische und
soziale Neuorientierung der Forschungs- und
Technologiepolitik zu schaffen. Dem Druck der
Wirtschaftsinteressen standzuhalten, statt ihnen — halb zog es
ihn, halb sank er hin — , nachzugeben, das ist Ihre
Aufgabe!
Wir GRÜNE fordern insbesondere auch die
wissenschaftliche Gemeinschaft auf, der ökologisch und
sozial schädlichen — weil rein wirtschafts- und
wachstumsorientierten — Forschungs- und
Entwicklungspolitik dieser Bundesregierung Widerstand zu leisten
und eine Um- und Neuorientierung durchzusetzen.
Wissenschaft und Forschung sind etwas viel zu
Spannendes und Wichtiges, als daß wir sie Buchhaltern
und Managern in Großkonzernen — oder auch
wildgewordenen Studienräten oder Ingenieuren — und
Bürokraten im Bundesministerium für Forschung und
Technologie überlassen sollten.
(Gerstein [CDU/CSU]: Und vor allem nicht
den GRÜNEN!)
Ich danke Ihnen.
(Beifall des Abg. Dr. Daniels [Regensburg]
[GRÜNE] — Gerstein [CDU/CSU]: Einsamer
Dank!)
— Aber — im Gegensatz zu Ihnen, Herr Kollege —
qualifizierter Dank!
(Vosen [SPD]: Eine starke Rede, Herr Kol
lege!)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Herr
Abgeordneter Dr. Voigt (Northeim).
Dr. Voigt (Northeim) (CDU/CSU): Frau Präsidentin!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich werde
hier zu den Fragen der Naturmedizin sprechen.
Dieser Punkt ist, glaube ich, innerhalb des gesamten
Hauses ziemlich unstrittig.
Wir, die Fraktionen von CDU/CSU und FDP, haben
dazu einen Antrag eingebracht, weil wir der
Auffassung sind, daß — dies wurde seitens der FDP schon
gesagt — die wissenschaftliche Durchdringung in
diesem Bereich der Therapierichtungen gefördert
werden muß und wir darauf hinwirken sollten, daß auch
diese Frage Eingang in die Ausbildungsrichtlinien der
Ärzte findet.
Die öffentliche Diskussion, meine sehr verehrten
Damen und Herren, ist gerade in dieser Frage in den
letzten Jahren sehr intensiviert worden. Sie hat eine
Kontroverse zwischen der Naturheilkunde und der
Schulmedizin ausgelöst. Diese Diskussion hat einen
sehr breiten Raum eingenommen. In vielen Punkten
scheint sie mir künstlich und für den Außenstehenden
nicht immer nachvollziehbar.
Die gleiche Diskussion findet statt — sie hat
unmittelbar etwas damit zu tun — , wenn es um die Beg riffe
Krankheit und Gesundheit geht. Lassen Sie mich da
anfangen, um dann aufzuzeigen, weshalb ich glaube,
daß der Naturmedizin und den besonderen
Therapierichtungen in Zukunft eine besondere Funktion
zukommt.
Die Gesundheit ist, wenn man es genau betrachtet,
nach meiner Auffassung kein Kapital, das man
aufzehren kann, sondern die Gesundheit muß ständig
neu geschaffen werden. Wenn wir die Gesundheit
langfristig erhalten wollen, müssen wir die Bedeutung
der psychischen und sozialen Zusammenhänge
einbeziehen.
Diese Definition berücksichtigt die Einsicht der
modernen Biologie, daß lebende Systeme eben
selbstaufbauende, selbstorganisierte Systeme sind, die auf den
verschiedensten Ebenen ständig Teile ihrer
Umgebung in ihren Bestand aufnehmen oder aber nicht
brauchbare Elemente ausscheiden. Die moderne
Molekularbiologie hat uns gezeigt, daß Leben nur
dadurch möglich ist, daß offene biochemische Prozesse
miteinander korrespondieren und
Informationsaustausch praktizieren. Tote Materie unterscheidet sich
von lebenden Organismen eben dadurch, daß jede
einzelne Entscheidung eingebunden ist in ein
Geflecht von Folgeentscheidungen.
Das bedeutet für die Medizin — jetzt komme ich auf
den wesentlichen Punkt — , daß im kurativen Bereich
die Einwirkung einzelner therapeutischer Schritte mit
unmittelbarer kausaler Wirkung immer abgewogen
werden muß gegenüber den in der Folge ausgelösten
nachgeordneten Reaktionen, also gegenüber den
Nebenwirkungen. Die seriöse Erfahrungsmedizin
— auch Schulmedizin ist fast immer
Erfahrungsmedizin; das wird in der Diskussion leider vergessen —
trägt genau diesem Grundgedanken Rechnung,
indem sie die ganzheitliche Behandlung des Menschen
in den Mittelpunkt ihrer Therapierichtung stellt. Die
Schulmedizin hat sich mit großer Energie bestimmten
Gebieten zugewandt und dabei große Erfolge erzielt.
Ich erinnere an die Hygiene, an das Impfwesen, an die
Infektiologie, an die Leukämiebehandlung im
Kindesalter und vieles mehr.
Aber andere Gebiete wie Gesundheitserziehung,
Psychosomatik, Phytotherapie, physikalische Medizin
und Präventivmedizin wurden demgegenüber
vernachlässigt. Es ist nur verständlich, daß bei chronisch
nicht akut lebensbedrohlichen Erkrankungen oder
Krankheitsbildern wie z. B. beim Asthma
Alternativmethoden gesucht und angewandt werden.
Allerdings wird unter dem Deckmantel Naturmedizin oder
Alternativmethode manches angeboten, was
erwiesenermaßen unwirksam ist bzw. dem eine Wirkung
niemals nachgewiesen werden kann.
(Dr. Daniels [Regensburg] [GRÜNE]: Das ist
bei der Schulmedizin auch so!)
Hiervor sind Patienten und Bevölkerung zu
schützen.
Andererseits verfügt die traditionelle Medizin über
einen großen Schatz von Erfahrungen, auf die die
moderne Schulmedizin immer wieder zurückgreifen
konnte und zurückgegriffen hat. Dieser
Erfahrungsschatz sollte in Zukunft besser genutzt und von uns
gefördert werden.
Aus diesem Grunde fordern wir die
Bundesregierung auf, erstens die wissenschaftliche Aufarbeitung,
Durchdringung und Weiterentwicklung der
Naturheilverfahren und Homöopathie weiter zu fördern;
zweitens der auf Erfahrung beruhenden
Naturheilkunde einen gebührenden Platz in Forschung und
Lehre und bei der Ausbildung des medizinischen
Nachwuchses einzuräumen; drittens die
fächerübergreifende Zusammenarbeit im Interesse der
Aufarbeitung der Defizite auf dem Gebiet der
Naturheilverfahren zu fördern; viertens Methoden zu entwickeln, um
unvertretbare Heilmethoden auch als solche
kennzeichnen zu können; fünftens bei den etablierten
Förderern der Forschung die Bildung einer
interdisziplinär zusammengesetzten Studienkommission als Basis
für weiterführende wissenschaftliche Dialoge
anzuregen.
Mit großer Bef riedigung, meine sehr verehrten
Damen und Herren, können wir feststellen, daß die
Diskussion über die Erfahrungsmedizin und
Naturmedizin in der Fachöffentlichkeit zugenommen hat und
ernstgenommen wird. Für den Göttinger Onkologen
Prof. Dr. Nagel z. B., den Präsidenten der Deutschen
Krebsgesellschaft, ist die Krebstherapie in das
„Zeitalter der biologischen Medizin eingetreten". Darin
sieht er den Versuch, diese Krankheit über die
körpereigenen Regulationssysteme wie etwa das
Abwehrsystem mit biologischen Mitteln zu bekämpfen. Dazu
gehören eben auch die aus der Erfahrungsmedizin
stammenden Pflanzen- und Organpräparate.
In vielen Fällen wird gegen den Einsatz von
Erfahrungsmedizin und Naturheilverfahren das Argument
der Nichtwissenschaftlichkeit vorgetragen. Wenn wir
uns aber an dem Gedanken orientieren, daß die
Lebensqualität das Wichtigste ist und wir mit
bestimmten Therapieformen die Lebensqualität des Patienten,
des Kranken, verbessern können, so sollte dieses
Argument im Vordergrund stehen und das andere erst
nachrangig behandelt werden.
Ich glaube, wir müssen in Zukunft der
psychosomatischen und psychoimmunologischen Frage
wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken.
Ich bedanke mich für Ihr Zuhören.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP —
Zustimmung des Abg. Catenhusen [SPD])
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Frau
Abgeordnete Ganseforth.
Frau Ganseforth (SPD): Frau Präsidentin! Liebe
Kolleginnen und Kollegen! Endlich ist es nun so weit, daß
der Antrag zur Naturmedizin verabschiedet wird.
Schon in der letzten Legislaturperiode hat ein
ähnlicher Antrag vorgelegen, der aber nicht mehr
abschließend behandelt wurde. Auch jetzt wäre es beinahe
nicht mehr dazu gekommen.
Wir begrüßen, daß wir diesen Antrag heute
behandeln. Allerdings muß man sagen, daß der eigentliche
Erfolg des Antrags die Anhörung war, die wir vor etwa
einem Jahr zu diesem Thema durchgeführt haben.
Dort prallten die unterschiedlichen Auffassungen
zwischen den Vertretern der Schulmedizin einerseits und
denen der Naturheilkunde andererseits mit einer
Heftigkeit aufeinander, die jedem deutlich machte, daß es
in diesem Bereich überhaupt keinen Dialog gibt. Es
wurde auch deutlich, wie wichtig ein Dialog und ein
Miteinander wären, um Bar rieren abzubauen. Wir
können es uns nicht weiterhin leisten, auf die
Erfahrungen und Erkenntnisse eines Medizinzweiges so
völlig zu verzichten, wie es da den Anschein hatte, nur
weil die Vertreter der Schulmedizin und hier allen
voran die Bundesärztekammer, also die
Standesorganisation der Ärzte, nichts davon hält. Gerade weil die
Schulmedizin nachweislich in vielen Bereichen an
ihre Grenze stößt und immer gestoßen ist — das ist
kein neues Phänomen — und weil die Naturmedizin
nachweislich durchaus auch Erfolge hat, wäre es
unverantwortlich, diese nicht zu nutzen. Allerdings ist
die Abgrenzung von der Scharlatanerie eine wichtige
und schwierige Sache.
Ein bißchen erinnerte die Diskussion an die
„Halbgötter in Weiß", die Angst haben, vom Thron gestoßen
zu werden, oder Angst vor Konkurrenz haben. Aber
darum geht es gar nicht. Wir von der Politik müssen
hier Ausgleich schaffen, d. h. auch Mittel und
Freiraum zur Verfügung stellen. Welchen Stellenwert
dieses Thema hat, merkt man, wenn man sich den
Faktenbericht des Forschungsministers anguckt. Daraus
ersehen wir, daß wir nur über ein ganz kleines
Randgebiet reden, das einen ganz geringen Stellenwert für
diese Regierung oder für dieses Ministerium hat.
Wenn wir der Naturmedizin Raum geben, müssen
wir darauf achten — diese Gefahr sehe ich nach der
Diskussion in der Anhörung — , daß es nicht nur zu
einer Kontrolle der Medizin, zu einer Einverleibung
oder Ausgrenzung durch die Schul- und
Apparatemedizin kommt. Diese Gefahr deutete sich nämlich
sehr stark an. Es ist im Gegenteil nötig, auch diesen
Zweig der Medizin in die Ausbildung der Mediziner
und Medizinerinnen und Apotheker und
Apothekerinnen einzubeziehen. Erste Erfolge scheint es auch
zu geben. Die Diskussionen, die wir darüber hatten,
waren durchaus hilfreich.
Andere Länder, übrigens auch die DDR, sind in
dieser Beziehung sehr viel weiter. Wir brauchen Lehr-
und Forschungskapazität auch auf diesem Gebiet,
ganz zu schweigen von den Erfahrungen und anderen
Akzenten, die die Medizinentwicklung
beispielsweise in asiatischen Kulturen setzt. Auch davon
können wir eine Menge lernen.
Lassen Sie mich zum Schluß sagen, daß es nicht nur
in diesem Bereich darauf ankommt, andere
Forschungszweige zuzulassen, sondern das bezieht sich
genausogut auf andere Bereiche der Forschung, in
denen die traditionellen Forschungszweige auch
eifersüchtig darauf achten, andere Bereiche nicht
zuzulassen. Ich will zwei Beispiele nennen — über das eine
werden wir heute noch diskutieren — : Das eine sind
Solarenergie und Wasserstoff. Aber auch die
Frauenforschung ist ein Bereich, der von der traditionellen
Forschung und von den Hochschulen mit äußerster
Heftigkeit an den Rand gedrängt wird. Es wäre
wichtig, auch diesen Bereich einzubeziehen. Es ist zu
vermuten, daß es überall dieselben Mechanismen sind,
die versuchen, die Randgebiete nicht einzubeziehen,
zum Schaden von uns allen. Deswegen ist der
vorliegende Antrag richtig. Wir stimmen ihm zu.
Schönen Dank.
(Beifall bei der SPD)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Herr
Abgeordneter Dr. Daniels.
Dr. Daniels (Regensburg) (GRÜNE):: Frau
Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich möchte kurz zu
dem Naturmedizin-Antrag sprechen. Wir plädieren
dafür, daß alternative Heilmethoden und die
Schulmedizin gleichberechtigt nebeneinander stehen und
auch so von den Krankenkassen bezahlt werden.
Die Kritik am vorliegenden Antrag konzentriert sich
darauf, daß dieser Antrag wiederum einseitig auf die
naturwissenschaftliche Forschung ausgerichtet ist.
Erfahrungsmedizin läßt sich nicht immer rein
naturwissenschaftlich beweisen. Angesichts des Versagens
der Schulmedizin ist es also notwendig, für diesen
Bereich wesentlich mehr zu tun, also die
Naturmedizin zu stärken. Deswegen werden wir uns bei diesem
Antrag enthalten.
Ich möchte den Schwerpunkt meiner Ausführungen
jetzt allerdings auf den solaren Wasserstoff legen: Wir
haben im Verlaufe der Diskussion im Ausschuß eine
Reihe von Verbesserungen erreichen können, die
Teile der ursprünglichen Mängel des Antrags
weitgehend behoben haben. Damit ist gewährleistet, daß der
Antrag mehr als nur eine Ansammlung
unverbindlicher Absichtserklärungen ist. Dafür wäre der
Gegenstand auch zu wichtig, auch wenn sich auf den solaren
Wasserstoff Hoffnungen konzentrieren, die dieser
insbesondere unter den heutigen
energiewirtschaftlichen Bedingungen in absehbarer Zeit mit Gewißheit
nicht erfüllen wird.
Die Faszination des solaren Wasserstoffs besteht
sicher darin, daß er wegen seiner Eigenschaften
scheinbar zum neuen universell einsetzbaren und
gleichzeitig umweltfreundlichen Energieträger
werden könnte. Wir unterstützen deshalb mit Nachdruck
das in der Beschlußempfehlung vorgeschlagene
Forschungsprogramm Solarenergie und Wasserstoff.
Wir dürfen aber nicht dabei stehenbleiben oder uns
ungerechtfertigten Illusionen hingeben; denn
angesichts des drohenden Klimakollapses stehen wir vor
einem Handlungsbedarf, der heute verwirklichbare
Alternativen zu unserer Energieversorgung fordert.
Beim Solarwasserstoff müssen wir aber realistisch
sehen, daß wir nicht vor 50 Jahren auf dessen massiven
Einsatz rechnen können.
(Gerstein [CDU/CSU]: Sehr wahr!)
Forschen heißt meist, heute noch lange nicht
anwenden.
Hier setzt auch unsere Kritik am ursprünglichen
SPD-Antrag an, der die Markteinführungshilfen für
regenerative Energien unberücksichtigt ließ. Hier
sind wir im Forschungsausschuß mit der
Übereinkunft, geeignete Finanzierungs- und
Markteinführungshilfen für Sonnenenergietechniken zu
entwikkeln und bereitzustellen sowie administrative
Hemmnisse für den Einsatz solarer
Energieversorgungssysteme zu beseitigen, gemeinsam einen erheblichen
Schritt weitergekommen. Insofern führen wir heute
abend die entscheidendere Debatte, bei der sich
zeigen wird, ob die Mehrheitsfraktionen dieses Hauses
tatsächlich bereit sind, eine entschiedene
Weichenstellung zugunsten der Förderung regenerativer
Energiequellen vorzunehmen und den p rivaten
Einspeisern von Strom aus regenerativen Energiequellen
faire Konditionen einzuräumen oder ob sie weiterhin
den Schulterschluß mit den monopolistischen
Energieversorgungsunternehmen suchen.
Bei allen Zukunftsvisionen dieses Hauses müssen
wir immer bedenken, daß wir es in der
Bundesrepublik — und dasselbe steht auch bald für die DDR zu
befürchten — mit einer hochzentralisierten,
absatzorientierten Energiewirtschaft zu tun haben, der es
bislang gelungen ist, Eingriffe in den von ihr
beanspruchten Geschäftsbereich weitestgehend zu
unterbinden. Hier bedarf eine ökologische
Forschungspolitik der Unterstützung durch eine ökologische
Wirtschaftspolitik.
Heute wird Wasserstoff überwiegend in der
chemischen Industrie verwendet. Die Ammoniaksynthese
vor allem zur Kunstdüngerherstellung verbraucht fast
die Hälfte des jährlichen Weltbedarfs. Die
Verarbeitung von Rohöl verbraucht ein weiteres Viertel. Der
Rest wird u. a. von Teilen der chemischen und
pharmazeutischen Industrie benötigt. Daran wird sich in
absehbarer Zeit nichts ändern. Wir sehen dabei, daß
die Verwendung von solarerzeugtem Wasserstoff
noch nichts mit Ökologie zu tun haben muß.
Zu bedenken ist auch, daß Wasserstoff keine
Energiequelle ist, sondern nur ein Energiespeicher. Er
kann deshalb nur eingebettet in eine vernünftige
energiewirtschaftliche Struktur, die ökologischen
Ansprüchen genügt, sinnvoll genutzt werden. Um
dorthin zu gelangen, muß energie- und
wirtschaftspolitisch jedoch die erste Priorität dem Energiesparen, der
rationellen Energienutzung und der Deckung des
Restenergiebedarfs aus regenerativen Quellen
gehören.
Um den Einsatz der herkömmlichen Rohstoffe
soweit wie möglich zu verringern, ist eine optimale
Nutzung der unerschöpflichen Energiespender, Sonne,
Wind, Wasser und Biogas, erforderlich. Ferner müssen
durch Dezentralisierung kleine
Versorgungseinheiten geschaffen werden. Diese kleinen Einheiten
können dann optimal mit Blockheizkraftwerken versorgt
werden.
Schließlich müssen unsere Städte und Gemeinden
die Energieversorgung wieder in die eigenen Hände
nehmen, statt sie riesigen unkontrollierbaren
Konzernen zu überlassen.
(Gerstein [CDU/CSU]: Wem gehören denn
die Konzerne?)
Nach wie vor gilt: Wegen ihrer unberechenbaren
Gefahren ist die Nutzung der Atomenergie
unverantwortbar, ein sofortiger Ausstieg nötiger denn je.
Erst wenn die erneuerbaren Energien die gesamte
Grundlastnachfrage decken, muß über eine
Speicherung nachgedacht werden. Dies geschieht auch in
ehrgeizigen Szenarien frühestens in 30 bis 40 Jahren.
Für die mögliche Selbstversorgung der europäischen
Staaten mit erneuerbaren Energien werden
mindestens 50 Jahre vergehen. Bis dahin können andere
Stromspeichertechnologien effizienter sein. Heutige
Technologien sind dann in jedem Fall veraltet.
Unbestritten bleibt also die Notwendigkeit, die weitere
Grundlagenforschung für Speichertechniken
fortzuführen. Heute auf eine zukünftige
Wasserstoffwirtschaft zu hoffen und nichts für die dringend
notwendige Umstrukturierung der Energiewirtschaft und
unseres Energiesystems zu tun, ist fatal. Klima- und
Nuklearkatastrophen werden die großen
Energiemonopolisten überrollen, und die Zeche werden mal wieder
die Bürger bezahlen.
(Beifall bei den GRÜNEN und bei Abgeord
-
neten der SPD)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat der Herr
Abgeordnete Engelsberger.
Engelsberger (CDU/CSU): Frau Präsidentin! Meine
sehr verehrten Damen und Herren! Der Gedanke,
einen immer wieder regenerierbaren Kraftstoff zu
finden, der Energie abgibt, ohne die Umwelt zu belasten,
ist ebenso aktuell wie faszinierend. In Form des
Wasserstoffs haben wir bereits einen solchen
Energieträger gefunden, dessen Verwendung unter
ökologischen Gesichtspunkten geradezu als ideal angesehen
werden kann; denn Wasserstoff verbrennt mit
Sauerstoff gänzlich schadstofffrei und mit Luft lediglich mit
geringem Stickoxidanteil. Grenzen sind dem
großtechnischen Einsatz des Wasserstoff als
Energieträger allerdings dadurch gesetzt, daß Wasserstoff in der
Natur im Gegensatz zu Kohle, 01 und Erdgas nicht
vorkommt und erst durch den Einsatz anderer
Energieträger gewonnen werden muß, was seinerseits
wieder erhebliche Probleme aufwirft.
Die sauberste Art der Wasserstoffgewinnnung ist
die Elektrolyse, wobei Wasser mit Hilfe des
elektrischen Stromes in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt
wird. Allerdings ist die Wirkungsgradrechnung der
Elektrolyse, Speicherung und Rückverwandlung in
einer Wärmekraftmaschine dabei so verlustreich, daß
nur ein sehr geringer Teil der für die
Wasserstoffgewinnung aufgewandten Energie zurückgewonnen
werden kann.
Wir brauchen also eine Ausgangsenergie, die es
ermöglicht, den umweltfreundlichen Energieträger
Wasserstoff zu einem wirtschaftlich attraktiven Preis
zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang
stellt sich die Frage, ob der solare Wasserstoff
tatsächlich jenes universelle Energiepotential darstellt, von
dem der Kollege Hermann Scheer behauptet, daß
damit der gesamte Energiebedarf auch einer
wachsenden Weltbevölkerung bef riedigt werden kann.
Ist es wirklich realistisch anzunehmen, daß uns der
solare Wasserstoff schon in absehbarer Zeit in die
Lage versetzen könnte, auf Kernkraft, Öl und
Kohleverbrennung zu verzichten? Oder ist diese vom
Kollegen Scheer als Wirklichkeit ausgegebene Vision nicht
vielmehr eine Illusion?
(Gerstein [CDU/CSU]: So ist es!)
So verlockend es ist, die Sonne als nie ermüdenden
Energieträger einzusetzen, verursacht der solar
gewonnene Wasserstoff selbst dort noch hohe Kosten,
wo die Sonne mehr als dreitausend Stunden im Jahr
scheint und ihre Intensität sehr viel größer ist als bei
uns.
Angesichts der langjährigen weltweiten
Bemühungen um die Solarenergie muß deshalb festgestellt
werden, daß sich wünschenswert höhere
Wirkungsgrade auch durch hohen finanziellen und personellen
Einsatz nicht beliebig steigern lassen.
(Gerstein [CDU/CSU]: Die Sonne bringt es
an den Tag!)
So stößt beispielsweise der großtechnische Einsatz
von Solaranlagen in der Sahara auf das gravierende
Problem, daß dabei allein für eine Anlage von 1 000
Megawatt, also für eine Kapazität eines
Kernkraftwerks, 200 Tonnen reinsten Wassers pro Stunde und
dazu noch einmal das Hundertfache an Kühlwasser
benötigt werden.
(Gerstein [CDU/CSU]: Und das ist in der Sa
hara!)
Das heißt mit anderen Worten, für den Bet rieb eines
solarbetriebenen 1 000 MW-Kraftwerkes bedürften
wir 20 200 cbm Wasser pro Stunde. Ich habe das
einmal durchgerechnet; das entspricht einer Fließmenge
von 6 Kubikmetern in der Sekunde, so etwa der
durchschnittlichen Wasserführung der Sieg, und das
in der Wüste, meine Damen und Herren.
(Gerstein [CDU/CSU]: Und das in der Sa
hara! — Zurufe von der SPD)
— Herr Kollege Scheer, Sie wissen ja, daß ich für den
Wasserstoff eingestellt bin; aber ich muß doch auch
einmal praktische Fakten und nicht nur
Zukunftsvisionen in dieser Debatte zum Ausdruck bringen.
Solange diese und andere gravierende Probleme
wie ein möglicherweise risikoreicher weiträumiger
Transport des gewonnenen Wasserstoffs über fremde
Territorien nicht gelöst sind, halte ich es für
illusorisch, sich von dem Einsatz des solaren Wasserstoffes
praktisch die Lösung der Weltenergieprobleme zu
versprechen.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP —
Zuruf der Abg. Frau Ganseforth [SPD] und
weitere Zurufe von der SPD)
— Frau Kollegin Ganseforth, meine Redezeit reicht
zwar nicht aus, um auf Ihren Zwischenruf umfassend
zu antworten, aber ich muß doch sagen: Die meisten
Kernkraftwerke sind unter einer sozialdemokratisch
geführten Bundesregierung gebaut worden, ja, die
Kernenergie überhaupt ist unter einer
sozialdemokratisch geführten Bundesregierung eingeführt worden.
(Zuruf von der SPD: Gut, daß Sie den Atom
-
minister Strauß schon wieder vergessen ha
ben!)
Das haben Sie sich nicht rechtzeitig überlegt.
Selbst einer der engagiertesten Verfechter der
Solar-Wasserstoff-Technik, Professor Bölkow, hat für
den wirtschaftlichen Einsatz einen Zeithorizont von
mindestens 30 Jahren vorgesehen.
Es wäre deshalb wesentlich naheliegender, die
solare Energie zunächst bevorzugt in den Regionen
einzusetzen, die über die erforderlichen klimatischen
Voraussetzungen verfügen, und den dadurch
gewonnenen elektrischen Strom direkt an Ort und Stelle zu
verbrauchen. Dadurch könnten weitere wertvolle
Erfahrungen gesammelt werden; zugleich könnte der
Verbrauch wertvoller Ölreserven eingeschränkt
werden.
Damit will ich keineswegs einem weiteren
Attentismus das Wort reden. Im Gegenteil, angesichts der
bedrohlichen Umweltbelastung durch CO2 müssen
wir alles in unseren Kräften Stehende tun, um den
Einsatz fossiler Brennstoffe einzuschränken. Dazu ist
die Wasserstofftechnologie für uns eine wichtige
Alternative — allerdings nicht als universelle
Energiequelle, die es in dieser Form wohl niemals geben
wird — , sondern durch den gezielten Einsatz von
Wasserstoff im Verkehrsbereich für den Antrieb von
Kraftfahrzeugen und Flugzeugen, deren
Schadstoffausstoß längst ein bedrohliches Ausmaß
angenommen hat.
Genauso falsch wäre es, die Wasserstofftechnologie
allein auf die Solarenergie zu beschränken, zumal die
Kernenergie und die Wasserkraft erhebliche
Potentiale bereithalten, die als Ausgangsenergien bei der
Wasserstoffherstellung unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten gegenwärtig noch attraktiver als die
Solarenergie erscheinen. Herr Kollege Scheer, wir
wollten die großen kanadischen Wasserkraftwerke
einmal besichtigen und studieren, wie man den
Wasserstoff nach Europa bringen kann.
(Dr. Scheer [SPD]: Machen wir noch!)
Meine Damen und Herren, wir müssen leider davon
ausgehen, daß keine Art der Energiegewinnung
sowohl ökologisch als auch ökonomisch zum Nulltarif zu
haben ist.
Wir werden der Beschlußempfehlung unsere
Zustimmung geben.
Danke schön.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP so
wie des Abg. Dr. Daniels [Regensburg]
[GRÜNE])
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat der
Abgeordnete Scheer.
Dr. Scheer (SPD): Frau Präsidentin! Meine Damen
und Herren! Ich kann mir die Bemerkung nicht
verkneifen, daß der Altestenrat des Bundestages
offensichtlich einen Forschungskurs zu dieser Thematik
braucht, weil er die heutige Debatte so
zusammengewürfelt hat, statt das Forschungs- und
Entwicklungsprogramm Solarenergie und Wasserstoff mit den
Anträgen über die Markteinführungshilfen für
regenerative Energien zu verbinden.
(Zustimmung bei der SPD und bei Abgeord
neten der FDP)
Das hätte zusammengepaßt; man hätte nicht so
verfahren dürfen, wie es am heutigen Vormittag
vorgesehen ist.
Ich möchte zunächst einmal mit der Feststellung
beginnen, daß kein Zweifel daran besteht, daß das
Potential der solaren Energien — das ist eben nicht
nur die solare Strahlung, sondern dazu gehören auch
Windkraft und Wasserkraft und Biomasse — absolut
ausreicht, um die gesamte Menschheit und sogar
künftige Generationen mit Energie zu versorgen.
Daran besteht kein ernsthafter Zweifel.
Es besteht kein Zweifel, daß die solaren Energien
keine irreversiblen Globalschäden hervorrufen, was
natürlich bedeutet, Herr Laermann, daß man auch
eine sorgsame Technologiefolgenabschätzung
vornimmt. Diese Technik ist einführbar, ohne daß es zu
irreversiblen Globalschäden käme.
Angesichts der Gefahren durch fossile Energien
und die Kernkraft und der Akzeptanzprobleme, die
bei beiden herkömmlichen Energieträgern
zunehmen, ist die Solarenergie in Verbindung mit
Wasserstoff in der Tat die große Hoffnung. Der Antrag, der
hier vorliegt, bezieht sich nicht einzig und allein auf
Wasserstoff. Er bezieht sich vielmehr auf die
Solarenergie und auf Wasserstoff. Wie schnell diese
Technik einführbar ist, wie schnell andere Energieträger
durch Solarenergie substituiert werden können, hängt
in erster Linie davon ab, welcher politische und
wirtschaftliche Input in diese Entwicklung investiert wird.
Das geht natürlich nicht allein mit Forschung und
Technologie; das ist gar keine Frage.
Das gilt auch für die Frage des Wasserstoffs. Ich
persönlich halte die Diskussion, die davon ausgeht,
ein großes Projekt in der Sahara, bei dem mittels
photovoltaischer Prozesse Solarkraft in elektrische
Energie umgewandelt und dann Wasserstoff produziert
wird, sei die eigentliche solare Wasserstoff-
Perspektive, für nicht ausreichend. Ich halte es für zweifelhaft,
in erster Linie dort anzusetzen. — Ich bin der
Meinung, man muß — gerade weil es ein Kostenhindernis
zu überwinden gilt — beim solaren Wasserstoff mit
den billigsten regenerativen Energien ansetzen — das
sind heute Biomasse, Wasserkraft und Windkraft —,
um damit Wasserstoff herzustellen. Dann braucht man
nicht sofort in die Sahara zu gehen, Herr Laermann.
Dann hat man auf jeden Fall die Möglichkeit,
schneller zu einem Wasserstoffansatz zu kommen, weil
Windkraft, Biomasse und Wasserkraft zum
gegenwärtigen Zeitpunkt sehr viel billiger sind als
Photovoltaik.
Das Problem ist, daß mit Biomasse hergestellter
Wasserstoff heute 27 Pfennig pro Kubikmeter — um
ein Beispiel zu nennen —, und mit Photovoltaik
hergestellter Wasserstoff gegenwärtig 6,80 DM kostet.
Natürlich fängt man bei der Einführung mit den
billigsten Möglichkeiten an; das ist das, was ich an dieser
Stelle hervorheben wollte. Dann hat man auch
geringere Infrastrukturausgaben zu tätigen als wenn man
an die erste Stelle das umständlichste und
langwierigste Projekt setzt, was nicht besagen soll, daß man in
dieser Richtung nicht trotzdem forschen soll.
Die Einführungszeit hängt also davon ab, welcher
politische Input insgesamt auf der nationalen und auf
der internationalen Ebene gegeben wird. Deswegen
sollte man sehr skeptisch sein gegenüber all den
wissenschaftlichen Vermutungen, in denen von
Einführungszeiten von 30 Jahren, 40 Jahren, 50 Jahren die
Rede ist. Das hängt nämlich, wie gesagt, immer von
Initiativen ab.
(Zuruf von der FDP: Aber doch nicht nur!)
Würde ein einziges Mal — das ist es nicht allein, aber
das ist ein wesentlicher Faktor; das gilt für die
Bundesrepublik, das gilt für die Sowjetunion, das gilt für
die USA und für andere; ich will hier doch überhaupt
nicht polemisch reden, deswegen verstehe ich
manche Zwischenrufe nicht — in diesen Ansatz so viel
Geld hineingesteckt, wie in der Vergangenheit und
bis zum heutigen Tage völlig selbstverständlich in
große Militärprojekte an Forschung und Entwicklung
hineingesteckt worden ist, nämlich viele, viele
Milliarden auf einen Schlag, dann wären wir sehr viel
weiter.
Vizepräsidentin Renger: Gestatten Sie eine
Zwischenfrage?
Dr. Scheer (SPD): Selbstverständlich, Herr Kollege
Engelsberger.
Engelsberger (CDU/CSU): Herr Kollege Scheer,
sind Sie wirklich der Ansicht, wie Sie in
verschiedenen Veröffentlichungen dargelegt haben, daß das
Weltenergieproblem mit der Wasserstofftechnologie
in absehbarer Zeit gelöst werden könnte, und, wenn
ja, welche Zeitspanne verstehen Sie unter „in
absehbarer Zeit"?
Dr. Scheer (SPD): Ich halte es für politisch denkbar,
daß in den industrialisierten Ländern bis zum Jahre
2010 25 To der Energieversorgung mit solaren
Energien einschließlich Wasserstoff abgedeckt werden
können; 25 %!
(Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Das sind auch
schon 20 Jahre!)
Wenn wir solche Größenordnungen erreichten, dann
bedeutete dies, daß die ganze Sache anschließend
noch sehr viel schneller laufen könnte. Ich halte es
prinzipiell für möglich — ich kann es an dieser Stelle
auch mangels Zeit nicht ausführen — , daß bis zur
Mitte des nächsten Jahrhunderts die gesamte
Weltenergieversorgung mit solaren Energien
einschließlich Wasserstoff getätigt wird. Das setzt aber voraus,
daß nicht nur die Forschung und Technologie,
sondern auch die Wirtschaftspolitik und die
Entwicklungspolitik, und zwar nicht nur die der
Bundesrepublik, hier wirklich einen zentralen Schwerpunkt
setzen. Das ist die Voraussetzung.
Ich komme zu den Zweifeln, die geäußert werden.
Diese lauten, die Technologie sei noch nicht so weit,
und man müsse deswegen noch in erster Linie
Forschung und Entwicklung betreiben. Der zweite
Zweifel lautet, auf absehbare Zeit sei das alles noch zu
teuer; die Zeit sei also noch nicht reif für eine
Markteinführung.
Ich möchte hier folgendes hervorheben:
Forschungsförderung und Markteinführung sollten nicht
gegeneinander ausgespielt werden, wie sehr viele das
oft tun. Forschung und Entwicklung werden einerseits
immer weitergehen müssen — das ist selbst beim
hochentwickelten Automobil bis heute der Fall —,
und die Markteinführung, die Marktreife
andererseits, können nicht allein durch Forschung und
Entwicklung erreicht werden. Das ist auch nicht möglich.
Das ist nur möglich durch industrielle Praxis und
Markteinführung selbst sowie durch eine Verbindung
zwischen Forschung und Entwicklung einerseits und
Umsetzungspraxis im wirtschaftlichen Feld
andererseits, die gegenwärtig noch nicht in ausreichendem
Maße existiert.
Nun sagt das Bundesforschungsministerium, es
habe das höchste Budget im Bereich der
Solarenergieforschung im internationalen Vergleich.
(Zuruf von der CDU/CSU: Stimmt doch
auch!)
Dieses stimmt. Ich will jetzt nicht von den Fadenrissen
reden, die Anfang der 80er Jahre nicht nur in der
Bundesrepublik stattgefunden haben. Ich möchte nur
fragen: Ist die Aussage, daß wir gegenwärtig das höchste
Budget haben, gleichbedeutend mit der Aussage, daß
genug getan werde?
Der Antrag, der nach Empfehlung des Ausschusses
gemeinsam verabschiedet werden soll, besagt, daß
Solarenergie künftig einen „hervorragenden
Stellenwert" haben soll. Der ursprüngliche Text lautete:
„Solarenergie soll Priorität in der deutschen und
europäischen Forschungs- und Entwicklungspolitik haben. "
— Auch wenn wir nur von einem hervorragenden
Stellenwert reden, bedeutet dies: Auch wenn andere
noch weiter zurückliegen, als es bei uns der Fa ll ist,
kommt man natürlich unweigerlich zu dem Punkt, die
Prioritätenüberlegung anzustellen, ob es richtig ist,
daß für Weltraumforschung zehnmal soviel
ausgegeben wird wie für Solarenergieforschung. Diese Frage
müssen wir uns alle stellen.
In der Europäischen Gemeinschaft — wobei ich
anerkenne, daß die Bundesregierung gegenwärtig zu
den wenigen Regierungen gehört, die den
Forschungshaushalt in der EG für Solarenergie
hochtreiben wollen; andere sind noch lange nicht soweit —
geht es genauso um einen stärkeren Nachdruck für
eine Prioritätenänderung; denn im Moment gibt die
EG für Fusionsforschung etwa zehnmal soviel aus wie
für Solarenergieforschung, obwohl Solarenergie
heute einführbar ist, heute zur Verfügung steht. Die
technologischen Probleme sind wesentlich geringer,
als es bei der Fusionsenergie der Fall ist. Das sind
Punkte, die hervorgehoben werden müssen, wenn wir
vom Budget und von Leistungen reden.
Weil es uns mit diesem Antrag darum geht, die
Sache weiterzutreiben, versuche ich jetzt,
herauszuarbeiten, wo die Probleme liegen. Das BMFT sagt, jedes
sinnvolle Projekt werde gefördert. Unser Antrag gibt
Anregungen, wo in der Zukunft Schwerpunkte zu
setzen sind: in bezug auf Energiespeicherung, inklusive
Wasserstoff, in bezug auf die Förderung praxisnaher
Systemtechniken und vor allem in bezug auf die
Verbundforschung von Wissenschaft und Indust rie, um
die Sache praxisnäher zu machen.
Der gemeinsame Antrag des Ausschusses spricht
von den Umsetzungsnotwendigkeiten. Hier haben
wir doch in der Tat ganz eklatante Probleme. Ich darf
nur ein Beispiel hervorheben: Es gibt einen sehr guten
Ergebnisbericht des BMFT über
Niedrigenergiehäuser, in dem aufgezeigt wird, daß schon heute, selbst in
unseren Breitengraden, Hauser mit geringfügigen
Mehrinvestitionskosten gebaut werden können, die
nur 5 % der herkömmlichen Heizenergie
verbrauchen. Die Bauprogramme der Bundesregierung, der
Landesregierung und der Kommunen aber lassen
vollständig vermissen, daß irgendeine Konsequenz
aus diesen Forschungsergebnissen gezogen wird.
Dies ist ein riesiges Problem.
(Frau Schmidt [Nürnberg] [SPD]: So ist es! —
Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Das müssen Sie
mal den lokalen Planungsbehörden sagen!)
— Herr Laermann, Sie brauchen doch gar nicht
unbedingt zu widersprechen. Ich habe generell von
Bundesländern und von Kommunen gesprochen. Dort gibt
es, wie bekannt, unterschiedliche
Mehrheitsverhältnisse.
Hier besteht doch ganz offenkundig ein Problem,
und das beginnt schon innerhalb der
Bundesregierung. Das sehe ich schon, wenn ich
Forschungserkenntnisse, die öffentlich gefördert worden sind, mit
der Umsetzungspraxis in anderen
Ressortzuständigkeiten vergleiche. An dem Problem kommen wir
leider nicht vorbei. Wir müssen dies verdeutlichen.
Es gibt ein weiteres Problem, wenn es heißt, jedes
Projekt werde gefördert. Wir können nicht
überprüfen, ob alle Projekte, die sinnvoll sind, gefördert
werden oder nicht. Da ist das Parlament überfordert. Das
Problem ist ein völlig anderes. Man darf die Aussage,
daß gefördert wird, nicht mißverstehen als eine
Aussage, es werde gewissermaßen in der gesamten Breite
allen Möglichkeiten Genüge getan. Das ist
offensichtlich spätestens dann nicht der Fall, wenn wir an den
gesamten Bereich der Dritten Welt denken. Da heute
offenkundig ist, daß Solarenergie am ehesten dort ein
-
führbar ist, wo es um Neuinvestitionen geht und
vorhandene Anlagen nicht abgeschrieben werden
müssen, wo es um Inselversorgung geht, wo also nicht
eine breite Netzversorgung zur Verfügung steht und
wo Einzeltechniken in entlegenen Gebieten
bereitgestellt werden müssen, ist klar, daß heute vor allem in
der Dritten Welt, in der der größte
Energiebedarfszuwachs bevorsteht,
(Lenzer [CDU/CSU]: Nur in den Ballungs
räumen!)
Solarenergie gewissermaßen zwingend eingeführt
werden muß. Das ist eine der großen Hoffnungen,
wenn es darum geht, die Treibhausgefahren zu
reduzieren.
(Zuruf des Abg. Dr.-Ing. Laermann [FDP])
— Herr Laermann, ich will doch nur auf etwas
hinweisen, was wir gemeinsam im Antrag stehen haben.
Verstehen Sie doch bitte nicht jeden Satz gleich als
Angriff.
(Frau Ganseforth [SPD]: Die fühlen sich im
mer angegriffen!)
Da sind doch manchmal ganz andere Leute
angesprochen.
Das Problem ist, daß bereits heute in der gesamten
Dritten Welt, in jedem Land der Welt die
Solarenergien zur Verfügung stehen müßten, in jedem Land
also das gesamte Spektrum von
Demonstrationsanlagen, Pilotanlagen, Forschungsinstitutionen,
wissenschaftlichem Personal zur Verfügung stehen müßte,
um überhaupt diese Technologien annehmen und
umsetzen zu können. Hier besteht ein großer Bedarf,
und hier ist unsere große Aufgabe, die die
Bundesrepublik allerdings nicht allein für die gesamte Welt
wahrnehmen kann — das ist völlig klar —, die wir
aber zusammen mit der Europäischen Gemeinschaft,
mit den industrialisierten Ländern wahrnehmen
müssen. Dieses ist eine spezielle Forschungs- und
Entwicklungsaufgabe, die natürlich im Zusammenhang
mit der gesamten Enwicklungspolitik gesehen
werden muß.
Dann hebt das BMFT he rvor — das ist meine
abschließende Bemerkung — , daß es im Bereich der
Markteinführungshilfen etwas tut, und zwar mit dem
Windkraftprogramm und mit dem jetzt neu
angekündigten 1 000-Dächer-Programm. Gestatten Sie mir,
dazu noch ein Wort zu sagen.
Normalerweise müßte man erwarten, daß solche
Markteinführungshilfen von dem dafür zuständigen
Ressort kommen und damit auch von vornherein
breiter angelegt sind. Das heißt: Das ist eigentlich eine
wirtschaftspolitische Aufgabe.
(Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Dazu kommen wir
doch heute nachmittag!)
Ich will auf einen Punkt hinweisen, der z. B. das
1 000-Dächer-Programm berührt, weil ich hier eine
Ambivalenz feststelle. So begrüßenswert diese
Programme sind, so sehr ist doch an Hand des neuen
Programms heute festzustellen, daß sehr, sehr viele, die
sich ohnehin entsprechend ausgerüstet hätten,
(Zuruf von den GRÜNEN: Richtig! Ganz ge
nau!)
jetzt abwarten, bis das gesamte
Genehmigungsverfahren unter Dach und Fach ist, und das dauert dann
bis ins Jahr 1991 hinein. Das heißt: Ein Programm, das
zur Förderung angelegt ist, Herr Minister, hat
gegenwärtig die Funktion, daß es einen Fadenriß auf dem
Markt der Photovoltaik hervorruft.
(Vosen [SPD]: Das stimmt!)
Genau das kann ja nicht beabsichtigt gewesen sein.
Deswegen ist es von hohem Stellenwert, daß solche
Programme ihre Ambivalenz verlieren, d. h. daß sie
wirklich fördern
(Zuruf von der SPD: Nicht reden, sondern
machen!)
und nicht im Zusammenhang mit der Förderung
gleichzeitig andere gewissermaßen zu einer
abwartenden Haltung treiben, die sie sonst nicht an den Tag
legen würden.
(Beifall bei der SPD — Vosen [SPD]: Nicht
reden, sondern machen!)
Ich bitte Sie, bei der gesamten Verfahrensabwicklung
eine drastische Beschleunigung zu erreichen, damit
dieses Programm wirklich seine gewünschte Wirkung
hat.
Vielen Dank.
(Beifall bei der SPD und den GRÜNEN)
Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat der
Bundesminister für Forschung und Technologie, Herr Dr.
Riesenhuber.
Dr. Riesenhuber, Bundesminister für Forschung
und Technologie: Frau Präsidentin! Meine sehr
geehrten Damen und Herren! Liebe Kollegen! Herr
Scheer, um bei dem letzten Punkt anzuknüpfen: Wir
haben das Programm als ein gemeinsames Bund-
Länder-Programm angelegt. Der Beitrag des Bundes ist
größer als der der Länder, sogar erheblich größer. Es
gibt Länder, die jetzt schon erklärt haben, daß sie
bereit sind, die Anträge entgegenzunehmen — da
läuft es — , während andere das nicht getan haben.
Das heißt, ob die Sache startet und wie schnell sie
dann gegebenenfalls startet, hängt im wesentlichen
davon ab, wie schnell die Länder ihre Infrastruktur
aufbauen können. Ich möchte jetzt keine Namen von
Ländern, die sich bereit erklärt haben, und von
solchen, die noch nicht so weit sind, nennen. Aber ich
kann sie nur alle herzlich zur Mitarbeit einladen.
(Gerstein [CDU/CSU]: Was ist denn mit
Nordrhein-Westfalen?)
Wenn wir hier also über Attentismus sprechen,
dann muß ich Ihnen sagen: Er liegt nicht beim Bund.
Das Programm ist richtig und vernünftig. Die
finanzielle Vorsorge ist getroffen. Im übrigen zeigen die
Statistiken über den Absatz von Solardächern in den
letzten Jahren, daß der Attentismus nicht sehr groß
sein kann; denn die Nachfrage war vor unserem
Programm nicht erheblich.
Die Schwierigkeit, die nun in der Debatte besteht,
ist in mehreren Redebeiträgen angesprochen worden.
Wir haben drei völlig verschiedene Themen. Wir
müßten eigentlich über das zuletzt angesprochene Thema
ausführlich diskutieren, über Solarenergie, über
Wasserstoffwirtschaft. Die Strategie, die wir angelegt
haben, liegt vor aller Augen offen. Es ist vom Kollegen
Scheer bestätigt worden: Wir haben international ein
herausragendes Programm. Zur Photovoltaik — um
diese Spezialfrage zu nehmen — gibt es weltweit kein
Programm, das größer als das unsrige ist. Wir hatten in
den vergangenen Jahren zweistellige Zuwachsraten.
Das reicht von der Grundlagenforschung, vom
Einkristallin bis Mikrokristallin, über verschiedene
Systeme, Dünnschicht — und Tandemzellen in
verschiedenen Kombinationen bis hin zu großtechnischen
Anlagen, bei denen Verfahren kombiniert werden, in
Saudi-Arabien oder in Bayern. Wir können das hier
nicht im einzelnen ausdiskutieren.
Ich stimme den Zielen, die Herr Scheer ansprach,
zu. Ich halte sie für ungemein attraktiv. Ich bin sehr
optimistisch, was die Zeiten bet rifft. Aber unsere
Aufgabe ist nicht, die Zukunft zu prognostizieren,
sondern in Wissenschaft und Technik die
Voraussetzungen so zu schaffen, daß sie möglich wird. Genauso
sind unsere Programme angelegt, und ich bin
zuversichtlich, daß sie laufen werden.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Wir müßten die Diskussion über die
Erfahrungsmedizin, die Naturmedizin, führen. Ich habe sehr gerne,
Herr Kollege Voigt, zugehört, als Sie dargestellt
haben, in welch grundsätzlicher Weise die
Erfahrungsmedizin und die sogenannte klassische Medzin
eigentlich einander bedingen und daß sie aus der
gleichen Quelle entstanden sind.
Ich erinnere mich an Diskussionen, die wir 1980/81
geführt haben, als es darum ging, unkonventionelle
Krebstherapien durchzuführen. Ich weiß, daß wir
damals über alle Fraktionen des Deutschen Bundestages
eine gemeinsame Strategie angelegt haben.
Ich glaube, aus diesem Geist heraus ist es eine
Aufgabe, bei der das Parlament eine wichtige Rolle
spielen kann. Den Bereich zu erweitern, in dem man
arbeiten kann. Denn klassischerweise sind wir in dem
Begutachtungsverfahren Kriterien unterworfen, bei
denen viele Vertreter der Naturmedizin die Sorge
haben, daß ihre Anliegen nicht gerecht behandelt
werden.
Das Ziel muß dabei sein, nicht mechanistisch auf
einzelne Symptome hinzuarbeiten, sondern — wie Sie
es dargestellt haben, Herr Voigt — den Menschen als
ein Ganzes zu betrachten, der Verantwortung für
seine Gesundheit trägt. Ziel ist nicht in erster Linie die
Heilung von Krankheiten, sondern eine
vernunftgemäße Lebensführung, die in der eigenen
Verantwortung des einzelnen auch die Grundlage seines
persönlichen Lebensvollzugs rational begründet. Wenn wir
die Aufgabe aus diesem Geist angehen, haben wir
über ein „technisches" Programm eine andere
Einstellung zum Leben und zur Verantwortung
erreicht.
Ich möchte sehr gerne auf den Faktenbericht
eingehen, der insgesamt darstellt, was in den letzten vier
Jahren lief. Es ist der zweite Faktenbericht unter
dieser Regierung; wir decken mit zwei Faktenberichten
acht Jahre ab. Es ist wahrscheinlich der letzte
Faktenbericht über die Bundesrepublik Deutschland.
(Dr. Daniels [Regensburg] [GRÜNE]: Welch
ein historisches Ereignis!)
Wir werden den nächsten Faktenbericht und den
nächsten Bundesforschungsbericht unter völlig
anderen Bedingungen vortragen.
(Dr. Briefs [GRÜNE]: Die Fakten werden
noch schlimmer sein!)
Die Bilanz ist außerordentlich beeindruckend und
erfreulich. Die letzten acht Jahre sind für Wissenschaft
und Technik in Deutschland, aber auch für die Erf
orschung der Bedingungen einer gefährdeten Umwelt
und für die Umsetzung der Forschungsergebnisse
eine außerordentliche und umfassende ungemein
erfreuliche Erfolgsstory.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU —
Vosen [SPD]: Aber das glauben doch nur
Sie!)
Ich kann Ihnen nicht alles nennen, was die
Bundesregierung in diesem Zusammenhang tut. Die
Bundesregierung schafft Voraussetzungen in der
Forschungspolitik, aber die Forschung selbst betreibt die
Wissenschaft. Die Bundesrepublik schafft Voraussetzungen
für die Technik, aber die Unternehmen entwickeln die
Technik.
Ich möchte einmal auf einige Fakten hinweisen: Es
ist offenkundig, daß wir in den letzten sechs Jahren so
viele Nobelpreisträger hatten wie in den 30 Jahren
vorher.
(Vosen [SPD]: Das ist auch noch Ihr Ver
-
dienst? Mein Gott!)
— Ich habe gerade ausdrücklich gesagt, daß dieses
nicht allein ein Verdienst der Bundesregierung ist. Ich
sage, daß dies eine ausgezeichnete Zeit war. Wenn ich
dazunehme, daß viele der Nobelpreisträger junge
Wissenschaftler sind, dann zeigt das, daß wir ein Maß
an Dynamik haben, das richtig und gut ist.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Schauen wir uns jetzt die Märkte an: Wir haben vor
zehn Jahren darüber philosophiert, ob 700 oder 900
kleine und mittlere Unternehmen forschen. Heute
wissen wir, es sind mehr als 25 000. Gut, man kann
sagen: Es wird genauer erfaßt. Aber hier hat sich eine
Dynamik ausgebreitet, mit der nicht zu rechnen war.
In Bereichen, wo unsere mittelständischen
Unternehmen von den Weltmärkten abgeschlagen erschienen,
haben wir plötzlich wachsende und sehr starke
Weltmarktanteile. Maschinenbau ist der größte
mittelständische Bereich, den wir in der Industrie haben.
(Vosen [SPD]: Hatten wir immer!)
— Ja, aber schauen Sie die Prognosen an, und
vergegenwärtigen Sie sich, wie es im Bereich des
Werkzeugmaschinenbaus 1982 aussah. Nachdem er unter
der Regierungsverantwortung anderer, die Ihnen
wohlbekannt sind, Jahr für Jahr Weltmarktanteile
verloren hat, haben wir in bezug auf den Mittelstand
einiges angelegt. Von 1984 an haben wir bei den
Werkzeugmaschinen aufgeholt. 1987 und 1988 haben
wir die Japaner eingeholt. Wir haben den Vorsprung
1989 ausgebaut. Dies ist eine Strategie, für die sich
nicht der Mittelstand bei der Bundesregierung
bedanken müßte, sondern für die wir uns beim Mittelstand
bedanken, weil die neuen technischen Chancen von
kompetenten Unternehmern ergriffen worden sind.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Man kann jetzt hier weitergehen und über die
Patentanmeldungen sprechen. Auf dem Markt für
Patente in den USA, dem größten Markt, haben weltweit
alle Marktanteile an die Japaner, die mit großer
Dynamik vorangegangen sind, verloren; die Deutschen
nicht.
(Catenhusen [SPD]: Riesenhuber hat sie ge
rettet, wie schön!)
— Ich habe Ihnen gesagt, ich spreche hier über einen
Faktenbericht. Der Faktenbericht zeigt, was wir alle
erreicht haben. Selbst die Opposition — so
unwahrscheinlich das klingt — mag hier ihren kompetenten
Verdienst haben; diesen will ich ihr gar nicht
absprechen. Aber wir wollen die Erfolge doch einmal zeigen
und feststellen, was wir erreicht haben. Wenn man
nicht bereit ist, Erfolge zu zeigen, wird niemand den
Mut haben, an neue Aufgaben heranzugehen und
neue Erfolge zu erkämpfen.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Es ist hier einiges über die Vernachlässigung der
Grundlagenforschung gesagt worden. Frau Bulmahn,
das sind faszinierende Aussagen. Ich darf jetzt einmal
die Grundlagenforschung im internationalen
Vergleich und in der deutschen Entwicklung darstellen.
Insgesamt ist es so: Die USA und Japan haben etwa 12
bis 13 % ihres Forschungsbudgets für die
Grundlagenforschung eingesetzt; die Bundesrepublik hat
19 % eingesetzt, nicht 12 oder 13 %, sondern 19 %. Im
Haushalt des Forschungsministers gibt es keinen
Bereich, der so stark gewachsen ist wie die
Grundlagenforschung; im übrigen ist auch der Bereich der
Weltraumforschung nicht so stark gewachsen.
(Vosen [SPD]: Zwangsweise!)
— „Zwangsweise" heißt, daß wir Entscheidungen
gefällt haben.
(Vosen [SPD]: Wir!)
—Überhaupt nicht. Bei Ihnen waren es 26 %; bei uns
sind es fast 40 %. Wir haben diesen Bereich weit
überproportional gesteigert; ich halte das auch für
richtig.
(Vosen [SPD]: Sie mußten!)
—Ich mußte überhaupt nicht. Ich habe dies als ein
Ziel der Politik erklärt. Ich habe einen Bereich, den Sie
über Jahre systematisch vernachlässigt haben —
zugunsten einer Förderung sehr großer Unternehmen —,
hochgezogen. Ich habe die Förderung von
Großunternehmen für marktorientierte Technik halbiert. Das ist
der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Politik.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)
Ich will hier auch einmal das Beispiel der
Universitäten anführen. Es wurde gesagt, wir hätten die
Universitäten schrecklich vernachlässigt. Herr B riefs hat
darauf hingewiesen, daß mein Haushalt um 15 %
gewachsen sei. Wenn wir einmal von dem
Nachtragshaushalt 1982 absehen, der eine zusätzliche Leistung
dieser Regierung war, ist der Haushalt um etwa 25 %
gestiegen. Die Förderung von Universitäten ist
seitdem aber um weit über 100 % gestiegen. Wir lagen im
letzten Jahr bei 644 Millionen DM. 1982 waren es
312 Millionen DM. Wir werden in diesem Jahr weit
über 700 Millionen DM liegen. Warum? Weil wir
glauben, daß hier großartige Chancen für die
Wissenschaften liegen und weil wir in einer Zeit helfen wollen, in
der die Wissenschaft an den Universitäten durch die
Überlast bedrängt werden könnte, da es Länder gibt,
die nicht in der gleichen Weise mit den Leistungen
nachgezogen haben, wie es die Situation und die
große Zahl der Studenten tatsächlich erfordert hätten.
Das ist die Lage.
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP —
Vosen [SPD]: In welche Länder schicken Sie
denn das meiste Geld?)
— Wenn Sie fragen, in welche Länder ich das meiste
Geld schicke
(Vosen [SPD]: Pro Kopf!)
— pro Kopf, vielen Dank — , dann fordere ich Sie auf
— es wurde unter Ihrer Regierung immer vom Süd-
Nord-Gefälle gesprochen — , sich einmal
anzuschauen, wie Bremen und Hamburg dastehen.
(Frau Bulmahn [SPD]: Flächenländer!)
Sie stehen nämlich in Spitzenpositionen. Und warum?
Weil wir diese Sache in einer Situation vorangebracht
haben, in der wir alle Chancen so erschließen müssen,
daß in allen Teilen Deutschlands bestmögliche
Bedingungen für die Wissenschaft entstehen. Eine Strategie
kann nicht darin bestehen, die Wissenschaft nur in
einem Teil Deutschlands zu konzentrieren. Wir
müssen als kleines, aber auf dem Weltmarkt starkes Land
alle Chancen, die wir haben, nach besten Kräften
nutzen. Das ist die Politik der Regierung, und diese weist
sich in den Zahlen aus.
(Frau Bulmahn [SPD]: Nein, das tut sie nicht!
Der Zuwachs bei den süddeutschen Ländern
ist wiederum wesentlich höher als z. B. in
Nordrhein-Westfalen!)
— Auch dies trifft nicht zu.
(Frau Bulmahn [SPD]: Doch, natürlich! Das
müssen Sie zur Kenntnis nehmen!)
— Entschuldigen Sie, das ist ja alles nachlesbar. Von
Baden-Württemberg — ich sage es nicht gerne —
habe ich vor kurzem eine herbe Kritik erfahren, weil
die Zahlen ausweisen, daß der Anteil Baden-
Württembergs am Forschungshaushalt in den letzten
Jahren ständig geschrumpft ist.
(Dr.-Ing. Laermann [FDP]: Relativ!)
— Ich spreche vom Anteil; danach war gefragt
worden. Ich führe ja hier eine Debatte und predige nicht
das Volk an. Ich nehme auf, was hier kompetent oder
auch nicht kompetent vorgetragen wird.
Es wurde hier darüber gesprochen, daß die
Geisteswissenschaften und die Sozialwissenschaften
vernachlässigt würden. Der Bund hat hier von Haus aus
nur eine außerordentlich begrenzte Zuständigkeit.
Aber in den Bereichen, wo wir diese Zuständigkeit
haben, haben wir die Mittel weit überproportional
gesteigert. Die Mittel für Auslandsforschungen auf
dem Gebiet der Geisteswissenschaften haben wir
verdreifacht. Wir haben die Aufwendungen für die
Geisteswissenschaften insgesamt um mehr als 70 %
gesteigert.
(Hört! Hört! bei der CDU/CSU)
Wir haben im Bereich der Sozialwissenschaften
neue Schwerpunkte gesetzt, dies aber nicht von uns
aus, sondern aus einer Zielsetzung der Wissenschaft
heraus, die sich ihre neuen Paradigmen gesucht
hat.
Ich könnte das gleiche — wir haben es aber schon
oft diskutiert — für die Bereiche Umwelt- und
Klimaforschung sagen. Es hieß hier, diese Bereiche seien
vernachlässigt worden, es werde nichts umgesetzt.
Das ist alles natürlich grober Unfug. Bei der
Klimaforschung haben wir allein im Haushalt des BMFT in
einer Zeit, in der der Zuwachs insgesamt 25 % betrug
— Herr Briefs sagte es — , die Aufwendungen um
mehr als 700 % gesteigert, im Haushalt der
Bundesregierung insgesamt um fast 500 %.
(Frau Bulmahn [SPD]: Gleichzeitig aber die
Mittel für alternative Energien gesenkt!)
Dann zur Umsetzung: Gerade vor 10 Tagen haben wir
im Kabinett die Beschlüsse zur CO2-Reduktion gefaßt.
Es gibt weltweit kein Programm, das so ehrgeizig wie
das Programm der Bundesregierung auf eine CO2
-
Reduktion hingeht. Wir gehen nicht nur an die
Forschung heran — dies auch, und zwar sehr schnell —,
sondern wir setzen dies auch so schnell um, wie es
überhaupt geht.
(Dr. Daniels [Regensburg] [GRÜNE]: Sie
bleiben davor stehen!)
Genau das ist das Ziel. In der Vergangenheit wurde
das etwas vernachlässigt.
Wenn ich mir ansehe, wie lange Sie damals bei den
Kraftwerken über eine S02-Reduktion geredet haben,
und wenn ich mir ansehe, was dann geschehen oder
nicht geschehen ist, bis wir im Februar 1983 die
Großfeuerungsanlagen-Verordnung verabschiedet haben,
dann habe ich die realen Relationen vor Augen. Diese
erbaulichen Reden stimmen damit nicht überein.
(Vosen [SPD]: Wann schalten Sie denn den
Schnellen Brüter ab?)
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe
jetzt hier leider nicht die Möglichkeit — —
(Vosen [SPD]: Wann schalten Sie denn den
Schnellen Brüter ab?)
—Er ist überhaupt noch nicht angeschaltet. Reden Sie
doch kompetent.
(Vosen [SPD]: Wann wollen Sie denn sagen:
Sie schalten aus?)
Wir haben in der Umweltforschung — ich habe es an
Beispielen gezeigt — , wir haben in den
Schlüsseltechnologien, in der Grundlagenforschung
Voraussetzungen für eine sehr große Dynamik und auch für ein
Wachstum, das hier anders prägt, geschaffen. Es ist
davon gesprochen worden, daß die Welt immer
schwieriger oder problematischer würde. Schauen Sie
sich die Zahlen an: Was in diesen Jahren geschieht, ist
das, was Erhard Eppler — ohne es eigentlich zu
verstehen — Ende der 70er Jahre diskutiert hat. Er sprach
davon, d
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- part_of_vorgang → 9. Bericht des Ausschusses für die Hochschulstatistik für den Berichtszeitraum 1988/89 (G-SIG: 11004509) (Beratung)
- part_of_vorgang → Aufstockung des Härtefonds für Nationalgeschädigte beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (G-SIG: 11002521) (Beratung)
- part_of_vorgang → Beendigung der Nutzung des Standortübungsplatzes Viernheimer/Lampertheimer Wald in Hessen (G-SIG: 11004656) (Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Begrüßung der Mitglieder des Ausschusses für Abrüstung und Verteidigung der Volkskammer (G-SIG: 11004876) (Ansprache)
- part_of_vorgang → Bericht über Härtefonds für Nationalgeschädigte beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (G-SIG: 11004530) (Beratung)
- part_of_vorgang → Bericht zum Stand der Bemühungen um Rüstungskontrolle und Abrüstung sowie der Veränderungen im militärischen Kräfteverhältnis (Jahresabrüstu (Beratung)
- part_of_vorgang → Beseitigung strafrechtlicher Hindernisse in der AIDS-Prävention bei Drogengebrauchern und -gebraucherinnen (G-SIG: 11004452) (Beratung)
- part_of_vorgang → Betriebsbeauftragte für Umweltschutz (G-SIG: 11004674) (Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Binnenmarkt und Fremdenverkehr (G-SIG: 11002544) (Beratung)
- part_of_vorgang → Bitten und Beschwerden an den Deutschen Bundestag Die Tätigkeit des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages im Jahre 1989 (G-SIG: 110 (Beratung)
- part_of_vorgang → DDR-Mitwirkung an Planungen zum Deutschen Historischen Museum (G-SIG: 11004458) (Beratung)
- part_of_vorgang → Drittes Gesetz zur Änderung des Milchaufgabevergütungsgesetzes (G-SIG: 11020598) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Einhundertelfte Verordnung zur Änderung der Einfuhrliste - Anlage zum Außenwirtschaftsgesetz - aufhebbare VO (G-SIG: 11004882) (Beratung)
- part_of_vorgang → Einsetzung eines Untersuchungsausschusses (G-SIG: 11004484) (Beratung)
- part_of_vorgang → Eintritt der Abg Frau Kugler in den Deutschen Bundestag als Nachfolgerin für die ausgeschiedene Abg Frau Conrad (Mandatsbeginn: 01.06.1990) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Energiegesetz (G-SIG: 11020610) (Beratung)
- part_of_vorgang → Entlastung der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 1987 - Vorlage der Haushaltsrechnung und Vermögensrechnung des Bundes (Jahresrechnung 1 (Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Antrag betr. Aufstockung des Härtefonds für Nationalgeschädigte beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Natio (Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Ersten Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetz (1. JGGÄndG) sowie zum Antrag betr. Reform des Jugendgerichtsve (Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Ersten Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetzes (1. JGGÄndG) (G-SIG: 11004850) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Gesetz zur Errichtung einer Stiftung "Deutsche Stiftung Umwelt" (G-SIG: 11004851) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Gesetz zur Errichtung einer Stiftung "Deutsche Stiftung Umwelt" (G-SIG: 11004852) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zum Gesetz zur Errichtung einer Stiftung "Deutsche Stiftung Umwelt" (G-SIG: 11004853) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zur Großen Anfrage betr. Binnenmarkt und Fremdenverkehr (G-SIG: 11004848) (Beratung)
- part_of_vorgang → Entschließungsantrag zur Großen Anfrage betr. Förderung und Nutzung "Erneuerbarer Energiequellen" in der Bundesrepublik Deutschland (G-SIG: (Beratung)
- part_of_vorgang → Ernährungsvorsorgegesetz (EVG) (G-SIG: 11020450) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des Bundeserziehungsgeldgesetzes (G-SIG: 11020555) (Änderung der Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des Haushaltsgrundsätzegesetzes (G-SIG: 11020526) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des Jugendgerichtsgesetzes (1. JGGÄndG) (G-SIG: 11020433) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Faktenbericht 1990 zum Bundesbericht Forschung 1988 (G-SIG: 11004847) (Beratung)
- part_of_vorgang → Förderung des Aufkommens von elektrischem Strom aus Wasserkraft, Wind- und Solarenergie oder anderer, regenerativer unerschöpflicher Energie (Beratung)
- part_of_vorgang → Förderung von Zukunftsenergien (G-SIG: 11004661) (Beratung)
- part_of_vorgang → Forschungs- und Entwicklungsprogramm Solarenergie und Wasserstoff (G-SIG: 11001176) (Beratung)
- part_of_vorgang → Fünftes Gesetz zur Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) (G-SIG: 11020317) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesamtdrogenpolitik der Bundesregierung (G-SIG: 11004275) (Beratung)
- part_of_vorgang → Geschäftsordnungsantrag der Fraktion der SPD auf Herbeirufung eines Vertreters des Bundesministeriums der Finanzen (Antrag zur Geschäftsordnung)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Feststellung eines Zweiten Nachtrags zum Wirtschaftsplan des ERP-Sondervermögens für das Jahr 1990 (Zweites ERP-Nachtragspla (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz über die neunzehnte Anpassung der Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz sowie zur Änderung weiterer sozialrechtlicher Vorschrif (Abstimmung über Vermittlungsvorschlag)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Statistik für das Hochschulwesen (Hochschulstatistikgesetz - HStatG) (G-SIG: 11020419) (Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz über Wasser- und Bodenverbände (Wasserverbandsgesetz - WVG) (G-SIG: 11020512) (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Beschluß der Generalversammlung des Internationalen Ausstellungsbüros vom 31. Mai 1988 zur Änderung des Abkommens über Interna (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Protokoll vom 31. Oktober 1988 zu dem Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung betreffe (2. Beratung und Schlussabstimmung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschl (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Vertrag vom 1. Dezember 1987 über die wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit im Einzugsgebiet der Donau (G-SIG: 11020548) (2. Beratung und Schlussabstimmung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu der Änderung vom 19. Januar 1989 des Übereinkommens vom 3. September 1976 über die Internationale Seefunksatelliten-Organisation ( (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung der Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte (G-SIG: 11020574) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Bundeserziehungsgeldgesetzes (G-SIG: 11020601) (Änderung der Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Bausparkassen (G-SIG: 11020616) (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Deutschen Wetterdienst (G-SIG: 11020588) (1. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Errichtung einer Stiftung "Deutsche Stiftung Umwelt" (G-SIG: 11020569) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht (G-SIG: 11020410) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Haushaltsführung 1987 Über- und außerplanmäßige Ausgaben im 2. Vierteljahr des Haushaltsjahres 1987 (G-SIG: 11000689) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Haushaltsführung 1987 Über- und außerplanmäßige Ausgaben im 4. Vierteljahr des Haushaltsjahres 1987 (G-SIG: 11001823) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Haushaltsführung 1987 Über- und außerplanmäßige Ausgaben im dritten Vierteljahr des Haushaltsjahres 1987 (G-SIG: 11001445) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Haushaltsführung 1987 Zusammenstellung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben im 1. Vierteljahr des Haushaltsjahres 1987 (G-SIG: 11000543) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Haushaltsführung 1990 Weitere außerplanmäßige Ausgabe und außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung bei Kapitel 6004 apl. Titel 885 01 - Au (Beratung)
- part_of_vorgang → Naturmedizin erforschen und anwenden (G-SIG: 11001709) (Beratung)
- part_of_vorgang → Programm: Energieeinsparung und rationelle Energienutzung (G-SIG: 11001922) (Beratung)
- part_of_vorgang → Rechnung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 1988 - Einzelplan 20 - (G-SIG: 11002360) (Beratung)
- part_of_vorgang → Rechnung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 1989 - Einzelplan 20 (G-SIG: 11004877) (Beratung)
- part_of_vorgang → Reform des Jugendgerichtsverfahrens (G-SIG: 11002530) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Reisen und Behinderte (G-SIG: 11004708) (Beratung)
- part_of_vorgang → Schließung des Luft-Boden-Übungsplatzes "Nordhorn-Range" (G-SIG: 11004698) (Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Sechste Verordnung zur Änderung der Außenwirtschaftsordnung - aufhebbare VO (G-SIG: 11004881) (Beratung)
- part_of_vorgang → Siebentes Gesetz zur Änderung des Weingesetzes sowie Sechstes Gesetz zur Änderung des Weinwirtschaftsgesetzes (G-SIG: 11020599) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Siebenundsechzigste Verordnung zur Änderung der Ausfuhrliste - Anlage AL zur Außenwirtschaftsverordnung - aufhebbare VO (G-SIG: 11004880) (Beratung)
- part_of_vorgang → Sofortmaßnahmen zum Schutz der Penan vor den katastrophalen Folgen des kommerziellen Holzeinschlags auf Sarawak (G-SIG: 11004636) (Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → ... Strafrechtsänderungsgesetz - § 201 StGB - (... StrÄndG) (G-SIG: 11020566) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Transporte gefährlicher Güter durch Militärfahrzeuge (G-SIG: 11001243) (Beratung)
- part_of_vorgang → Umwelt- und sozialverträglicher Tourismus in der Bundesrepublik Deutschland (G-SIG: 11004354) (Beratung)
- part_of_vorgang → Veräußerung des Bundesanteils am "Unteren Mundatwald" (G-SIG: 11004647) (Beratung)
- part_of_vorgang → Verzicht der Abg Frau Conrad auf die Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag (Mandatsende: 31.05.1990) (G-SIG: 11004874) (Mitteilung)
- part_of_vorgang → Viertes Gesetz zur Änderung der Bundeshaushaltsordnung (G-SIG: 11020427) (2. Beratung)
- part_of_vorgang → Viertes Gesetz zur Änderung der Bundeshaushaltsordnung (G-SIG: 11020527) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Viertes Gesetz zur Änderung des Bundesbesoldungsgesetzes (Einführung einer Flugsicherungszulage) (G-SIG: 11020507) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Vorschlag einer Verordnung (EWG) des Rates mit veterinärrechtlichen Vorschriften für die Beseitigung, Verarbeitung und Vermarktung von tieri (Beratung)
- part_of_vorgang → Vorschlag einer Verordnung (EWG) des Rates über die Veterinärbedingungen für den innergemeinschaftlichen Handel mit frischem Fleisch von Gef (Beratung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung (EWG) des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 987/68 zur Festlegung der Grundregeln für die Gewährung (Beratung)
- part_of_vorgang → Zum Getreidepreis (G-SIG: 11004440) (Beratung)
- part_of_vorgang → Zur Schließung des Luft-Boden-Übungsplatzes "Nordhorn-Range" (G-SIG: 11004525) (Ausschussüberweisung)
- part_of_vorgang → Zweites Gesetz zur Änderung des Ernährungssicherstellungsgesetzes (G-SIG: 11020449) (3. Beratung)
- part_of_vorgang → Zwölftes Gesetz zur Änderung des Abgeordnetengesetzes und ein Elftes Gesetz zur Änderung des Europaabgeordnetengesetzes (G-SIG: 11020617) (1. Beratung)
- spoke_in ← Adolf Roth (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Albert Pfuhl (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Albrecht Müller (Rede)
- spoke_in ← Alois Graf von Waldburg-Zeil (Rede)
- spoke_in ← Angelika Beer (Rede)
- spoke_in ← Annette Faße (Rede)
- spoke_in ← Anton Pfeifer (Rede)
- spoke_in ← Anton Stark (Rede)
- spoke_in ← Bernd Neumann (Rede)
- spoke_in ← Brigitte Adler (Rede)
- spoke_in ← Carl-Dieter Spranger (Rede)
- spoke_in ← Carl Ewen (Rede)
- spoke_in ← Charlotte Garbe (Rede)
- spoke_in ← Christa Nickels (Rede)
- spoke_in ← Christa Vennegerts (Zur Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Christian Lenzer (Rede)
- spoke_in ← Detlef Kleinert (Rede)
- spoke_in ← Dietrich Wetzel (Rede)
- spoke_in ← Dora Flinner (Rede)
- spoke_in ← Eckart Kuhlwein (Rede)
- spoke_in ← Edelgard Bulmahn (Rede)
- spoke_in ← Egon Bahr (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Egon Lutz (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Egon Susset (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Ernst Hinsken (Rede)
- spoke_in ← Erwin Marschewski (Rede)
- spoke_in ← Eugen von der Wiesche (Rede)
- spoke_in ← Franz-Hermann Kappes (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Franz Sauter (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Freimut Duve (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Friedrich Bohl (Zur Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Friedrich Neuhausen (Rede)
- spoke_in ← Friedrich Voss (Rede)
- spoke_in ← Georg Gallus (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Gerd Andres (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Gerd Jürgen Häuser (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Gerhart Rudolf Baum (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Gero Pfennig (Rede)
- spoke_in ← Gudrun Weyel (Rede)
- spoke_in ← Günter Verheugen (Rede)
- spoke_in ← Günther Bredehorn (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Günther Schartz (Rede)
- spoke_in ← Halo Saibold (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Hans A. Engelhard (Rede)
- spoke_in ← Hans de With (Rede)
- spoke_in ← Hans-Eberhard Urbaniak (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Hans-Jochim Brauer (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Hans-Peter Voigt (Rede)
- spoke_in ← Hartmut Soell (Rede)
- spoke_in ← Heinrich Seesing (Rede)
- spoke_in ← Heinz Günther Hüsch (Rede)
- spoke_in ← Heinz Menzel (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Heinz Riesenhuber (Rede)
- spoke_in ← Heinz Westphal (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Helmuth Becker (Zur Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Helmut Schäfer (Rede)
- spoke_in ← Hermann Scheer (Rede)
- spoke_in ← Horst Eylmann (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Horst Jungmann (Zur Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Horst Waffenschmidt (Rede)
- spoke_in ← Joachim Grünewald (Rede)
- spoke_in ← Johannes Singer (Rede)
- spoke_in ← Josef Grünbeck (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Josef Vosen (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Karl Deres (Rede)
- spoke_in ← Karl-Hans Laermann (Rede)
- spoke_in ← Karl Lamers (Rede)
- spoke_in ← Klaus Beckmann (Rede)
- spoke_in ← Klaus-Dieter Kühbacher (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Klaus Harries (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Klaus Hasenfratz (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Klaus Lennartz (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Kurt J. Rossmanith (Rede)
- spoke_in ← Liesel Hartenstein (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Manfred Carstens (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Manfred Richter (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Manfred Such (Rede)
- spoke_in ← Maria Luise Teubner (Rede)
- spoke_in ← Matthias Engelsberger (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Matthias Kreuzeder (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Max Amling (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Meinolf Michels (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Michael Jung (Rede)
- spoke_in ← Monika Ganseforth (Rede)
- spoke_in ← Norbert Geis (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Norbert Lammert (Rede)
- spoke_in ← Olaf Feldmann (Rede)
- spoke_in ← Peter Conradi (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Rainer Funke (Rede)
- spoke_in ← Rainer Haungs (Rede)
- spoke_in ← Richard Stücklen (Rede)
- spoke_in ← Rolf Olderog (Rede)
- spoke_in ← Roswitha Wisniewski (Rede)
- spoke_in ← Rudolf Walther (Zwischenfrage)
- spoke_in ← Trudi Schmidt (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Ulrich Briefs (Rede)
- spoke_in ← Ulrich Heinrich (Rede)
- spoke_in ← Ulrich Irmer (Rede)
- spoke_in ← Uwe Hüser (Rede)
- spoke_in ← Volker Jung (Rede)
- spoke_in ← Waltraud Steinhauer (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Werner Dörflinger (Rede)
- spoke_in ← Werner Hoyer (Rede)
- spoke_in ← Werner Zywietz (Rede)
- spoke_in ← Wilfried Bohlsen (Rede)
- spoke_in ← Wilhelm Knabe (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Wilhelm Schmidt (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Wolfgang Daniels (Mündliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Wolfgang Gröbl (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Wolfgang Lüder (Rede)
- spoke_in ← Wolfgang Weiermann (Schriftliche Erklärung gem. § 31 Geschäftsordnung BT)
- spoke_in ← Wolfgang Weng (Zwischenfrage)